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EINBLICKE NR.25 |
APRIL 1997 |
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FORSCHUNGSMAGAZIN DER CARL VON OSSIETZKY UNIVERSITÄT
OLDENBURG
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Nachrichten der Universitätsgesellschaft
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"Vorzügliche Arbeitsgrundlage"
Gerhard-Wachsmann-Preis für Arbeit über die EU
Einstimmig ist Heiko Walkenhorst für seine politikwissenschaftliche Magisterarbeit
der Gerhard Wachsmann-Preis 1996 der Universitätsgesellschaft Oldenburg e.V. zuerkannt
worden. Sein Thema: "Die Förderalisierung der Europäischen Union: Möglichkeiten
und Grenzen im Spannungsfeld der drei politischen Gestaltungsebenen EG/EU, Nationalstaaten,
Regionen". Die am Fachbereich 3 Sozialwissenschaften angefertigte Arbeit geht
der Frage nach, wie sich die EU angesichts der Debatte um den Förderalismus weiter
entwickeln wird. Können, so wird gefragt, die Länder oder Regionen in einem künftigen
Europa an europäischen Entscheidungen teilhaben? Bleibt die Kulturhoheit der deutschen
Bundesländer in einer zentralistisch ausgerichteten Europäischen Union gewahrt,
wenn der Bund Vertragspartner ist?
Walkenhorst hat nach Auffassung der Jury das komplexe und auf allen Ebenen
der Politik vieldiskutierte Thema in eine Struktur gebracht, die historische Aspekte,
Theorie, Wirklichkeit und Rechtslage und widerstreitende Ansprüche zum Ausdruck
bringt. Darüber hinaus werden politische Ordnungsprinzipien dargestellt, die Zentralismus
einerseits und Förderalismus andererseits in ein Gleichgewicht bringen könnten.
In ihrer Sachlichkeit und Stringenz bietet die Arbeit eine vorzügliche Arbeitsgrundlage
für fundierte und europapolitische Entscheidungsfindungen. In ihrer Laudatio erklärte
die Direktorin der Oldenburgischen Landschaft, Ursula Maria Schute: "Ich wünsche
mir, daß seine Arbeit große Verbreitung findet, denn ich denke, daß sie wesentlich
dazu beitragen kann, die politische Europa- und Regionalisierungsdebatte auf sachbegründbare
Argumente und realistische Perspektiven hinzuleiten."

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Gelungener Neujahrsempfang
Universität und Universitätsgesellschaft haben nach 1996 auch in diesem Jahr im
Staatstheater Oldenburg für ihre Mitglieder und Angehörigen mit Shakespeares "Sommernachtstraum"
einen gelungenen Neujahrsempfang gegeben. Die etwa 600 Gäste wurden von Intendant
Stephan Mettin, Vizepräsident Prof. Dr. Siegfried Grubitzsch und dem Vorsitzenden
der Universitätsgesellschaft, Peter Waskönig, begrüßt. Waskönig appellierte in
diesem Zusammenhang an die Stadt, mehr den imagebildenden Begriff "Universitätsstadt
Oldenburg" zu benutzen. Er müsse mit Leben gefüllt werden. Immerhin hätten 10%
der Bevölkerung unmittelbar mit der Universität zu tun.

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Sondertarif für Studierende
Nur 30 Mark jährlich müssen StudentInnen, die der Universitätsgesellschaft beitreten
wollen, bezahlen. Das hat die Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr beschlossen.
Dennoch ist das Angebot bisher nur sehr zögerlich wahrgenommen worden. Umso erfreulicher
aber ist die allgemeine Mitgliederwerbung. Sie nähert sich der Zahl von 500.

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Ausblick auf die kommenden Monate
Auch 1997 bietet die Universitätsgesellschaft wiederum ein vielfältiges Programm.
Neben Betriebsbesichtigungen mit Gesprächen zwischen Unternehmensleitung, Universität
und Universitätsgesellschaft werden Besuche verschiedener Fachbereiche der Universität
angeboten.
In der Diskussion ist auch die Erweiterung der Preise für besondere wissenschaftliche
Leistungen durch die Universitätsgesellschaft.
Mehr denn je wird in den Mittelpunkt der Universitätsgesellschaft das Bemühen
rücken, die Universität, ihre Einrichtungen und ihre Leistungen einer breiten
Öffentlichkeit vorzustellen. Ziel ist es, die Hochschule noch stärker in der Region
zu verwurzeln. Dazu gehört auch, ihren weiteren Ausbau voranzubringen - insbesondere
einen ingenieurwissenschaftlichen Fachbereich einzurichten. An ihm hängen besonders
große Hoffnungen für innovative Impulse.

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