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Pressedienst: Februar 1998
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  • 27. Februar 1998/59/98
  • Internet für Frauen

    Oldenburg. In der männlich geprägten Computerwelt verhalten sich Frauen häufig zurückhaltender als Männer und schmälern dadurch ihre Möglichkeiten, Einfluß auf die Entwicklung von Technik und Inhalten zu nehmen. Um diesem Trend entgegenzuwirken und Frauen zu ermutigen, den Zugang zu elektronischen Medien stärker zu nutzen, bietet das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Informatik der Universität Oldenburg die mehrteilige Fortbildungsreihe "Internet für Frauen" an. Thema sind u.a. e-mail, online-Konferenzen und World Wide Web (www). Der erste Kurs findet am 27./28. März statt (Wiederholung 24./25. April), Termine für Vertiefungskurse: 15./16. Mai und 19/20. Juni. Nähere Informationen: ZWW der Universität Oldenburg, Tel. 0441/798-4420 oder -2275.

  • 26. Februar 1998/58/98
  • Naßmacher in Südafrika

    Oldenburg. Prof. Dr. Karl-Heinz Naßmacher, Politikwissenschaftler am Fachbereich 3 Sozialwissenschaften der Universität Oldenburg, hat auf Einladung des International Institute for Democracy and Electoral Assistance, Stockholm, als ausländischer Berater an einer Allparteien-Konferenz in Kapstadt teilgenommen. Veranstalter war die Unabhängige Wahlkommission der Republik Südafrika, die oberste Wahlbehörde des Landes. Im Hinblick auf die für 1999 geplanten Wahlen wurden Organisation und Finanzierung von Wahlen, Wahlkampf und Parteien erörtert.

  • 26. Februar 1998/57/98
  • Oldenburger Universitätsreden zum einhundertsten Mal

    Oldenburg. In diesen Tagen ist die einhundertste Ausgabe der "Oldenburger Universitätsreden" erschienen. Veröffentlicht wird darin eine Vorlesung vom Präsidenten der Universität, Prof. Dr. Michael Daxner, mit Thesen und Diskussionsanstößen zur Reform der Universitäten unter dem Titel "Die Gute Universität". Herausgeber der Reihe, die im Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg erscheint, sind der Pädagoge Prof. Dr. Friedrich W. Busch und Bibliotheksdirektor Hermann Havekost.

    In den Oldenburger Universitätsreden, die 1986 gestartet wurden, erscheinen unveröffentlichte Vorträge sowie kürzere wissenschaftliche Aufsätze von Oldenburger WissenschaftlerInnen und Gästen der Universität, darüber hinaus auch Ansprachen aus aktuellem Anlaß. Obgleich der Reihe von Beobachtern und Kennern der wissenschaftlichen Presse seinerzeit keine Zukunft eingeräumt wurde, ist sie inzwischen zu einem festen Bestandteil der wissenschaftlichen und hochschulpolitischen Öffentlichkeitsarbeit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg geworden.

    Zu den wichtigsten Texten und Reden zählen die von Joist Grolle über seine Neubewertung der Berufsverbote (Nr. 15), die Ausführungen von Willy Brandt zur Nobelpreiskampagne für Carl von Ossietzky (Nr. 20), Robert Jungks "Ermutigungen" für einen kritischen Journalismus (Nr. 21), Gerhard Schröders Geste der Entschuldigung an die Tochter Carl von Ossietzkys im Zusammenhang mit dem Streit um die Namensgebung der Universität (Nr. 47) sowie die Überlegungen des Konstanzer Philosophen Jürgen Mittelstraß zur "Hochschulkultur" (Nr. 49). Auch die Vorträge aus Anlaß von Ehrungen und Auszeichnungen verdienen Erwähnung, etwa die Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Universität an Erwin Fritzsche (Nr. 60) und Horst Milde (Nr. 79) sowie des Titels "Ehrensenator" an Heinz Neumüller (Nr. 86). Bemerkenswert sind ferner die Texte im Zusammenhang mit der Einrichtung der Jüdischen Studien (Nr. 84, Nr. 90 und Nr. 91). Auch die beiden Herausgeber sind als Autoren aufgetreten: Havekost mit einem Vortrag über "Wandlungen in der wissenschaftlichen Information" (Nr. 72), Busch mit einer Analyse der politischen Umbrüche in Osteuropa (Nr. 43) und mit einer Bilanz zur Gründung einer Erziehungswissenschaftlichen Fakultät an der Technischen Universität Dresden (Nr. 57).

  • 25. Februar 1998/56/98
  • DANTE '98 an der Universität Oldenburg

    Oldenburg. Die Frühjahrstagung der Deutschen Anwendervereinigung TeX e.V. (DANTE) findet vom 25. bis 27 Februar 1998 an der Universität Oldenburg statt. Etwa 100 WissenschaftlerInnen aus Deutschland und benachbarten Ländern (England, Niederlande, Tschechien, Schweiz und Österreich) treffen sich zum Erfahrungsaustausch über das wissenschaftliche Textsatzsystems TeX.

    Entwickelt wurde TeX in zehnjähriger Arbeit an der Stanford Universität/Kalifornien von dem amerikanischen Wissenschaftler Prof. Dr. Donald E. Knuth. 1979 stellte Knuth das System der Öffentlichkeit als freie Software zur Verfügung. TeX hat inzwischen nicht nur in der Mathematik und den Naturwissenschaften weltweit viele AnwenderInnen gefunden, sondern wird auch zunehmend für sprachwissenschaftliche Aufgaben eingesetzt (z.B. textkritische Ausgaben von alten Schriften). Durch Zusatzprogramme ist TeX heute vielseitig einsetzbar und für alle gängigen Computersysteme kostenlos verfügbar.

    Die DANTE e.V. ist ein Zusammenschluß von ca. 3.000 AnwenderInnen im deutschsprachigen Raum, die sich zum Ziel gesetzt haben, zusammen mit Partnervereinigungen in vielen anderen Ländern (z.B. USA, England, Niederlande, Frankreich, Tschechien, Rußland) TeX weiterzuentwickeln und seine Benutzerfreundlichkeit zu verbessern.

    Interessierte können sich am Donnerstag, dem 26. Februar, von 9.00 bis 13.00 Uhr im Großen Hörsaal am Standort Wechloy im Rahmen einer Einführung für neue Benutzer von TeX/LaTeX ein Bild von diesem vielseitigen Text-Satzsystem machen. Das Tagungsbüro ist unter Tel. 0171-484-1031 zu erreichen.

    Kontakt: Dr. Konrad Blum, Fachbereich 8 Physik der Universität Oldenburg, Tel.: 0441/798-3212, Fax: -3326, e-mail: kblum@prehp.physik.uni-oldenburg.de

  • 23. Februar 1998/55/98
  • Führungen durch den Botanischen Garten

    Oldenburg. Jeweils am ersten Sonntag im Monat finden ab März bis einschließlich Oktober kostenlose Führungen durch den Botanischen Garten der Universität Oldenburg am Philosophenweg mit seinen mehr als 6.000 Pflanzenarten statt. Die etwa eineinhalb-stündigen Rundgänge werden jeweils von einem Hochschullehrer des Fachbereichs Biologie der Universität geleitet. Treffpunkt ist der Eingangsbereich des Botanischen Gartens am Philosophenweg 41.

    Auf der ersten Führung, die am Sonntag, 1. März, um 10.00 Uhr beginnt, zeigt der Vegetationskundler Prof. Dr. Wolfgang Eber in Zusammenarbeit mit der Pflanzenkundlichen Gesellschaft Oldenburg die Frühblüher des Gartens. Die weiteren Anfangszeiten und thematischen Schwerpunkte sind im Botanischen Garten bei Dr. Albrecht Gerlach unter Tel. 0441/777 654 zu erfragen.

  • 20. Februar 1998/54/98
  • Preis für Oldenburger Historikerin

    Oldenburg. Die Historikerin Eva Tenzer ist für ihre Doktorarbeit mit dem Fritz-Theodor-Epstein-Preis 1998 ausgezeichnet worden. Das Thema der Arbeit, die am Historischen Seminar der Uni-versität Oldenburg entstanden ist, lautete: "Zwischen Krisenmanagement und Diskurs der Dun-kelmänner. Kunstzensur in Polen 1918 -1939". Der Preis, der mit 2.500 DM dotiert ist, wird vom Verband der Osteuropahistoriker (VOH) für herausragende Dissertationen auf dem Gebiet der osteuropäischen Geschichte verliehen. Das Promotionsvorhaben wurde von dem Osteuropahi-storiker Prof. Dr. Hans Henning Hahn betreut. Es handelt sich am Historischen Seminar um die erste Dissertation auf dem hier erst seit wenigen Jahren vertretenen Fachgebiet der osteuropäischen Geschichte. Die Arbeit wird im Laufe des Jahres 1998 im Campus Verlag Frankfurt er-scheinen.

  • 19. Februar 1998/53/98
  • Krisenregion Golf: Ökologische Folgen des Kriegs von 1991 dauern an

    Oldenburg. Die ökologischen Folgen der Ölkatastrophen des letzten Kriegs am Persischen Golf 1991 sind noch nicht ausgestanden, der Zustand der im Golfkrieg durch irakische Öleinleitungen in den Golf verschmutzten saudi-arabischen Küste ist nach wie vor schlecht. Das ist das Fazit der Untersuchungen des Oldenburger Biochemikers Prof. Dr. Thomas Höpner, der die ökologischen Schäden der Ölverschmutzung von Anfang an wissenschaftlich untersucht hat. Höpner reist Ende Februar zum achten Mal in die Region, um die Situation vor Ort zu begutachten.

    Die bis zur Ölkatastrophe kaum erforschte saudi-arabische Golfküste, eine mit dem deutschen Wattenmeer vergleichbare Küste und eine Nahrungsquelle für Vögel ähnlich dem Nordsee-Wattenmeer, wird noch jahrelang in weiten Bereichen von einer Asphaltschicht bedeckt sein, die sich im Laufe der Jahre durch die Sonneneinstrahlung aus der ursprünglichen Ölverunreinigung gebildet hat. Der Irak hatte im Golfkrieg nach heutigen Schätzungen eine Million Tonnen Öl in den Golf eingeleitet, die durch Wind und Strömung auf die Küste getrieben und dort durch die Gezeitentätigkeit zwischen der Hoch- und der Mittelwasserlinie abgelagert wurden.

    "Die verölten Flächen ohne jegliches höhere Leben, auf denen sich teilweise große Bakterienmatten angesiedelt hatten, erweckten den Eindruck, das Ökosystem sei in die frühe Erdgeschichte zurückgestoßen worden", beschreibt Höpner den optischen Eindruck bei seinem letzten Aufenthalt, und: "Der Hauptnahrungsplatz der Vögel ist auf viele Jahre verloren". Von diesen dichten und teilweise sehr großflächigen Matten von Cyanobakterien geht nach wie vor eine der wenigen Hoffnung auf langfristigen Abbau der Asphaltdecken in den nächsten Jahren aus. Die Matten sind allerdings nur dort vorhanden, wo sie wenigstens von Zeit zu Zeit vom Meerwasser überspült werden.

    Maßnahmen zur Beseitigung der Ölschicht und Reinigung der Küste durch saudi-arabische Behörden seien unterblieben und auch nicht in jedem Fall wünschenswert, berichtet Höpner, da die aufwendige Reinigung selbst wieder eine immense Umweltbelastung darstelle, und er resümiert: "Die militärische Wirkung der Öleinleitungen war klein gegenüber den Schäden für die Umwelt". Angesichts der aktuellen krisenhaften Entwicklung am Golf glaubt er zwar nicht an eine Neuauflage der Ölkatastrophe von 1991, aber: "Jeder Krieg ist ein ökologischer Krieg, auch dann, wenn ökologische Schäden nicht das vorrangige Ziel sind", erklärt er.

    Aber auch sonst habe sich auf politisch-administrativer Ebene kaum etwas getan, sagt Höpner. Immer noch gebe es in Saudi-Arabien trotz einer dichten Infrastruktur zur Ölförderung und -verarbeitung kaum Vorkehrungen gegen zivile Ölunfälle. Immer noch wird ein Teil des bei der Ölförderung mitgeförderten Erdgases abgefackelt, immer noch werden Flächen entlang von Pipelines und Straßen mit Rohöl besprüht, um Sandverwehungen zu verhindern. Aufgegeben hat Höpner, der seit 1991 fast jedes Jahr für Forschungen in die Region gereist ist, jedoch nicht: Für das Jahr 2001, zehn Jahre nach dem letzten Golfkrieg, plant er eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme des bisher ersten Falles, in dem Öl als ökologische Waffe eingesetzt worden war. Dabei soll möglichst die Umweltorganisation der Vereinten Nationen UNEP einbezogen werden.

    Kontakt: Prof. Dr. Thomas Höpner, Fachbereich Biologie sowie Institut für Biologie und Chemie des Meeres (ICBM)
    Tel.: 0441/798-3784, Fax: -3791, e-mail: hoepner@biologie.uni-oldenburg.de.
    Prof. Höpner ist für Interviews bis zum 23. Februar und wieder ab 24. März erreichbar.

  • 17. Februar 1998/52/98
  • Gesprächskreis Schule-Universität: Kooperation wird erweitert

    Oldenburg. Am Freitag, den 20. Februar 1998, feiert die LehrerInnenausbildung an der Universität Oldenburg ein denkwürdiges Jubiläum: Der Gesprächskreis Schule - Universität (GSU) tritt zu seiner 100. Sitzung zusammen. Er hat viel dazu beigetragen, daß die Oldenburger LehrerInnenausbildung den Bezug zur Praxis nicht verliert - und damit eins der Markenzeichen der jungen Universität geprägt, das sie weit über Niedersachsen hinaus bekannt gemacht hat.

    Der Gesprächskreis besteht seit 1972. Sein Aufbau stand im direkten Zusammenhang mit dem Modellversuch der Einphasigen Lehrerausbildung (ELAB). Obwohl die Landesregierung 1980 das Auslaufen des Reformmodells verfügte, wurde der Gesprächskreis fortgeführt. Denn die Abstimmung zwischen Schulentwicklung und LehrerInnenbildung ist auch unter den Bedingungen der Zweiphasigen Lehrerausbildung ein zentrales Problem. Im paritätisch besetzten GSU waren von Anfang an die Schulbehörden, die Schulen und die Seminare des Vorbereitungsdienstes auf der einen sowie die Fachbereiche der Universität auf der anderen Seite vertreten.

    Zur 100. Sitzung werden auch zahlreiche ehemalige Mitglieder der GSU und Gäste aus anderen Hochschulen und den zuständigen Ministerien erwartet. In dieser Sitzung sollen nicht nur die Jahre 1972 bis 1997 bilanziert, sondern auch neue Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit in der Region entwickelt werden. Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung wird von Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Daxner und Regierungsvizepräsident Dieter Boll eine neue Vereinbarung zur Durchführung schulpraktischer Studien unterzeichnet. Ziel ist nicht nur eine stärkere Praxisorientierung in der LehrerInnenbildung, sondern zugleich eine Intensivierung der Schul- und Unterrichtsforschung, der Kooperation zwischen den Ausbildungsphasen und der Fort- und Weiterbildung.

    Untrennbar verknüpft ist der Gesprächskreis mit der Einbeziehung von LehrerInnen in den Studienbetrieb an der Hochschule (früher "KontaktlehrerInnen", heute "Mitwirkende LehrerInnen"), mit der Pädagogischen Woche, dem Aufbau der Arbeitsstelle Schulreform (AS) und des Oldenburger Fortbildungszentrums (OFZ) im Zentrum für pädagogische Berufspraxis der Universität. Auch vor diesem Hintergrund ist zu verstehen, daß die Arbeit des Gesprächskreises überregional viel Beachtung findet. Das über Jahre gewachsene "Betriebsklima" im GSU soll in den kommenden Jahren auch zum Aufbau des Didaktischen Zentrums (DIZ) an der Universität Oldenburg und zur Entwicklung neuer Studien-, Lehr- und Forschungsschwerpunkte in der LehrerInnenbildung beitragen.

    Anläßlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung ist Gelegenheit für einen Fototermin mit anschließender Gesprächsmöglichkeit am Freitag, 20. Februar 1988, 10.00 Uhr, Bibliothekssaal (Uhlhornsweg). Zur Verfügung stehen werden u.a. Prof. Dr. Jürgen Heumann (Leiter der Gemeinsamen Kommission für Lehrerausbildung der Universität) sowie Karl-Heinz Uflerbäumer (Leitender Regierungsschuldirektor und Koordinator für die Zusammenarbeit mit den Hochschulen). Kontakt: Detlef Spindler, Zentrum für pädagogische Berufspraxis (ZpB), Tel. 0441/798-3035 oder -3038, Fax -4900.

  • 11. Februar 1998/51/98
  • Prof. Dr. Siegfried Grubitzsch wird neuer Präsident der Universität Oldenburg

    Oldenburg. Der Oldenburger Psychologe Prof. Dr. Siegfried Grubitzsch wird neuer Präsident der Universität Oldenburg. Das Konzil wählte ihn heute im vierten Wahlgang mit 72 von 133 Stimmen. Grubitzsch, der sein neues Amt am 1. Oktober 1998 antritt, setzte sich erfolgreich gegen seine Mitbewerber Prof. Dr. Walter Schmitz (Universität Dresden) und Dr. Hans-Gerhard Husung (Wissenschaftsrat) durch. Er wird Nachfolger von Prof. Dr. Michael Daxner, der seit 1986 die Universität Oldenburg leitet und bereits vor einem halben Jahr auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Auf Schmitz und Husung entfielen 26 bzw. 21 Stimmen.

    Grubitzsch (57) studierte in Mainz und Braunschweig Psychologie und als Nebenfächer Betriebswirtschaft, Politik und Philosophie. Nach seinem Diplom 1967 in Braunschweig war er hier zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter. Seiner Promotion 1972 schloß sich ein erster Ruf an die Pädagogische Hochschule Weinheim an, wo er zwei Jahre lehrte. 1974 wurde er an die neu gegründete Universität Oldenburg berufen, wo er von 1992 bis 1995 Dekan des Fachbereich 5 Philosophie/Psychologie/Sportwissenschaft war und von 1995 bis 1997 das Amt des Vizepräsidenten wahrnahm.

    Daxner wünschte seinem Nachfolger in einem Glückwunschschreiben eine glückliche Hand und viel Unterstützung aus Universität und Region, aber auch Standfestigkeit gegenüber Partikularinteressen.

  • 10. Februar 1998/49/98
  • Konzert des Uni-Chors mit Werken der Renaissance

    Oldenburg. Zum 15. FORUM UNI-CHOR lädt der Chor der Universität Oldenburg am Freitag, 13. Februar, 20.00 Uhr, Aula der Universität, Ammerländer Heerstr., ein. Unter dem Motto "renaissance..." führen der Uni-Chor unter Leitung von Manfred Klinkebiel und als Gäste der Chor "Bureaukreten" der Universität Groningen a-cappella-Werke der franko-flämischen und deutschen Renaissance auf. Musiziert werden u.a. Werke der Komponisten Isaac, Lechner und Senfl. Veranstalter ist das Fach Musik der Universität.

    Instrumentalwerke, auch aus Pop und Moderne, setzen Akzente in dem umfangreichen Programm. Neben den "Bureaukreten" und dem Chor der Universität wirken Nicola Termöhlen (Flöte) und Lars Wilhelmer (Klavier), beide aus Oldenburg, mit. Gesamtleitung und Moderation: Manfred Klinkebiel. Der Eintritt ist frei.

    Kontakt: Manfred Klinkebiel, Tel.: 0441/85823, e-mail: uni-chor@uni-oldenburg.de

  • 10. Februar 1998/48/98
  • Schülerinformationstag Informatik

    Oldenburg. Der Fachbereich Informatik der Universität Oldenburg veranstaltet am Dienstag, 17. Februar 1998, einen ganztägigen Informationstag für Schülerinnen und Schüler der Oberstufen aus dem Raum Weser-Ems und aus Bremen. Schon in den vergangenen beiden Jahren hatten zahlreiche InteressentInnen das Informationsangebot genutzt. Die Nachfrage nach Informatikstudienplätzen ist derweil ungebrochen. So haben sich im vergangenen Jahr 120 StudienanfängerInnen für den Diplomstudiengang Informatik an der Universität Oldenburg eingeschrieben. Damit entfallen fast 50 % aller niedersächsischen InformatikstudienanfängerInnen auf den Standort Oldenburg. Die Arbeitsmarktsituation für InformatikerInnen gilt als günstig. Deshalb dürfte in diesem Berufsfeld die große Nachfrage kaum durch die Anzahl der AbsolventInnen gedeckt werden. Weitere Informationen: Fachbereich Informatik der Universität Oldenburg, Tel.: 0441/798-2043, Fax: -2155, e-mail: ute.vogel@informatik.uni-oldenburg.de.

  • 9. Februar 1998/47/98
  • Fit für die Prüfung - Kompaktkurs zur Examensvorbereitung

    Oldenburg. Unter dem Titel "Fit für die Prüfung" bietet die Psychosoziale Beratungsstelle (PSB) von Studentenwerk und Universität vom 2. bis 6. März 1998 einen Kompaktkurs zur Examensvorbereitung an. Hintergrund sind die Examensängste vieler Studierender, die sich häufig in chaotischen Lernbemühungen auf der einen und Resignation auf der anderen Seite äußern. Der Kurs will nach Angaben der PSB dazu verhelfen, "trotz mancher Ängste das eigene Wissenspotential wirkungsvoll einzubringen und eigene Handlungsmöglichkeiten nicht einfach entgleiten zu lassen". Auf dem Programm stehen u.a. Zeitmanagement, Lern- und Gedächtnisstrategien sowie Umgang mit Streß. Information: Psychosoziale Beratungsstelle, Tel. 0441/798-4400.

  • 9. Februar 1998/46/98
  • Zusammenarbeit mit Torun

    Oldenburg. Eine Zusammenarbeit in der LehrerInnenausbildung wurde jetzt zwischen dem Fachbereich Physik der Universität Oldenburg und dem Institut für Physik an der Nikolaus Kopernikus Universität in Torun/Polen vereinbart. Im Rahmen eines EU-Projekts der Universität Torun soll eine Modellösung für die Mathematik- und PhysiklehrerInnenausbildung in Polen einschließlich einer curricularen Reform ausgearbeitet werden.

    Das TEMPUS-Projekt mit dem Titel "Science-Mathematics Teacher for a New Century" läuft über drei Jahre und hat zum Ziel, durch verbesserte Aus- und Fortbildung die polnischen Mathematik- und PhysiklehrerInnen mit neueren, aktiven Lehrmethoden und mit modernen Lehrmitteln bekannt zu machen. Dazu soll neues Lehr- und Lernmaterial durch Übersetzung oder Überarbeitung von bestehenden westeuropäischen Büchern und Broschüren erprobt und schließlich in ganz Polen eingeführt werden.

    Neben Oldenburg sind auch Institutionen der LehrerInnenausbildung in England (King's College London, Universität Sheffield), Italien (Universität Padua) und Frankreich (Universität Marseille) sowie die "Association for Science Education" und die "Association Europeenne pour une Mathematique Culturelle et Populaire" an dem Projekt beteiligt.

    Kontakt: Dr. Falk Rieß, Tel.: 0441/798-3540, e-mail: falk@ehf.uni-oldenburg.de

  • 9. Februar 1998/45/98
  • Neue Hochschullehrerin für Mathematik

    Oldenburg. Prof. Dr. Kristina Reiss ist als Universitätsprofessorin für die Didaktik der Mathematik an den Fachbereich 6 Mathematik der Universität Oldenburg berufen worden. Reiss studierte Mathematik und Physik an der Universität Heidelberg, wo sie auch promovierte. Nach einigen Jahren im Schuldienst lehrte sie als Wissenschaftlerin bzw. Akademische Rätin bis 1991 an der PH Karlsruhe und als Gastwissenschaftlerin an der Fakultät für Informatik der Universität Karlsruhe, bis 1992 als Professorin an der FH für Technik Stuttgart. Bevor Reiss nach Oldenburg kam, lehrte sie Mathematik und ihre Didaktik an der Bildungswissenschaftlichen Universität Flensburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. kognitive Prozesse beim mathematischen Problemlösen, Computer im Mathematikunterricht und Maschinelles Lernen und Neuronale Netze.

  • 9. Februar 1998/39/98
  • Reinhard Pfennig und sein kunstpädagogisches Konzept

    Oldenburg. Drei Jahre nach dem Tode des Künstlers und Kunstpädagogen Reinhard Pfennig ist eine Arbeit über sein kunstpädagogisches Konzept erschienen. Meinhard Tebben, Schüler und langjähriger Mitarbeiter Reinhard Pfennigs, hebt das in den fünfziger und sechziger Jahren entwickelte Konzept wieder ins Bewußtsein und stellt seine historische und aktuelle Bedeutung in einem Buch* heraus, das beim Oldenburger Verlag Isensee erschienen ist. Maßgeblicher Sponsor des Buches ist die Genossenschaftliche VR-Stiftung Volksbanken Raiffeisenbanken. Geprägt von einem Didaktikverständnis, das Theorie und Praxis als Einheit begreift, entwickelte Pfennig eine Didaktik des Kunstunterrichts, die mehr als jede andere durch Praxisnähe gekennzeichnet war.

    Meinhard Tebben zeichnet in seinem Buch die Ära Pfennig nach und illustriert anhand von Schülerarbeiten Inhalt und Aufbau des Kunstunterrichts: einerseits die gründliche Vermittlung bildnerischer Fähigkeiten in systematischen Schritten, andererseits die experimentelle Auseinandersetzung mit Material in offenen künstlerischen Prozessen. In diesem Spannungsfeld sollten die Schülerinnen und Schüler durch immer neue "Versuche im Bereich der Kunst" ihre Bilderfahrungen sammeln. Als besondere Leistung wird Pfennigs Ansatz gewürdigt, Schülerinnen und Schülern durch Kunstunterricht zum Verständnis der jeweiligen aktuellen Kunst zu verhelfen.

    Selbstkritisch fragt der Autor aber auch danach, welche Auswirkungen ein so verstandener Kunstunterricht hatte. Über viele Jahre verfolgte er den Werdegang ehemaliger Schülerinnen und Schüler und stellte fest, daß er im Regelfall nicht sehr erfolgreich war: "Er bahnte etwas an, was bei den Schülern weder Vergangenheit noch Zukunft hatte; er konnte nicht bildend wirken, weil das, was er bot, nicht in die Lebensgeschichte integriert werden konnte - weder damals noch später." Tebben zieht aus seinen Erfahrungen den Schluß, daß der Unterricht damals die individuellen und sozialen Voraussetzungen des Lernens vernachlässigte und auch die Entfaltungsinteressen der Schüler nicht genügend berücksichtigte.

    Die Grundidee Reinhard Pfennigs, Schülerinnen und Schüler durch Kunstunterricht an der aktuellen Kunst teilhaben zu lassen, stellt Tebben aber nicht in Frage. Im Gegenteil, er plädiert nachhaltig dafür, die von Pfennig entwickelten Elemente intensiver "Versuche im Bereich der Kunst" auf gegenwärtige erziehungswissenschaftliche und kunstpädagogische Erkenntnisse zu beziehen und im Hinblick auf die neuen Kunstentwicklungen zu aktualisieren.

    Reinhard Pfennig wurde 1914 in Berlin geboren, wo er nach dem Abitur Kunstgeschichte, Freie Kunst und Kunstpädagogik studierte. 1948 kam er als Professor für Kunsterziehung an die Pädagogische Hochschule in Oldenburg, wo er sich in den folgenden Jahren zum führenden deutschen Kunstpädagogen entwickelte. Das mit seinem Namen verbundene Konzept der "Erziehung zum bildnerischen Denken" hatte zum Ziel, die Kinder und Jugendlichen über das Verständnis der Gegenwartskunst zur Teilhabe an der Kunst und Kultur ihrer Zeit zu verhelfen. So umstritten wie die Kunst der fünfziger Jahre (Abstraktion, Informell usw.) war damals auch Pfennigs Ansatz, an dem er allerdings unbeirrt festhielt.

    Mit seiner dreifachen Kompetenz als Kunstkenner, Künstler und Kunstlehrer setzte er sich gegen seine Kritiker durch und machte seine Didaktik zusammen mit dem "Kunstpädagogischen Arbeitskreis" zum Standardwerk für den Kunstunterricht der sechziger Jahre, ein Werk, das in seiner Entstehung und Entwicklung der Kunst näher war als jede andere Kunstdidaktik. Als sich aber die Strukturmerkmale der Kunst mit der Pop-art radikal zu verändern begannen, war sein Anspruch, alle neuen künstlerischen Phänomene anhand von Gestaltungsprinzipien für den Kunstunterricht zu erschließen, zunehmend schwerer einzulösen.

    *Meinhard Tebben: Das kunstpädagogische Konzept Reinhard Pfennigs. Geschichte und Gegenwart. Oldenburg 1997. Verlag Isensee. 30 DM

  • 6. Februar 1998/44/98
  • Weiterbildung "Systemische Sozialberatung"

    Oldenburg. Für die 2 1/2-jährige berufsbegleitende Weiterbildung "Systemische Sozialberatung", die im April an der Universität Oldenburg beginnt, können sich InteressentInnen ab sofort bewerben. Die Weiterbildung, die zum siebten Mal stattfindet, richtet sich an Personen, die sowohl in sozialen und pädagogischen Berufsfeldern als auch in Bereich der Gesundheitsarbeit tätig sind.

    Voraussetzung für die Teilnahme ist ein abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium der Fächer Pädagogik, Sozialarbeit oder Sozialpädagogik. Veranstalter ist das Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Universität. Die Bewerbungsfrist endet am 10. April. Weitere Informationen sind erhältlich bei Dr. Joseph Rieforth, ZWW, Tel.: 0441/798-2268 oder -2589, Fax: 0441/798-4411, e-mail: rieforth@hrz1.pcnet.uni-oldenburg.de.

  • 6. Februar 1998/43/98
  • Querdenker Weizenbaum: "Ist es Zeit, Alarm zu schlagen?"

    Oldenburg. Der international renommierte Technologiekritiker Prof. Dr. Joseph Weizenbaum ist am Donnerstag, 12. Februar, zu Gast im Oldenburger Informatikinstitut OFFIS. Auf Einladung der Fachbereiche Informatik und Physik der Universität Oldenburg hält er um 19.00 Uhr, Raum E02 des OFFIS-Gebäudes (Escherweg 2), einen Vortrag mit dem Titel "Ist es Zeit, Alarm zu schlagen?".

    Weizenbaum, eine der herausragendsten Persönlichkeit der Computerbranche, lehrte von 1963 bis zu seiner Emeritierung 1988 "Computer Science" am angesehenen Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA). In dieser Zeit entwickelte sich der Informatiker zu einem vehementen Kritiker einer allzu euphorischen Technisierung, speziell einer Computerisierung der Gesellschaft.

    Internationales Aufsehen erregten Weizenbaums Arbeiten zur Künstlichen Intelligenz, besonders durch das Computerprogramm "Eliza", eine "elektronische Psychiaterin", die mit den Benutzern eine scheinbar intelligente Unterhaltung führt. Zum "Dissidenten und Ketzer der Computerwissenschaft" (Weizenbaum über sich selbst) wandelte sich der Querdenker seit Ende der sechziger Jahre, als er sich immer häufiger mit Auswüchsen und Mystifikationen der Computerwissenschaft wie der Computer-Industrie konfrontiert sah. "Techniker sollen nicht alles machen, was machbar erscheint" wurde zu einem Grundsatz Weizenbaums.

    Weizenbaum wurde 1923 als Kind jüdischer Eltern in Berlin geboren und mußte 1936 mit seinen Eltern in die USA emigrieren. Nach seinem Mathematikstudium an der Wayne-Universität in Detroit arbeitete er dort führend am Entwurf und Bau eines der weltweit ersten Computer sowie an der Entwicklung von Computersprachen und Computerprogrammen mit.

    Interviewgelegenheit mit Prof. Weizenbaum: Donnerstag, 12. Februar, 18.30 Uhr (vor dem Vortrag), OFFIS, Escherweg 2, Raum D 21 (Prof. Weizenbaum spricht deutsch). Kontakt: Prof. Dr. Ernst-Rüdiger Olderog, Fachbereich Informatik, Tel.: 0441/798-2439, e-mail: olderog@informatik.uni-oldenburg.de

  • 6. Februar 1998/42/98
  • Zusammenarbeit über die Grenze

    Oldenburg. Für eine Kooperation mit der Universität Oldenburg hat das niederländische Kultusministerium der Noordelijke Hoogeschool in Leeuwarden (Niederlande) einen Förderbeitrag von insgesamt 120.000 Gulden zugesagt. Damit sollen für die DeutschstudentInnen in den Niederlanden und die Studierenden von Deutsch als Fremdsprache an der Universität Oldenburg gemeinsame Studienelemente entwickelt und erprobt werden. Den zukünftigen DeutschlehrerInnen der Niederlande wird dadurch ermöglicht, am Fernstudienzentrum der Universität Oldenburg das internationale Zertifikat "Fremdsprachlicher Deutschunterricht in Theorie und Praxis" des Goethe-Instituts zu erwerben. Fernziel ist, daß die besten niederländischen AbsolventInnen den Magisterabschluß im Fach Germanistik / Deutsch als Fremdsprache der Universität Oldenburg machen können.

    Kontakt: Prof. Dr. Wilfried Stölting-Richert, Institut für Bildung und Kommunikation in Migrationsprozessen (IBKM), e-mail: zenk@hrz1.pcnet.uni-oldenburg.de, Tel.: 0441/798-2481, Fax: 0441/798-2239

  • 6. Februar 1998/41/98
  • Über den zweiten Bildungsweg an Uni oder Fachhochschule

    Oldenburg. Über Abendgymnasium, Kolleg und Z-Prüfung drei verschiedene Wege, eine Hochschulzugangsberechtigung zu erwerben informiert eine Veranstaltung in der Universität Oldenburg. Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, 10. Februar, 18.15 Uhr, Bauteil A1 am Uhlhornsweg, Raum 0-007. VertreterInnen verschiedener Weiterbildungseinrichtungen stellen die Voraussetzungen und Anforderungen der drei Zugangswege dar. Veranstalter ist das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) an der Universität.

  • 5. Februar 1998/38/97
  • Ehrenpromotion für August Schick

    Oldenburg. Prof. Dr. August Schick, Psychoakustiker an der Universität Oldenburg, ist mit der Ehrendoktorwürde der Baltisch-Technischen Staatsuniversität St. Petersburg ausgezeichnet worden. Die russische Universität würdigte damit nicht nur Schicks große Verdienste um die "Psychologische Akustik in der Lärmbekämpfung", sondern dankte ihm auch für die Unterstützung beim Aufbau der Akustikforschung in St. Petersburg und zahlreichen Instituten und Akademien der Wissenschaft in Rußland. Der Wissenschaftler ist u.a. Redaktionsmitglied bei den an der Technischen Universität erscheinenden Fachzeitschriften "Noise Abstracts and Reviews" und "International Journal of Acoustics and Vibration". Schick, der 1974 an die Universität Oldenburg berufen wurde, erhielt bereits mehrfach internationale Auszeichnungen - so unter anderem den japanisch-deutschen Forschungspreis und den Forschungspreis der japanischen Gesellschaft für Akustik.

    Kontakt: Prof. Dr. August Schick, Institut für Mensch-Umwelt-Beziehungen der Universität Oldenburg, Tel.: 0441/9706-518

  • 5. Februar 1998/37/98
  • Neuer Institutsvorstand

    Oldenburg. Prof. Dr. Rolf Meinhardt ist zum Direktor des Instituts für Bildung und Kommunikation in Migrationsprozessen (IBKM), Universität Oldenburg, gewählt worden. Meinhardt studierte Pädagogik, Politische Wissenschaft, Soziologie und Geschichte an der Universität Göttingen. Nach seiner Promotion habilitierte er sich in Oldenburg. Seit 1991 ist Meinhardt Leiter des landesweiten Projektes "Flüchtlingssozialarbeit in Niedersachsen". Neben Meinhardt gehören dem neuen Vorstand Prof. Dr. Gottfried Mergner, Prof. Dr. Hans-Peter Schmidtke, Prof. Dr. Wilfried Stölting-Richert, Winfried Schulz-Kaempf, Erika Brasch und Britta Behrens an. Der Vorstand ist bis zum 31. März 1999 im Amt.

  • 4. Februar 1998/36/98
  • Gesetzentwurf zur Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes

    Oldenburg. Prof. Dr. Rolf Meinhardt, Leiter des Projektes "Flüchtlingssozialarbeit in Niedersachsen" an der Universität Oldenburg, hat Ministerpräsident Gerhard Schröder aufgefordert, eine Verschärfung des Asylbewerberleistungsgesetzes zu verhindern. Am Freitag, 6. Februar 1998, entscheidet der Bundesrat über einen Gesetzentwurf zur Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes (Bundesdrucksache 691/97). Das Schreiben an Schröder in Auszügen:

    "Sollte der Gesetzentwurf in Kraft treten, würde künftig eine große Zahl ausreisepflichtiger und geduldeter AusländerInnen nur noch im unabweisbaren Ausnahmefall soziale Leistungen erhalten. Hiervon betroffen wären vor allem rund 200.000 bosnische Kriegsflüchtlinge und rund 50.000 Angehörige der verfolgten albanischen Volksgruppe aus dem Kosovo.

    Der vollständige Ausschluß vom sozialen Sicherungssystem würde bedeuten, daß diese Menschen keine Leistungen zum Lebensunterhalt und für Unterkunft sowie keine medizinische Versorgung mehr erhielten. Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik würde damit eine hier im Lande lebende Gruppe von Menschen aus dem System der sozialen Grundversorgung ausgeschlossen; für sie würde die Unverletzlichkeit der Menschenwürde nicht mehr gelten. Dies hätte fatale Auswirkungen nicht nur die Betroffenen, sondern auch für das soziale Klima insgesamt: der radikale Entzug sozialer Leistungen übereignete die Flüchtlinge einer Armutssituation, aus der es - gleichsam vorprogrammiert - nur den Weg in die Obdachlosigkeit und Illegalität mit all ihren Folgeerscheinungen gäbe.

    Niedersachsen leistet seit Jahren einen vorbildlichen, auch international beachteten Beitrag für die Integration ausländischer Flüchtlinge und das friedliche Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten. Diese erfolgreiche Integrationspolitik - insbesondere in Form der Flüchtlingssozialarbeit und der Maßnahmen zur beruflichen Qualifizierung von Flüchtlingen - würde durch die geplante Gesetzesänderung auf das Schwerste konterkariert."

    Kontakt: Prof. Dr. Rolf Meinhardt, Institut für Bildung und Kommunikation in Migrationsprozessen (IBKM), Universität Oldenburg, Tel.: 0441/798-4009, Fax: 0441/798-2239

  • 4. Februar 1998/35/98
  • Veranstaltung zum Thema "Jugendliche ohne Ausbildungsplatz"

    Oldenburg. "Jugendliche ohne Ausbildungsplatz - Misere und Reform der beruflichen Bildung" ist das Thema einer Veranstaltung der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften, die am Dienstag, 10. Februar 1998, im Vortragssaal der Universitätsbibliothek stattfindet. Zu den Referenten gehören u.a. der Direktor des Oldenburger Arbeitsamtes, Dr. Heinz Ruitmann, der Vorsitzende des DGB Kreises Oldenburg/Wilhelmshaven, Manfred Klöpper, sowie der Erziehungswissenschaftler Dr. Herbert Schwab (Universität Oldenburg).

    Kontakt: Dr. Thea Dückert, Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften, Universität Oldenburg, Tel.: 0441/798-2909, Fax.: -2425.

  • 3. Februar 1998/34/98
  • Hochschul-Ranking: Uni-Präsident lobt Preis aus

    Oldenburg. Zum Thema "Hochschul-Ranking" hat der Präsident der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Michael Daxner, einen Preis in Höhe von 2.000 Mark ausgelobt. Prämiert werden soll eine Studien- oder Diplomarbeit, die der Frage nachgeht, inwiefern die regelmäßig publizierten Hochschulwertungen einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten. Über die Vergabe des Preises entscheidet die universitäre Kommission für Studium, Lehre und Weiterbildung.

  • 3. Februar 1998/33/98
  • Vortrag "Kommunikation in der Wirtschaft"

    Oldenburg. Mit dem Thema "Kommunikation in der Wirtschaft" befaßt sich Prof. Dr. Gisela Brünner (Universität Dortmund) in einem Vortrag am Montag, 9. Februar 1998, 20. 00 Uhr, im Kulturzentrum PFL. Die Wissenschaftlerin gilt als in Deutschland führende Expertin für die Sprachanalyse von Kommunikationsverläufen in der Wirtschaft. Veranstalter ist das Oldenburger Sprachbüro in Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle Diskursforschung am Fachbereich 11 Sprach- und Literaturwissenschaften der Universität Oldenburg.

  • 3. Februar 1998/32/98
  • Abschiedskonzert von Norbert Ternes

    Oldenburg. Mit einem Doppelkonzert beschließt der Musiker Norbert Ternes am Donnerstag, 12. Februar 1998, seine sehr erfolgreiche mehr fast zwölfjährige Tätigkeit als Leiter des Orchesters der Universität Oldenburg. Auf dem Programm stehen die "Symphonie zur Jahrtausendwende" des Oldenburger Komponisten Thomas Schmidt-Kowalski sowie die Ouvertüre op. 1 des dänischen Romantikers Niels Wilhelm Gade. Anschließend folgt das Konzert a-Moll für Violine, Violoncello und Orchester op. 102 von Johannes Brahms. Mit Volker Worlitzsch, Violine (1. Konzertmeister der Radio-Philharmonie des NDR Hannover), und Klaus Heitz, Violoncello (Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover), konnten zwei renommierte Solisten für das Doppelkonzert gewonnen werden. Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr in der Aula der Universität. Der Eintritt beträgt sieben bzw. neun Mark. Karten sind an der Abendkasse oder im Vorverkauf in der Carl von Ossietzky Buchhandlung erhältlich.

  • 2. Februar 1998/31/98
  • Ab WS 98/99 erster Master-Studiengang an der Uni Oldenburg
    Physik-Gemeinschaftsprojekt Oldenburg-Emden

    Oldenburg. Zum Wintersemester '98/'99 werden sich StudentInnen für den ersten Master-Studiengang an der Universität Oldenburg einschreiben. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) stimmte noch im Dezember dem Antrag auf Einrichtung eines Studienganges "Master of Science Engineering Physics" zu, den der Fachbereich Physik gemeinsam mit dem Fachbereich Naturwissenschaftliche Technik der Fachhochschule Ostfriesland formuliert hatte. Von bundesweit über 100 Anträgen erhielten lediglich sieben den Zuschlag durch den DAAD. Als großen Erfolg "unserer Physiker", der sich sicher stimulierend auf den gesamten Veränderungsprozeß in der Universität auswirken werde, bezeichnete Präsident Prof. Dr. Michael Daxner die Entscheidung des DAAD.

    Das Programm zur Errichtung von Master-Studiengängen an deutschen Hochschulen war im vergangenen Jahr vom Bundesforschungsministerium angeregt worden, um Deutschland für ausländische StudentInnen wieder attraktiver zu machen. Wirtschaftliche Erwägungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. StudentInnen, die in den Industrieländern ein Studium absolvieren, haben gute Chancen, in ihren Heimatländern Führungspositionen zu besetzen und werden so zu wichtigen Sympathie- und Kontaktträgern für das Land, in dem sie akademisch ausgebildet wurden und Praktika abgelegt haben.

    Das oldenburgisch-ostfriesische Projekt bietet mit seinem Studiengang, in dem Englisch die Unterrichtssprache ist, abgestufte Abschlüsse von Bachelor bis hin zum Master of Science. Jährlich können sich 40 StudentInnen, wovon mindestens die Hälfte aus dem Ausland kommen müssen, einschreiben. Sie absolvieren ein gemeinsames Grundstudium von vier Semestern und beginnen dann mit der Spezialisierung in den Bereichen Laser Technology, Biomedical Technology und Sound & Vibration. Nach sechs Semestern kann der berufsqualifizierende Bachelor, nach acht der Master of Engineering abgelegt werden. Für besonders Qualifizierte besteht die Möglichkeit, nach zehn Semestern den zur Promotion befähigenden Master of Science zu absolvieren. Für alle StudentInnen verbindlich ist ein einjähriger Aufenthalt in den Partnerhochschulen des Auslandes, mit denen die Physiker schon lange zusammenarbeiten: der Technischen Universität Lyngby, der Universität Twente, der Universität Groningen und der Fachhochschule Groningen.

    Nach Worten der Initiatoren, der Physiker Prof. Dr. Volker Mellert (Oldenburg) und Prof. Dr. Walter Garen (Emden), ist die Ausbildung sehr anwendungsorientiert, ohne aber die Grundlagenvermittlung zu vernachlässigen. Über die Physik hinaus werden zudem Schulungen auch im Management in das Studium einfließen. Einen nicht geringen Stellenwert wird das Projektstudium haben. Dabei ist vorgesehen, daß StudentInnen in höheren Semestern die Projekte leiten, an denen vor allem jüngere Semester beteiligt sind.

    Für die Realisierung des Studienganges sind beim DAAD, der das Programm im Auftrag des Bundesforschungsministeriums ausgeschrieben hat, insgesamt zwei Millionen Mark beantragt. Davon sollen drei wissenschaftliche Mitarbeiterstellen, Lehrkapazität aus der Industrie sowie die Unterstützung der Auslandsaufenthalte finanziert werden.

    Kontakt: Prof. Dr. Volker Mellert, Fachbereich Physik, Tel.: 0441/798-3572, Fax: 0441/798-3698, mellert@aku.physik.uni-oldenburg.de.

  • 2. Februar 1998/30/98
  • Über den 2. Bildungsweg an Uni und Fachhochschule

    Oldenburg. Um drei Wege, das Abitur nachzumachen bzw. die Zulassungsvoraussetzung ohne Abitur zu erwerben, geht es auf einer Veranstaltung am Dienstag, 10. Februar 1998, 18.15 Uhr, in der Universität (Gebäude A 1, Raum 0-007, Eingang Uhlhornsweg).

    Vertreter und Vertreterinnen des Abendgymnasiums, des Oldenburg-Kollegs, der Volkshochschule, der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben sowie des Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität (ZWW) informieren über die unterschiedlichen Voraussetzungen und Anforderungen des 2. Bildungswegs. Während Abendgymnasium und Oldenburg-Kolleg die Möglichkeit bieten, das Abitur regulär nachzuholen, kann über die Zulassungsprüfung ("Z-Prüfung") in relativ kurzer Zeit die Hoch- oder Fachhochschulreife erreicht werden, die allerdings auf ein bestimmtes Studienfach begrenzt ist.

Letzte Änderung: 27. Februar 1998

Email: presse@admin.uni-oldenburg.de · Redaktion: Ralf Thiele