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Pressedienst:
April 1997
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30. April 1997/106/97
Oldenburger Informatiker erhalten "Gütesiegel"
Oldenburg. Einen Vergleich mit traditionellen Studienorten braucht
der Fachbereich Informatik der Universität Oldenburg trotz angespannter
Finanzlage und Personalnot nicht scheuen. Das geht aus dem Bericht einer
unabhängigen Evaluationskommission hervor, die die Qualität der
Lehre im Bereich Informatik an den Universitäten Oldenburg, Hamburg,
Bremen und Rostock untersucht hat. Die freiwillige Begutachtung erfolgte
nach Kriterien, die der Verbund norddeutscher Universitäten unter Leitung
des Hamburger Universitätspräsidenten Dr. Lüthje festgelegt
hatte.
Die aus Lehrenden, wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und StudentInnen anderer
Universitäten bestehende Kommission bildete ihr Urteil auf der Basis
von Daten und Studienunterlagen sowie einer zweitägigen Begehung des
Fachbereichs, während der zahlreiche Gespräche mit StudentInnen
und Lehrenden der Informatik geführt wurden.
Besonders positiv sei in dem Gutachten die sehr offene und gut kooperierende
Organisation sowie das gute Verhältnis zwischen StudentInnen und Lehrenden
hervorgehoben worden, so Prof. Dr. Ernst-Rüdiger Olderog als Koordinator
der Evaluation am Fachbereich Informatik. Als ein besonderes Kennzeichen
des Oldenburger Studiums seien die studentischen Projektgruppen genannt worden,
in denen Studierende unter Anleitung eines Lehrenden in zwei Semestern eine
komplexe Aufgabe in Teamarbeit zu bewältigen hätten. Diese
Projektgruppen stellten eine gute Vorbereitung auf die spätere Berufswelt
dar.
Als kritisch wurde in dem Gutachten lediglich die Ausstattung der
Fachbereichsbibliothek identifiziert und der Universität dringend empfohlen,
hier Abhilfe zu schaffen.
"Der Fachbereich geht aus der Evaluation gestärkt heraus. Der
beträchtliche Aufwand hat sich gelohnt, da wir hierdurch ein klareres
Selbstbild und konstruktive Anregungen für einen kontinuierlichen
Verbesserungsprozeß erhalten haben", urteilte der Dekan des Fachbereichs
Informatik, Prof. Dr. Wolfgang Nebel, nach Abschluß der Untersuchung.
Nach einer sorgfältigen Analyse der Evaluationsergebnisse habe der
Fachbereich einen Maßnahmenkatalog zur weiteren Verbesserung der Lehre
und der Betreuung der Studierenden beschlossen. Hierzu zähle insbesondere
ein intensiviertes Beratungsangebot für Studierende. So
übernähmen beispielsweise die Lehrenden des Fachbereichs die
Mentorenschaft für Studierende in kritischen Studienphasen.
Neben dem "Gütesiegel" der unabhängigen Expertenkommission konnten
sich die Oldenburger Informatiker in der vergangenen Woche auch noch über
die Plazierung ihrer Forschungsleistung unter den zehn besten Hochschulen
der Bundesrepublik freuen. Diese Plazierung erfolgte im Rahmen einer Umfrage
der Zeitschrift "Computer Woche", in der insgesamt 79 der 150 Universitäten
und Fachhochschulen bewertet wurden, die Informatik anbieten.

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30. April 1997/105/97
Natur auf Industriebrachen: Rote-Liste-Arten auf vielen Altstandorten
Oldenburg. Industriebrachen zählen in Mitteleuropa zu den
artenreichsten Biotoptypen überhaupt. So weist z.B. die Zeche
Königsborn in Bönen im Ruhrgebiet mit 582 Pflanzenarten einen
höheren Artenreichtum auf als manche deutsche Kleinstadt. Darüber
hinaus haben aufgelassene Industrieflächen vielfach eine sehr hohe Zahl
von in den Roten Listen als gefährdet eingestuften Farn- und
Blütenpflanzen zu verzeichnen. Zu diesen überraschenden Ergebnissen
kommt der Landschaftsökologe Dr. Franz Rebele, der seit 1996 an der
Universität Oldenburg lehrt, zusammen mit seinem Kollegen Dr. Jörg
Dettmar, der bei der Internationalen Bauausstellung Emscher Park für
den Emscher Landschaftspark zuständig ist.
Die Ausbeutung und Nutzung natürlicher Ressourcen über viele Jahrzehnte
hinweg durch Bergbau und Industrie habe viele Naturräume grundlegend
umgestaltet, erläutert Rebele. Zechensterben und Stahlkrise, Strukturwandel
und der wirtschaftliche Zusammenbruch in der DDR nach der Wende hätten
zur Stillegung vieler Förder- und Produktionsanlagen und zum Verfall
oder Abriß industrieller Bauwerke geführt. Zurückgeblieben
seien Industriebrachen, die bisher vor allem als vergeudete städtebauliche
Ressourcen und Altlast-Standorte betrachtet worden seien. Industriebrachen
hätten jedoch viel mehr zu bieten als vergiftete Böden. Aktuelle
ökologische und landschaftsplanerische Studien bescheinigten vielen
Altstandorten neue Möglichkeiten für die landschaftliche Entwicklung.
Als Beispiel führt Rebele dazu den Landschaftspark Duisburg Nord an,
der zur Zeit auf dem ehemaligen Gelände einer Eisenhütte und einer
Kohlenzeche entsteht. Statt Abriß und Neugestaltung bleibt hier das
Hüttenwerk zusammen mit der sich spontan entwickelnden Natur weitgehend
erhalten. Die vielfältigen Aktivitäten auf dem Gelände durch
kletternde Alpenvereinsmitglieder, TaucherInnen des örtlichen Clubs
und normale BesucherInnen, die den Hochofen besteigen können oder auf
stillgelegten Bahntrassen spazierengehen, zeigen, daß das neue Parkkonzept
von der Bevölkerung angenommen wird.
Möglich geworden sei dieses Konzept durch eine Neubewertung des
Verhältnisses von Industrie und Landschaft, so Rebele, der zusammen
mit Dettmar vor kurzem die gemeinsamen Ergebnisse in dem Buch "Industriebrachen
- Ökologie und Management"* publiziert hat. Das bisher im Naturschutz
und der Landschaftspflege vorherrschende Leitbild sei im wesentlichen
industriefeindlich und sähe das Ideal in einer bäuerlich
geprägten Kulturlandschaft, wie sie in Mitteleuropa zu Beginn des 19.
Jahrhunderts existierte. Die moderne Landwirtschaft und die städtebauliche
Entwicklung habe längst dafür gesorgt, daß diese Landschaft
fast nirgends mehr existiert. Das Potential, das sich in den Städten
und Industrielandschaften biete, werde meist nicht erkannt. Anstatt Konzepte
ähnlich dem Duisburger Ansatz zu verfolgen, würden die neu entstandenen
Lebensräume häufig wieder vernichtet. Industriebrachen dürften
heute jedoch nicht mehr nur als Inbegriff zerstörter Natur gesehen werden,
die zu rekultivieren sei.
*Franz Rebele und Jörg Dettmar, Industriebrachen - Ökologie
und Management, Verlag Ulmer 1996, Stuttgart, DM 78,-
Kontakt: Dr. Franz Rebele, Landschaftsökologie, Fachbereich 7
Biologie, Universität Oldenburg, Tel. 0441/798-2955, e-mail:
rebele@biologie.uni-oldenburg.de

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24. April 1997/104/97
Weiterbildung Familientherapie
Oldenburg. Das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW)
der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg bietet eine berufsbegleitende
Veranstaltung, "Familientherapie als systemisches Handeln im Sozial- und
Gesundheitswesen" an. Die bereits zum sechsten Mal durchgeführte
dreieinhalbjährige Weiterbildung richtet sich an PsychologInnen,
ÄrztInnen, PädagogInnen und SozialarbeiterInnen, die in ihrer Arbeit
mit Paaren und Familien therapeutisch tätig sind und mit Hilfe dieser
Maßnahme ihre Kompetenzen für eine systemorientierte Förderung
und Wiederherstellung psychosozialer Gesundheit erweitern wollen.
Informationen: Universität Oldenburg, ZWW, Abteilung für
psychosoziale Weiterbildung, Dr. Joseph Rieforth, 26111 Oldenburg, Tel.:
0441 / 798-2268/4425, Fax: 0441 / 798-4411, E-Mail:
rieforth.joseph@zww.uni-oldenburg.de

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24. April 1997/103/97
Fach Anglistik schließt Kooperationsvertrag mit dem British Council
Oldenburg. Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen
der Universität Oldenburg und dem British Council besiegelte das Fach
Anglistik Ende April eine bereits seit drei Jahren bestehende Zusammenarbeit.
Die Kooperation mit dem British Council, einer dem Goethe-Institut vergleichbaren
Einrichtung der britischen Regierung zur Förderung der britischen Kultur
im Ausland, geht auf ein Projekt des Faches Anglistik im Bereich der britischen
Landeswissenschaft (ÆBritish Studies") zurück. Den Vertrag
unterzeichneten der Deutsche Direktor des British Council, W. Keith Dobson,
und für die Universität Präsident Prof. Dr. Michael Daxner.
In Deutschland sei der British Council bisher nur mit sieben Universitäten
Kooperationen dieser Art eingegangen, darunter Göttingen, Tübingen
und Bochum, sagte Dobson. Die Anglisten Dr. Richard Stinshoff und Dr. Jens-Ulrich
Davids, die das Projekt initiierten, um deutschen StudentInnen den Zugang
zur britischen Kultur zu erleichtern, erläuterten, daß die Kooperation
als Brücke zwischen europäischen Partnern dienen solle. Sie sei
bewußt auf die Verschiedenheiten der Regionen in Großbritannien
ausgerichtet, um den StudentInnen den Erwerb einer differenzierten Sichtweise
auf das multinationale Land zu ermöglichen.
Die Projektaktivitäten erweitern darüber hinaus das Angebot der
British Studies. Gastseminare britischer WissenschaftlerInnen machen die
AnglistikstudentInnen an der Universität Oldenburg mit der spezifisch
angelsächsischen Art der Lehre vertraut. Einmal im Jahr veranstalten
Stinshoff und Davids eine Exkursion nach Großbritannien, die in einem
Seminar während eines Semesters vorbereitet wird. Die letzte Exkursion
führte ein gutes Dutzend StudentInnen auf zwei Booten über die
alten Industriekanäle der Midlands bis Manchester. Schwerpunktthemen
waren u.a. die Sozial- und Industriegeschichte sowie die heutige
ökonomische und städtebauliche Rekonstruktion der de-industrialisierten
Regionen. Darüber hinaus werden ExamenskandidatInnen, die sich im Rahmen
ihrer Abschlußarbeit auf der britischen Insel aufhalten, akademisch
betreut.
Finanziert werden alle Projektaktivitäten vom British Council und der
Universität gemeinsam. Nach drei erfolgreichen Jahren sollen jetzt drei
weitere Jahre akademischer und lernpraktischer Zusammenarbeit durch den
geschlossenen Vertrag eingeleitet werden.

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23. April 1997/102/97
Personalie
Oldenburg. Werke von Jan-Peter E. R. Sonntag, Künstler und Student
am Fachbereich 2 Kommunikation/Ästhetik der Universität Oldenburg,
werden in der Ausstellung "Animalities" zusammen mit Werken neun anderer
internationaler KünstlerInnen gezeigt. Die Ausstellung wird am Freitag,
25. April, 17.00 Uhr im Niederländischen Media Arts Institut MonteVideo/TBA,
Kaizersgracht 264, Amsterdam, eröffnet.

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23. April 1997/101/97
Schmieder Dekan im Fachbereich Mathematik
Oldenburg. Prof. Dr. Gerald Schmieder, Mathematikprofessor mit dem
Schwerpunkt "Komplexe Analysis", ist zum Dekan des Fachbereichs 6 Mathematik
der Universität Oldenburg gewählt worden. Schmieder studierte und
promovierte in Hannover. Nach seiner Habilitation vertrat er in Würzburg
einen Lehrstuhl, bevor er 1990 nach Oldenburg kam. Seine Schwerpunkte sind
Fragen zur konformen Abbildung und komplexe dynamische Systeme, die geometrische
Funktionentheorie und die komplexe Approximationstheorie. Schmieders große
Leidenschaft ist die Musik. Im Universitätsorchester war er viele Jahre
Konzertmeister.

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23. April 1997/100/97
Stroh Dekan im Fachbereich Kommunikation/Ästhetik
Oldenburg. Prof. Dr. Wolfgang Martin Stroh, seit 1978 Hochschullehrer
für Systematische Musikwissenschaft, ist zum Dekan des Fachbereichs
2 Kommunikation/Ästhetik der Universität Oldenburg gewählt
worden. Stroh, der 1978 den Ruf nach Oldenburg angenommen hat, engagierte
sich überwiegend in der MusiklehrerInnenausbildung und arbeitet in den
Forschungsschwerpunkten "Psychologie neuer musikalischer Erfahrungen", "Neue
Musiktechnologien in der Schule" und "Szenische Interpretationen von
Musiktheater".

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23. April 1997/98/97
Pfriem neuer Dekan
Oldenburg. Prof. Dr. Reinhard Pfriem, Hochschullehrer für Allgemeine
Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensführung und betriebliche Umweltpolitik
am Institut für Betriebswirtschaftslehre I der Universität Oldenburg,
ist zum neuen Dekan des Fachbereichs 4 Wirtschafts- und Rechtswissenschaften
gewählt worden. Pfriem, der in Berlin Politik und Philosophie und in
Bochum Wirtschaftswissenschaften studierte, war von 1985 bis 1990
Geschäftsführer des von ihm mit initiierten und gegründeten
Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Berlin.
Nach Oldenburg kam er 1991 zunächst als Verwalter einer Professur und
wurde 1994 Universitätsprofessor. 1996 erhielt er den Umweltpreis des
Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewußtes Management
(B.A.U.M.) für seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der ökologisch
orientierten Unternehmensführung.

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22. April 1997/99/97
Alte und neue Medien - Sprache und Manipulation
Oldenburg. "Alte und neue Medien - Sprache und Manipulation" ist der
Titel eines Vortrages, den der Oldenburger Sprachwissenschaftler Prof. Dr.
Franz Januschek am Freitag, 25. April 1997, 18.00 Uhr, im Raum A6 0-001
(Verfügungsgebäude) der Universität Oldenburg hält. Der
Vortrag ist der vierte in der Vortragsreihe Medienpädagogik, die von
den Fachbereichen 1 Pädagogik, 2 Kommunikation/Ästhetik und dem
Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung veranstaltet wird.

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22. April 1997/97/97
Dekane wiedergewählt
Oldenburg. Prof. Dr. Ulrich Kattmann, Hochschullehrer für die
Didaktik der Biologie und Humanbiologie, ist in seiner Funktion als Dekan
des Fachbereichs 7 Biologie der Universität Oldenburg wiedergewählt
worden. Kattmann, der seit 1982 als Hochschullehrer in Oldenburg lehrt und
forscht, ist seit einem Jahr Dekan in der Biologie. 1988/89 war er
Vizepräsident der Universität, von 1990 bis 1996
Geschäftsführender Direktor des Instituts für Chemie und Biologie
des Meeres (ICBM).
Prof. Dr. Rüdiger Meyenberg, Sozialwissenschaftler mit dem Schwerpunkt
Didaktik der Politischen Bildung am Institut für Politikwissenschaft
II - Politik und Gesellschaft, ist zum Dekan des Fachbereichs 3
Sozialwissenschaften wiedergewählt worden. Meyenberg, der 1995 erstmals
zum Dekan gewählt worden ist, lehrt und forscht seit 1974 in Oldenburg.
Seine Arbeitsschwerpunkte sind u.a. die Drogen- und Suchtprävention.
Zum Prodekan wurde Prof. Dr. Wolfgang Weiß, Hochschullehrer für
Evangelische Theologie, Schwerpunkt Neues Testament, gewählt.
Prof. Dr. Wolfgang H. Nebel, Hochschullehrer für Technische Informatik,
ist erneut zum Dekan des Fachbereichs 10 Informatik gewählt worden.
Er ist seit 1996 in dieser Funktion. Nebel, der 1993 nach Oldenburg berufen
wurde, war vorher in der Industrie tätig, zuletzt Leiter der
Software-Entwicklung bei einem Hamburger Unternehmen. Seine
Forschungsschwerpunkte sind u.a. Simulationstechnik für digitale Systeme,
Spezifikationsverfahren komplexer multi-disziplinärer Systeme und
mikroelektronischer Systeme im Anwendungsbereich.

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21. April 1997/96/97
Schuhe als Zeitzeugen
Oldenburg. Das Fach Textilwissenschaft zeigt in Kooperation mit der
Bibliothek der Universität Oldenburg von Freitag, 25. April bis Mittwoch,
7. Mai 1997 die Ausstellung "Schuhe als Zeitzeugen" von Prof. Ingrid Heimann,
Berlin. Gezeigt werden Schuhe aus dem bundesdeutschen Alltag der 50er bis
80er Jahre im Kontext anderer Designobjekte in Amateur- und
Journalistenfotografie der Zeit. Entstanden ist die Ausstellung in einem
gemeinsamen Projekt der Oldenburger Universität, der Hochschule der
Künste Berlin und der Universität Dortmund. Die Ausstellung wird
am Donnerstag, 24. April, 18.00 Uhr im Foyer der Universitätsbibliothek
(Uhlhornsweg) eröffnet.

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18. April 1997/95/97
Berufsbegleitende Weiterbildung "Szenisches Spiel"
Oldenburg. Das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW)
der Universität Oldenburg bietet ab Juni 1997 eine neue berufsbegleitende
Weiterbildung "Pädagogische Praxis und teambezogene Supervision mit
Mitteln des szenischen Spiels" an. Die Fortbildung richtet sich an alle,
die in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit
pädagogisch tätig sind und umfaßt 280 Unterrichtsstunden
über einen Zeitraum von zwei Jahren. Sie qualifiziert für die Arbeit
mit szenischem Spiel sowohl in der pädagogischen Praxis als auch in
der teambezogenen Supervision. Anmeldeschluß ist der 6. Mai 1997.
Informationen: ZWW, Tel. 0441/798-3737.

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17. April 1997/94/97
Komponistenkolloquium mit Vorträgen
Oldenburg. Zum Auftakt eines zweiteiligen KomponistInnen-Kolloquiums,
das das Fach Musik der Universität Oldenburg am 23. und 30. April jeweils
ab 18.00 Uhr im Kammermusiksaal veranstaltet, hält der Frankfurter Komponist
und Hochschullehrer Prof. Dr. Gerhard Müller-Hornbach, einen Vortrag
zum Thema "Komponieren als integraler Bestandteil meines Lebens". Bekannt
wurde Müller-Hornbach u.a. als Mitbegründer des "Mutare Ensembles",
das zahlreiche Konzertveranstaltungen, Rundfunk- und Fernsehproduktionen
im In- und Ausland durchführte. Am zweiten Kolloquiumstag geht die
Komponistin Gertrud Meyer-Denkman in ihrem Vortrag "Zum Aspekt des Gestischen
in der Klaviermusik seit Arnold Schönberg" auf die Verbindung von
Körpersprache, Bewegungs- und Klanggesten in der neueren Musik ein.

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17. April 1997/93/97
Informationen zur Berufspraxis für Sozialwissenschaftler
Oldenburg. Das Modellvorhaben "Studium - Praxis - Beruf" des Fachbereichs
3 Sozialwissenschaften der Universität Oldenburg und der Berufsberatung
für HochschülerInnen des Arbeitsamtes wird in einer
Informationsveranstaltung am 23. April, 18.00 Uhr, im BIS-Saal (Uhlhornsweg)
vorgestellt. Das Vorhaben ist ein studienbegleitendes Orientierungsangebot
für StudentInnen der Sozialwissenschaften vor allem in den mittleren
Semestern und soll bereits während des Studiums Gelegenheiten bieten,
sich auf mögliche Berufsfelder vorzubereiten.
Das Projekt ist Teil der Bemühungen der Universität, StudentInnen
eine Praxisorientierung schon im Studium und eine bessere Vorbereitung auf
ihre zukünftige Berufspraxis zu ermöglichen. Es umfaßt im
Sommersemester Veranstaltungen zur Erkundung von Praxisfeldern und zur
Entwicklung individueller Handlungsstrategien, eine Vortragsreihe mit
SozialwissenschaftlerInnen aus verschiedenen Praxisfeldern und Tagesseminare
zur Praktikumssuche und zum Bewerbungstraining.

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16. April 1997/92/97
Kooperation mit Jordanien soll vertieft werden
Oldenburg. Die Vertiefung der Kooperationsbeziehungen im Bereich der
Behindertenpädagogik zwischen der Universität Oldenburg und
jordanischen Wissenschaftlern stand im Mittelpunkt eines Besuches von Dr.
Peter Sehrbrock (Arbeitsstelle "Behinderung und Dritte Welt" am Institut
für Sonderpädagogik) in der jordanischen Hauptstadt Amman. Der
Oldenburger Sonderpädagoge besuchte die University of Jordan, das Al-Hariri
Center, eines der bedeutendsten Behinderteneinrichtungen im Nahen Osten,
sowie die Special Olympics Jordan. Höhepunkt der Gespräche war
ein Zusammentreffen mit Prince Ra'ad Bin Zeid vom jordanischen Königshaus,
der zur Unterstützung der Zusammenarbeit einen Besuch in der Bundesrepublik
angekündigte.
Die Gespräche hätten deutlich gemacht, so Sehrbrock, daß
die jordanischen Kollegen die Ergebnisse deutscher sonderpädagogischer
Forschung als Ergänzung in ihrer vor allem durch amerikanische Theorien
und Methoden dominierte Behindertenarbeit wünschten. Als einen ersten
konkreten Schritt in diese Richtung werde eine Sonderpädagogikstudentin
der Universität Oldenburg im Sommer im Rahmen eines Forschungsprojekts
nach Jordanien fahren.

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16. April 1997/91/97
Bundesverdienstkreuz am Bande für Jürgen Dieckert
Oldenburg. Prof. Dr. Jürgen Dieckert, Sportwissenschaftler an
der Universität Oldenburg, wird das Verdienstkreuz am Bande der
Bundesrepublik Deutschland verliehen. Dieckert erhält die Auszeichnung
für seine großen Verdienste um den deutschen Sport, den er als
Wissenschaftler und Präsident des Deutschen Turnerbundes maßgeblich
beeinflußt hat. Präsident Prof. Dr. Michael Daxner erklärte,
Dieckert sei ein wichtiges Aushängeschild der Universität und in
vieler Hinsicht ein Vorbild. Er bewundere die besondere Mischung von politischen,
humanitären und wissenschaftlichen Arbeitsfeldern, die Dieckert
bewältige. Dieckert ist auch u.a. Mitglied des nationalen Olympischen
Komitees und maßgeblich an der Sportkonzeption für die EXPO 2000
in Hannover beteiligt.

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16. April 1997/90/97
Bauer Dekan im Fachbereich Physik
Oldenburg. Prof. Dr. Gottfried Bauer, Hochschullehrer für
Halbleiterphysik und Strahlungswandel an der Universität Oldenburg,
ist zum neuen Dekan des Fachbereichs Physik gewählt worden. Bauer studierte
in Stuttgart Elektrotechnik, wo er sich 1979 auch promovierte. Er forschte
anschließend an amorphen Silizium-Dünnschichtleitern -
hauptsächlich für Solarzellenanwendungen. 1982 wurde er erstmals
Projektleiter für ein vom BMFT gefördertes Forschungsprojekt, dem
weitere von der EG und der Volkswagen-Stiftung folgten. Bauer nahm zwei
Gastaufenthalte an der Universität von Rio de Janeiro (Brasilien) wahr.
Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. Chemische Reaktionen in Plasmen,
Spektroskopie, Dünnschichthalbleiter, Solarzellen und
Photoelektrochemie.

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16. April 1997/89/97
Martens neuer Dekan in der Chemie
Oldenburg. Prof. Dr. Jürgen Martens ist zum neuen Dekan des
Fachbereichs 9 Chemie der Universität Oldenburg gewählt worden.
Martens studierte nach einer Chemielaborantenlehre bei der Deutschen Shell
AG in Hamburg an der Fachhochschule Darmstadt zum Abschluß Diplom-Ingenieur
und an der Technischen Universität Berlin Chemie, wo er auch promovierte.
Während dieser Zeit war Martens wissenschaftlicher Assistent am Institut
für Organische Chemie der TU Berlin und Post-Doc an der Harvard
Universität in Cambridge (USA). Industrieerfahrung erwarb er von 1977
bis 1986 bei der Degussa AG (Hanau und Frankfurt). Seit 1986 lehrt und forscht
Martens an der Oldenburger Universität im Bereich der Organischen Chemie.
1989 lehnte er einen Ruf an die Universität Linz ab.

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16. April 1997/88/97
"Der Wahn und die Träume"
Oldenburg. Mit einer Lesung stellt der Oldenburger Germanist Prof.
Dr. Manfred Dierks seine "fast wahre" Erzählung aus dem Leben von Thomas
Mann "Der Wahn und die Träume"* am Mittwoch, 23. April 1997, 20.00 Uhr,
in der Ossietzky-Buchhandlung, Markt 24, in Oldenburg vor.
Hat Thomas Mann den viel älteren Trivialschriftsteller Wilhelm Jensen
(130 Bücher) gekannt? Immerhin haben beide in Lübeck auf fast demselben
Platz gesessen, wohnen dann in München nahe beieinander, und gemeinsame
Freunde und Bekannte haben sie auch: Heinrich Schunck (Makler Gosch), Ida
Boy-Ed, Bürgermeister Fehling (Hagenström) und Franziska zu Reventlow,
Schwabings Femme fatale der Jahrhundertwende. Doch gibt es für eine
Bekanntschaft der beiden Lübecker Schriftsteller kein Zeugnis.
Das holt die Erzählung von Dierks nach. Jensen und Thomas Mann verbindet
zwischen 1894 und 1944 eine Freundschaft. Jensen fördert Thomas Manns
Werk und Lebensbahn und hilft ihm schließlich kurz vor dem eigenen
Tod aus der Krise des »Tod in Venedig«. Mit Witz und Ironie wird
von zwei gegensätzlichen Lebensentwürfen erzählt und ein
ungewöhnliches Szenario aus der letzten Jahrhundertwende entworfen.
Manfred Dierks lehrt an der Universität Oldenburg neue deutsche Literatur
und gilt als namhafter Kenner Thomas Manns. Er ist auch Vizepräsident
der Deutschen Thomas Mann - Gesellschaft.
*Manfred Dierks, Der Wahn und die Träume - Eine fast wahre
Erzählung aus dem Leben Thomas Manns, 320 Seiten mit 15
Schwarz-Weiß-Abbildungen, Artemis & Winkler, DM 39,80.

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15. April 1997/87/97
Rockmann neue Dekanin
Oldenburg. Prof. Dr. Ulrike Rockmann ist zur Dekanin des Fachbereichs
5 Philosophie, Psychologie, Sportwissenschaft gewählt worden. Sie löst
den Philosophen Prof. Dr. Michael Sukale ab. Rockmann, die seit 1994
Hochschullehrerin für Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt
Bewegungswissenschaft in Oldenburg ist, studierte Mathematik und
Sportwissenschaft an der FU Berlin, wo sie auch als Lehrbeauftragte tätig
war und promovierte. Nach einem Ergängzungsstudium der Informatik
habilitierte sie sich im Fach Sportwissenschaft. Vor ihrer Rufannahme nach
Oldenburg war sie Referentin für Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
beim Statistischen Landesamt Berlin und Lehrbeauftragte für Informatik
an der Staatlichen Techniker-Schule.

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15. April 1997/86/97
Institut für Technische Bildung konstruierte Regattabegleitboot
Oldenburg. Auf "Jungfernfahrt" geht am kommenden Freitag, 18. April,
18.00 Uhr, am Vereinsheim des Oldenburger Yachtclubs (OYC), ein vom Institut
für Technische Bildung (Fachbereich 3 Sozialwissenschaften,
Universität Oldenburg) konstruiertes und gebautes Regattabegleitboot,
das von der Jugendabteilung des OYC auf dem Tweelbäker See eingesetzt
werden soll.
In Zusammenarbeit mit dem OYC und dem Kieler Schiffbauingenieur Reinhard
Siegel arbeiteten im vergangenen Wintersemester unter der Leitung von Prof.
Dr. Gert Reich (Institut für Technische Bildung) und Schiffbaumeister
Peter Schmidt neun Studierende im Rahmen einer Projektarbeit an dem Boot.
Ziel des Projekts für die Studierenden war, unter realen Bedingungen
ein größeres technisches Gerät zu fertigen und dabei die
Bearbeitung von Aluminium und Holz zu erlernen sowie sich verschiedene Techniken
wie Schweißen, Kleben und biegen anzueignen.
Das Boot soll einerseits als schnelles Begleitfahrzeug in der Segelausbildung
für Jugendliche dienen und andererseits für mehr Sicherheit bei
Übungsfahrten und Regattern sorgen. Das aus Aluminium bestehende Boot
ist daher besonders wendig, mit Sicherheits- und Bergungsvorrichtungen
ausgerüstet und gilt durch Auftriebskörper im Boden als unsinkbar.
Finanziert wurde das Material und der 25-PS-Motor durch den OYC.
Kontakt: Prof. Dr. Gert Reich, Institut für Technische Bildung,
Telefon 0441/798-5388.
Fototermin: Freitag, 18. April, 18.00 Uhr, Vereinsheim des Oldenburger
Yachtclubs, Sophie-Schütte-Str. 22.

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15. April 1997/85/97
Kompositionswettbewerb zum Werk Ossietzkys
Oldenburg. Carl von Ossietzkys geistig-politischer Hintergrund und
die Bedeutung seines Schaffens für unsere Zeit sind Thema des 4.
Kompositionswettbewerbs, den der Uni-Chor der Universität Oldenburg
für professionelle und nicht-professionelle KomponistInnen ausschreibt.
Eingereicht werden können Chorwerke a capella oder mit Klavierbegleitung,
mit kleinem Instrumentalensemble, mit VokalistInnen, SprecherInnen oder einer
Mischform der Besetzungsmöglichkeiten. Inhalt können Zitate aus
Ossietzkys journalistischem Werk, seinen Briefen und sonstigen Lebensdokumenten,
aber auch andere Texte aus damaliger oder heutiger Zeit sein. Die Kompositionen
sollen eine Aufführungsdauer von zehn Minuten nicht überschreiten.
Das preisgekrönte Werk, für das ein Geldpreis ausgesetzt ist, soll
Anfang Februar 1998 im Forum Uni-Chor uraufgeführt werden.
Einsendungen nimmt der Leiter des Uni-Chors, Manfred Klinkebiel, bis zum
30. September 1997 entgegen.
Kontakt: Manfred Klinkebiel, Universität Oldenburg, Fachbereich
2 Kommunikation/Ästhetik, 26111 Oldenburg, Tel.: 0441/85823.

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14. April 1997/84/97
Grad "Diplom-Handelslehrer/in" wird erstmals verliehen
Oldenburg. Im Rahmen einer Akademischen Feier am 18. April, 17.00
Uhr, in der Aula der Universität Oldenburg werden vom Fachbereich 4
Wirtschafts- und Rechtswissenschaften den AbsolventInnen des früheren
Studiengangs "Lehramt Sekundarstufe II mit der Fachrichtung
Wirtschaftswissenschaften" und des jetzigen Studiengangs "Lehramt an
berufsbildenden Schulen mit der beruflichen Fachrichtung
Wirtschaftswissenschaften" erstmals der Grad "Diplom-Handelslehrer" bzw.
"Diplom-Handelslehrerin" verliehen. Die Festansprache hält Prof. Dr.
Günter Kutscha, ehemals Professor für Berufs- und
Wirtschaftspädagogik an der Universität Oldenburg, der jetzt am
Institut für Berufspädagogik und Berufsbildungsforschung der
Universität/Gesamthochschule Duisburg tätig ist.
Die von der Universität beschlossene Neuordnung, nach der auch frühere
AbsolventInnen das neue Zertifikat beantragen können, ist am 10. Oktober
1996 in Kraft getreten. Mit dem neuen Hochschulgrad sind die Oldenburger
AbsolventInnen nun ihren KommilitonInnen der Göttinger
Wirtschaftspädagogik vom Zertifikat her gleichgestellt.
Kontakt: Prof. Dr. Reinhard Czycholl, Prof. Dr. Holger Reinisch,
Fachbereich 4 Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Universität Oldenburg,
Tel.: 0441/798-8361 oder -8301, Fax: -8290.

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13. April 1997/83/97
"Bahnbrechende Grundlegung zur Ästhetik des 18. Jahrhunderts"
Germanisten legen Quellenbiographie zur Rhetorik vor
Oldenburg. Im April erscheint nach sechsjähriger Forschungsarbeit
die 1.500 Seiten starke "Quellenbiographie zur Rhetorik, Epistologie und
Homiletik" des 18. Jahrhunderts (Verlag Frommann-Holzboog, 3 Bände,
1450,- DM). Die Arbeitsgruppe unter dem Literaturwissenschaftler Prof. Dr.
Joachim Dyck wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und Mittel
der Universität Oldenburg gefördert. Aus Anlaß der Herausgabe
des Werkes wird von Mitte April bis Mitte Mai eine Ausstellung in der
Landesbibliothek (Pferdemarkt) über die Rolle der Rhetorik im 18.
Jahrhundert gezeigt. Zur Eröffnung am 18. April, 18.00 Uhr, spricht
die Oldenburger Germanistin Jutta Sandstede.
Die grundlegende Bedeutung der Rhetorik für die Theorie der Literatur
und ihre Praxis in Deutschland des 18. Jahrhunderts ist heute unbestritten,
ihre Präsenz durch die Forschung der letzten Jahre bestätigt. Aus
dem literarischen und geselligen Leben von Gottsched und Lessing, von Herder
und Wieland, von Schiller und Friedrich Schlegel ist die Rhetorik nicht
wegzudenken. Dennoch war die Frage noch offen, mit welcher Intensität
und in welchen Formen die Rhetorik im geistigen und politischen Leben
präsent war: In welchem Verhältnis stand sie zur Ästhetik,
Philosophie und Ethik? Welchen Rang behielt sie an Schulen und
Universitäten bis zum Ende des Jahrhunderts? Um diese Fragen zu
klären, liegt die "Quellenbibliographie zur Rhetorik, Epistologie und
Homiletik" vor, eine bahnbrechende Grundlegung zur Ästhetik des 18.
Jahrhunderts, die die Forschungen zur gesamten Literaturtheorie der
Aufklärung und des Sturm und Drang in Deutschland verändern wird.
Für die Literatur des 18. Jahrhunderts spielt die Rhetorik die gleiche
Rolle wie für die europäische Literatur vom Mittelalter bis zum
Ende des Barock: Sie ist die einzig maßgebende Lehre von der
Textproduktion, die in den höheren Schulen und Universitäten vermittelt
wird. Sie ist aber auch verantwortlich für die Textexegese, auf der
Luther aufbaut.
Für das 17. und 18. Jahrhundert war die Rhetorik das einzige Modell
sowohl der literarischen Produktion und Rezeption als auch der literarischen
Hermeneutik. Die Rhetorik vermittelte die klassische literarische Bildung,
an sie wurde der Traditionskomplex humanistischer Philologie delegiert: Solange
schöne Literatur und ihre theoretische Begrifflichkeit etwas mit der
Absicht zu tun hatten, Gedanken und Ideen zu vermitteln und auf andere Menschen
wirken zu wollen - und das war bis zum Ende des 18. Jahrhunderts der Fall
-, so lange war die Rhetorik als Steinbruch mit bereits gut und vorbildlich
formulierten Einsichten da. Und der Rhetorik hat sich die Literatur und ihre
Theorie bedient, das 17. Jahrhundert auf seine, das 18. Jahrhundert auf eine
andere Weise.
Kontakt: Prof. Dr. Joachim Dyck, Arbeitsstelle Rhetorik, Fachbereich
11 Literatur- und Sprachwissenschaften, Universität Oldenburg, Tel.:
0441/798-3049. Privat: 0421/447709.

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8. April 1997/80/97
Simulation von Trennprozessen
Oldenburg. Ein Hochschulkurs mit dem Titel "Thermische (mechanische)
Trennprozesse" findet vom 7. bis 11. April 1997 an der Universität Oldenburg
statt. Der Kurs, der von Prof. Dr. Jürgen Gmehling, Hochschullehrer
für Technische Chemie in Oldenburg, durchgeführt wird, wird von
der Forschungs-Gesellschaft Verfahrenstechnik Düsseldorf veranstaltet.
Der Kurs trägt dem steigenden Bedarf an Kenntnissen der
verfahrenstechnischen Grundlagen der Prozeßsimulation Rechnung, der
in deren immer weiteren Verbreitung in der Industrie begründet ist.
Die TeilnehmerInnen aus Hochschulen und Industrie, die aus den Fachgebieten
Chemie, Verfahrenstechnik und Physik kommen, werden u.a. mit dem
Phasengleichgewichtsverhalten von Gemischen, der Analyse des Verhaltens von
Multikomponentensystemen und verschiedenen Verfahren der thermischen und
mechanischen Trenntechnik vertraut gemacht. Am letzten Tag haben die
TeilnehmerInnen die Möglichkeit, Erlerntes mit einer
Prozeßsimulationssoftware zu testen.

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8. April 1997/72/97
Mehr Arbeit und soziale Gerechtigkeit
Oldenburg. "Strategien für mehr Arbeit und soziale Gerechtigkeit",
ein Vortrag des DGB-Vorsitzenden Dieter Schulte auf einer Veranstaltung der
Kooperationsstelle Hochschule - Gewerkschaften, ist jetzt als Band Nr. 89
der Reihe "Oldenburger Universitätsreden" erschienen. Der Vortrag wird
ergänzt durch Beiträge von Prof. Dr. Jürgen Hoffmann (Hochschule
für Wirtschaft und Politik Hamburg, "Gewerkschaftspolitik in der
'Globalisierungsfalle'?"), Hans Jürgen Sattler (Deutsche Postgewerkschaft
Hamburg, "Arbeit in der Informationsgesellschaft") und Prof. Dr. Walter Siebel
(Universität Oldenburg, "Dienstleistungsgesellschaft und Arbeitsmarkt").
Die Broschüre ist für 6.- DM erhältlich beim Bibliotheks-
und Informationssystem der Universität Oldenburg, Postfach 2541, 26015
Oldenburg, Tel.: 0441/798-2261.

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8. April 1997/71/97
Erziehungswissenschaft mit "Europäischer Dimension" 71/97
Oldenburg. Als Band Nr. 88 der "Oldenburger Universitätsreden"
ist jetzt der Habilitationsvortrag "Die Entwicklung nationaler Bildungssysteme
unter den Bedingungen der europäischen Vereinigung" des
Erziehungswissenschaftlers Dr. Klaus Winter (Fachbereich 1 Pädagogik,
Universität Oldenburg) erschienen. Er beschäftigt sich darin mit
aktuellen bildungspolitischen Problemen im internationalen Kontext und der
Untrennbarkeit von Schulreform und der Reform der LehrerInnenausbildung.
Beobachtet wird u.a. der Prozeß der Vermarktung von Bildung, der vor
Augen führt, daß die nationalen Bildungssysteme in Europa gemeinsamen
Trends der Internationalisierung unterliegen.
Die Broschüre ist für 6.- DM erhältlich beim Bibliotheks-
und Informationssystem der Universität Oldenburg, Postfach 2541, 26015
Oldenburg, Tel.: 0441/798-2261.

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8. April 1997/70/97
Wertvolle Wissenschaft 70/97
Oldenburg. "Wertvolle Wissenschaft" ist Titel eines Vortrags des
Konstanzer Hochschullehrers Prof. Dr. Ernst Peter Fischer, der nun als Band
Nr. 87 in der Reihe "Oldenburger Universitätsreden" erschienen ist.
Fischer hielt den Vortrag anläßlich der Begrüßung der
StudienanfängerInnen zum Wintersemester 96/97. Er bereitet die Studierenden
darin auf das "Abenteuer Wissenschaft" vor, das immer mit einem mit "ritterlichem
Mut" zu bestehenden Risiko verbunden sei. Der Vortrag wird ergänzt durch
den Text der Begrüßungsansprache des Dekans des Fachbereiches
Biologie, Prof. Dr. Ulrich Kattmann, der den Erstsemestern anhand eines Textes
von Erich Kästner vier Empfehlungen für ihr Studium nahelegt.
Die Broschüre ist für 6.- DM erhältlich beim Bibliotheks-
und Informationssystem der Universität Oldenburg, Postfach 2541, 26015
Oldenburg, Tel.: 0441/798-2261.

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8. April 1997/79/97
Optische Meßtechnik und Forschungsdatenbank
Universität mit zwei Projekten auf Hannover Messe
Oldenburg. Mit einem laseroptischen Schwingungsmeßverfahren
zur Identifizierung loser Putz- und Malschichten an historischen Wandmalereien
ist der Fachbereich Physik der Universität Oldenburg auf der Hannover-Messe
vom 14. - 19. April 1997 vertreten (Halle 18, Stand M16, Gemeinschaftsstand
der Niedersächsischen Hochschulen). Die Arbeitsgruppe Angewandte Optik/
Kohärente Optik unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Hinsch entwickelt
Verfahren der optischen Meßtechnik, die schon seit mehr als einem Jahrzehnt
im Bereich der Denkmalpflege erfolgreich eingesetzt werden. Die neueste
Entwicklung auf diesem Gebiet, die Sichtbarmachung loser Putz- oder Malschichten
mit Hilfe der Videoholografie, wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für
Technische und Angewandte Physik (ITAP) auf der Messe präsentiert.
Im Bemühen um den Erhalt historisch wertvoller Wandmalereien ist es
häufig erforderlich, die Haftung solcher Schichten auf der Wand zu
untersuchen und eventuell lose Bereiche zu lokalisieren. Das optische Verfahren
arbeitet dabei berührungslos und zerstörungsfrei. Die Wand wird
dafür mit einem Lautsprecher zu Schwingungen angeregt, deren Amplitude
im Bereich von nur einem Millionstel Millimeter gehalten wird, um die
empfindlichen Kunstwerke zu schonen. Um derartig geringfügige Bewegungen
erkennen zu können, mußte ein spezielles Meßsystem entwickelt
werden. Durch Beleuchtung mit Laserlicht können Schwingungen der losen
Bereiche als deutlich pulsierende Helligkeitsänderungen auf einem Monitor
erkannt werden. In Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste
Dresden wird das von der Bundesumweltstiftung geförderte Projekt derzeit
an Baudenkmälern in Sachsen getestet. Der optische Schwingungsdetektor
ist aber auch zur Ermittlung periodischer Vibrationen an einer Vielzahl anderer
Objekte geeignet.
Auf dem gleichen Messestand stellt die Arbeitsstelle DIALOG gemeinsam mit
der Fachhochschule Oldenburg die Datenbank "Forschung und Entwicklung" vor.
Die Datenbank enthält eine umfassende Sammlung praxisrelevanter
Forschungsarbeiten aus rund 1.800 Forschungsgebieten niedersächsischer
Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Kontakt:
Prof. Dr. Klaus Hinsch, Arbeitsgruppe Angewandte Optik/ Kohärente Optik,
Fachbereich 8 Physik, Tel.: 0441/798-3510.
Dr. Jobst Seeber, Arbeitsstelle DIALOG, 0441/798-2914.

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4. April 1997/78/97
Semestereröffnung für Gasthörende
Oldenburg. Zu der Eröffnungsveranstaltung für Gasthörende
an der Universität Oldenburg im Sommersemester 1997 lädt das Zentrum
für wissenschaftliche Weiterbildung am Dienstag, 8. April, ab 11.00
Uhr im Vortragssaal der Universitätsbibliothek ein.
Während der Veranstaltung haben alle Interessierten die Möglichkeit,
sich über das Gasthörerstudium (Studium generale) zu informieren.
Außerdem berichten ältere Studierende über ihre Erfahrungen
im Studium und den Arbeitskreis älterer Studierender. Am Dienstagnachmittag
können die Gasthörenden von 14.00 bis 16.00 Uhr an einer
Bibliotheksbesichtigung teilnehmen. Am Mittwoch, 9. April, findet eine
Uni-Erkundung statt, bei der der Lernort Universität näher
kennengelernt werden kann. Treffpunkt ist jeweils der Vorraum der Bibliothek
im Zentralbereich am Uhlhornsweg.
Anmeldungen zum Studium generale sind noch bis zum 15. April beim
Immatrikulationsamt, Telefon 0441/798-2515, möglich.

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4. April 1997/77/97
Universität bereitet Studierende auf Berufspraxis vor
Oldenburg. Studium - und dann? Auch für HochschulabsolventInnen
wird die Lage auf dem Arbeitsmarkt immer schwieriger. Im Arbeitsamtsbezirk
Oldenburg waren im Dezember 1996 rund 1.300 HochschulabsolventInnen, vor
allem der Fachrichtungen Geisteswissenschaften, Betriebswirtschaft und
Sozialpädagogik, arbeitslos gemeldet. Insbesondere Behörden und
große Unternehmen halten sich mit Neueinstellungen zurück. Vor
diesem Hintergrund wird die Universität Oldenburg mit einer Reihe gezielter
Initiativen aktiv, um Studierende schon während des Studiums auf ihre
spätere Berufspraxis vorzubereiten.
In dem Anfang April beginnenden und von der EU geförderten Leonardo
da Vinci-Projekt ÆHochschulabsolventen in kleinen und mittleren Unternehmen
- Wachstum durch Kompetenz" wird in Zusammenarbeit mit den Universitäten
Surrey (England), Limerick (Irland), Kopenhagen und Helsinki in einer Befragung
kleiner und mittlerer Unternehmen (KMUs) untersucht, ob diese bereit sind,
Hochschulabsolventen einzustellen und welche Fähigkeiten dabei erwartet
werden. Umgekehrt sollen auch Studierende befragt werden, ob sie in KMUs
arbeiten würden und welche Kompetenzen sie dazu anzubieten haben. KMUs
beschäftigen in vielen Fällen bisher keine Akademiker, was
AbsolventInnen ein bisher ungenutztes Arbeitsmarktpotential bietet.
Projektleiterin an der Universität Oldenburg ist die Vizepräsidentin
Ina Grieb.
"Studium - Praxis - Beruf" ist ein Modellvorhaben des Fachbereichs 3
Sozialwissenschaften zusammen mit dem Arbeitsamt Oldenburg, das Studierenden
des Fachbereichs bereits während des Studiums, u.a. durch Erkundung
von Tätigkeitsfeldern, die Gelegenheit bietet, sich auf mögliche
Berufsfelder vorzubereiten. Initiator des Vorhabens ist Prof. Dr. Rüdiger
Meyenberg.
Das Projekt "Studierende und Arbeitswelt" richtet sich an Studierende aller
Fachrichtungen. Neben der Erkundung und Erschließung von Berufsfeldern
steht der Erwerb betriebswirtschaftlicher Grundkenntnisse auf dem Programm.
Wissenschaftliche Betreuer des am Fachbereich 1 Pädagogik angesiedelten
Projekts sind Dr. Herbert Schwab (Fachbereich 1) und Dr. Heinz-Dieter Loeber
(Fachbereich 3 Sozialwissenschaften).
Mit den Initiativen übernehme die Universität Verantwortung für
ihre AbsolventInnen, erläuterte Vizepräsidentin Ina Grieb. Der
geradlinige Weg vom Studium in den Beruf sei in Auflösung begriffen,
neue Konzepte für den Berufseinstieg müßten entwickelt werden.
Studierende könnten in Zukunft nicht mehr davon ausgehen, mit einem
"Normalstudium" einen der Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz zu finden.
Weiterbildungsangebote für bereits arbeitslose HochschulabsolventInnen
seien nur die zweitbeste Lösung. Die Hochschulen müßten
Studierenden daher die Möglichkeit berufspraktischer Erfahrungen schon
während des Studiums schaffen. Praktika, wie sie in Oldenburg schon
in den Studiengängen Sozialwissenschaften, Pädagogik,
Wirtschaftswissenschaften, Geographie und Kunst vorgeschrieben seien,
müßten in allen Studiengängen fester Bestandteil des Studiums
werden. Berufliche Selbständigkeit oder die Arbeit in kleinen und mittleren
Unternehmen müsse von mehr AbsolventInnen als Perspektive begriffen
werden, wozu auch eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema
nötig sei, betonte Grieb. Diese "Kultur der Selbständigkeit" an
den Hochschulen sei daher auch eine Forderung der Bund-Länder-Kommission
für Bildungsplanung und Forschungsförderung.

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3. April 1997/76/97
Mit dem virtuellen Hörgerät zum Markterfolg: Hörzentrum Oldenburg
wird ein Jahr
Oldenburg. Jeder dritte Bundesbürger hört schlecht und jeder
zehnte bräuchte ein Hörgerät - der Bedarf ist groß,
der technische Fortschritt bei den "intelligenten", volldigitalen
Hörgeräten ist rasant, aber der Nutzen für den individuellen
Schwerhörigen ist leider noch beschränkt. So können
Schwerhörige oft selbst mit den modernsten, kommerziellen
Hörgeräten ihr Gegenüber in einer lärmenden Umgebung
nicht verstehen und müssen sich mit Hilfe des Lautstärkenreglers
ihres Hörgerätes auf eine neue akustische Situation einstellen.
Diese Situation möchte das Hörzentrum Oldenburg verbessern, das
vor einem Jahr als An-Institut der Universität Oldenburg und dem
Evangelischen Krankenhaus Oldenburg von zwei in Fachkreisen anerkannten Experten
gegründet wurde: Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Leiter der Arbeitsgruppe
"Medizinische Physik" an der Universität Oldenburg, und Dr. Rüdiger
Schönfeld, Chefarzt der Abteilung "Phoniatrie/Pädaudiologie" innerhalb
des HNO-Zentrums des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg. Die beiden
engagierten Experten teilen sich auch die Leitung des Hörzentrums.
Diese bundesweit einzigartige Einrichtung vereint universitäre Forschung,
angewandte Hörgeräteforschung, med. Spezialdiagnostik und Fort-
und Weiterbildung unter einem Dach. Zusammen mit der
Hörgeräte-Industrie werden zukünftige Produkte entwickelt.
Dabei werden Forschungsergebnisse der AG Medizinische Physik direkt in die
Praxis umgesetzt. So können z.B. Probanden mit der von Oldenburger Forschern
entwickelten einzigartigen Technik des "virtuellen Hörgeräts"
Klangvergleiche zwischen verschiedenen Hörgeräten ziehen, ohne
die diversen Hörgeräte umständlich auf- und absetzen zu
müssen. "Mit dieser Technik können Stärken und Schwächen
der neuesten Generation kommerzieller Hörgeräte aufgedeckt werden,
um bereits vor ihrer Markteinführung den Hörkomfort für die
Schwerhörigen zu optimieren", betont Kollmeier.
Für die medizinische Versorgung kommen Patienten aufgrund
Überweisungen von HNO-Ärzten oder auf Empfehlung von
Hörgeräte-Akustikern nicht nur aus Niedersachsen, sondern auch
aus den angrenzenden Bundesländern. "In der zweimal wöchentlich
stattfindenden spezialaudiologischen Sprechstunde wird die gesamte Palette
der modernen Hördiagnostik eingesetzt, die zum Teil an der Universität
und im Hörzentrum entwickelt wurde", bemerkt Schönfeld. Da das
Hörzentrum keine direkte Behandlung bzw. Hörgeräteversorgung
vornimmt, werden die Patienten nach Hörtests an ihre HNO-Ärzte
und Hörgeräte-Akustiker zurück überwiesen. Die vom
Hörzentrum erstellten spezialaudiologischen Gutachten dienen dann als
Grundlage zur weiteren Behandlung und Versorgung.
Im Bereich der Fort- und Weiterbildung bietet das Hörzentrum Seminare
und Workshops allen im Bereich des Hörens tätigen Berufsgruppen
an, um Einblick in Forschung und Entwicklung zu vermitteln und die
Hörgeräteversorgung im deutschsprachigen Raum mit zu verbessern.
Daß das wirtschaftlich eigenständige Hörzentrum Oldenburg
seit seiner Gründung gute Arbeit leistet, beweisen zahlreiche Anfragen
und Aufträge aus der Medizin, der Industrie und aus Fachkreisen. Eine
räumliche Expansion des Hörzentrums ist für das Jahr 1998
geplant. Dann wird das Hörzentrum in das derzeit in Planung befindliche
Technologie-Zentrum der Universität Oldenburg umziehen. Für den
bundesweit bedeutenden Hörforschungsstandort Oldenburg wäre dies
ein bedeutender Schritt - denn hier existiert eine einmalige Infrastruktur
auf dem Gebiet des Hörens durch Institutionen wie der Universität
Oldenburg mit der Arbeitsgruppe "Medizinische Physik", mit dem Graduiertenkolleg
"Psychoakustik" und dem Sonderforschungsbereich "Neurokognition", dem
Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte, den zwei Oldenburger
HNO-Kliniken, dem Sprachheilzentrum Oldenburg sowie durch die äußerst
gute Kooperation mit den regionalen Hörgeräte-Akustikern.

Letzte Änderung: 30. April 1997
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