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Pressedienst: April 1997
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  • 30. April 1997/106/97

    Oldenburger Informatiker erhalten "Gütesiegel"

    Oldenburg. Einen Vergleich mit traditionellen Studienorten braucht der Fachbereich Informatik der Universität Oldenburg trotz angespannter Finanzlage und Personalnot nicht scheuen. Das geht aus dem Bericht einer unabhängigen Evaluationskommission hervor, die die Qualität der Lehre im Bereich Informatik an den Universitäten Oldenburg, Hamburg, Bremen und Rostock untersucht hat. Die freiwillige Begutachtung erfolgte nach Kriterien, die der Verbund norddeutscher Universitäten unter Leitung des Hamburger Universitätspräsidenten Dr. Lüthje festgelegt hatte.

    Die aus Lehrenden, wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und StudentInnen anderer Universitäten bestehende Kommission bildete ihr Urteil auf der Basis von Daten und Studienunterlagen sowie einer zweitägigen Begehung des Fachbereichs, während der zahlreiche Gespräche mit StudentInnen und Lehrenden der Informatik geführt wurden.

    Besonders positiv sei in dem Gutachten die sehr offene und gut kooperierende Organisation sowie das gute Verhältnis zwischen StudentInnen und Lehrenden hervorgehoben worden, so Prof. Dr. Ernst-Rüdiger Olderog als Koordinator der Evaluation am Fachbereich Informatik. Als ein besonderes Kennzeichen des Oldenburger Studiums seien die studentischen Projektgruppen genannt worden, in denen Studierende unter Anleitung eines Lehrenden in zwei Semestern eine komplexe Aufgabe in Teamarbeit zu bewältigen hätten. Diese Projektgruppen stellten eine gute Vorbereitung auf die spätere Berufswelt dar.

    Als kritisch wurde in dem Gutachten lediglich die Ausstattung der Fachbereichsbibliothek identifiziert und der Universität dringend empfohlen, hier Abhilfe zu schaffen.

    "Der Fachbereich geht aus der Evaluation gestärkt heraus. Der beträchtliche Aufwand hat sich gelohnt, da wir hierdurch ein klareres Selbstbild und konstruktive Anregungen für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozeß erhalten haben", urteilte der Dekan des Fachbereichs Informatik, Prof. Dr. Wolfgang Nebel, nach Abschluß der Untersuchung. Nach einer sorgfältigen Analyse der Evaluationsergebnisse habe der Fachbereich einen Maßnahmenkatalog zur weiteren Verbesserung der Lehre und der Betreuung der Studierenden beschlossen. Hierzu zähle insbesondere ein intensiviertes Beratungsangebot für Studierende. So übernähmen beispielsweise die Lehrenden des Fachbereichs die Mentorenschaft für Studierende in kritischen Studienphasen.

    Neben dem "Gütesiegel" der unabhängigen Expertenkommission konnten sich die Oldenburger Informatiker in der vergangenen Woche auch noch über die Plazierung ihrer Forschungsleistung unter den zehn besten Hochschulen der Bundesrepublik freuen. Diese Plazierung erfolgte im Rahmen einer Umfrage der Zeitschrift "Computer Woche", in der insgesamt 79 der 150 Universitäten und Fachhochschulen bewertet wurden, die Informatik anbieten.

  • 30. April 1997/105/97

    Natur auf Industriebrachen: Rote-Liste-Arten auf vielen Altstandorten

    Oldenburg. Industriebrachen zählen in Mitteleuropa zu den artenreichsten Biotoptypen überhaupt. So weist z.B. die Zeche Königsborn in Bönen im Ruhrgebiet mit 582 Pflanzenarten einen höheren Artenreichtum auf als manche deutsche Kleinstadt. Darüber hinaus haben aufgelassene Industrieflächen vielfach eine sehr hohe Zahl von in den Roten Listen als gefährdet eingestuften Farn- und Blütenpflanzen zu verzeichnen. Zu diesen überraschenden Ergebnissen kommt der Landschaftsökologe Dr. Franz Rebele, der seit 1996 an der Universität Oldenburg lehrt, zusammen mit seinem Kollegen Dr. Jörg Dettmar, der bei der Internationalen Bauausstellung Emscher Park für den Emscher Landschaftspark zuständig ist.

    Die Ausbeutung und Nutzung natürlicher Ressourcen über viele Jahrzehnte hinweg durch Bergbau und Industrie habe viele Naturräume grundlegend umgestaltet, erläutert Rebele. Zechensterben und Stahlkrise, Strukturwandel und der wirtschaftliche Zusammenbruch in der DDR nach der Wende hätten zur Stillegung vieler Förder- und Produktionsanlagen und zum Verfall oder Abriß industrieller Bauwerke geführt. Zurückgeblieben seien Industriebrachen, die bisher vor allem als vergeudete städtebauliche Ressourcen und Altlast-Standorte betrachtet worden seien. Industriebrachen hätten jedoch viel mehr zu bieten als vergiftete Böden. Aktuelle ökologische und landschaftsplanerische Studien bescheinigten vielen Altstandorten neue Möglichkeiten für die landschaftliche Entwicklung.

    Als Beispiel führt Rebele dazu den Landschaftspark Duisburg Nord an, der zur Zeit auf dem ehemaligen Gelände einer Eisenhütte und einer Kohlenzeche entsteht. Statt Abriß und Neugestaltung bleibt hier das Hüttenwerk zusammen mit der sich spontan entwickelnden Natur weitgehend erhalten. Die vielfältigen Aktivitäten auf dem Gelände durch kletternde Alpenvereinsmitglieder, TaucherInnen des örtlichen Clubs und normale BesucherInnen, die den Hochofen besteigen können oder auf stillgelegten Bahntrassen spazierengehen, zeigen, daß das neue Parkkonzept von der Bevölkerung angenommen wird.

    Möglich geworden sei dieses Konzept durch eine Neubewertung des Verhältnisses von Industrie und Landschaft, so Rebele, der zusammen mit Dettmar vor kurzem die gemeinsamen Ergebnisse in dem Buch "Industriebrachen - Ökologie und Management"* publiziert hat. Das bisher im Naturschutz und der Landschaftspflege vorherrschende Leitbild sei im wesentlichen industriefeindlich und sähe das Ideal in einer bäuerlich geprägten Kulturlandschaft, wie sie in Mitteleuropa zu Beginn des 19. Jahrhunderts existierte. Die moderne Landwirtschaft und die städtebauliche Entwicklung habe längst dafür gesorgt, daß diese Landschaft fast nirgends mehr existiert. Das Potential, das sich in den Städten und Industrielandschaften biete, werde meist nicht erkannt. Anstatt Konzepte ähnlich dem Duisburger Ansatz zu verfolgen, würden die neu entstandenen Lebensräume häufig wieder vernichtet. Industriebrachen dürften heute jedoch nicht mehr nur als Inbegriff zerstörter Natur gesehen werden, die zu rekultivieren sei.

    *Franz Rebele und Jörg Dettmar, Industriebrachen - Ökologie und Management, Verlag Ulmer 1996, Stuttgart, DM 78,-

    Kontakt: Dr. Franz Rebele, Landschaftsökologie, Fachbereich 7 Biologie, Universität Oldenburg, Tel. 0441/798-2955, e-mail: rebele@biologie.uni-oldenburg.de

  • 24. April 1997/104/97

    Weiterbildung Familientherapie

    Oldenburg. Das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg bietet eine berufsbegleitende Veranstaltung, "Familientherapie als systemisches Handeln im Sozial- und Gesundheitswesen" an. Die bereits zum sechsten Mal durchgeführte dreieinhalbjährige Weiterbildung richtet sich an PsychologInnen, ÄrztInnen, PädagogInnen und SozialarbeiterInnen, die in ihrer Arbeit mit Paaren und Familien therapeutisch tätig sind und mit Hilfe dieser Maßnahme ihre Kompetenzen für eine systemorientierte Förderung und Wiederherstellung psychosozialer Gesundheit erweitern wollen.

    Informationen: Universität Oldenburg, ZWW, Abteilung für psychosoziale Weiterbildung, Dr. Joseph Rieforth, 26111 Oldenburg, Tel.: 0441 / 798-2268/4425, Fax: 0441 / 798-4411, E-Mail: rieforth.joseph@zww.uni-oldenburg.de

  • 24. April 1997/103/97

    Fach Anglistik schließt Kooperationsvertrag mit dem British Council

    Oldenburg. Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen der Universität Oldenburg und dem British Council besiegelte das Fach Anglistik Ende April eine bereits seit drei Jahren bestehende Zusammenarbeit. Die Kooperation mit dem British Council, einer dem Goethe-Institut vergleichbaren Einrichtung der britischen Regierung zur Förderung der britischen Kultur im Ausland, geht auf ein Projekt des Faches Anglistik im Bereich der britischen Landeswissenschaft (ÆBritish Studies") zurück. Den Vertrag unterzeichneten der Deutsche Direktor des British Council, W. Keith Dobson, und für die Universität Präsident Prof. Dr. Michael Daxner.

    In Deutschland sei der British Council bisher nur mit sieben Universitäten Kooperationen dieser Art eingegangen, darunter Göttingen, Tübingen und Bochum, sagte Dobson. Die Anglisten Dr. Richard Stinshoff und Dr. Jens-Ulrich Davids, die das Projekt initiierten, um deutschen StudentInnen den Zugang zur britischen Kultur zu erleichtern, erläuterten, daß die Kooperation als Brücke zwischen europäischen Partnern dienen solle. Sie sei bewußt auf die Verschiedenheiten der Regionen in Großbritannien ausgerichtet, um den StudentInnen den Erwerb einer differenzierten Sichtweise auf das multinationale Land zu ermöglichen.

    Die Projektaktivitäten erweitern darüber hinaus das Angebot der British Studies. Gastseminare britischer WissenschaftlerInnen machen die AnglistikstudentInnen an der Universität Oldenburg mit der spezifisch angelsächsischen Art der Lehre vertraut. Einmal im Jahr veranstalten Stinshoff und Davids eine Exkursion nach Großbritannien, die in einem Seminar während eines Semesters vorbereitet wird. Die letzte Exkursion führte ein gutes Dutzend StudentInnen auf zwei Booten über die alten Industriekanäle der Midlands bis Manchester. Schwerpunktthemen waren u.a. die Sozial- und Industriegeschichte sowie die heutige ökonomische und städtebauliche Rekonstruktion der de-industrialisierten Regionen. Darüber hinaus werden ExamenskandidatInnen, die sich im Rahmen ihrer Abschlußarbeit auf der britischen Insel aufhalten, akademisch betreut.

    Finanziert werden alle Projektaktivitäten vom British Council und der Universität gemeinsam. Nach drei erfolgreichen Jahren sollen jetzt drei weitere Jahre akademischer und lernpraktischer Zusammenarbeit durch den geschlossenen Vertrag eingeleitet werden.


  • 23. April 1997/102/97

    Personalie

    Oldenburg. Werke von Jan-Peter E. R. Sonntag, Künstler und Student am Fachbereich 2 Kommunikation/Ästhetik der Universität Oldenburg, werden in der Ausstellung "Animalities" zusammen mit Werken neun anderer internationaler KünstlerInnen gezeigt. Die Ausstellung wird am Freitag, 25. April, 17.00 Uhr im Niederländischen Media Arts Institut MonteVideo/TBA, Kaizersgracht 264, Amsterdam, eröffnet.

  • 23. April 1997/101/97

    Schmieder Dekan im Fachbereich Mathematik

    Oldenburg. Prof. Dr. Gerald Schmieder, Mathematikprofessor mit dem Schwerpunkt "Komplexe Analysis", ist zum Dekan des Fachbereichs 6 Mathematik der Universität Oldenburg gewählt worden. Schmieder studierte und promovierte in Hannover. Nach seiner Habilitation vertrat er in Würzburg einen Lehrstuhl, bevor er 1990 nach Oldenburg kam. Seine Schwerpunkte sind Fragen zur konformen Abbildung und komplexe dynamische Systeme, die geometrische Funktionentheorie und die komplexe Approximationstheorie. Schmieders große Leidenschaft ist die Musik. Im Universitätsorchester war er viele Jahre Konzertmeister.

  • 23. April 1997/100/97

    Stroh Dekan im Fachbereich Kommunikation/Ästhetik

    Oldenburg. Prof. Dr. Wolfgang Martin Stroh, seit 1978 Hochschullehrer für Systematische Musikwissenschaft, ist zum Dekan des Fachbereichs 2 Kommunikation/Ästhetik der Universität Oldenburg gewählt worden. Stroh, der 1978 den Ruf nach Oldenburg angenommen hat, engagierte sich überwiegend in der MusiklehrerInnenausbildung und arbeitet in den Forschungsschwerpunkten "Psychologie neuer musikalischer Erfahrungen", "Neue Musiktechnologien in der Schule" und "Szenische Interpretationen von Musiktheater".

  • 23. April 1997/98/97

    Pfriem neuer Dekan

    Oldenburg. Prof. Dr. Reinhard Pfriem, Hochschullehrer für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensführung und betriebliche Umweltpolitik am Institut für Betriebswirtschaftslehre I der Universität Oldenburg, ist zum neuen Dekan des Fachbereichs 4 Wirtschafts- und Rechtswissenschaften gewählt worden. Pfriem, der in Berlin Politik und Philosophie und in Bochum Wirtschaftswissenschaften studierte, war von 1985 bis 1990 Geschäftsführer des von ihm mit initiierten und gegründeten Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Berlin. Nach Oldenburg kam er 1991 zunächst als Verwalter einer Professur und wurde 1994 Universitätsprofessor. 1996 erhielt er den Umweltpreis des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewußtes Management (B.A.U.M.) für seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der ökologisch orientierten Unternehmensführung.

  • 22. April 1997/99/97

    Alte und neue Medien - Sprache und Manipulation

    Oldenburg. "Alte und neue Medien - Sprache und Manipulation" ist der Titel eines Vortrages, den der Oldenburger Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Franz Januschek am Freitag, 25. April 1997, 18.00 Uhr, im Raum A6 0-001 (Verfügungsgebäude) der Universität Oldenburg hält. Der Vortrag ist der vierte in der Vortragsreihe Medienpädagogik, die von den Fachbereichen 1 Pädagogik, 2 Kommunikation/Ästhetik und dem Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung veranstaltet wird.

  • 22. April 1997/97/97

    Dekane wiedergewählt

    Oldenburg. Prof. Dr. Ulrich Kattmann, Hochschullehrer für die Didaktik der Biologie und Humanbiologie, ist in seiner Funktion als Dekan des Fachbereichs 7 Biologie der Universität Oldenburg wiedergewählt worden. Kattmann, der seit 1982 als Hochschullehrer in Oldenburg lehrt und forscht, ist seit einem Jahr Dekan in der Biologie. 1988/89 war er Vizepräsident der Universität, von 1990 bis 1996 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM).

    Prof. Dr. Rüdiger Meyenberg, Sozialwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Didaktik der Politischen Bildung am Institut für Politikwissenschaft II - Politik und Gesellschaft, ist zum Dekan des Fachbereichs 3 Sozialwissenschaften wiedergewählt worden. Meyenberg, der 1995 erstmals zum Dekan gewählt worden ist, lehrt und forscht seit 1974 in Oldenburg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind u.a. die Drogen- und Suchtprävention. Zum Prodekan wurde Prof. Dr. Wolfgang Weiß, Hochschullehrer für Evangelische Theologie, Schwerpunkt Neues Testament, gewählt.

    Prof. Dr. Wolfgang H. Nebel, Hochschullehrer für Technische Informatik, ist erneut zum Dekan des Fachbereichs 10 Informatik gewählt worden. Er ist seit 1996 in dieser Funktion. Nebel, der 1993 nach Oldenburg berufen wurde, war vorher in der Industrie tätig, zuletzt Leiter der Software-Entwicklung bei einem Hamburger Unternehmen. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. Simulationstechnik für digitale Systeme, Spezifikationsverfahren komplexer multi-disziplinärer Systeme und mikroelektronischer Systeme im Anwendungsbereich.

  • 21. April 1997/96/97

    Schuhe als Zeitzeugen

    Oldenburg. Das Fach Textilwissenschaft zeigt in Kooperation mit der Bibliothek der Universität Oldenburg von Freitag, 25. April bis Mittwoch, 7. Mai 1997 die Ausstellung "Schuhe als Zeitzeugen" von Prof. Ingrid Heimann, Berlin. Gezeigt werden Schuhe aus dem bundesdeutschen Alltag der 50er bis 80er Jahre im Kontext anderer Designobjekte in Amateur- und Journalistenfotografie der Zeit. Entstanden ist die Ausstellung in einem gemeinsamen Projekt der Oldenburger Universität, der Hochschule der Künste Berlin und der Universität Dortmund. Die Ausstellung wird am Donnerstag, 24. April, 18.00 Uhr im Foyer der Universitätsbibliothek (Uhlhornsweg) eröffnet.

  • 18. April 1997/95/97

    Berufsbegleitende Weiterbildung "Szenisches Spiel"

    Oldenburg. Das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Universität Oldenburg bietet ab Juni 1997 eine neue berufsbegleitende Weiterbildung "Pädagogische Praxis und teambezogene Supervision mit Mitteln des szenischen Spiels" an. Die Fortbildung richtet sich an alle, die in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit pädagogisch tätig sind und umfaßt 280 Unterrichtsstunden über einen Zeitraum von zwei Jahren. Sie qualifiziert für die Arbeit mit szenischem Spiel sowohl in der pädagogischen Praxis als auch in der teambezogenen Supervision. Anmeldeschluß ist der 6. Mai 1997. Informationen: ZWW, Tel. 0441/798-3737.


  • 17. April 1997/94/97

    Komponistenkolloquium mit Vorträgen

    Oldenburg. Zum Auftakt eines zweiteiligen KomponistInnen-Kolloquiums, das das Fach Musik der Universität Oldenburg am 23. und 30. April jeweils ab 18.00 Uhr im Kammermusiksaal veranstaltet, hält der Frankfurter Komponist und Hochschullehrer Prof. Dr. Gerhard Müller-Hornbach, einen Vortrag zum Thema "Komponieren als integraler Bestandteil meines Lebens". Bekannt wurde Müller-Hornbach u.a. als Mitbegründer des "Mutare Ensembles", das zahlreiche Konzertveranstaltungen, Rundfunk- und Fernsehproduktionen im In- und Ausland durchführte. Am zweiten Kolloquiumstag geht die Komponistin Gertrud Meyer-Denkman in ihrem Vortrag "Zum Aspekt des Gestischen in der Klaviermusik seit Arnold Schönberg" auf die Verbindung von Körpersprache, Bewegungs- und Klanggesten in der neueren Musik ein.

  • 17. April 1997/93/97

    Informationen zur Berufspraxis für Sozialwissenschaftler

    Oldenburg. Das Modellvorhaben "Studium - Praxis - Beruf" des Fachbereichs 3 Sozialwissenschaften der Universität Oldenburg und der Berufsberatung für HochschülerInnen des Arbeitsamtes wird in einer Informationsveranstaltung am 23. April, 18.00 Uhr, im BIS-Saal (Uhlhornsweg) vorgestellt. Das Vorhaben ist ein studienbegleitendes Orientierungsangebot für StudentInnen der Sozialwissenschaften vor allem in den mittleren Semestern und soll bereits während des Studiums Gelegenheiten bieten, sich auf mögliche Berufsfelder vorzubereiten.

    Das Projekt ist Teil der Bemühungen der Universität, StudentInnen eine Praxisorientierung schon im Studium und eine bessere Vorbereitung auf ihre zukünftige Berufspraxis zu ermöglichen. Es umfaßt im Sommersemester Veranstaltungen zur Erkundung von Praxisfeldern und zur Entwicklung individueller Handlungsstrategien, eine Vortragsreihe mit SozialwissenschaftlerInnen aus verschiedenen Praxisfeldern und Tagesseminare zur Praktikumssuche und zum Bewerbungstraining.

  • 16. April 1997/92/97

    Kooperation mit Jordanien soll vertieft werden

    Oldenburg. Die Vertiefung der Kooperationsbeziehungen im Bereich der Behindertenpädagogik zwischen der Universität Oldenburg und jordanischen Wissenschaftlern stand im Mittelpunkt eines Besuches von Dr. Peter Sehrbrock (Arbeitsstelle "Behinderung und Dritte Welt" am Institut für Sonderpädagogik) in der jordanischen Hauptstadt Amman. Der Oldenburger Sonderpädagoge besuchte die University of Jordan, das Al-Hariri Center, eines der bedeutendsten Behinderteneinrichtungen im Nahen Osten, sowie die Special Olympics Jordan. Höhepunkt der Gespräche war ein Zusammentreffen mit Prince Ra'ad Bin Zeid vom jordanischen Königshaus, der zur Unterstützung der Zusammenarbeit einen Besuch in der Bundesrepublik angekündigte.

    Die Gespräche hätten deutlich gemacht, so Sehrbrock, daß die jordanischen Kollegen die Ergebnisse deutscher sonderpädagogischer Forschung als Ergänzung in ihrer vor allem durch amerikanische Theorien und Methoden dominierte Behindertenarbeit wünschten. Als einen ersten konkreten Schritt in diese Richtung werde eine Sonderpädagogikstudentin der Universität Oldenburg im Sommer im Rahmen eines Forschungsprojekts nach Jordanien fahren.

  • 16. April 1997/91/97

    Bundesverdienstkreuz am Bande für Jürgen Dieckert

    Oldenburg. Prof. Dr. Jürgen Dieckert, Sportwissenschaftler an der Universität Oldenburg, wird das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Dieckert erhält die Auszeichnung für seine großen Verdienste um den deutschen Sport, den er als Wissenschaftler und Präsident des Deutschen Turnerbundes maßgeblich beeinflußt hat. Präsident Prof. Dr. Michael Daxner erklärte, Dieckert sei ein wichtiges Aushängeschild der Universität und in vieler Hinsicht ein Vorbild. Er bewundere die besondere Mischung von politischen, humanitären und wissenschaftlichen Arbeitsfeldern, die Dieckert bewältige. Dieckert ist auch u.a. Mitglied des nationalen Olympischen Komitees und maßgeblich an der Sportkonzeption für die EXPO 2000 in Hannover beteiligt.

  • 16. April 1997/90/97

    Bauer Dekan im Fachbereich Physik

    Oldenburg. Prof. Dr. Gottfried Bauer, Hochschullehrer für Halbleiterphysik und Strahlungswandel an der Universität Oldenburg, ist zum neuen Dekan des Fachbereichs Physik gewählt worden. Bauer studierte in Stuttgart Elektrotechnik, wo er sich 1979 auch promovierte. Er forschte anschließend an amorphen Silizium-Dünnschichtleitern - hauptsächlich für Solarzellenanwendungen. 1982 wurde er erstmals Projektleiter für ein vom BMFT gefördertes Forschungsprojekt, dem weitere von der EG und der Volkswagen-Stiftung folgten. Bauer nahm zwei Gastaufenthalte an der Universität von Rio de Janeiro (Brasilien) wahr. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. Chemische Reaktionen in Plasmen, Spektroskopie, Dünnschichthalbleiter, Solarzellen und Photoelektrochemie.

  • 16. April 1997/89/97

    Martens neuer Dekan in der Chemie

    Oldenburg. Prof. Dr. Jürgen Martens ist zum neuen Dekan des Fachbereichs 9 Chemie der Universität Oldenburg gewählt worden. Martens studierte nach einer Chemielaborantenlehre bei der Deutschen Shell AG in Hamburg an der Fachhochschule Darmstadt zum Abschluß Diplom-Ingenieur und an der Technischen Universität Berlin Chemie, wo er auch promovierte. Während dieser Zeit war Martens wissenschaftlicher Assistent am Institut für Organische Chemie der TU Berlin und Post-Doc an der Harvard Universität in Cambridge (USA). Industrieerfahrung erwarb er von 1977 bis 1986 bei der Degussa AG (Hanau und Frankfurt). Seit 1986 lehrt und forscht Martens an der Oldenburger Universität im Bereich der Organischen Chemie. 1989 lehnte er einen Ruf an die Universität Linz ab.

  • 16. April 1997/88/97

    "Der Wahn und die Träume"

    Oldenburg. Mit einer Lesung stellt der Oldenburger Germanist Prof. Dr. Manfred Dierks seine "fast wahre" Erzählung aus dem Leben von Thomas Mann "Der Wahn und die Träume"* am Mittwoch, 23. April 1997, 20.00 Uhr, in der Ossietzky-Buchhandlung, Markt 24, in Oldenburg vor.

    Hat Thomas Mann den viel älteren Trivialschriftsteller Wilhelm Jensen (130 Bücher) gekannt? Immerhin haben beide in Lübeck auf fast demselben Platz gesessen, wohnen dann in München nahe beieinander, und gemeinsame Freunde und Bekannte haben sie auch: Heinrich Schunck (Makler Gosch), Ida Boy-Ed, Bürgermeister Fehling (Hagenström) und Franziska zu Reventlow, Schwabings Femme fatale der Jahrhundertwende. Doch gibt es für eine Bekanntschaft der beiden Lübecker Schriftsteller kein Zeugnis.

    Das holt die Erzählung von Dierks nach. Jensen und Thomas Mann verbindet zwischen 1894 und 1944 eine Freundschaft. Jensen fördert Thomas Manns Werk und Lebensbahn und hilft ihm schließlich kurz vor dem eigenen Tod aus der Krise des »Tod in Venedig«. Mit Witz und Ironie wird von zwei gegensätzlichen Lebensentwürfen erzählt und ein ungewöhnliches Szenario aus der letzten Jahrhundertwende entworfen.

    Manfred Dierks lehrt an der Universität Oldenburg neue deutsche Literatur und gilt als namhafter Kenner Thomas Manns. Er ist auch Vizepräsident der Deutschen Thomas Mann - Gesellschaft.


    *Manfred Dierks, Der Wahn und die Träume - Eine fast wahre Erzählung aus dem Leben Thomas Manns, 320 Seiten mit 15 Schwarz-Weiß-Abbildungen, Artemis & Winkler, DM 39,80.

  • 15. April 1997/87/97

    Rockmann neue Dekanin

    Oldenburg. Prof. Dr. Ulrike Rockmann ist zur Dekanin des Fachbereichs 5 Philosophie, Psychologie, Sportwissenschaft gewählt worden. Sie löst den Philosophen Prof. Dr. Michael Sukale ab. Rockmann, die seit 1994 Hochschullehrerin für Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Bewegungswissenschaft in Oldenburg ist, studierte Mathematik und Sportwissenschaft an der FU Berlin, wo sie auch als Lehrbeauftragte tätig war und promovierte. Nach einem Ergängzungsstudium der Informatik habilitierte sie sich im Fach Sportwissenschaft. Vor ihrer Rufannahme nach Oldenburg war sie Referentin für Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung beim Statistischen Landesamt Berlin und Lehrbeauftragte für Informatik an der Staatlichen Techniker-Schule.

  • 15. April 1997/86/97

    Institut für Technische Bildung konstruierte Regattabegleitboot

    Oldenburg. Auf "Jungfernfahrt" geht am kommenden Freitag, 18. April, 18.00 Uhr, am Vereinsheim des Oldenburger Yachtclubs (OYC), ein vom Institut für Technische Bildung (Fachbereich 3 Sozialwissenschaften, Universität Oldenburg) konstruiertes und gebautes Regattabegleitboot, das von der Jugendabteilung des OYC auf dem Tweelbäker See eingesetzt werden soll.

    In Zusammenarbeit mit dem OYC und dem Kieler Schiffbauingenieur Reinhard Siegel arbeiteten im vergangenen Wintersemester unter der Leitung von Prof. Dr. Gert Reich (Institut für Technische Bildung) und Schiffbaumeister Peter Schmidt neun Studierende im Rahmen einer Projektarbeit an dem Boot. Ziel des Projekts für die Studierenden war, unter realen Bedingungen ein größeres technisches Gerät zu fertigen und dabei die Bearbeitung von Aluminium und Holz zu erlernen sowie sich verschiedene Techniken wie Schweißen, Kleben und biegen anzueignen.

    Das Boot soll einerseits als schnelles Begleitfahrzeug in der Segelausbildung für Jugendliche dienen und andererseits für mehr Sicherheit bei Übungsfahrten und Regattern sorgen. Das aus Aluminium bestehende Boot ist daher besonders wendig, mit Sicherheits- und Bergungsvorrichtungen ausgerüstet und gilt durch Auftriebskörper im Boden als unsinkbar. Finanziert wurde das Material und der 25-PS-Motor durch den OYC.

    Kontakt: Prof. Dr. Gert Reich, Institut für Technische Bildung, Telefon 0441/798-5388.
    Fototermin: Freitag, 18. April, 18.00 Uhr, Vereinsheim des Oldenburger Yachtclubs, Sophie-Schütte-Str. 22.

  • 15. April 1997/85/97

    Kompositionswettbewerb zum Werk Ossietzkys

    Oldenburg. Carl von Ossietzkys geistig-politischer Hintergrund und die Bedeutung seines Schaffens für unsere Zeit sind Thema des 4. Kompositionswettbewerbs, den der Uni-Chor der Universität Oldenburg für professionelle und nicht-professionelle KomponistInnen ausschreibt.

    Eingereicht werden können Chorwerke a capella oder mit Klavierbegleitung, mit kleinem Instrumentalensemble, mit VokalistInnen, SprecherInnen oder einer Mischform der Besetzungsmöglichkeiten. Inhalt können Zitate aus Ossietzkys journalistischem Werk, seinen Briefen und sonstigen Lebensdokumenten, aber auch andere Texte aus damaliger oder heutiger Zeit sein. Die Kompositionen sollen eine Aufführungsdauer von zehn Minuten nicht überschreiten. Das preisgekrönte Werk, für das ein Geldpreis ausgesetzt ist, soll Anfang Februar 1998 im Forum Uni-Chor uraufgeführt werden.

    Einsendungen nimmt der Leiter des Uni-Chors, Manfred Klinkebiel, bis zum 30. September 1997 entgegen.

    Kontakt: Manfred Klinkebiel, Universität Oldenburg, Fachbereich 2 Kommunikation/Ästhetik, 26111 Oldenburg, Tel.: 0441/85823.

  • 14. April 1997/84/97

    Grad "Diplom-Handelslehrer/in" wird erstmals verliehen

    Oldenburg. Im Rahmen einer Akademischen Feier am 18. April, 17.00 Uhr, in der Aula der Universität Oldenburg werden vom Fachbereich 4 Wirtschafts- und Rechtswissenschaften den AbsolventInnen des früheren Studiengangs "Lehramt Sekundarstufe II mit der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften" und des jetzigen Studiengangs "Lehramt an berufsbildenden Schulen mit der beruflichen Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften" erstmals der Grad "Diplom-Handelslehrer" bzw. "Diplom-Handelslehrerin" verliehen. Die Festansprache hält Prof. Dr. Günter Kutscha, ehemals Professor für Berufs- und Wirtschaftspädagogik an der Universität Oldenburg, der jetzt am Institut für Berufspädagogik und Berufsbildungsforschung der Universität/Gesamthochschule Duisburg tätig ist.

    Die von der Universität beschlossene Neuordnung, nach der auch frühere AbsolventInnen das neue Zertifikat beantragen können, ist am 10. Oktober 1996 in Kraft getreten. Mit dem neuen Hochschulgrad sind die Oldenburger AbsolventInnen nun ihren KommilitonInnen der Göttinger Wirtschaftspädagogik vom Zertifikat her gleichgestellt.

    Kontakt: Prof. Dr. Reinhard Czycholl, Prof. Dr. Holger Reinisch, Fachbereich 4 Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Universität Oldenburg, Tel.: 0441/798-8361 oder -8301, Fax: -8290.

  • 13. April 1997/83/97

    "Bahnbrechende Grundlegung zur Ästhetik des 18. Jahrhunderts"
    Germanisten legen Quellenbiographie zur Rhetorik vor

    Oldenburg. Im April erscheint nach sechsjähriger Forschungsarbeit die 1.500 Seiten starke "Quellenbiographie zur Rhetorik, Epistologie und Homiletik" des 18. Jahrhunderts (Verlag Frommann-Holzboog, 3 Bände, 1450,- DM). Die Arbeitsgruppe unter dem Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Joachim Dyck wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und Mittel der Universität Oldenburg gefördert. Aus Anlaß der Herausgabe des Werkes wird von Mitte April bis Mitte Mai eine Ausstellung in der Landesbibliothek (Pferdemarkt) über die Rolle der Rhetorik im 18. Jahrhundert gezeigt. Zur Eröffnung am 18. April, 18.00 Uhr, spricht die Oldenburger Germanistin Jutta Sandstede.

    Die grundlegende Bedeutung der Rhetorik für die Theorie der Literatur und ihre Praxis in Deutschland des 18. Jahrhunderts ist heute unbestritten, ihre Präsenz durch die Forschung der letzten Jahre bestätigt. Aus dem literarischen und geselligen Leben von Gottsched und Lessing, von Herder und Wieland, von Schiller und Friedrich Schlegel ist die Rhetorik nicht wegzudenken. Dennoch war die Frage noch offen, mit welcher Intensität und in welchen Formen die Rhetorik im geistigen und politischen Leben präsent war: In welchem Verhältnis stand sie zur Ästhetik, Philosophie und Ethik? Welchen Rang behielt sie an Schulen und Universitäten bis zum Ende des Jahrhunderts? Um diese Fragen zu klären, liegt die "Quellenbibliographie zur Rhetorik, Epistologie und Homiletik" vor, eine bahnbrechende Grundlegung zur Ästhetik des 18. Jahrhunderts, die die Forschungen zur gesamten Literaturtheorie der Aufklärung und des Sturm und Drang in Deutschland verändern wird. Für die Literatur des 18. Jahrhunderts spielt die Rhetorik die gleiche Rolle wie für die europäische Literatur vom Mittelalter bis zum Ende des Barock: Sie ist die einzig maßgebende Lehre von der Textproduktion, die in den höheren Schulen und Universitäten vermittelt wird. Sie ist aber auch verantwortlich für die Textexegese, auf der Luther aufbaut.

    Für das 17. und 18. Jahrhundert war die Rhetorik das einzige Modell sowohl der literarischen Produktion und Rezeption als auch der literarischen Hermeneutik. Die Rhetorik vermittelte die klassische literarische Bildung, an sie wurde der Traditionskomplex humanistischer Philologie delegiert: Solange schöne Literatur und ihre theoretische Begrifflichkeit etwas mit der Absicht zu tun hatten, Gedanken und Ideen zu vermitteln und auf andere Menschen wirken zu wollen - und das war bis zum Ende des 18. Jahrhunderts der Fall -, so lange war die Rhetorik als Steinbruch mit bereits gut und vorbildlich formulierten Einsichten da. Und der Rhetorik hat sich die Literatur und ihre Theorie bedient, das 17. Jahrhundert auf seine, das 18. Jahrhundert auf eine andere Weise.

    Kontakt: Prof. Dr. Joachim Dyck, Arbeitsstelle Rhetorik, Fachbereich 11 Literatur- und Sprachwissenschaften, Universität Oldenburg, Tel.: 0441/798-3049. Privat: 0421/447709.

  • 8. April 1997/80/97

    Simulation von Trennprozessen

    Oldenburg. Ein Hochschulkurs mit dem Titel "Thermische (mechanische) Trennprozesse" findet vom 7. bis 11. April 1997 an der Universität Oldenburg statt. Der Kurs, der von Prof. Dr. Jürgen Gmehling, Hochschullehrer für Technische Chemie in Oldenburg, durchgeführt wird, wird von der Forschungs-Gesellschaft Verfahrenstechnik Düsseldorf veranstaltet. Der Kurs trägt dem steigenden Bedarf an Kenntnissen der verfahrenstechnischen Grundlagen der Prozeßsimulation Rechnung, der in deren immer weiteren Verbreitung in der Industrie begründet ist. Die TeilnehmerInnen aus Hochschulen und Industrie, die aus den Fachgebieten Chemie, Verfahrenstechnik und Physik kommen, werden u.a. mit dem Phasengleichgewichtsverhalten von Gemischen, der Analyse des Verhaltens von Multikomponentensystemen und verschiedenen Verfahren der thermischen und mechanischen Trenntechnik vertraut gemacht. Am letzten Tag haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, Erlerntes mit einer Prozeßsimulationssoftware zu testen.

  • 8. April 1997/72/97

    Mehr Arbeit und soziale Gerechtigkeit

    Oldenburg. "Strategien für mehr Arbeit und soziale Gerechtigkeit", ein Vortrag des DGB-Vorsitzenden Dieter Schulte auf einer Veranstaltung der Kooperationsstelle Hochschule - Gewerkschaften, ist jetzt als Band Nr. 89 der Reihe "Oldenburger Universitätsreden" erschienen. Der Vortrag wird ergänzt durch Beiträge von Prof. Dr. Jürgen Hoffmann (Hochschule für Wirtschaft und Politik Hamburg, "Gewerkschaftspolitik in der 'Globalisierungsfalle'?"), Hans Jürgen Sattler (Deutsche Postgewerkschaft Hamburg, "Arbeit in der Informationsgesellschaft") und Prof. Dr. Walter Siebel (Universität Oldenburg, "Dienstleistungsgesellschaft und Arbeitsmarkt").

    Die Broschüre ist für 6.- DM erhältlich beim Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg, Postfach 2541, 26015 Oldenburg, Tel.: 0441/798-2261.

  • 8. April 1997/71/97

    Erziehungswissenschaft mit "Europäischer Dimension" 71/97

    Oldenburg. Als Band Nr. 88 der "Oldenburger Universitätsreden" ist jetzt der Habilitationsvortrag "Die Entwicklung nationaler Bildungssysteme unter den Bedingungen der europäischen Vereinigung" des Erziehungswissenschaftlers Dr. Klaus Winter (Fachbereich 1 Pädagogik, Universität Oldenburg) erschienen. Er beschäftigt sich darin mit aktuellen bildungspolitischen Problemen im internationalen Kontext und der Untrennbarkeit von Schulreform und der Reform der LehrerInnenausbildung. Beobachtet wird u.a. der Prozeß der Vermarktung von Bildung, der vor Augen führt, daß die nationalen Bildungssysteme in Europa gemeinsamen Trends der Internationalisierung unterliegen.

    Die Broschüre ist für 6.- DM erhältlich beim Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg, Postfach 2541, 26015 Oldenburg, Tel.: 0441/798-2261.

  • 8. April 1997/70/97

    Wertvolle Wissenschaft 70/97

    Oldenburg. "Wertvolle Wissenschaft" ist Titel eines Vortrags des Konstanzer Hochschullehrers Prof. Dr. Ernst Peter Fischer, der nun als Band Nr. 87 in der Reihe "Oldenburger Universitätsreden" erschienen ist. Fischer hielt den Vortrag anläßlich der Begrüßung der StudienanfängerInnen zum Wintersemester 96/97. Er bereitet die Studierenden darin auf das "Abenteuer Wissenschaft" vor, das immer mit einem mit "ritterlichem Mut" zu bestehenden Risiko verbunden sei. Der Vortrag wird ergänzt durch den Text der Begrüßungsansprache des Dekans des Fachbereiches Biologie, Prof. Dr. Ulrich Kattmann, der den Erstsemestern anhand eines Textes von Erich Kästner vier Empfehlungen für ihr Studium nahelegt.

    Die Broschüre ist für 6.- DM erhältlich beim Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg, Postfach 2541, 26015 Oldenburg, Tel.: 0441/798-2261.

  • 8. April 1997/79/97

    Optische Meßtechnik und Forschungsdatenbank
    Universität mit zwei Projekten auf Hannover Messe

    Oldenburg. Mit einem laseroptischen Schwingungsmeßverfahren zur Identifizierung loser Putz- und Malschichten an historischen Wandmalereien ist der Fachbereich Physik der Universität Oldenburg auf der Hannover-Messe vom 14. - 19. April 1997 vertreten (Halle 18, Stand M16, Gemeinschaftsstand der Niedersächsischen Hochschulen). Die Arbeitsgruppe Angewandte Optik/ Kohärente Optik unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Hinsch entwickelt Verfahren der optischen Meßtechnik, die schon seit mehr als einem Jahrzehnt im Bereich der Denkmalpflege erfolgreich eingesetzt werden. Die neueste Entwicklung auf diesem Gebiet, die Sichtbarmachung loser Putz- oder Malschichten mit Hilfe der Videoholografie, wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Technische und Angewandte Physik (ITAP) auf der Messe präsentiert.

    Im Bemühen um den Erhalt historisch wertvoller Wandmalereien ist es häufig erforderlich, die Haftung solcher Schichten auf der Wand zu untersuchen und eventuell lose Bereiche zu lokalisieren. Das optische Verfahren arbeitet dabei berührungslos und zerstörungsfrei. Die Wand wird dafür mit einem Lautsprecher zu Schwingungen angeregt, deren Amplitude im Bereich von nur einem Millionstel Millimeter gehalten wird, um die empfindlichen Kunstwerke zu schonen. Um derartig geringfügige Bewegungen erkennen zu können, mußte ein spezielles Meßsystem entwickelt werden. Durch Beleuchtung mit Laserlicht können Schwingungen der losen Bereiche als deutlich pulsierende Helligkeitsänderungen auf einem Monitor erkannt werden. In Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden wird das von der Bundesumweltstiftung geförderte Projekt derzeit an Baudenkmälern in Sachsen getestet. Der optische Schwingungsdetektor ist aber auch zur Ermittlung periodischer Vibrationen an einer Vielzahl anderer Objekte geeignet.

    Auf dem gleichen Messestand stellt die Arbeitsstelle DIALOG gemeinsam mit der Fachhochschule Oldenburg die Datenbank "Forschung und Entwicklung" vor. Die Datenbank enthält eine umfassende Sammlung praxisrelevanter Forschungsarbeiten aus rund 1.800 Forschungsgebieten niedersächsischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Klaus Hinsch, Arbeitsgruppe Angewandte Optik/ Kohärente Optik, Fachbereich 8 Physik, Tel.: 0441/798-3510.
    Dr. Jobst Seeber, Arbeitsstelle DIALOG, 0441/798-2914.

  • 4. April 1997/78/97

    Semestereröffnung für Gasthörende

    Oldenburg. Zu der Eröffnungsveranstaltung für Gasthörende an der Universität Oldenburg im Sommersemester 1997 lädt das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung am Dienstag, 8. April, ab 11.00 Uhr im Vortragssaal der Universitätsbibliothek ein.

    Während der Veranstaltung haben alle Interessierten die Möglichkeit, sich über das Gasthörerstudium (Studium generale) zu informieren. Außerdem berichten ältere Studierende über ihre Erfahrungen im Studium und den Arbeitskreis älterer Studierender. Am Dienstagnachmittag können die Gasthörenden von 14.00 bis 16.00 Uhr an einer Bibliotheksbesichtigung teilnehmen. Am Mittwoch, 9. April, findet eine Uni-Erkundung statt, bei der der Lernort Universität näher kennengelernt werden kann. Treffpunkt ist jeweils der Vorraum der Bibliothek im Zentralbereich am Uhlhornsweg.

    Anmeldungen zum Studium generale sind noch bis zum 15. April beim Immatrikulationsamt, Telefon 0441/798-2515, möglich.

  • 4. April 1997/77/97

    Universität bereitet Studierende auf Berufspraxis vor

    Oldenburg. Studium - und dann? Auch für HochschulabsolventInnen wird die Lage auf dem Arbeitsmarkt immer schwieriger. Im Arbeitsamtsbezirk Oldenburg waren im Dezember 1996 rund 1.300 HochschulabsolventInnen, vor allem der Fachrichtungen Geisteswissenschaften, Betriebswirtschaft und Sozialpädagogik, arbeitslos gemeldet. Insbesondere Behörden und große Unternehmen halten sich mit Neueinstellungen zurück. Vor diesem Hintergrund wird die Universität Oldenburg mit einer Reihe gezielter Initiativen aktiv, um Studierende schon während des Studiums auf ihre spätere Berufspraxis vorzubereiten.

    In dem Anfang April beginnenden und von der EU geförderten Leonardo da Vinci-Projekt ÆHochschulabsolventen in kleinen und mittleren Unternehmen - Wachstum durch Kompetenz" wird in Zusammenarbeit mit den Universitäten Surrey (England), Limerick (Irland), Kopenhagen und Helsinki in einer Befragung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMUs) untersucht, ob diese bereit sind, Hochschulabsolventen einzustellen und welche Fähigkeiten dabei erwartet werden. Umgekehrt sollen auch Studierende befragt werden, ob sie in KMUs arbeiten würden und welche Kompetenzen sie dazu anzubieten haben. KMUs beschäftigen in vielen Fällen bisher keine Akademiker, was AbsolventInnen ein bisher ungenutztes Arbeitsmarktpotential bietet. Projektleiterin an der Universität Oldenburg ist die Vizepräsidentin Ina Grieb.

    "Studium - Praxis - Beruf" ist ein Modellvorhaben des Fachbereichs 3 Sozialwissenschaften zusammen mit dem Arbeitsamt Oldenburg, das Studierenden des Fachbereichs bereits während des Studiums, u.a. durch Erkundung von Tätigkeitsfeldern, die Gelegenheit bietet, sich auf mögliche Berufsfelder vorzubereiten. Initiator des Vorhabens ist Prof. Dr. Rüdiger Meyenberg.

    Das Projekt "Studierende und Arbeitswelt" richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen. Neben der Erkundung und Erschließung von Berufsfeldern steht der Erwerb betriebswirtschaftlicher Grundkenntnisse auf dem Programm. Wissenschaftliche Betreuer des am Fachbereich 1 Pädagogik angesiedelten Projekts sind Dr. Herbert Schwab (Fachbereich 1) und Dr. Heinz-Dieter Loeber (Fachbereich 3 Sozialwissenschaften).

    Mit den Initiativen übernehme die Universität Verantwortung für ihre AbsolventInnen, erläuterte Vizepräsidentin Ina Grieb. Der geradlinige Weg vom Studium in den Beruf sei in Auflösung begriffen, neue Konzepte für den Berufseinstieg müßten entwickelt werden. Studierende könnten in Zukunft nicht mehr davon ausgehen, mit einem "Normalstudium" einen der Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz zu finden. Weiterbildungsangebote für bereits arbeitslose HochschulabsolventInnen seien nur die zweitbeste Lösung. Die Hochschulen müßten Studierenden daher die Möglichkeit berufspraktischer Erfahrungen schon während des Studiums schaffen. Praktika, wie sie in Oldenburg schon in den Studiengängen Sozialwissenschaften, Pädagogik, Wirtschaftswissenschaften, Geographie und Kunst vorgeschrieben seien, müßten in allen Studiengängen fester Bestandteil des Studiums werden. Berufliche Selbständigkeit oder die Arbeit in kleinen und mittleren Unternehmen müsse von mehr AbsolventInnen als Perspektive begriffen werden, wozu auch eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema nötig sei, betonte Grieb. Diese "Kultur der Selbständigkeit" an den Hochschulen sei daher auch eine Forderung der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung.

  • 3. April 1997/76/97

    Mit dem virtuellen Hörgerät zum Markterfolg: Hörzentrum Oldenburg wird ein Jahr

    Oldenburg. Jeder dritte Bundesbürger hört schlecht und jeder zehnte bräuchte ein Hörgerät - der Bedarf ist groß, der technische Fortschritt bei den "intelligenten", volldigitalen Hörgeräten ist rasant, aber der Nutzen für den individuellen Schwerhörigen ist leider noch beschränkt. So können Schwerhörige oft selbst mit den modernsten, kommerziellen Hörgeräten ihr Gegenüber in einer lärmenden Umgebung nicht verstehen und müssen sich mit Hilfe des Lautstärkenreglers ihres Hörgerätes auf eine neue akustische Situation einstellen. Diese Situation möchte das Hörzentrum Oldenburg verbessern, das vor einem Jahr als An-Institut der Universität Oldenburg und dem Evangelischen Krankenhaus Oldenburg von zwei in Fachkreisen anerkannten Experten gegründet wurde: Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Leiter der Arbeitsgruppe "Medizinische Physik" an der Universität Oldenburg, und Dr. Rüdiger Schönfeld, Chefarzt der Abteilung "Phoniatrie/Pädaudiologie" innerhalb des HNO-Zentrums des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg. Die beiden engagierten Experten teilen sich auch die Leitung des Hörzentrums.

    Diese bundesweit einzigartige Einrichtung vereint universitäre Forschung, angewandte Hörgeräteforschung, med. Spezialdiagnostik und Fort- und Weiterbildung unter einem Dach. Zusammen mit der Hörgeräte-Industrie werden zukünftige Produkte entwickelt. Dabei werden Forschungsergebnisse der AG Medizinische Physik direkt in die Praxis umgesetzt. So können z.B. Probanden mit der von Oldenburger Forschern entwickelten einzigartigen Technik des "virtuellen Hörgeräts" Klangvergleiche zwischen verschiedenen Hörgeräten ziehen, ohne die diversen Hörgeräte umständlich auf- und absetzen zu müssen. "Mit dieser Technik können Stärken und Schwächen der neuesten Generation kommerzieller Hörgeräte aufgedeckt werden, um bereits vor ihrer Markteinführung den Hörkomfort für die Schwerhörigen zu optimieren", betont Kollmeier.

    Für die medizinische Versorgung kommen Patienten aufgrund Überweisungen von HNO-Ärzten oder auf Empfehlung von Hörgeräte-Akustikern nicht nur aus Niedersachsen, sondern auch aus den angrenzenden Bundesländern. "In der zweimal wöchentlich stattfindenden spezialaudiologischen Sprechstunde wird die gesamte Palette der modernen Hördiagnostik eingesetzt, die zum Teil an der Universität und im Hörzentrum entwickelt wurde", bemerkt Schönfeld. Da das Hörzentrum keine direkte Behandlung bzw. Hörgeräteversorgung vornimmt, werden die Patienten nach Hörtests an ihre HNO-Ärzte und Hörgeräte-Akustiker zurück überwiesen. Die vom Hörzentrum erstellten spezialaudiologischen Gutachten dienen dann als Grundlage zur weiteren Behandlung und Versorgung.

    Im Bereich der Fort- und Weiterbildung bietet das Hörzentrum Seminare und Workshops allen im Bereich des Hörens tätigen Berufsgruppen an, um Einblick in Forschung und Entwicklung zu vermitteln und die Hörgeräteversorgung im deutschsprachigen Raum mit zu verbessern.

    Daß das wirtschaftlich eigenständige Hörzentrum Oldenburg seit seiner Gründung gute Arbeit leistet, beweisen zahlreiche Anfragen und Aufträge aus der Medizin, der Industrie und aus Fachkreisen. Eine räumliche Expansion des Hörzentrums ist für das Jahr 1998 geplant. Dann wird das Hörzentrum in das derzeit in Planung befindliche Technologie-Zentrum der Universität Oldenburg umziehen. Für den bundesweit bedeutenden Hörforschungsstandort Oldenburg wäre dies ein bedeutender Schritt - denn hier existiert eine einmalige Infrastruktur auf dem Gebiet des Hörens durch Institutionen wie der Universität Oldenburg mit der Arbeitsgruppe "Medizinische Physik", mit dem Graduiertenkolleg "Psychoakustik" und dem Sonderforschungsbereich "Neurokognition", dem Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte, den zwei Oldenburger HNO-Kliniken, dem Sprachheilzentrum Oldenburg sowie durch die äußerst gute Kooperation mit den regionalen Hörgeräte-Akustikern.

Letzte Änderung: 30. April 1997

Email: presse@admin.uni-oldenburg.de · Redaktion: Ralf Thiele