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Pressedienst:
Oktober 1997
Tagung zum 20. Todestag von Ernst BlochOldenburg. Anläßlich des 20. Todestages von Ernst Bloch (1885-1977) veranstalten die Universität Oldenburg und die Ernst Bloch Gesellschaft Ludwigshafen am 31. Oktober und 1. November eine Tagung zum Thema "Naturphilosophie und Ästhetik bei Ernst Bloch" in Oldenburg. Unter anderem nehmen daran als Referenten der Wiener Philosoph Burghart Schmidt und der Sohn Blochs, Jan-Robert Bloch, Philosoph und Chemiker in Kiel, teil. Die Tagung findet im Gästehaus der Universität, Drögen-Hasen-Weg 65, statt.Kontakt: Prof. Dr. Michael Daxner, Tel.: 0441/9706-452 Fototermin: Freitag, 31. Oktober, 17.30 Uhr
Der schwere Weg zur Künstlichen BefruchtungOldenburg. Hormonbehandlungen, künstliche Befruchtung, Sex nach Zeitplan, das kann die Folge sein, wenn Frauen nicht schwanger werden und Hilfe bei GynäkologInnen suchen. Der letzte Versuch ist häufig eine In-vitro-Fertilisation (IVF), auch Retortenbefruchtung genannt. Diese Behandlungsform wird in den letzten Jahren immer häufiger angewendet. In der neuesten Ausgabe Nr. 26 des Forschungsmagazins EINBLICKE der Universität Oldenburg berichten jetzt die Soziologinnen Prof. Dr. Rosemarie Nave-Herz und Dr. Corinna Onnen-Isemann über eine Studie, wie sich die Künstliche Befruchtung, und hier insbesondere die Reagenzglasbefruchtung IVF und deren Weiterentwicklungen auf das Leben von Frauen auswirkt.Bei der Retortenbefruchtung werden der Frau Eizellen entnommen, außerhalb des Körpers befruchtet und wieder in die Gebärmutter eingesetzt. Das klingt einfach, ist aber mit vielen einzelnen Behandlungsschritten verbunden, in deren Verlauf es häufig zu Komplikationen kommen kann. Die Patientinnen müssen mehrmals in der Woche zu Untersuchungen in Behandlungszentren oder gynäkologische Praxen fahren, die weit entfernt von ihrem Wohnort sein können. Die zeitliche Belastung ist so groß, daß viele Frauen ihren Beruf aufgeben. Nicht nur der hohe organisatorische Aufwand, sondern auch die Auswirkungen aufgrund der medizinischen Intervention auf das gesamte Leben unterstützen eine Zentrierung auf den Kinderwunsch. Das Denken dreht sich nur noch um das Kind. Aber nicht nur die medizinische Einwirkung erzeugt Streß. Problematisch ist, daß die Frauen sich in einer ständigen Warteposition befinden, jeder Behandlungsschritt ist von Unsicherheit begleitet. Sie schwanken zwischen der Hoffnung, schwanger zu werden, und der Angst vor erfolgloser Behandlung. Jede Monatsblutung wird für die Frauen zur großen Enttäuschung. Der Streß hat Auswirkungen auf die Partnerschaft. Die Sexualität ist oft nur noch darauf ausgerichtet, ein Kind zu zeugen, Spontaneität und Gefühl bleiben auf der Strecke. Der Hormonstatus und das Stadium, in dem sich die Eizellreifung befindet, wird in Verbindung mit dem Beischlaf gemessen, untersucht wird, wieviel Spermien wohin gewandert oder auch nicht gewandert sind. Alles wird vermessen und getestet, was zur Folge hat, daß eine normale Sexualität nicht mehr möglich ist. Selbst nach Abschluß der Behandlung kann es Jahre dauern, bis sich die Sexualität wieder normalisiert. Die Retortenbefruchtung hat aber auch körperliche Folgen. Sie ist immer mit einer Hormonbehandlung verbunden, damit die Eierstöcke möglichst viele Eier produzieren, was oft zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führt. Onnen-Isemann und Nave-Herz berichten über Frauen, deren Eierstöcke auf das Dreifache ihrer normalen Größe anschwollen und deren Rückbildung lange Zeit dauerte. Trotz aller Belastungen und der geringen Chance, ein Kind zu bekommen, brechen die wenigsten Frauen die Behandlung ab. Die Krankenkassen finanzieren vier Behandlungszyklen mit der IVF Methode. Fast alle Frauen schöpfen diese aus. Grund: Sie wollen sich später selbst nicht vorwerfen, sie hätten nicht alles versucht. Kontakt: Dr. Corinna Onnen-Isemann, Tel.: 0441/798-2939
Ist die Kirche schuld am Antisemitismus?Oldenburg. "Ist die Kirche schuld am Antisemitismus?" ist der Titel eines Vortrages, den Pfarrer Friedrich Gleiss (Bad Segeberg) am Mittwoch, 5. November 1997, 20.00 Uhr, Raum A1 0-006 hält. Gleiss gehört zu den ersten protestantischen Theologen, die sich in den 50er und 60er Jahren darum bemüht haben, das Verhältnis der Kirche zu Juden neu und kritisch zu überdenken. Er ist der Verfasser des Buches "Von der Gottesmordlüge zum Völkermord". Veranstalter ist das Seminar für Jüdische Studien der Universität Oldenburg und der Evangelische Männerkreis Eversten.Kontakt: Prof. Dr. Werner Boldt, Seminar für Jüdische Studien, Tel.: 0441/798-2641
Projekt für neue BundesländerOldenburg. "Erwachsenenbildung - Erwachsenenqualifizierung - Erwachsenenlenkung. Erschließung von Quellen in den neuen Bundesländern" ist der Titel eines neuen Projektes, das Willi B. Gierke, (Schulenberg-Institut für Bildungsforschung und Erwachsenenbildung) am Montag, 3. November 1997, 18.00 Uhr, im Bibliothekssaal der Universität Oldenburg vorstellt. Leiter des Projektes ist der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Hans-Dietrich Raapke. Kooperationspartnerinnen sind Prof. Dr. Martha Friedenthal-Haase (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Prof. Dr. Wiltrud Gieseke und Dr. Karin Opelt (beide Humboldt-Universität Berlin).Für das auf drei Jahre angelegte Projekt hat die Volkswagen-Stiftung Personal- und Sachmittel zur Verfügung gestellt. Hauptziel der Arbeit wird die Erfassung und Sichtung der in den neuen Bundesländern vorhandenen Quellen zur Erwachsenenbildung in der DDR bei Institutionen, Archiven und sonstigen Fundstellen sein. Die Informationen sollen in einer Datenbank aufbereitet werden. Geplant ist die Publikation wichtiger Ergebnisse in einem systematisch gegliederten und kommentierten Inventar. Das Vorhaben trägt zur Sicherung archivalischer Quellen in den neuen Bundesländern bei und erleichtert WissenschaftlerInnen, Forschungsinstitutionen und Erwachsenenbildungseinrichtungen den Zugang zu den Quellen der Geschichte der Erwachsenenbildung. Außerdem sollen Forschungs-, Dokumentations- und Ausstellungsprojekte angeregt und unterstützt werden. Kontakt: Willi B. Gierke, Wolfgang Schulenberg-Institut für Bildungsforschung und Erwachsenenbildung, Tel: 0441/58769
Swinging LibraryOldenburg. "Swinging Library" ist das Motto des 3. Bibliotheksballs, der am Sonnabend, 29. November 1997, 20.00 Uhr, im Katalogsaal der Universitätsbibliothek am Uhlhornsweg stattfindet. Die OrganisatorInnen versprechen eine "verbesserte und erweiterte Auflage" des einzigen großen Balles an der Universität, für den als Schirmherrin die Präsidentin der Bibliotheksgesellschaft, Hiltrud Schröder, gewonnen werden konnte.Eingeladen sind alle, die an der Oldenburger Universität arbeiten, lehren, forschen und studieren, sowie alle ihre FreundInnen. Ebenso alle, die sich der Universität und der Bibliothek verbunden fühlen, insbesondere die Mitglieder der Universitätsgesellschaft. Für einen Beitrag von 40 Mark wird ein opulentes Buffet und ein vielfältiges Programm geboten. Zum "Tanz rund um den Katalog" wird bis in den frühen Morgen die "Siggi Prokein Band" auffordern. Kartenvorverkauf: Fax: 0441/798-4040, Zentrale Information in der Bibliothek und Carl von Ossietzky Buchladen, (Degode-Haus). Es gibt keine Abendkasse.
Empfehlungen für das StudiumOldenburg. "So könnte es gelingen - Empfehlungen für das Studium aus der Erfahrung der Hochschulberatung" ist der Titel eines Vortrages, mit dem sich der Leiter der Zentralen Beratungsstelle (ZSB/PSB) der Universität Oldenburg, Christian Leszczynski am Mittwoch, 5. November 1997, 16.00 Uhr, im Vortragssaal der Universitätsbibliothek insbesondere an Studierende des ersten Semesters richtet. Leszczynski stellt ein in der Beratungsstelle entwickeltes "Acht-Punkte-Programm erfolgreichen Studierens" vor, das u.a. Tips für akademische Arbeits- und Prüfungsformen enthält.
Transpersonale Studien: Fragen nach dem SinnOldenburg. Bewußtseinszustände jenseits von Alltagserfahrungen, die über die Grenzen der eigenen Person hinausgehen, können die Psyche eines Menschen positiv beeinflussen und zur Gesunderhaltung beitragen. Ausgehend von dieser Annahme wollen die Arbeitsgruppe "Psychologie im Gesundheitswesen" an der Universität Oldenburg unter der Leitung von Prof. Dr. Wilfried Belschner und die Deutsche Transpersonale Gesellschaft (Berlin) zukünftig in Lehre und Forschung zusammenarbeiten. Bereits im kommenden Semester soll mit "Transpersonalen Studien" an der Universität begonnen werden - zunächst in einer geschlossenen Ausbildungsgruppe, um die Lehrinhalte, die Lehrmethoden und die Instrumente der Qualitätssicherung der Ausbildung abzustimmen und zu erproben. Zum Sommersemester 1998 ist ein erstes, offenes Kursangebot als berufsbegleitende Weiterbildung vorgesehen.In den Arbeitsfeldern der Psychologie, Medizin, Pädagogik, aber auch den Sozial-, Wirtschafts- und Politikwissenschaften werde zunehmend deutlicher, daß das herkömmlich verwendete Menschenbild unzureichend ist, meint Belschner. Es werde zu oft übersehen, daß Menschen in ihrem Leben nach Sinn suchen und nach Antworten auf die "Urfragen" des Menschseins verlangten: "Wer bin ich? Wozu bin ich in die Welt gekommen? Was sind meine Lebensaufgaben?". Werde der intensiven Suche nach Antworten nicht entsprochen oder blieben sie zu oberflächlich, erlebten die Menschen eine existentielle Leere. Das führe zu vielfältigen schweren seelischen und körperlichen Erkrankungen und abweichendem Verhalten oder auch zu destruktiv und pathologisch wirkenden kulturellen Mustern. Ziel des Weiterbildungsangebots ist es, erfahrbar und erkennbar werden zu lassen, daß die Hinzunahme der transpersonalen Perspektive im individuellen und im öffentlichen Leben sinnstiftend, erfüllend, dem menschlichen Potential angemessen, gesundheitsfördernd, aber auch problemlösend sei. "Und volkswirtschaftlich ist diese Methode schon deshalb lohnend, weil Menschen mit Gefühl für ihren Lebenssinn nicht so krankheitsanfällig sind und besonders kreativ und intensiv arbeiten können," sagte Belschner. Kontakt: Prof. Dr. Wilfried Belschner, Universität Oldenburg, 26111 Oldenburg, Fax: 0441-9706-138, e-mail: belschner@psychologie.uni-oldenburg.de
PersonalieOldenburg. Ulrich Bernath, Leiter der Fernstudienzentrums der Universität Oldenburg, ist erneut zum Koordinator des Europäischen Fernstudienzentrums für den Verbund der Universitäten Bremen, Hamburg, Hildesheim, Lüneburg und Oldenburg gewählt worden. Der Verbund sorgt dafür, daß sämtliche Fernstudienprogramme Europas angeboten werden, so daß auch Interessenten an ausländischen Programmen bedient werden können.
Vortrag "Verfall der Familie"Oldenburg. Prof. Dr. Rosemarie Nave-Herz eröffnet am Montag, 27. Oktober 1997 die Ringvorlesung "Forschungsfelder der Familienwissenschaft" mit einem Vortrag zum Thema "Der Verfall der Familie - eine alte und wieder hochaktuelle Fragestellung". Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr im Bibliothekssaal der Universität Oldenburg, Uhlhornsweg.
Kolloquium Globalisierung und WirtschaftspolitikOldenburg. Mit einem Vortrag zum Thema "Strukturwandel als Triebkraft der Internationalisierung" von Dr. Ingo Schmidt (Göttingen) beginnt am Mittwoch, 22. Oktober das Kolloquium Globalisierung und Wirtschaftspolitik an der Universität Oldenburg. Die bis 17. Dezember jeweils mittwochs, 20.00 Uhr, in Raum 1 am Universitätsstandort Birkenweg 3 stattfindende Vortragsreihe wird vom Institut für Volkswirtschaftslehre II und Statistik am Fachbereich Wirtschafts- und Rechtswissenschaften veranstaltet und von dem Ökonomen Prof. Dr. Klaus Schüler koordiniert. Am 29. Oktober hält Prof. Dr. Carles Ossorio-Capella (Oldenburg) einen Vortrag mit dem Titel "Globalisierung der Dritten Welt".Kontakt: Prof. Dr. Klaus W. Schüler, Institut für Volkswirtschaftslehre II und Statistik, Fachbereich Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Tel.: 0441/798-8313 oder -8227, Fax: 0441/798-8228.
Schuberts Winterreise zu Daxners 50. GeburtstagOldenburg. Schuberts Winterreise steht auf dem Programm eines öffentlichen Konzertes, das Prof. Dr. Michael Daxner, Präsident der Universität Oldenburg, am kommenden Sonntag, 26. Oktober, 16.00 Uhr, Aula der Universität, anläßlich seines 50. Geburtstages veranstaltet. Der Düsseldorfer Bariton Christoph Schotenröhr wird dabei von Daxners Kollegen Prof. Dr. Heinz Bauer, Präsident der Universität Gießen, am Klavier begleitet. Er würde sich über viele Besucher freuen, die er nicht alle habe schriftlich einladen können, sagte Daxner dazu. Auf Geschenke verzichtet der Präsident ausdrücklich. Statt dessen hofft er auf Spenden für die Peter-Waskönig-Stiftung, die sich die Förderung von besonders begabten Studierenden zum Ziel gesetzt hat.
Multimedia auf der KIBUMOldenburg. Auf der diesjährigen Kinder- und Jugendbuchmesse (KIBUM), die vom 8. bis 18. November im Kulturzentrum PFL stattfindet, soll auch die multimediale Literatur für Kinder und Jugendliche präsentiert werden. Für Literatur auf CD-ROM oder aus den Netzen braucht die KIBUM allerdings alljährlich die neueste Technik. Diese nur für die KIBUM zu kaufen, ist nach Auskunft der Veranstalter unökonomisch, da die Systemänderungen, die zunehmenden Anforderungen an Grafik, Video und Ton jeweils die neueste Technik fordern. Zur großen multimedialen Eröffnungsshow im letzten Jahr konnte die Ausstellung und Präsentation von Lernsoftware, Kinder- und Jugend-CD-ROMs sowie Internetangebote nur durch ein großzügiges Sponsoring Oldenburger Unternehmen und Geschäftsleute gesichert werden.Auch in diesem Jahr wird die Universitätsbibliothek einen Teil ihrer Hardware zur Verfügung stellen. Doch die vielen Neuerscheinungen auf dem Multimediamarkt lassen sich der Öffentlichkeit nur präsentieren, wenn sich wieder Firmen der Stadt und des Umlandes beteiligen. Die OrganisatorInnen rufen Firmen und Privatpersonen, die in diesem Herbst neue PCs oder Workstations kaufen, auf, diese für zwei Wochen im November der KIBUM zur Verfügung zu stellen. Benötigt werden insbesondere Multimedia-PCs unter Windows `95 mit guter Grafikauflösung, CD-ROM-Laufwerk, Soundkarte und Lautsprechern sowie Farbdrucker. Die VeranstalterInnen versichern, daß alles neuwertig und sauber zurückgegeben wird. Auch Geldspenden sind erwünscht, damit die Verbrauchs- und Anschlußgebühren finanziert werden können. Die Spenden können an den für diesen Zweck gegründeten gemeinnützigen Verein MEDIA (Raiffeisenbank Oldenburg eG, Konto Nr. 90 42 600 00, BLZ 280 602 28) überwiesen werden. Wer Leihgeräte zur Verfügung stellen kann, sollte sich mit dem Leiter der Universitätsbibliothek, Hermann Havekost (Tel.: 0441/798-4000), oder der Leiterin der Stadtbibliothek, Christiane Cordes (Tel.: 0441/235-3001) in Verbindung setzen.
Kompositionspreis des Universitäts-Chors an Christopher Brandt Oldenburg. Im 4. Kompositionswettbewerb des Hochschulchors der Universität Oldenburg wurde der Hauptpreis an Christopher Brandt (Frankfurt a.M./Bremen) für sein Werk "Celsus" vergeben. Das Werk trägt die Bezeichnung "Kleines weltliches Konzert nach Texten von Carl von Ossietzky für zwei Sprechstimmen, Chor und Instrumente" und soll im nächsten Sommersemester vom Chor der Universität unter der Leitung von Manfred Klinkebiel uraufgeführt werden. Shigeru Kan-no (Stuttgart) erhielt einen Anerkennungspreis für die Komposition "Carl von Ossietzky" für gemischten Chor und Flügel. Kontakt: Manfred Klinkebiel, Fachbereich 2 Kommunikation/Ästhetik, Tel.: 0441/85823
Multimedia auf der KIBUM Oldenburg. Auf der diesjährigen Kinder- und Jugendbuchmesse (KIBUM), die vom 8. bis 18. November im Kulturzentrum PFL stattfindet, soll auch die multimediale Literatur für Kinder und Jugendliche präsentiert werden. Für Literatur auf CD-ROM oder aus den Netzen braucht die KIBUM allerdings alljährlich die neueste Technik. Diese nur für die KIBUM zu kaufen, ist nach Auskunft der Veranstalter unökonomisch, da die Systemänderungen, die zunehmenden Anforderungen an Grafik, Video und Ton jeweils die neueste Technik fordern. Zur großen multimedialen Eröffnungsshow im letzten Jahr konnte die Ausstellung und Präsentation von Lernsoftware, Kinder- und Jugend-CD-ROMs sowie Internetangebote nur durch ein großzügiges Sponsoring Oldenburger Unternehmen und Geschäftsleute gesichert werden. Auch in diesem Jahr wird die Universitätsbibliothek einen Teil ihrer Hardware zur Verfügung stellen. Doch die vielen Neuerscheinungen auf dem Multimediamarkt lassen sich der Öffentlichkeit nur präsentieren, wenn sich wieder Firmen der Stadt und des Umlandes beteiligen. Die OrganisatorInnen rufen Firmen und Privatpersonen, die in diesem Herbst neue PCs oder Workstations kaufen, auf, diese für zwei Wochen im November der KIBUM zur Verfügung zu stellen. Benötigt werden insbesondere Multimedia-PCs unter Windows `95 mit guter Grafikauflösung, CD-ROM-Laufwerk, Soundkarte und Lautsprechern sowie Farbdrucker. Die VeranstalterInnen versichern, daß alles neuwertig und sauber zurückgegeben wird. Auch Geldspenden sind erwünscht, damit die Verbrauchs- und Anschlußgebühren finanziert werden können. Die Spenden können an den für diesen Zweck gegründeten gemeinnützigen Verein MEDIA (Raiffeisenbank Oldenburg eG, Konto Nr. 90 42 600 00, BLZ 280 602 28) überwiesen werden. Wer Leihgeräte zur Verfügung stellen kann, sollte sich mit dem Leiter der Universitätsbibliothek, Hermann Havekost (Tel.: 0441/798-4000), oder der Leiterin der Stadtbibliothek, Christiane Cordes (Tel.: 0441/235-3001) in Verbindung setzen.
"Studium und Qualifikation" Oldenburg. "Studium und Qualifikation" ist das Thema einer Podiumsdiskussion, die am Donnerstag, 23. Oktober, 16.00 Uhr, im Vortragssaal der Universitätsbibliothek am Uhlhornsweg stattfindet. Veranstalter sind das Projekt "Studierende und Arbeitswelt" und die studentische Transferstelle Campus Concept e.V. der Universität Oldenburg sowie die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer. Die Podiumsdiskussion gibt Studierenden aller Fächer die Möglichkeit, sich über die Anforderungen der Arbeitswelt zu informieren und mit Fachleuten über Einstellungskriterien, Schlüsselqualifikationen und Bewerbungsverfahren zu diskutieren. Nach einem einführenden Vortrag von Fritz Grupe (Kienbaum Personalberatung) diskutieren Jürgen Lehmann (Arbeitgeberverband Oldenburg), Roland Dupák (Arbeitsamt Oldenburg), Helmut Schulte (Hüppe Form GmbH), Günter Famulla (Paritätische Niedersachsen e.V.) mit dem Publikum Fragen zum Berufseinstieg. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Herbert Schwab (Universität Oldenburg). Die Veranstaltung wird von der Universitätsgesellschaft, der Oldenburgischen Landesbank und dem Arbeitsamt unterstützt. Kontakt: Sigrid Krauledat, Projekt "Studierende und Arbeitswelt", Universität Oldenburg, Tel.: 0441/798-2353, Fax: 0441/798-2325
Seminar "Neurolinguistische Programmierung"Oldenburg. Im Seminar "Neurolinguistische Programmierung (NLP) und Erwachsenenbildung", das am 31. Oktober und 1. November im Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Universität Oldenburg stattfindet, sind noch einige Plätze frei.Die Gedanken und Ideen des NLP haben in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen Einfluß gefunden. Auch in der Erwachsenenbildung wird diese Methode eingesetzt und kann für die pädagogische Arbeit ein Gewinn sein. Viele reden über NLP - was das aber genau ist, das wissen die wenigsten. In dem Seminar, das Bestandteil der Fortbildungsreihe "NQ - Qualifizierung für eine lehrende Tätigkeit in der Erwachsenen- und Weiterbildung" ist, sollen Einsatzmöglichkeiten in der Erwachsenenbildung demonstriert und geübt werden. Nähere Informationen: ZWW, Tel. 0441/798-4420 oder -2275. Kontakt: Dr. Christiane Brokmann-Nooren, ZWW, e-mail: brokmann.christiane@zww.uni-oldenburg.de, Tel.: 0441/798-4420
Ab sofort 73 Stunden-Woche in der UnibibliothekOldenburg. Die Bibliothek der Universität Oldenburg hat ihre Öffnungszeiten ausgedehnt und damit Konsequenzen aus einer Befragung in diesem Jahr unter den BenutzerInnen gezogen. Ab sofort sind die Türen montags bis freitags von 9.00 bis 22.00 Uhr (bisher 21.00 Uhr) und samstags von 10.00 bis 18.00 Uhr (bisher 14.00 Uhr) geöffnet. Für die Bereichsbibliothek Mathematik und Naturwissenschaften am Standort Wechloy gelten von montags bis freitags die Öffnungszeiten 9.00 bis 20.00 Uhr (bisher 10.00 bis 20.00 Uhr).Nach Angaben der Bibliotheksleitung liegt Oldenburg im Bereich der Öffnungszeiten in der Spitzengruppe deutscher Universitätsbibliotheken. Möglich sei die Verlängerung der Öffnungszeiten vor allem durch die Bereitschaft des Personals gewesen, die Erweiterung mitzutragen. Kontakt: Ralph Gätke, Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg, Tel.: 0441/798-4027, Fax: 0441/798-4040, e-mail: gaetke@bis.uni-oldenburg.de, http://www.bis.uni-oldenburg.de
Belschner in Vorstand gewähltOldenburg. Prof. Dr. Wilfried Belschner, Psychologe mit dem Schwerpunkt Gesundheitsforschung am Fachbereich 5 Philosophie, Psychologie, Sportwissenschaft, wurde auf der 10. Jahreskonferenz der Deutschen Transpersonalen Gesellschaft in Berlin in den Vorstand gewählt. Belschner entwickelt zur Zeit in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft ein Aus- und Weiterbildungsangebot "Transpersonale Studien" an der Universität Oldenburg.
Acht Studenten wurden ausgezeichnetOldenburg. Acht StudentInnen hat heute die Vizepräsidentin der Universität, Ina Grieb, für hervorragende Leistungen während ihres Studiums ausgezeichnet. Die Preise sind mit einer Geldprämie von je 1.000 DM verbunden, die von der Oldenburger Wirtschaft und der Universitätsgesellschaft Oldenburg gespendet wurden. Bei den Ausgezeichneten handelt es sich um Doris Blackstein (Mathematik), Hauke Denker (Geschichte), Sonja Firker (Musik), Matthias Gluhodedow (Biologie), Ulla Halbes (Chemie), Heike Hamburger (Wirtschaftswissenschaften), Roland Radtke (Informatik) und Maike Zillmann (Sonderpädagogik).
Forum Mitteleuropa - OsteuropaOldenburg. "Jüdische Autoren des 20. Jahrhunderts in und aus Ostmitteleuropa" ist das Thema der Ringvorlesung im Wintersemester 1997/98 und Sommersemester 1998, die gemeinsam vom Bundesinstitut für ostdeutsche Kultur und Geschichte und der Universität Oldenburg veranstaltet wird. In dieser Vortragsreihe werden u.a. deutsche, österreichische, polnische und russische Autoren jüdischer Abstammung vorgestellt. Die Ringvorlesung beginnt am Dienstag, 28. Oktober, um 18.15 Uhr im Bibliothekssaal, mit dem Vortrag "Elias Canetti - das Selbstbewußtsein des Außenseiters" von Dr. Johannes G. Pankau (Oldenburg).Kontakt: Prof. Dr. Hans-Henning Hahn, Historisches Seminar, Tel.: 0441 / 798-2396 und Dr. Jens Stüben, Tel.: 0441/9 61 95 15
VDE-Preis für Oldenburger InformatikerOldenburg. Die beiden jungen Diplominformatiker der Universität Oldenburg, Lars Kruse und Martin Radetzki, sind vom Verband Deutscher Elektrotechniker (VDE ) für hervorragende Diplomarbeiten mit einem Förderpreis ausgezeichnet worden. Die beiden Arbeiten wurden am Fachbereich Informatik bei Prof. Dr. Wolfgang Nebel angefertigt und beschäftigen sich mit der Herstellung von "Werkzeugen" für den Entwurf stromsparender Mikrochips. Die Preise werden den Informatikern, die inzwischen beim Informatikinstitut OFFIS beschäftigt sind, vom Vorsitzenden des VDE Oldenburg, Jürgen Schuler, im Rahmen der Absolventenfeier des Fachbereich Informatik am 17. Oktober 1997, 18.00 Uhr (Vortragssaal der Bibliothek) überreicht. Insgesamt wird Dekan Prof. Dr. Wolfgang Nebel 70 DiplominformatikerInnen sowie DoktorandInnen und Habilitierte des letzten Studienjahrs verabschieden. Neben Nebel wird auch der Oldenburger Absolvent Heiko Stock über seine Berufserfahrungen als Informatiker bei einem großen Softwareunternehmen sprechen.Kontakt: Prof. Dr. Wolfgang Nebel, Tel.: 798-4519. Am Freitag, 17. Oktober 1997, 17.45 Uhr, - unmittelbar vor der AbsolventInnenfeier - besteht die Möglichkeit, mit den Preisträgern Lars Kruse und Martin Radetzki zu sprechen.
"Mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung im internationalen Vergleich"Oldenburg. Über die "mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung im internationalen Vergleich" spricht am Montag, 20. Oktober 1997 (18.00 Uhr, Bibliothekssaal) der Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, Prof. Dr. Jürgen Baumert. Baumert referiert über die von ihm mitverfaßte Untersuchung über Schulleistungen ausgewählter Jahrgangsstufen in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ringvorlesung "Bildung in der gesellschaftlichen Entwicklung" des Fachbereichs 1 Pädagogik statt.Kontakt: Prof. Dr. Friedrich W. Busch, Institut für Erziehungswissenschaften I, Tel.: 0441/798-4909
Brumsack als Gastwissenschaftler in JapanOldenburg. Prof. Dr. Hans-Jürgen Brumsack, Mikrobiogeochemiker am Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg, lehrt und forscht bis Ende November 1997 als Gastwissenschaftler am National Institute of Radiological Sciences (Ibaraki, Japan). Brumsack ist Leiter der Arbeitsgruppe Mikrobiogeochemie des ICBM.
Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Armin MruckOldenburg. Prof. Dr. Armin Mruck, Historiker an der Towson State University (Maryland, USA) und häufig Gastprofessor an der Universität Oldenburg, wurde für seine Verdienste um den Studentenaustausch und als "Vermittler zwischen Deutschen und Amerikanern" mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Mruck setzte sich für die engen Beziehungen und Austauschprogramme der Universitäten Oldenburg und Towson ein und richtete in Maryland ein Clearingcenter ein, das den gesamten Austausch zwischen der Universität Oldenburg und allen US-Partnerhochschulen koordiniert und vorbereitet.
Universitätsabsolventen für die RegionOldenburg. "Wie gut fühlen Sie sich durch Ihre Ausbildung an der Universität Oldenburg auf berufliche Aufgabenfelder vorbereitet?" "Entspricht Ihre Tätigkeit Ihrem Studium?" "Erwarten Sie, Ihre beruflichen Ziele verwirklichen zu können?" Diese und weitere Fragen hat die Universität Oldenburg ihren AbsolventInnen der Studienjahre 1991/92 bis 1994/95 im Rahmen einer Studie "Befragung Oldenburger Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen 1991 - 1995" gestellt.Dabei zeigte sich u.a., daß ein hoher Prozentsatz der UniversitätsabsolventInnen in Nordwestdeutschland eine adäquate Stelle gefunden hat. Für die Studie, die erstmals erstellt wurde, wurden insgesamt 2972 AbsolventInnen per Post 27 Fragen zu ihrer jetzigen Beschäftigungssituation und zur rückblickenden Bewertung der Qualität ihrer Ausbildung an der Universität und ihrer Studiensituation gestellt, 978 der AbsolventInnen (32,9 %) antworteten. Mit der Studie sollten Informationen zur Verbesserung von Studienbedingungen gewonnen werden. Die Befragung wird in Zukunft von den einzelnen Fachbereichen im Rahmen ihrer Selbstevaluation fortgesetzt und regelmäßig wiederholt. Nach der Studie sind 83 % der AbsolventInnen berufstätig (einschl. Referendariat, Trainee, Volontariat, Teilzeit etc. und einschl. 10 % DoktorandInnen auf Qualifikationsstellen ), 8 % sind z.B. in Weiterbildungsmaßnahmen, nur 8 % sind arbeitssuchend. Trotz häufig schwieriger Berufsstartphase sind viele Ehemalige optimistisch: 46 % sind sicher, ihre beruflichen Ziele verwirklichen zu können, 19 % haben dies bereits erreicht, nur 6 % glauben nicht daran. Insgesamt 61 % der Befragten arbeiten nach ihrem Abschluß in Nordwestdeutschland (Postleitzahlbereiche 26 Oldenburg/Nordwesten: 37 %, 27 Bremen und 28 Bremerhaven: 15 %, 49 Osnabrück/Vechta: 9 %). Von den beschäftigten AbsolventInnen befinden sich 40 % in unbefristeten Vollzeitarbeitsverhältnissen. Weitere 28 % sind zwar vollzeit, aber befristet beschäftigt. 26 % arbeiten in Teilzeit, mehrheitlich befristet. 50 % üben nach eigenen Angaben "verantwortungsvolle Tätigkeiten" aus, 8 % sind in Führungspositionen. Über die Hälfte (56 %) der Beschäftigten ist im öffentlichen Dienst tätig, 32 % arbeitet in der privaten Wirtschaft, weitere 12 % in nicht-gewinnorientierten Organisationen. Die Suchzeit bis zur ersten Stelle war meist kurz: 51 % treten die erste Stelle innerhalb von drei Monaten nach dem Examen an, weitere 25 % innerhalb eines halben Jahres. Für 54,9 % der Befragten ist die durch das Studium erlangte Qualifikation wichtige Voraussetzung für ihre Beschäftigung. Praxiserfahrung (70,1 %) und Kommunikations- (73,9 %) und Organisationsfähigkeit (75 %) werden als besonders wichtig eingeschätzt. An der Vermittlung solcher Qualifikationen, die nicht zu den traditionellen durch Universitäten vermittelten Studieninhalten zählen, üben die Ehemaligen die größte Kritik: Nur 25,4 % fühlen sich im Bereich Praxiserfahrung durch die Universitätsausbildung gut oder mittelmäßig vorbereitet, 50,7 % bzw. 58 % in den Bereichen Kommunikations- und Organisationsfähigkeit. Bei der Beurteilung der Studiensituation verteilten die AbsolventInnen besonders viel Lob. Die typischen Vorzüge der Universität wie Überschaubarkeit (73,4 %) und der gute Kontakt der Studierenden untereinander (65,1 %) werden positiv beurteilt. Das Studienumfeld (Freizeitangebot, Atmosphäre an der Universität und in der Stadt Oldenburg) haben 90 % der AbsolventInnen in guter Erinnerung. Auch die Qualität der Bibliothek (59,6 %), der Kontakt zu den Lehrenden (53,2 %) und die Größe der Lehrveranstaltungen (40,7 %) werden überwiegend positiv beurteilt. Den guten Erfahrungen an der Universität entsprechend pflegt ein erheblicher Teil der Ehemaligen weiterhin Kontakte zur Universität: 52 % nutzen weiterhin die Universitätsbibliothek und 28 % haben noch persönlichen Kontakt zu Lehrenden. Insgesamt 72 % sind an einem Kontakt zur Universität interessiert. "Die Studie zeigt, daß die Universität der Region ein außerordentlich hohes Potential an hochqualifizierten Arbeitskräften zur Verfügung stellt", sagte der Leiter des Dezernats Universitätsentwicklungsplanung, Forschungs- und Förderungsangelegenheiten der Universität, Yorck Hener, auf einer Pressekonferenz. Bezug: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg - Der Präsident - Dezernat 5 Universitätsentwicklungsplanung, Forschungs- und Förderungsangelegenheiten (26111 Oldenburg), Befragung Oldenburger Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen 1991 - 1995, Reihe Hochschulentwicklungsplanung, Heft 37, 10 DM, 89 Seiten. Kontakt: Yorck Hener, Dezernat 5 Universitätsentwicklungsplanung, Forschungs- und Förderungsangelegenheiten, Universität Oldenburg, Tel.: 0441/798-2467, Fax: 0441/798-2452, e-mail: hener@admin.uni-oldenburg.de
PersonalieOldenburg. Prof. Dr. Thomas Höpner, Hochschullehrer für Biochemie am Fachbereich 7 Biologie und am Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg und gleichzeitig Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Meeresforschung (DGM), eröffnet am 10. Oktober im Geomatikum Hamburg den DGM-Kongreß "Meeresforschung 2000 Oceanography" und ist Chairman des Themenbereichs "Nationale und europäische Meeresforschungspolitik".
PersonalieOldenburg. Dr. Uwe Schneidewind (31) hat die Verwaltung einer Professur für Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Produktionswirtschaft und Umwelt am Institut für Betriebswirtschaftslehre I der Universität Oldenburg übernommen. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Köln und HEC/Paris arbeitete er als strategischer Unternehmensberater im Bereich Umweltmanagement bei der Beratungsfirma Roland Berger & Partner. Von 1992 bis 1997 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter am Institut für Wirtschaft und Ökonomie der Universität St. Gallen, wo er auch promovierte. Seine dort eingereichte Habilitationsschrift trägt den Titel "Die Unternehmung als strukturpolitischer Akteur".
Prof. Dr. Ursel Petersen im RuhestandOldenburg. 31 Jahre hat Prof. Dr. Ursel Petersen in Oldenburg in der Sportlehrerausbildung gewirkt. 1966 als Dozentin an die Pädagogische Hochschule berufen und dann an der Universität Oldenburg zur Professorin ernannt, prägte sie mehrere Generationen von SportpädagogInnen. Am 1. Oktober wurde sie emeritiert.Petersen studierte an der Pädagogischen Hochschule in Braunschweig und erwarb durch ein ergänzendes sportwissenschaftliches Studium an der Sporthochschule Köln die Realschullehrerfakultas. Während der folgenden Assistentinnentätigkeit im Sport an der PH Braunschweig studierte sie gleichzeitig an der Technischen Hochschule Psychologie und übernahm danach eine Assistentinnenstelle für Psychologie an der PH in Göttingen. Ein Jahr später folgte sie dem Ruf auf die Dozentur für Sporterziehung in Oldenburg, wo sie auch promovierte. Schwerpunkte ihrer Forschungsarbeiten waren das Bewegungs- und Spielverhalten von Kindern im Grundschulalter und das unterrichtliche Handeln von LehrerInnen im Schulsport. Dabei ging es Ursel Petersen immer um die pädagogische Zielstellung, bei Kindern und Jugendlichen eine überdauernde Sportmotivation zu fördern. Die wesentliche Bedingung dafür sah sie in der Entwicklung eines Lehrverständnisses, das die Autonomie von SchülerInnen berücksichtigt, vor allem aber auf die Herausbildung eines positiven Selbstbewußtseins abzielt. Hier hat sie grundlegende Beiträge geliefert. Mehrfach wurde sie in die niedersächsischen Richtlinienkommissionen berufen und hat dort maßgeblich Einfluß nehmen können. Die Zusammenarbeit mit der Schule hat sie nie aufgegeben. Bis in die heutigen Tage sind Berichte von Praktika und Projekten ein lebendiges Zeugnis ihres engagierten Wirkens - auch in der Lebenswirklichkeit der Schule.
Ökonomie-Zeitschrift für russische LehrerOldenburg. "Ökonomie in der Schule" heißt eine russischsprachige Zeitschrift, die im Rahmen eines Kooperationsprojektes vom Institut für ökonomische Bildung der Universität Oldenburg und von der Universität Novosibirsk neu herausgegeben wird. Leiter des Projekts ist der Didaktiker Prof. Dr. Hans Kaminski. Zielgruppe der neuen Zeitschrift sind LehrerInnen an den allgemeinbildenden Schulen in Rußland, die zur Erteilung von Wirtschaftsunterricht qualifiziert werden sollen. Dazu soll die Zeitschrift neben fachwissenschaftlichen Inhalten auch Hilfen für den Unterricht vermitteln. Pro Jahr sind vier Ausgaben vorgesehen.Im Juni wurde die Nullnummer von "Ökonomie in der Schule" auf einer internationalen Konferenz zu Fragen der ökonomischen Bildung erstmals vorgestellt und ist dort auf großes Interesse gestoßen: Am Ende der Konferenz war sie vergriffen. Inzwischen wurde auch von deutscher Seite finanzielle Unterstützung zugesagt. Das Projekt baut auf Erfahrungen mit der Zeitschrift "arbeiten + lernen/Wirtschaft" in Deutschland auf. Inhaltlich sollen die Besonderheiten des ökonomischen Transformationsprozesses in Rußland besonders berücksichtigt werden. Durch den Transformationsprozeß in Rußland habe sich das Bewußtsein der Bedeutung ökonomischer Bildung deutlich verstärkt, erläutert Kaminski. Schon die jungen Bürger müßten in den allgemeinbildenden Schulen mit Grundsachverhalten des ökonomischen Lebens vertraut gemacht werden. Kontakt: Prof. Dr. Hans Kaminski, Tel.: 0441/798-2651, Dr. Manfred Hübner, Tel.: 0441/798-2650, Institut für ökonomische Bildung, Fachbereich 3 Sozialwissenschaften
PersonalieOldenburg. Prof. Dr. Stefan Müller-Doohm, Hochschullehrer für Interaktions- und Kommunikationstheorie am Institut für Soziologie und Sozialforschung der Universität Oldenburg, hält sich für Studien im Rahmen seines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekts über Werk und Person von Theodor W. Adorno im Oktober an der Universität von Kalifornien (Berkeley) und den Universitäten von Princeton (New Jersey) und Columbia (New York) auf, wo er auch Vorträge über den gegenwärtigen Forschungsstand hält.
Weiterbildung FamilientherapieOldenburg. In der berufsbegleitenden Weiterbildung "Familientherapie als systemisches Handeln im Sozial- und Gesundheitswesen", die vom Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Universität Oldenburg angebotenen wird, sind noch einige Plätze frei. Die bereits zum sechsten Mal durchgeführte dreieinhalbjährige Weiterbildung richtet sich an PsychologInnen, ÄrztInnen, PädagogInnen und SozialarbeiterInnen, die in ihrer Arbeit mit Paaren und Familien therapeutisch tätig sind und mit Hilfe dieser Maßnahme ihre Kompetenzen für eine systemorientierte Förderung und Wiederherstellung psychosozialer Gesundheit erweitern wollen.Informationen: ZWW, Dr. Joseph Rieforth, 26111 Oldenburg, Fax: 0441/798-4411, Tel.: 0441/798-2268 oder -4425, e-mail: rieforth.joseph@zww.uni-oldenburg.de
Hans-Peter Dürr vor ErstsemesternOldenburg. Prof. Dr. Hans-Peter Dürr (68), Träger des alternativen Nobelpreises und zahlreicher anderer wissenschaftlicher Auszeichnungen, wird zur Semestereröffnung am Montag, 13. Oktober 1997, 11.15 Uhr, im großen Hörsaal der Universität in Wechloy vor den StudienanfängerInnen sprechen. Sein Thema: "Wie stellen wir uns auf die Zukunft ein?". Dürr gilt als besonders kritischer Kopf im Wissenschaftsbereich, der wie nur wenige die Verantwortung seiner Zunft für die gesellschaftliche Entwicklung betont.Dürr, der bei Edward Teller in Berkeley (Kalifornien) promovierte und seine Habilitationsschrift bei Werner Heisenberg schrieb, war u.a. Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik und Astrophysik und des Werner-Heisenberg-Instituts für Physik. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er allerdings mehr durch seine Veröffentlichungen und engagierten Auftritte zu den Themen Abrüstung und Friedenssicherung, Energiepolitik, Ökologie und Ökonomie, Entwicklung und Gerechtigkeit bekannt. Kontakt: Dr. Jochen Pade, Fachbereich 8 Physik, e-mail: pade@uwa.physik.uni-oldenburg.de, Tel.: 0441/798-3482
Workshop zur Ausbildung von MediatorenOldenburg. Menschen sollen ihre Konflikte wieder selbst in die Hand nehmen, statt sie den Anwälten und Richtern zu überlassen. Außergerichtliche Konfliktregelung und Vermittlung in Konflikten hat in den letzten Jahren politisch und rechtlich stark an Bedeutung gewonnen, nicht erst seit der Diskussion um eine obligatorische Streitschlichtung bei kleineren zivilrechtlichen Streitigkeiten. Als neues Konzept für die Vermittlung durch eine neutrale dritte Person hat sich auch in Deutschland inzwischen die Mediation durchgesetzt.An der Universität Oldenburg findet am 3. und 4. Oktober der erste bundesweite Workshop zur Ausbildung von MediatorInnen statt, der das breite Spektrum an Konfliktfeldern abdeckt, in denen heute Mediation zum Einsatz kommt. Die über 60 TeilnehmerInnen diskutieren über Ausbildungskonzepte für Mediation u.a. in den Bereichen Familie, Schule, Umwelt und Unternehmen/Organisation. Die politische Bedeutung des Themas zeigt sich daran, daß beispielsweise die Deutsche Bundesstiftung Umwelt im Mai 1997 zwei Millionen Mark für die nächsten vier Jahre zur Verfügung gestellt hat, um die Idee der Umweltmediation weiterzuentwickeln und in Deutschland durchzusetzen. Der Workshop wurde vom Institut für öffentliche Planung, dem Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung und der Interdisziplinären Forschungsstelle Familienwissenschaft vorbereitet und wird von Prof. Dr. Horst Zilleßen geleitet. Kontakt: Prof. Dr. Horst Zilleßen, Institut für öffentliche Planung, Fachbereich 3 Sozialwissenschaften, Tel.: 0441/798-2186, e-mail: horst.zillessen@uni-oldenburg.de
Orientierungswoche mit Sonderveranstaltungen für ausländische StudentInnen und GasthörerInnenOldenburg. Sonderveranstaltungen bietet die Universität Oldenburg für ausländische StudentInnen und GasthörerInnen im Rahmen der Orientierungswoche (6.- 10. Oktober 1997) zum Wintersemester 1997/98. Das Akademische Auslandsamt (AAA) bemüht sich, mit Campus-Rundgängen, einer Stadtralley und Behördengängen mit Begleitung ausländische StudentInnen möglichst schnell mit dem neuen Umfeld vertraut zu machen. Den Abschluß bildet am Freitag, 10. Oktober, 20.00 Uhr, Mensa-Foyer, eine "Internationale Fete" zum Kennenlernen.Bei der Eröffnungsveranstaltung für Gasthörende am Montag, 6. Oktober, 11.00 Uhr, im Vortragssaal der Bibliothek berichten u.a. ältere Studierende über ihre Erfahrungen im Studium generale. Am Nachmittag um 14.00 Uhr gibt es eine Bibliotheksführung, einen Tag später, ebenfalls um 14.00 Uhr, einen Uni-Erkundungsgang. Treffpunkt ist jeweils der Vorraum der Bibliothek um 14.00 Uhr. Anmeldungen für das Gasthörerstudium, das auch Personen ohne Abitur offensteht, nimmt noch bis zum 15. Oktober das Immatrikulationsamt (Ilka Kehrer, Tel.: 0441/798-2515) entgegen. Kontakt: Birgit Bruns, Akademisches Auslandsamt, Tel.: 0441/798-2478, und Dr. Christiane Brockmann-Nooren, Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung, Tel: 0441/798-4420 Letzte Änderung: 5. November 1997 |
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· Redaktion: Ralf Thiele
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