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Pressedienst:
August 1997
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29. August 1997/229/97
Internationaler Physiker-Workshop in Oldenburg
Oldenburg. In Zusammenarbeit mit WissenschaftlerInnen der
Universitäten Montreal (Kanada) und Umea (Schweden) veranstaltet der
Fachbereich Physik der Universität Oldenburg unter der Leitung von Prof.
Dr. Eberhard Hilf vom 31. August bis zum 3. September den internationalen
Workshop CRISP97 (Cooperative Research Information Systems in Physics).
Teilnehmen werden WissenschaftlerInnen u.a. aus den USA, Kanada, Frankreich
und Italien. Ziel der Tagung ist die Entwicklung neuer elektronischer Dienste
zum Informationsmanagement in der Physik, die die herkömmlichen
Publikationswege ablösen sollen. Finanziert wird der Workshop vom
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie
sowie von den Verlagen Elsevier Science und Springer.

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28. August 1997/228/97
Pädagogische Woche: "Lernen im Dschungel des Lebens"
Oldenburg. "Lernen im Dschungel des Lebens" lautet das Motto der
diesjährigen Pädagogischen Woche, die vom 22. bis zum 26. September
an der Universität Oldenburg stattfindet und von Kultusminister Prof.
Rolf Wernstedt eröffnet wird. Die Organisatoren aus dem Zentrum für
pädagogische Berufspraxis (ZpB) wenden sich mit ihren mehr als 140
Veranstaltungen, Workshops, Seminaren und Vorträgen sowie einer Lernmittel-
und Schulbuchausstellung vornehmlich an LehrerInnen, aber auch an
PädagogInnen und Interessierte aus nichtschulischen Einrichtungen.
Noch nie hätten sich für die Gestaltung ihres Lebens den Jugendlichen
so viele Chancen geboten wie heute, erklärte zum Motto der Veranstaltung
der Leiter des ZpB, Detlef Spindler. Doch viele seien mit der Vielfalt des
Angebots im Bereich Medien, Freizeit und Konsum auf der einen Seite und den
hohen Erwartungen von Eltern und Schule auf der anderen Seite überfordert.
Dies mache das Leben oft zu einem undurchdringlichen Dschungel, der
Entscheidungen immer schwieriger erscheinen lasse und zu Angst und
Initiativlosigkeit führe oder in Aggression umschlage - eine Situation,
die auch Lehrern keineswegs unbekannt sei. Die Pädagogische Woche biete
in den vielfältigen Veranstaltungen Anregungen, Ideen und "Werkzeuge"
an, die es insbesondere LehrerInnen ermögliche, mit sich und den
Schülern produktiver umzugehen.
Das ZpB erwartet über 2000 TeilnehmerInnen zur Pädagogischen Woche,
die zum 14. Mal stattfindet und sich zur größten
Fortbildungsveranstaltung dieser Art in Deutschland entwickelt hat. Auf vier
Schwerpunkte erstreckt sich das umfangreiche und sehr bunte Angebot: "Braucht
die Schule neue Werte?", "Lernen mit allen Sinnen", "Dschungel der Gefühle"
und "Sozialtraining und -spiele". Während der Woche sind zudem drei
Symposien geplant: "Ethik und Werte in der multireligiösen Gesellschaft";
"Lernen im Dschungel des weltweiten Netzes - neue Medien in Berufsschulen"
und "Bewegender Unterricht - Bewegung in der Schule - Schule ohne Schulsport".
Den Hauptvortrag bei der Eröffnungsfeier mit Kultusminister Rolf Wernstedt
am 22. September, 11.00 Uhr, Vortragssaal der Universitätsbibliothek
hält die Frankfurter Sozialwissenschaftlerin Dr. Uta Enders-Dragässer
(Frankfurt). Ihr Thema ist das Motto der Pädagogischen Woche: "Lernen
im Dschungel des Lebens".
Das Programmheft kann beim ZpB (Telefon 0441/7983038) gegen Einsendung von
4,-- DM in Briefmarken angefordert werden.

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26. August 1997/227/97
Personalie
Oldenburg. Dr. Kai-Uwe Hinrichs, Chemiker in der Arbeitsgruppe Organische
Geochemie des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) an
der Universität Oldenburg, wird im Rahmen eines von der DFG finanzierten
Forschungsprojektes im Oktober einen Forschungsaufenthalt an der international
renommierten Woods Hole Oceanographic Institution in Massachusetts (USA)
antreten.

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26. August 1997/226/97
Wissenschaft und Bildung als Auftrag der Universität
Oldenburg. "Wissenschaft und Bildung als Auftrag der Universität"
ist der Titel der nun erschienenen Universitätsreden Nr. 94. Abgedruckt
sind die Reden und Laudationes zur Emeritierung des Erwachsenenpädagogen
und Bildungsforschers der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Hans-Dietrich
Raapke. Der ehemalige Kanzler der Universität und jetzige Präsident
der Universität Hamburg, Dr. Jürgen Lüthje, hat den im Heft
abgedruckten Festvortrag gehalten. Das Heft kostet sechs Mark und ist im
Bibliotheksverlag (Tel.: 0441/798-2261) erhältlich.

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20. August 1997/225/97
Dienstleistungszentrum: Hoffen auf baldige Realisierung
Oldenburg. Als außerordentlich begrüßenswert hat
der Präsident der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Michael Daxner,
die Intiative des Studentenwerks bezeichnet, ein Dienstleistungszentrum an
der Ecke Ammerländer Heerstraße/Uhlhornsweg zu errichten. Das
Studentenwerk unter Leitung von Geschäftsführer Gerhard Kiehm zeige
damit beispielhaft, daß auch in einem Landesbetrieb kreativ und
unternehmerisch gedacht und gehandelt werden könne. Er hoffe sehr, betonte
Daxner, daß das ökologisch ausgerichtete Dienstleistungszentrum
mit Öko-Supermarkt, Reisebüro, Copyshop, Restaurant sowie Studenten-
und Gästewohnungen bald realisiert werden könne - möglichst
zeitnah zur Fertigstellung des Hörsaalzentrums, das im Frühjahr
nächsten Jahres eingeweiht wird.

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21. August 1997/224/97
Praktischer Umweltschutz im Weiterbildungsstudium Ökologie
Neuaufnahme zum Wintersemester
Oldenburg. Die Praxisnähe des Weiterbildungsstudiengangs
Ökologie - Umweltwissenschaften der Universität Oldenburg zeigte
sich jetzt in der Anlage eines Wallheckenlehrpfades in Cleverns (Landkreis
Friesland), der über die dortige historische Wallheckenlandschaft
informiert. Ursula Brückner, Diplomingenieurin für Landespflege
beim Amt für Agrarstruktur und gleichzeitig Absolventin des
Weiterbildungsstudiums an der Universität, hatte in ihrer
Abschlußarbeit den Entwurf für den Lehrpfad geliefert und war
auch an der Realisation beteiligt. Der Pfad entstand in einem Kooperationsprojekt
des Amtes für Agrarstruktur in Oldenburg u.a. mit dem Regionalen
Umweltbildungszentrum Schortens im Rahmen eines Flurneuordnungsverfahrens.
"Ein schöner Erfolg, der das Konzept des Studiengangs bestätigt
und uns motiviert, auch in Zukunft möglichst viele im Umweltbereich
Engagierte weiterzubilden", kommentiert Prof. Dr. Ulrich Kattmann, Sprecher
der Arbeitsgruppe an der Universität, die den Studiengang wissenschaftlich
begleitet. Das Projekt setze auf vorbildliche Weise die Devise des Naturschutzes
um, daß Menschen nur das schützen, was sie auch kennen.
Auch die Themen der weiteren diesjährigen Abschlußarbeiten zeigen
die Anwendungsbezogenheit des Studiengangs. Bearbeitet wurden so unterschiedliche
Themen wie Nutzungskonflikte im Nationalpark Wattenmeer, die Problematik
des Leitbildes "nachhaltige Entwicklung", Chancen des Hanfanbaus aus
ökologischer und ökonomischer Sicht, die Gefährdung der
biologischen Vielfalt der Kulturpflanzen und Umsetzungschancen der Agenda
21 in ländlichen Gebieten.
Der neue Durchgang des Weiterbildungsstudiums Ökologie -
Umweltwissenschaften beginnt Anfang Oktober. Interessierte können sich
bis zum 1. September beim Immatrikulationsamt der Universität, 26111
Oldenburg bewerben, wo auch Informationshefte und Bewerbungsunterlagen
angefordert werden können. Außerdem gibt die Geschäftsstelle
des Weiterbildungsstudiengangs Auskünfte unter Tel. 0441/798-3264.
Kontakt: Walter Neddermann, Geschäftsstelle des
Weiterbildungsstudiengangs Ökologie - Umweltwissenschaften, Tel.:
0441/798-3264, e-mail: nedman@hrz2.uni-oldenburg.de

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20. August 1997/223/97
Biozidberatungsstelle stellt Tätigkeit ein
Oldenburg. "Unter Mangel an Arbeit werden die Biozidexperten auch
in den nächsten Jahren nicht leiden." Das sagte der Leiter der
Biozidberatungsstelle an der Universität Oldenburg, Dr. Olaf Hostrup,
auf einer Pressekonferenz anläßlich der Schließung der
Beratungsstelle zum 31. August nach siebenjähriger Pionierarbeit. "Auch
wenn in den letzten Jahren viel an Aufklärung und Forschung geleistet
wurde, stehen wir heute vor nicht weniger Arbeit als vor sieben Jahren."
Das Niedersächsische Sozialministerium plant deshalb die Einrichtung
einer Stelle zu Gesundheitsgefahren durch Biozidanwendungen am
Landesgesundheitsamt Hannover.
Finanziert wurde die Arbeit der Biozidberatungsstelle durch die
Niedersächsische Umweltstiftung. Aufgabe der Beratungsstelle war neben
Forschung zu Risiken von Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmitteln
die Beratung von BürgerInnen und Institutionen. Seit Einrichtung der
Stelle 1990 wurden nahezu 4.000 Beratungen durchgeführt, dabei kamen
etwa 70 % der Anfragen von Privatleuten und 30 % von den verschiedensten
Institutionen, vom kleinen Unternehmen bis hin zum Ministerium.
Die Verwendung von Bioziden in Innenräumen sei das Hauptproblem, da
im Haus die häufig mit verharmlosender Werbung versehenen Produkte in
der Regel von Laien verwendet würden, sagte Hostrup. Aufgrund der
gefährlichen Eigenschaften der Stoffe müsse besonders bei
Anwendungsfehlern mit zum Teil dramatischen Gesundheitsschäden gerechnet
werden. Nach einer kürzlich erschienenen Studie, die unter der Leitung
von Hostrup entstand, sind heute bereits mehr als die Hälfte aller Haushalte
mit Biozid-Rückstanden belastet. "Diese Befunde sind besonders erschreckend,
weil der weitaus größte Teil der Biozideinsätze in
Innenräumen Tieren gilt, die kein besonderes gesundheitliches Risiko
darstellen.", stellte der Biologe fest.
Gesetzliche Regelungen zur Anwendung von Bioziden im Wohn- und Arbeitsbereich
seien notwendig, um diese untragbare Situation aufzuheben, betonte Hostrup
und fordert eine dramatische Einschränkung der Verwendung von Bioziden
und ein vollständiges Verbot der Anwendung durch Laien. Statt dessen
müßten qualifizierte SchädlingsbekämpferInnen
verfügbar sein, deren primäre Aufgabe in der Beratung und nur in
Ausnahmefällen in der Anwendung von Bioziden bestehe. Ausreichende und
sinnvolle Beratung über die möglichen Gefahren sei trotz vorhandener
gesetzlicher Regelungen auch im landwirtschaftlichen Bereich notwendig. Die
Umweltmedizin habe sich in den letzten Jahren zwar rasant entwickelt, dennoch
sei die richtige Diagnose und Behandlung nach wie vor sehr davon abhängig,
an wen sich der Patient wende.
Kontakt: Dr. Olaf Hostrup, Informationsdienst Pestizide und Gesundheit,
Tel.: 0441/798-3777, -3787, Fax: 0441/798-3777, -3791, e-mail:
hostrup@biologie.uni-oldenburg.de

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19. August 1997/222/97
Zurück an die Basis
Oldenburg. Wenn dieses Jahr die Kinder eingeschult werden, ist unter
den Lehrkräften auch eine "freiwillige Helferin". Die Oldenburger
Hochschullehrerin für Pädagogik Prof. Dr. Astrid Kaiser, selbst
ausgebildete Lehrerin mit zehn Jahren Schulpraxis, will sich wieder an die
Basis begeben und selbst die Fächer Sachunterricht und Musik im ersten
Schuljahr unterrichten. Hintergrund ihres freiwilligen Einsatzes ist der
von ihr geleitete Schulversuch "Soziale Integration in einer jungen- und
mädchengerechten Grundschule".
Kaiser begründet ihren ungewöhnlichen Schritt damit, daß
sie als Wissenschaftlerin nicht die Lehrkräfte an den Versuchsschulen
"beforschen" wolle, sondern gemeinsam mit ihnen herausfinden wolle, welche
Methoden geeignet seien, dem Ziel der Gleichberechtigung tatsächlich
Rechnung zu tragen.
Der Schwerpunkt des dreijährigen Schulversuchs liegt im Raum Oldenburg
und besteht aus einem komplexen Versuchsprogramm mit Erprobung des an der
Universität Oldenburg entwickelten Konzepts kommunikativen Sachunterrichts
und diverser pädagogischer Maßnahmen einer differenzierten
Koedukationspraxis ab dem ersten Schuljahr sowie Supervisionen,
Elternbildungsarbeit und LehrerInnenfortbildung an den Versuchsschulen. Beteiligt
sind vier Schulen, die Grundschule Edewechterdamm, die Grundschule
Friedrichsfehn, die Grundschule Huntlosen und die Röwekampschule in
Oldenburg. Finanziert wird der Schulversuch durch das Niedersächsische
Kultusministerium und das Bundesforschungsministerium (BMFT).
Kaiser will den "Rollenwechsel" auch für die Universität fortsetzen.
Nicht sie schreibt Beurteilungen über Studierende, sondern studentische
Hilfskräfte schreiben Protokolle über den Unterricht ihrer Professorin
und machen Videoaufnahmen, die in den Fortbildungen zum Projekt von den
beteiligten Lehrkräften analysiert werden. Von dieser Methode verspricht
sich die Oldenburger Pädagogin auch mehr Ertrag für die
wissenschaftliche Begleitung. Kaiser: "Wenn ich selbst unterrichtet habe,
kann ich unsere Forschungsergebnisse besser beurteilen."
Die Unterrichtsmaterialien sollen nach der Erprobung allen Schulen in
Niedersachsen zugänglich gemacht werden. Die Materialien für den
Sachunterricht sind mittwochs zwischen 16.00 und 18.00 Uhr in der der
Lernwerkstatt Sachunterricht der Universität (Standort Uhlhornsweg A4-1-117)
schon zu Beginn des Schuljahres einzusehen.
Kontakt: Prof. Dr. Astrid Kaiser, Tel. 0441/798-2032, e-mail:
kaiser@hrz1.pcnet.uni-oldenburg.de

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19. August 1997/221/97
Personalien aus der Universität
Oldenburg. Prof. Dr. August Schick, Geschäftsführender Direktor
des Institus für Mensch-Umweltbeziehungen an der Universität Oldenburg,
ist von der Acoustical Society of Japan als Berater für Internationale
Angelegenheiten berufen worden. Schick, der 1974 seinen Ruf an die
Universität Oldenburg erhielt, hat sich insbesondere in der
Lärmforschung einen Namen gemacht; u. a. ist er Forschungspreisträger
der Japanischen Gesellschaft für Akustik.
Oldenburg. Ulrich Kötting, Student der Psychologie am Fachbereich
5 Philosopie, Psychologie, Sportwissenschaft der Universität Oldenburg,
ist mit einem Preis der Riedel de Haën-Studienstiftung ausgezeichnet
worden. Kötting erhielt den mit 1.000 DM dotierten Preis für den
Aufbau einer Datenbank für Akustik, Hören und Umweltpsychologie
am Institut zur Erforschung von Mensch-Umweltbeziehungen.

Letzte Änderung: 29. August 1997
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