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EINBLICKE NR.25 |
APRIL 1997 |
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FORSCHUNGSMAGAZIN DER CARL VON OSSIETZKY UNIVERSITÄT
OLDENBURG
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Editorial
"Kleines Jubiläum
EINBLICKE feiert ein kleines Jubiläum. Vor Ihnen liegt die 25. Ausgabe des Forschungsmagazins,
das seit 1985 zweimal im Jahr erscheint und bis heute 174 Beiträge Oldenburger
WissenschaftlerInnen veröffentlicht hat. Damals gehörte die Universität Oldenburg
zu den ersten Hochschulen in der Republik, die ein eigenes Magazin herausbrachte,
um einer breiteren Öffentlichkeit einen kleinen Ausschnitt aus der Vielfalt ihrer
Forschungsprojekte zu präsentieren. Bewußt hebt sich das Blatt von einschlägigen
Fachpublikationen ab. Die WissenschaftlerInnen werden von der Redaktion angehalten,
ihre Projekte kurz und in einem Guß darzustellen, sich von der Fachterminologie,
so gut es geht, zu befreien, anschaulich zu schreiben und Mut zu Vereinfachungen
bei der Darstellung der oft komplexen Thematik zu ent-wickeln. Einigen geht das
zu weit, doch viele haben inzwischen verstanden, daß Forschung heute mehr als
je zuvor über die Fachöffentlichkeit hinaus strahlen muß, um sich zu legitimieren.
In Zeiten, in denen die öffentliche Hand immer weniger Gelder zu vergeben
hat, wächst die Konkurrenz, und die Marktmechanismen, die es im Wissenschaftsbetrieb
schon immer gegeben hat, bekommen eine andere Qualität. Denn das Anzapfen neuer
Geldquellen ist mit viel Überzeugungsarbeit verbunden - Werbung in eigener Sache.
Ein Blick über den Ozean läßt erahnen, welche Rolle Hochschulmarketing bei uns
einmal spielen wird.
Auch für EINBLICKE müssen Ausgabe für Ausgabe Gelder eingeworben werden, weil
aus dem ordentlichen Haushalt der Druck nicht bezahlt werden kann. Anzeigen sind
Haupteinnahmequelle. Daß sich dabei die regionale Wirtschaft besonders engagiert,
wird dankbar registriert. Allerdings erreicht EINBLICKE auch eine für Inserenten
gewichtige Zielgruppe im Bereich Wirtschaft, Kultur und Politik. Nicht wenige
JournalistInnen greifen zudem immer wieder EINBLICKE-Themen auf und tragen sie
bundesweit in die Massenmedien - ein zweifellos erwünschter Effekt, der hoffentlich
auch bei der 25. Ausgabe des Forschungsmagazins eintritt. Allein der Beitrag von
Wolfgang Krumbein über das "Lebewesen Erde" bietet genügend Diskussionsstoff.
Ihr
Gerhard Harms

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