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Pressedienst: Mai 1996
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  • 29. Mai 1996/125/96

    Lehrerfortbildung kooperiert mit Handwerk und Industrie

    Oldenburg. Die Kooperation mit Handwerk, Industrie, Volkshochschulen, Museen, Verbänden und Vereinen bildet einen wesentlichen Schwerpunkt im neuen Programm des Oldenburger Fortbildungszentrums (OFZ) an der Universität Oldenburg. Zur Zeit wird das neue Programmheft an alle Schulen der Region ausgeliefert. Es enthält mehr als 100 Fortbildungsangebote für die ca. 8000 Lehrkräfte im Einzugsbereich des OFZ. Mehr als ein Drittel der Kurse werden in Kooperation mit außerschulischen Anbietern durchgeführt.

    Ein Beispiel dieser Kooperation ist die Veranstaltung "Die multimediale Zukunft von Kindern und Jugendlichen", die das OFZ zusammen mit der Landeszentrale für politische Bildung und dem Bibliotheks- und Informationssystem der Universität am 13. und 14. September 1996 in Oldenburg durchführt. Mit dieser Veranstaltung möchte das OFZ nicht nur Lehrkräfte ansprechen, sondern auch Erzieher, Sozialarbeiter oder auch Polizeibeamte, die mit Jugendfragen beauftragt sind. Diese Berufsgruppen werden zunehmend mit den Auswirkungen der Medien auf die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen konfrontiert.

    "Schulische Erziehung kann nur erfolgreich sein, wenn alle an der Erziehung beteiligten Gruppen eng zusammenarbeiten", sagte dazu der Leiter des OFZ, Wilm Renneberg. Auch die Lehrerfortbildung müsse sich stärker als bisher außerschulischen Sichtweisen öffnen und die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen suchen.

    Programmhefte können ab sofort beim Oldenburger Fortbildungszentrum unter den Telefonnummern 0441/798-3036 oder -3039 angefordert werden. Die ersten Kurse beginnen im August, Programmende ist im Dezember 1996.

  • 29. Mai 1996/124/96

    Soziologe Walter Siebel in Bayerischen Beirat berufen

    Oldenburg. Prof. Dr. Walter Siebel, Soziologe mit dem Schwerpunkt Stadt- und Regionalsoziologie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, ist in einen Beirat des Freistaats Bayern berufen worden, der im Rahmen der "Offensive Zukunft Bayern" das Programm "Siedlungsmodelle" wissenschaftlich begleiten soll. Das Programm betrifft zwölf Projekte u.a. in Aschaffenburg, Augsburg, Bayreuth, München, Nürnberg und Regensburg.

    Siebel war von 1989 bis 1995 von einem Teil seiner Verpflichtungen als Hochschullehrer an der Universität Oldenburg beurlaubt, um als wissenschaftlicher Direktor der Internationalen Bausstellung Emscher-Park (IBA) zu arbeiten. Die IBA Emscher-Park hat sich zur Aufgabe gesetzt, die größte altindustrielle Region der Bundesrepublik, das Ruhrgebiet, umfassend zu erneuern. Sie hat bisher über 3 Milliarden DM in 92 Projekten zu ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Aspekten der Erneuerung altindustrieller Regionen investiert. Siebel, der für die kulturellen und sozialen Innovationen zuständig war, ist zum Sommersemester 1996 wieder ganz an die Universität Oldenburg zurückgekehrt. Der IBA Emscher-Park bleibt er als Korrespondent weiter verbunden.

  • 29. Mai 1996/123/96

    Einschreibung für das Fernstudium

    Oldenburg. Noch bis zum 15. Juli 1966 sind Einschreibungen an der FernUniversität Hagen möglich. Darauf weist das Fernstudienzentrum der Universität Oldenburg hin. Das Studienangebot der FernUniversität ermöglicht ein Studium neben dem Beruf. Neben den Hochschulabschlüssen (Diplom oder Magister mit Voraussetzung Fachhochschulreife bzw. Abitur) in Wirtschaftswissenschaft, Erziehungs-, Sozial- und Geisteswissenschaften, Informatik, Mathematik und Elektrotechnik können die in diesen Studiengängen angebotenen Kurse auch individuell ausgewählt und als Weiterbildungsstudium genutzt werden. Themenbereiche sind z. B. Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre, Marketing, Bank- und Börsenwesen, Arbeits- und Organisationspsychologie, Geschichte, Philosophie, Neuere deutsche Literaturwissenschaft oder Datenbanksysteme.

    Weitere Informationen und Einschreibunterlagen sind im Fernstudienzentrum in Oldenburg (Tel. 0441/798-4416) und in seiner Außenstelle in Emden zu erhältlich (Tel. 04921/6090).

  • 28. Mai 1996/122/96

    "Globalisierung und politische Handlungsspielräume"

    Oldenburg. Am 31. Mai 1996 sprechen Dr. Alfred Tacke, Staatssekretär im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, und Prof. Dr. Kurt Hübner, Wirtschaftswissenschaftler aus Berlin, in der Universität über "Globalisierung und politische Handlungsspielräume". Zu dieser öffentlichen Veranstaltung lädt die Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften im Rahmen des Kollegs "Arbeit und Wissenschaft" ein. Beginn ist um 14.00 Uhr im Hörsaal F (Altbau, Ammerländer Heerstraße).

  • 22. Mai 1996/121/96

    Informationsveranstaltung zur Z-Prüfung

    Oldenburg. Über Studienmöglichkeiten für NichtabiturientInnen, die sich über die Zulassungsprüfung (Z-Prüfung) ihren Hochschulzugang verschaffen möchten, informiert das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Oldenburg am Sonnabend, 1. Juni, 10.00 Uhr, Raum A1 0-010 (blauer Gebäudeteil, Eingang Uhlhornsweg). Für die Fächer Pädagogik, Psychologie, Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften/Ökonomie stehen die DozentInnen der Vorbereitungskurse auf den Fachteil der Z-Prüfung zur Verfügung. Fragen zu anderen Studienfächern beantworten MitarbeiterInnen der Zentralen Studienberatung.

  • 22. Mai 1996/120/96

    Vortrag "Arbeit und menschliche Leistungsfähigkeit"

    Oldenburg. "Arbeit und menschliche Leistungsfähigkeit: medizinische und sozialpolitische Aspekte" lautet das Thema eines Vortrags von Dr. Ludwig Lampe am Dienstag, 28. Mai 1996, 20.00 Uhr, in der Universität (Gebäude A 6, Uhlhornsweg, Raum 1-111). Der Referent ist Leitender Arzt der Landesversicherungsanstalt Oldenburg-Bremen. In dem Vortrag geht es um die Beeinträchtigung des menschlichen Leistungsvermögens etwa durch Krankheit oder Unfall. Der Prozeß zur Wiederherstellung von Lebensqualität und Leistungsfähigkeit ist ein facettenreiches Geschehen, in dem sowohl individuelle als auch institutionelle Aspekte eine Rolle spielen.

    Der Vortrag ist Bestandteil einer Veranstaltungsreihe der interdisziplinären Arbeitsgruppe Gesundheitsforschung an der Universität. In der Arbeitsgruppe haben sich WissenschaftlerInnen verschiedener Fachgebiete zusammengeschlossen, die sich im Bereich der Gesundheitsforschung und Gesundheitsförderung engagieren. Angestrebt wird eine enge Zusammenarbeit mit Institutionen des Gesundheitswesens außerhalb der Universität.

  • 21. Mai 1996/119/96

    Horst Milde Ehrenbürger der Universität

    Oldenburg. Dem Präsidenten des Niedersächsischen Landtages und früheren Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg, Horst Milde, ist heute die Ehrenbürgerschaft der Universität Oldenburg im Rahmen eines Festaktes verliehen worden. Milde ist nach der Ossietzky-Tochter Rosalinde von Ossietzky-Palm und dem Gewerkschafter Erwin Fritzsche der dritte Ehrenbürger der Hochschule.

    Mit Milde werde nicht einfach ein Politiker der Region für seine selbstverständlichen Interventionen im Rahmen seiner Mandate gewürdigt, erklärte der Präsident der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Michael Daxner. Vielmehr werde eine herausragende Persönlichkeit geehrt, die für die Universität Außerordentliches bewirkt habe. Als Oberbürgermeister habe er die junge Universität unterstützt und zu einer vorrangigen Priorität in der Politik der Stadt gemacht, als dies noch nicht populär gewesen sei. Seiner Überzeugungsarbeit sei es zu verdanken, daß die vorbildliche Zusammenarbeit der Universität mit den Fraktionen und den Institutionen der Stadt eine andernorts unübliche Intensität habe erreichen können.

    Beeindruckend sei dabei die verständnisvolle und sorgfältige Einarbeitung Mildes in die Probleme einer so komplizierten Institution wie die einer neugegründeten Universität, betonte Daxner. Besonders hervorheben müsse man die Hartnäckigkeit, mit der die Universität Unterstützung bei der Einrichtung des Instituts der Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) und bei der Gründung des Informatik-Instituts OFFIS erfahren habe. "Wir schmücken uns mit einem Anwalt und Fürsprecher, bei dem unsere Universität im besten Sinn des Wortes gut aufgehoben ist," sagte Daxner wörtlich. und fügte hinzu: "Viele Fächer wären heute nicht, oder wenigstens nicht so studierbar, wenn es seine Politik nicht gegeben hätte."

  • 21. Mai 1996/118/96

    Aufträge für Bau des Hörsaalzentrums erteilt

    Oldenburg. Nach langjährigen Planungen ist heute der Auftrag für das Hörsaalzentrum der Universität Oldenburg an die Firma Dyckerhoff & Widmann als Generalunternehmen vergeben worden. Das 20,2 Millionen teure Gebäude, das von dem Hamburger Architektenbüro von Gerkan, Marg und Partner (GMP) entworfen wurde, soll im Frühjahr 1998 für den Vorlesungsbetrieb zur Verfügung stehen.

    Das Hörsaalzentrum wird mit mobilen Trennwänden ausgestattet, so daß die drei geplanten Hörsäle auch zu einem einzigen Audimax mit 1200 Plätzen zusammengeführt werden können. Die drei Hörsäle verfügen über Kapiazitäten von knapp 500, 260 bzw. 200 Plätzen. Darüber hinaus werden in dem Gebäude vier Seminarräume mit jeweils 65 Plätzen, zwei Gruppenräume mit je 20 Plätzen sowie ein Sitzungsraum für den Akademischen Senat mit 40 Plätzen zur Verfügung stehen.

    Das Hörsaalzentrum werde nicht nur den Vorlesungsbetrieb an der Universität erheblich erleichtern, sondern auch für große Kongresse hervorragend geeignet sein, betonte Präsident Prof. Dr. Michael Daxner bei der Unterzeichung der Verträge. Insofern sei das Gebäude auch ein Beitrag zur Steigerung der Attraktivität Oldenburgs. Daxner dankte allen an der Planung Beteiligten. Mit dem Hörsaalzentrum erfülle sich ein langgehegter Traum der Universität.

  • 20. Mai 1996/117/96

    Neue Publikation: "Ehe und Familie in Krisensituationen"

    Oldenburg. "Ehe und Familie in Krisensituationen" ist der Titel eines Buches, das jetzt im Isensee-Verlag (Oldenburg) erschienen ist. Das 244 Seiten umfassende Buch wurde in der Schriftenreihe der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg veröffentlicht und von den Professoren Dr. Friedrich W. Busch (Fachbereich 1 Pädagogik) und Dr. Rosemarie Nave-Herz (Fachbereich 3 Sozialwissenschaften) herausgegeben. Es kostet 28 DM und ist über den Buchhandel erhältlich.

    Die Beiträge des Buches gehen zurück auf Vorträge zweier Ringvorlesungen, die die Interdisziplinäre Forschungsstelle Familienwissenschaft der Universität (IFF) in den beiden zurückliegenden Wintersemestern durchführte. Behandelt wurden einerseits ausgesprochen familiensoziologische Themen, andererseits familienrelevante Sachverhalte mit sozialpolitischen oder normativen Aspekten sowie Probleme aus dem eher 'krisenhaften Bereich'.

  • 17. Mai 1996/116/96

    Infektionsprophylaxe im Strafvollzug

    Oldenburg. Das vom Niedersächsischen Justizministerium geförderte Projekt "Infektionsprophylaxe im Niedersächsischen Strafvollzug" war Gegenstand der 83. Tagung des Strafvollzugsausschusses der Länder. Das von Prof. Dr. Rüdiger Meyenberg (Institut für Politikwissenschaft II der Universität Oldenburg) durchgeführte und wissenschaftlich begleitete Projekt fand bei allen Ländern großes Interesse. Die Untersuchung könne möglicherweise einen wertvollen Beitrag zur Minderung des Infektionsrisikos in den Vollzugsanstalten und damit zur Fortentwicklung des Strafvollzuges leisten, wurde betont.

  • 17. Mai 1996/115/96

    Auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

    Oldenburg. "Auf dem Weg ins 21. Jahrhundert - Die Chemie im Wandel" ist der Titel eines Vortrages, den Dr. Wilfried Umbach (Düsseldorf) am Donnerstag, 23. Mai 1996, 17.00 Uhr, im Großen Hörsaal in Wechloy, hält. Umbach ist Mitglied der Geschäftsführung für den Bereich Forschung/Technik der Firma Henkel KGaA tätig und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft (DGF) sowie Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh).

  • 15. Mai 1996/114/96

    Chaosforschung: "Wie Strömungen turbulent werden"

    Oldenburg. "Wie Strömungen turbulent werden" ist das Thema eines Vortrages von Prof. Dr. Siegfried Großmann (Universität Marburg), den er im Rahmen des Physikalischen Kolloquiums der Universität Oldenburg am Montag, 20. Mai 1996, 16.15 Uhr, Standort Wechloy, Raum W 2-1-148, hält. Großmann ist ein international renommierter Experte der Chaos- und Turbulenzforschung. Für seine herausragenden Leistungen in Forschung und Wissenschaftsorganisation wurde er mit der Max-Planck-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und dem Großen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Europäischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

    Kontakt: Prof. Dr. Bruno Eckhardt, Institut der Chemie und Biologie des Meeres (ICBM), Tel.: 0441/9706361

  • 15. Mai 1996/113/96

    Vortrag: "Krank durch Schadstoffe im Innenraum"

    Oldenburg. "Krank durch Schadstoffe im Innenraum?" lautet das Thema eines Vortrags von Dr. Olaf Hostrup am Dienstag, 21. Mai 1996, 20.00 Uhr, in der Universität (Gebäude A 1, Uhlhomsweg, Raum A1-111). Der Referent ist Biologe und Spezialist für Toxikologie von Pestiziden. Er ist an der Universität Oldenburg für die von der Niedersächsischen Umweltstiftung finanzierten Beratungsstelle "Informationsdienst Pestizide und Gesundheit" verantwortlich. In dem Vortrag geht es um das Problem des Verbrauchers, in diesem Bereich sachgerechte Informationen und Handlungsanleitungen zu finden - jenseits gefährlicher Verhannlosung und inkompetenter Übertreibung.

    Der Vortrag ist Bestandteil einer Veranstaltungsreihe der interdisziplinären Arbeitsgruppe Gesundheitsforschung an der Universität. In der Arbeitsgruppe haben sich WissenschaftlerInnen verschiedener Fachgebiete zusammengeschlossen, die sich im Bereich der Gesundheitsforschung und Gesundheitsförderung engagieren. Angestrebt wird eine enge Zusammenarbeit mit Institutionen des Gesundheitswesens außerhalb der Universität.

  • 14. Mai 1996/112/96

    Universität trauert um Klaus Jaeckel

    Oldenburg. Als einen überzeugten Reformer, der immer weit über sein eigenes Fach hinaus gedacht und erfolgreich gewirkt habe, hat Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Daxner den Physiker Dr. Klaus Jaeckel bezeichnet, der im Alter von 53 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist. Der Wissenschafttler habe in seinem engagierte Wirken für die Universität nicht nur große Überzeugungskraft, sondern auch eine starke Integrationsfähigkeit entwickelt, betonte Daxner.

    Jaeckel studierte von 1963 bis 1968 in Freiburg, Bonn und München Physik und promovierte danach in Frankfurt/Main, wo er bis zu seinem Wechsel nach Oldenburg 1974 auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. An der neu gegründeten Universität Oldenburg war er zunächst für die Planung der naturwissenschaftlichen Lehrerausbildung zuständig.1980 wechselte er in das Fach Physik, wo er zuletzt der Arbeitsgruppe "Komplexe Systeme" angehörte.

    "Dem Fachbereich Physik werden Jaeckels engagierte und konstruktive Kritik, sein Einfallsreichtum und seine unkonventionellen Ideen sehr fehlen," sagte der Dekan des Fachbereichs, Prof. Dr. Klaus Hinsch.

  • 14. Mai 1996/111/96

    "Klimaänderung und Küste" - Tagungen in der Universität

    Oldenburg. "Auswirkungen von Klimaänderung auf die Wasserstände und die Windverhältnisse an den deutschen Küsten" ist eines der Themen des am 15. Mai 1996 im Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg stattfindenden Workshops "Klimaänderung und Küste". Daran anschließend befaßt sich vom 16. bis 18. Mai eine Tagung des "Arbeitskreises Geographie der Meere und Küsten" ebenfalls mit der Klimafolgenforschung, allerdings unter weltweiten Aspekten (u.a. Bangladesh und Brasilien). Dabei geht es nicht nur um die Bilanzierung der Probleme, sondern auch um Lösungsmöglichkeiten. An beiden Veranstaltungen nehmen neben WissenschaftlerInnen auch VertreterInnen verschiedener Ministerien der deutschen Küstenländer teil. Das Bund-Länder-Forschungsprogramm "Klimaänderung und Küste" wird von dem Oldenburger Geowissenschaftler Dr. Horst Sterr (ICBM) geleitet.

  • 14. Mai 1996/110/96

    DFG-Förderung für Adorno-Biographie

    Oldenburg. Für eine Biographie über den Soziologen und Philosophen Theoder Adorno hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft dem Oldenburger Soziologen Prof. Dr. Müller-Doohm Mittel zur Verfügung gestellt. Müller Doohm will damit seine schon intensiven Forschungen über Adorno fortsetzen.

    Erst kürzlich erschien im Campus Verlag (Frankfurt / New York) von Müller-Doohm ein Buch über das gesellschaftstheoretische Denken Adornos*. Sie behandelt dessen Konzeption von Soziologie als einer praktisch wirksamen Aufklärungswissenschaft. Seine Gegenwartsgesellschaft kommt ebenso zur Sprache wie die besondere Art der philosophisch-soziologischen Reflexion dieses letzten großen "homme des lettré", der sich mit zeitgenössischer Musik und Literatur, mit der Fragmentierung des modernen Subjekts und den aktuellen Erscheinungsformen der Massenkommunikation ebenso scharfsinnig auseinandergesetzt hat, wie er als Sozialforscher wegweisend war.

    Müller-Doohm macht in seiner Publikation deutlich, daß Adorno, der das Trümmerfeld der deutschen Geschichte bewußt in den Blick nahm, wesentlich dazu beigetragen hat, die Möglichkeit eines moralischen und geistigen Neuanfangs zu schaffen. Der Bremer Germanist und Autor Dr. Harro Zimmermann stellt am 19. Mai 96, 20.00 Uhr, in der Carl-von Ossietzky-Buchhandlung (Degode-Haus, Markt 24) das Buch vor.

    Nach Müller-Doohms Worten erlauben die jetzt von der DFG zur Verfügung gestellten Mittel eine vertiefende Analyse der offenen Frage, welches Wechselverhältnis zwischen soziologischer Theoriebildung auf der einen Seite und biographisch-zeitgeschichtlicher Erfahrungsbildung auf der anderen Seite besteht.

    *Stefan Müller-Doohm, Die Soziologie Theodor W. Adornos, Campus Verlag Frankfurt 1996, 276 Seiten, 36,-- DM.

  • 14. Mai 1996/109/96

    Tagung über Johan Huizinga

    Oldenburg. Werk und Leben des bedeutenden niederländischen Kulturhistorikers Johan Huizinga (1872-1945) stehen im Mittelpunkt einer öffentlichen Tagung, die am Dienstag, 21. Mai 1996, ab 10.00 Uhr im Vortragssaal der Universitätsbibliothek stattfindet. Veranstalter ist der Arbeitskreis Älterer Studierender an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, der an diesem Tag die SeniorenstudentInnen der Universität Groningen zu Gast hat.

    Johan Huizinga starb kurz vor Ende des 2. Weltkriegs in deutscher Geiselhaft. Seine bekanntesten Schriften sind "Herbst des Mittelalters", "Homo Ludens"" und "Im Schatten vor morgen".

  • 14. Mai 1996/108/96

    Fremd - Körper - Bild

    Oldenburg. Fremd - Körper - Bild ist der Titel einer Ausstellung, die vom 20. bis 30. Mai 1996 in der Galerie in der ehemaligen Kegelbahn (Uhlhornsweg, Unikum) stattfindet. Gezeigt werden die Ergebnisse aus zwei Veranstaltungen des Faches Bildende Kunst/Visuelle Kommunikation (Barbara Habermann und Sabine Wallach), die sich mit ästhetischen Mitteln wie Collage, Zeichnung, Malerei, Fotografie und Dia-Audiovision mit "weiblicher" und "männlicher" Körpersprache auseinandersetzen. Neben dem Thema "Selbstdarstellung", auch in Form fotografischer "Selbstinszenierungen", galt das Interesse der Studierenden dem Versuch der Visualisierung des Fremden und der Vergegenständlichung mentaler Bilder. Die Ausstellung wird am Montag, 20.5.1996, um 18.00 Uhr u.a. mit einer Performance eröffnet und ist werktags von 12.00 bis 14.00 Uhr zu sehen.

  • 14. Mai 1996/107/96

    Körperbilder in der Musik gestern und heute

    Oldenburg. "Körperbilder in der Musik gestern und heute - Instrumentalisierung oder Befreiung des Körpers?" ist der Titel eines Vortages, den Prof. Dr. Gertrud Meyer-Denkmann (Universität Oldenburg) am Mittwoch, 15. 5. 1996, 18.00 Uhr im Kammermusiksaal (Altes PH-Gebäude) der Universität im Rahmen des Jour fixe" des Faches Musik hält.

  • 10. Mai 1996/106/96

    Wieder täglich Ozonansage

    Oldenburg. Am Montag, 13. Mai 1996, wird der Ansagedienst der Ozonmeßstelle der Universität Oldenburg wieder aufgenommen. Wie Dr. Jochen Pade, Arbeitsgruppe Physikalische Umweltanalytik, mitteilte, wird täglich die zwischen 13 Uhr und 13.30 Uhr gemessene Ozon-Konzentration der Luft ab 14 Uhr unter der Rufnummer 0441/798-3548 bekanntgegeben.

    Kontakt: Dr. Jochen Pade, Arbeitsgruppe Physikalische Umweltanalytik, Tel.: 0441/798-3482

  • 10. Mai 1996/105/96

    Neue musikalische Trends -neue massenmediale Kontexte

    Musik- und Medien-Experten tagen an der Universität
    Oldenburg. Fragen nach den Zusammenhängen zwischen neuen Trends in der Pop-Musik und Veränderungen in den Massenmedien stehen im Mittelpunkt der Tagung "Step across the border", die vom 31. Mai bis 2. Juni 1996 an der Universität Oldenburg stattfindet. Veranstalter ist der Arbeitskreis Studium Populäre Musik (ASPM) in Zusammenarbeit mit dem Fach Musik der Universität Oldenburg, Radio Bremen und der deutschen Sektion der International Association for the Study of Popular Music (ISPAM). Als Referenten sind Wissenschaftler aus dem In- und Ausland sowie Vertreter aus der Musik- und Medienbranche eingeladen.

    "Globale Dorfmusik - Fiktion/Lifestyle/Markt" ist einer von drei Themenschwerpunkten der Tagung. In Diskussionen und Vorträgen geht es unter anderem um organisatorische Strukturen der internationalen Zirkulation von Musikrepertoires (Michael Christianen, Rotterdam) und rechtliche Rahmenbedingungen der Internationalisierung von Musik und Massenmedien (Dr. Thomas Münch, Oldenburg).

    Musikfilme und Videoclips als Ausprägungen einer "visuellen Popmusik" stehen im Mittelpunkt des zweiten Schwerpunktthemas. "Dirty-Dancing", einer der erfolgreichsten Musik- und Tanzfilme der 80er Jahre, wird in einem Referat von Hans-Peter Rodenberg, Hamburg, auf seinen jugendkulturellen Stellenwert untersucht. Geschlechtsspezifische Rezeptionweisen von Videoclips (Ute Bechdolf, Tübingen) und Analyseverfahren von Videoclips (Winfried Pape, Kai Thomsen, Gießen) sind weitere Beiträge zu diesem Themenschwerpunkt.

    Der Frage, ob und wie Massenmedien Initiatoren musikalischer Trends sein können, wird im dritten Tagungsschwerpunkt "Musikalische Aufbrüche und die Medien" nachgegangen. Wolfgang Hagen (Bremen) zeigt am Beispiel von John Cage's Auseinandersetzung mit der Technik des Radios die Entstehung neuer musikalischer Ausdrucksformen. Peter Niklas Wilson (Hamburg) beschäftigt sich in seinem Vortrag mit dem Verhältnis von avancierter Medientechnologie und musikalischer Kreativität. In einer Vortragsperformance thematisiert Michael Rüsenberg vom West-Deutschen Rundfunk (WDR) in Zusammenarbeit mit dem Studio für Klang-Design des WDR die "Mediatisierung von Wirklichkeit". Eine Podiumsdiskussion zum Thema "Schöne neue Musikwelt?", die von Radio Bremen aufgezeichnet wird, bildet den Abschluß der Tagung. Im kulturellen Rahmenprogramm wird das Klang-Raum-Projekt "Switchbox" realisiert. Zusätzlich gibt es Video- und Filmvorführungen zu den Vortragsthemen. Die Tagung ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

    Informationen und Anmeldungen: Geschäftsstelle des Faches Musik, Telefon 0441/798-2305; http://www.uni-oldenburg.de/musik/aspm.html.

    Pressekontakt: Prof. Dr. Fred Ritzel, Dr. Thomas Münch, Tel.: 0441 / 798-2007

  • 10. Mai 1996/104/96

    Weiterbildungsangebote für den Öffentlichen Dienst

    Oldenburg/Delmenhorst. Vor dem Hintergrund der Bemühungen, die öffentlichen Verwaltungen zu reformieren, bietet die Akademie für Weiterbildung, ein Gemeinschaftsunternehmen der Universität Oldenburg und der Stadt Delmenhorst, ein umfangreiches Seminarprogramm für Mitarbeiterlnnen des Öffentlichen Dienstes an. Ziel ist, die Mitarbeiterlnnen auf die neuen beruflichen Anforderungen vorzubereiteten und den Reformprozeß zu unterstützen. Vom Öffentlichen Dienst wird immer massiver ein leistungsorientiertes und engagiertes Handeln für den Bürger gefordert. Vielfältige Veränderungen kündigen sich für die nächsten Jahre an. Ohne eine entsprechende Qualifizierung und Förderung der Führungskräfte und Mitarbeiterlnnen sind diese Veränderungsprozesse sehr langwierig und schwierig durchzuführen. Die Akademie für Weiterbildung hat daher Angebote aus dem Bereich Wirtschaft an die Erfordemisse des Öffentlichen Dienstes angepaßt.

    Zwei Seminare greifen das Thema "Controlling" in der Verwaltung auf.0 Das erste Angebot wird klären, welche Anforderungen erfüllt sein müssen, um mit Hilfe des Controllings die Effizienz in den öffentlichen Verwaltungen zu erhöhen. Das zweite Seminar zeigt am Beispiel der prozeßorientierten Kostenrechnung in der Bauverwaltung, ein neues betriebswirtschaftliches Instrument zur Entgeltkalkulation und zum Aufbau eines wirkungsvollen Controllings.

    An Führungskräfte mit Personalverantwortung wendet sich das Angebot "Mitarbeiter- und lösungsorientierte Gesprächsführung". Angesichts der vielfältigen Erwartungen seitens der Politik und der Öffentlichkeit wird die Vorbereitung auf Mitarbeitergespräche oder Konferenzen immer wichtiger. Darüber hinaus werden wichtige Aspekte der Kommunikation aufgegriffen und situationsbezogen trainiert.

    Im direkten Kontakt mit dem Bürger, dem "Kunden", zeigt sich, ob eine Verwaltung dienstleistungsgerecht arbeitet. Das Seminar "Bürgernahe Kommunikation" soll Mitarbeiterlnnen der Verwaltung vorbereiten, schwierige Gesprächssituationen mit den Bürgern souverän zu meistern. Das Seminar "Projektmanagement in der Verwaltung" soll das notwendige Know-how vermitteln, diese flexible Form der Organisation verstärkt anzuwenden. Projektmanagement zielt darauf ab, Aufgaben als Projekte zu organisieren und unter Berücksichtigung von Qualität, Zeit und Kosten effizient abzuwickeln.

    Über das offene Programm hinaus bietet die Akademie für Weiterbildung den öffentlichen Betrieben und Verwaltungen maßgeschneiderte Seminare und Workshops sowie Beratung bei Personalentwicklungsprogrammen und Reformprojekten an. Das Programm und weitere Informationen sind bei der Akademie für Weiterbildung, Am Wollelager 21, 27749 Delmenhorst, Telefon 04221/1 68 53, Fax 04221/12 93 12 erhältlich.

    Kontakt: Akademie für Weiterbildung, Delmenhorst, Hans-Joachim Kahlen, Tel.: 04421/16853

  • 9. Mai 1996/103/96

    Vortrag über Biotechnologie

    Oldenburg. "Prozeßsicherung und Qualitätssicherung in der Biotechnologie" lautet das Thema eines Vortrags am Donnerstag, 9. Mai 1996, 17.15 Uhr in der Universität (Großer Hörsaal, Standort Wechloy). Referent ist Prof. Dr. Karl Schügerl (Hannover). Es handelt sich um eine Veranstaltung des Ortsverbandes Oldenburg der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und des Chemischen Kolloquiums der Universität.

  • 7. Mai 1996/102/96

    Wirtschaftswissenschaftliches Vortragsprogramm

    Oldenburg. "Wirtschaftswissenschaftler geben Anregungen zu aktuellen Entwicklungen in zentralen wirtschaftlichen Bereichen" - Unter diesem Motto beginnt der Förderverein Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Universität Oldenburg morgen, Mittwoch, 8. Mai, eine Veranstaltungsreihe. Auftakt ist ein Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Pfaffenberger (Institut für Volkswirtschaftslehre, Universität Oldenburg,) zum Thema "Ökologische Steuerreform: Standortexperiment oder ökologische Notwendigkeit?".

    Der im vergangenen Jahr gegründete Förderverein, dem Wissenschaftler der Universität und Unternehmer der Region angehören, hat sich zum Ziel gesetzt, ein Forum für einen verstärkten Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis auf den Gebieten Wirtschaft und Recht zu schaffen. Mit der Vortragsreihe werden vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen interessante aktuelle Themen aufgegriffen. Weitere Termine sind der 22. Mai ("Die EG-Öko-Audit-Verordnung und ihre Umsetzung in kleinen und mittelständischen Unternehmen", Prof. Dr. Reinhard Pfriem, Institut für Betriebswirtschaftslehre I), der 12. Juni ("Vor dem Ende der Quantifizierung - Trendreport aus der betrieblichen Personalbeurteilung", Prof. Dr. Thomas Breisig, Institut für Betriebswirtschaftslehre I) und der 10. Juli ("Währungsumrechnung als Problem einer tatsachengetreuen Darstellung der wirtschaftlichen Lage im Jahresabschluß", Prof. Dr. Laurenz Lachnit, Institut für Betriebswirtschaftslehre II). Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 17.00 Uhr im Vortragssaal der Universitätsbibliothek.

  • 7. Mai 1996/101/96

    Vortrag "Frauen- und Geschlechterforschung"

    Oldenburg. "Frauen- und Geschlechterforschung in der historischen Pädagogik" lautet das Thema eines Vortrags am Montag, 13. Mai 1996, 18.00 Uhr, im Vortragssaal der Universitätsbibliothek. Referentin ist Sabine Toppe (Bremen). Die Diplompädagogin ist Lehrbeauftragte an der Universität Oldenburg. Es handelt sich um eine Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung "Anliegen und Aufgaben der Bildungsforschung". Toppe befaßt sich mit der These, wonach Bildung - entgegen ihrem universalistischen Anspruch - seit der Aufklärung für Frauen auf die Entfaltung von "Wesen", für Männer aber auf die Aneignung von "Wissen" zielte.

  • 3. Mai 1996/100/96

    Elektronische Fachinformation

    Oldenburg. Am 7. Mai findet ab 13.00 Uhr im OFFIS-Konferenzsaal, Escherweg 2, eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema "Elektronische Fachinformationen an der Universität Oldenburg" statt. Nach einem Einführungsvortrag über das Internet als Basis für Fachinformationsdienste folgen kurze Vorträge von Vertretern der Bibliothek und der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachbereiche. Veranstalter ist der Arbeitskreis "Fachinformation an der Universität Oldenburg", der sich Ende letzten Jahres gegründet hat und dem bisher Vertreter der Fachbereiche Mathematik, Physik, Chemie und Informatik sowie des Instituts OFFIS angehören. Sprecher des Arbeitskreises ist Prof. Dr. Gerd Kaupp.

  • 2. Mai 1996/99/96

    Vortrag über "Ursache des Alterns"

    Oldenburg. "Ursachen des Alterns" lautet das Thema eines Vortrags von Priv.-Doz. Dr. Irene Witte am Dienstag, 7. Mai 1996, 20.00 Uhr, in der Universität (Gebäude A 1, Uhlhornsweg, Raum A 1-111). Die Referentin ist Biochemikerin mit dem Fachgebiet Toxikologie am Institut für Biologie und Chemie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg. Sie wird in ihrem Vortrag die biologischen Ursachen des Alterns vor dem Hintergrund neuester Erkenntnisse erläutern. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Sauerstoff.

    Der Vortrag bildet den Auftakt einer Veranstaltungsreihe der interdisziplinären Arbeitsgruppe Gesundheitsforschung. In allgemeinverständlicher Weise werden unterschiedliche aktuelle Aspekte von "Gesundheit" dargestellt. Weitere Vorträge befassen sich mit den Themen "Krank durch Schadstoffe im Innenraum?" (14. Mai) und "Arbeit und menschliche Leistungsfähigkeit: medizinische und sozialpolitische Aspekte" (28. Mai).

    In der Arbeitsgruppe Gesundheitsforschung haben sich WissenschaftlerInnen verschiedener Fachgebiete zusammengeschlossen, die sich im Bereich der Gesundheitsforschung und Gesundheitsförderung engagieren. Angestrebt wird eine enge Zusammenarbeit mit Institutionen des Gesundheitswesens außerhalb der Universität.

  • 2. Mai 1996/98/96

    "Flüchtlingssozialarbeit muß erhalten bleiben"

    Oldenburg. Die Trägerverbände und -vereine der dezentralen Flüchtlingssozialarbeit haben sich mit einer Resolution an die niedersächsische Landesregierung und die Landtagsfraktionen gewandt, nachdem der Beschluß der Landesregierung bekannt geworden war, die derzeit noch 58 Sozialarbeiterstellen mit einem Gesamtvolumen von 5,2 Mio. DM im nächsten Jahr zu halbieren und ab 1998 ganz zu streichen. In einem Gespräch mit VertreterInnen der Landtagsfraktionen, das am 29. April 1996 in Hannover stattfand, forderten die Träger der Flüchtlingssozialarbeit die Landesregierung und die Fraktionen auf, die 1991 eingerichtete Flüchtlingssozialarbeit trotz der angespannten Haushaltslage zu erhalten.

    "Die Umsetzung des Kabinettbeschlusses würde den Kommunen zusätzliche Mehrarbeit und weitere Kosten aufbürden, die diese nicht leisten können. Der Beratungsbedarf für Flüchtlinge besteht aber auch weiterhin", sagte Bernd Tobiassen von der Universität Oldenburg, zuständig für die Koordination der Flüchtlingssozialarbeit in den Regierungsbezirken Weser-Ems und Lüneburg. Die Flüchtlingssozialarbeit leiste außerdem einen wichtigen Beitrag zum sozialen Frieden. Dies habe auch Ministerpräsident Schröder in seiner Regierungserklärung nach der letzten Landtagswahl hervorgehoben. VertreterInnen der Trägerorganisationen wiesen darauf hin, daß die Flüchtlingssozialarbeit durch praktische Hilfen und Integrationsmaßnahmen nicht nur den Flüchtlingen helfe, sondern auch den Behörden Arbeit abnehme und zur Kostensenkung beitrage.

    Der Vorsitzende des Landtagsausschusses für Sozial- und Gesundheitswesen, Harald Groth (SPD), erklärte dazu, daß die Flüchtlingssozialarbeit in Niedersachsen gut und notwendig sei, wies aber zugleich auf die angespannte Haushaltslage hin. Die SPD-Fraktion sei noch in der Diskussion, um die Prioritäten für den künftigen Landeshaushalt abzustimmen. "Eine endgültige Entscheidung wird bei den Haushaltsberatungen im Herbst fallen", sagte Groth.

    Dem entgegnete Bernd Busemann, Sprecher für Ausländerpolitik der CDU-Fraktion, daß die Träger kurzfristig eine Entscheidung über den weiteren Fortbestand der Flüchtlingssozialarbeit benötigten, um Planungssicherheit zu haben. "Die CDU-Fraktion hält die Flüchtlingssozialarbeit für notwendig. Das flächendeckende Netz muß erhalten bleiben", so Busemann gegenüber den Trägern. Dieser Auffassung schloß sich auch Andrea Hoops, Fraktionsvorsitzende der Grünen, an: "Die Flüchtlingssozialarbeit muß in der Verantwortung des Landes bleiben." Die Grünen haben dazu einen Entschließungsantrag in den Landtag eingebracht, der zur Zeit im Sozialausschuß beraten wird.

    Pressekontakt: Dipl.-Päd. Wilfried Schultz-Kaempf, Landesprojekt "Dezentrale Flüchtlings-sozialarbeit in Niedersachsen", Universität Oldenburg, Tel. 0441/798-4008, Fax -2239.

Email: presse@admin.uni-oldenburg.de · Redaktion: Ralf Thiele