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Pressedienst:
März 1998
Statistische Beratung für die RegionOldenburg. Für Unternehmen und Institutionen in der Region, die statistische Probleme oder Fragen haben, gibt es an der Universität Oldenburg jetzt einen Ansprechpartner. Ab sofort bietet die neu eingerichtete statistische Beratungsstelle des Fachbereichs Mathematik ihre Dienste an. Damit bildet die Beratungsstelle einen weiteren Baustein in den Angeboten der Universität für die Nordwest-Region. Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr befristet.Das Angebot umfaßt konkrete Unterstützung bei statistischen Problemen und die Begleitung statistischer Auswertungen. Zusätzlich sind Fortbildungsveranstaltungen zu speziellen Themen der angewandten Statistik geplant. Statistische Fragen tauchen heute in vielen Bereichen der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften auf, ihre Bearbeitung bedarf jedoch in der Regel besonders qualifizierter Fachleute. Diesen Bedarf zu befriedigen, ist Ziel der neuen Beratungsstelle. Beim Aufbau der Beratungsstelle wird der Mathematiker Dr. Erhard Cramer mitwirken. Cramer hat von 1988 bis 1993 an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen Mathematik mit Schwerpunkt Statistik studiert und 1997 mit Auszeichnung dort promoviert. Initiiert wurde die Beratungsstelle von dem Oldenburger Hochschullehrer Prof. Dr. Udo Kamps. Informationen und Kontakt: Dr. Erhard Cramer, Tel.: 0441/798-3225, oder Prof. Dr. Udo Kamps, Tel.: 0441/798-3243, Fachbereich 6 Mathematik.
Pivcevic Gastprofessor am Institut für PhilosophieOldenburg. Dr. Edo Pivcevic, University of Bristol, wird im Sommersemester 1998 als Gastprofessor am Institut für Philosophie der Universität Oldenburg tätig sein. Während seines Aufenthalts in Oldenburg wird er eine Vorlesung „The Idea of Change" sowie Seminare zu „Wahrheit und philosophische Erklärung" und „Die rationalistische Erkenntnistheorie und die Frage nach der Gewißheit" halten. Pivcevic lehrt nach Studien in Zagreb, Deutschland und London an der Universität Bristol (Großbritannien) Philosophie und ist dort 1988 zum Reader ernannt worden. Er ist Gründer der Zeitschrift „Cogito" und der Cogito-Gesellschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Beschäftigung junger Menschen mit Philosophie zu fördern. Pivcevic hatte bereits mehrere Gastprofessuren inne, u.a. in Oxford. Der Aufenthalt von Pivcevic wird durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert.
Wissenschaften und moderne InformationssystemeOldenburg. Der Physiker Prof. Dr. Eberhard R. Hilf (Fachbereich 8 Physik der Universität Oldenburg) ist zum Sprecher der Initiative „Information und Kommunikation der wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland" (IuK) gewählt worden. Die diesjährige internationale Jahrestagung der Initiative, der Gesellschaften u.a. aus den Bereichen Mathematik, Physik, Chemie, Informatik und Erziehungswissenschaften mit etwa 120.000 WissenschaftlerInnen angehören, fand in Hamburg statt. Ziel der Vereinigung ist es, vor dem Hintergrund der Auswirkungen moderner und sich ständig erweiternder und revolutionierender Informationssysteme auf die Wissenschaften, im Rahmen von Pilotprojekten prototypische Lösungen zu erproben und entsprechende Erfahrungen zu sammeln. Mitglieder der IuK waren maßgeblich an der Initiierung und Ausformulierung des 1997 vom Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft ausgeschriebenen 60-Millionen-DM-Förderprogramms „Globale Elektronische und Multimediale Informationssysteme für Naturwissenschaft und Technik" beteiligt.
Gemeinsames Seminar der Universitäten Prag und OldenburgOldenburg. Zu einem zweiwöchigen gemeinsamen Geschichtsseminar treffen sich derzeit Studierende der Universität Oldenburg und der Karls-Universität Prag. Zuerst in Oldenburg (vom 23. bis 28. März) und dann in Prag (vom 30. März bis 4. April) wird jeweils eine Woche lang über „Thomas G. Masaryks ‚Neues Europa' und Friedrich Naumanns ‚Mitteleuropa': Europa-Visionen aus dem Ersten Weltkrieg" gearbeitet und diskutiert. Dazu sind 15 tschechische Studierende unter der Leitung von Dr. Milos Havelka, Soziologe an der Universität Prag und an der Akademie der Wissenschaften, jetzt mit Unterstützung durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD nach Oldenburg gekommen.Ziel des gemeinsamen Seminars ist, die Bereitschaft unter den Studierenden zu fördern, sich auf die Sicht des jeweils anderen einzulassen und die internationale Orientierung zu verstärken. Initiator ist der Oldenburger Historiker und Experte für moderne osteuropäische Geschichte Prof. Dr. Hans Henning Hahn. Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Daxner hieß die tschechischen Studierenden willkommen und begrüßte den Austausch als beispielhaft für weitere gemeinsame Initiativen mit anderen Universitäten. Die Studierenden beider Universitäten hatten sich mit ihren Lehrenden in Seminaren intensiv auf diese neue Form des Studierendenaustauschs vorbereitet. Nach der Seminarwoche in Oldenburg fahren die tschechischen und deutschen Studierenden am 29. März gemeinsam nach Prag, wo das Seminar mit einer zweiten Arbeitswoche fortgesetzt wird. Neben der intensiven Arbeit stehen in Oldenburg und Prag jeweils Rundgänge durch die Universität und die Stadt, Besichtigungen und Diskussionen und natürlich das gegenseitige Kennenlernen auf dem Programm. Weitere Treffen zwischen Prag und Oldenburg sind beabsichtigt, denn bereits auf dem ersten Rundgang durch die Universität waren deutsche und tschechische Studierende miteinander ins Gespräch vertieft: die Kommunikation klappt. Kontakt: Prof. Dr. Hans Henning Hahn, Historisches Seminar, Fachbereich
Sozialwissenschaften
Broschüre „Hochschulen in Niedersachsen"Oldenburg. Über die „Hochschulen in Niedersachsen 1998 Zahlen, Daten, Fakten" informiert eine Broschüre des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, die jetzt in einer aktualisierten Neuauflage erschienen ist. Auf 63 Seiten sind alle 26 niedersächsischen Hochschulen mit ihrem Fächerspektrum und ihrem jeweiligen Profil beschrieben.Außerdem informiert die Broschüre im Überblick u.a. über Studienmöglichkeiten, Sonderforschungsbereiche und Graduiertenkollegs in Niedersachsen. Enthalten sind auch Listen der Studienberatungs- und der Wissens- und Technologietransferstellen, der EU-Hochschulbüros und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen sowie Statistiken über Studierende und Lehrende an den niedersächsischen Hochschulen. Bezogen werden kann die Broschüre u.a. bei der Pressestelle der Universität Oldenburg, Tel.: 0441/706-446, e-mail: presse@admin.uni-oldenburg.de .
Schminke Präsident der Gesellschaft für Biologische SystematikOldenburg. Prof. Dr. Horst Kurt Schminke, Biologe und Leiter der Arbeitsgruppe Zoomorphologie am Fachbereich Biologie der Universität Oldenburg, ist zum Präsidenten der neugegründeten „Gesellschaft für Biologische Systematik" gewählt worden. Die Gesellschaft vereinigt systematisch arbeitende Biologen aus der Botanik, Mikrobiologie, Paläontologie und Zoologie. Ziel der Gesellschaft ist die Förderung der biologischen Systematik in den Bereichen Forschung, Nachwuchsförderung und Öffentlichkeitsarbeit.
Sonnenschein Dekan des Fachbereichs InformatikOldenburg. Prof. Dr. Michael Sonnenschein, Hochschullehrer für Praktische Informatik an der Universität Oldenburg, ist zum Dekan des Fachbereichs Informatik gewählt worden. Sonnenschein studierte in Aachen Informatik, wo er sich 1983 mit einer Arbeit aus dem Themengebiet Compilerbau promovierte. Nach einer kurzen Tätigkeit in der Wirtschaft habilitierte sich Sonnenschein in Aachen für das Fach Informatik. 1991 nahm er den Ruf auf eine Professur für Programmiersprachen und -systeme an der Universität Oldenburg an, sein Arbeitsgebiet umfaßt insbesondere Sprachen und Werkzeuge zur Modellbildung und Simulation. DerAnwendungsschwerpunkt liegt dabei auf ökologischen Systemen.
Freie Plätze im WeiterbildungskursOldenburg. In der berufsbegleitenden Weiterbildung „Systemische Sozialberatung" sind noch einige Plätze frei. Der vom Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Universität Oldenburg veranstaltete berufsbegleitende Kurs läuft über zweieinhalb Jahre und richtet sich an Personen, die sowohl in sozialen und pädagogischen Berufsfeldern als auch im Bereich der Gesundheitsarbeit tätig sind. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium der Richtungen Pädagogik, Sozialarbeit oder Sozialpädagogik. Bewerbungsschluß ist der 10. April 1998. Informationen: ZWW, Abteilung für psycho-soziale Weiterbildung, Tel.: 0441/798-2268.Kontakt: Dr. Joseph Rieforth, ZWW, Tel.: 0441/798-2268 oder 2589, Fax: 0441/798-4411
Themen von A wie Auge bis Z wie Zeit:Tag der offenen Tür in der Lernwerkstatt RÖSAOldenburg. Für einen Tag der offenen Tür öffnet die Sachunterrichtslernwerkstatt RÖSA an der Universität Oldenburg am Donnerstag, 26. März, 15.00 bis 17.00 Uhr, Raum A4 1-117 am Standort Uhlhornsweg, ihre „Schatzkisten". Dazu sind alle InteressentInnen herzlich eingeladen. Die mit dem Preis der Riedel-de Haen Studienstiftung ausgezeichnete Sammlung wurde von der Arbeitsgruppe um die Pädagogin Prof. Dr. Astrid Kaiser erarbeitet.Der Schwerpunkt der Arbeit der Lernwerkstatt RÖSA (Regionale Ökologische Sachunterrichtslernwerkstatt) liegt darin, den Unterricht durch Handlungsmaterial aus Beinahe-Müll-Objekten interessanter zu gestalten und dafür Ideen zu entwickeln. Auge/Sehen, Fahrrad, Farben, Feuer, Haustiere, Ich und die anderen, Indianer, Kinder in anderen Ländern, Mädchen und Jungen, Magnete, Moor, Papier, Schnecken, Sexualität, Sinne/Körper, Spielen, Stadt im Mittelalter, Steine, Steinzeit, Sterne, Textilien/Kleidung, Tod/Trauer, Urzeit, Wald, Wasser, Wetter, Zeit, ...: Die Liste der mittlerweile erstellten Sachunterrichtskisten ist unerschöpflich. SchülerInnen und LehrerInnen haben damit in der Lernwerkstatt die Möglichkeit, den Unterricht durch anregendes Handlungsmaterial interessanter zu gestalten und ressourcenschonendes Verhalten zu lernen. Die MitarbeiterInnen der Lernwerkstatt verwenden Reste aus Haushalt und Gewerbe wie Spiegelabfälle, Knöpfe und Steine, die in der Lernwerkstatt als Wertstoffe betrachtet und auf ihre unterrichtlichen Einsatzmöglichkeiten hin überprüft werden. Das Projekt RÖSA ist offen für alle Schulklassen der Region, die handelnden Sachunterricht erproben wollen. Kontakt: Prof. Dr. Astrid Kaiser, Fachbereich Pädagogik, Tel. 0441/798-2032 bzw. 2033.
Deppner Gastprofessor am Institut für Jüdische StudienOldenburg. Prof. Dr. Martin Deppner, Kunstwissenschaftler, ist im Sommersemester 1998 Gastprofessor am Institut für Jüdische Studien der Universität Oldenburg. Deppner studierte visuelle Kommunikation und ästhetische Bildung in Bielefeld und Hamburg, wo er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. Beim Funkkolleg arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent, an den Universitäten Oldenburg und Lüneburg vertrat er Professuren im Bereich Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik. Bevor er die Gastprofessur übernahm, war er Lehrbeauftragter des kunstgeschichtlichen Seminars und der Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Hamburg, des Fachbereichs Design der Fachhochschule Bielefeld und der Freien Fachhochschule für Kunst und Kunsttherapie Ottersberg. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. Jüdische Identität in den bildenden Künsten der Moderne sowie die medialen Aspekte der Kunst und ihre Wechselwirkung mit anderen, neueren und neuesten Medien.
Germanistin Luchtenberg für drei Jahre in OldenburgOldenburg. Prof. Dr. Sigrid Luchtenberg, bisher Germanistin an der Universität Köln, ist für drei Jahre mit der Vertretung einer Professur für Deutsch als Fremdsprache im Fachbereich 11 Literatur- und Sprachwissenschaften der Universität Oldenburg beauftragt worden. Luchtenberg studierte Germanistik, Anglistik, Pädagogik und Sprachwissenschaft in Bonn, Freiburg und Münster. Nachdem sie 1975 in Bonn im Fach Germanistik promoviert wurde, unterrichtete sie fünf Jahre Deutsch als Fremdsprache in einem Ausbildungszentrum in Berlin. Bevor sie sich 1993 in Essen habilitierte, war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. akademische Rätin u.a. in Essen, München und Schwäbisch Gmünd tätig. Seit 1994 vertrat sie Professorinnenstellen an den Universitäten Jena, München und Köln. Ihre Hauptarbeitsgebiete sind Deutsch als Zweit- und Fremdsprache, Interkulturelles Lernen und Interkulturelle Kommunikation.
Forschung am Hanse-Wissenschaftskolleg:Migration und die Transformation des NationalstaatsOldenburg. Migration und deren soziale Folgen stehen im Zentrum der Forschungen von Prof. Dr. Lydia Morris, die seit Anfang des Jahres als Fellow (Gastwissenschaftlerin) des Hanse-Wissenschaftskollegs in Delmenhorst tätig ist. Die Soziologin von der Universität Essex (Großbritannien) kooperiert mit der Arbeitsgruppe Stadtforschung am Institut für Soziologie der Universität Oldenburg und der Zentralen Wissenschaftlichen Einrichtung Arbeit und Region der Universität Bremen.Die 90er Jahre sind durch eine geradezu explosionsartige Zunahme des intellektuellen und akademischen Interesses an Phänomenen der transnationalen Migration gekennzeichnet. Es existiert eine Vielzahl von Forschungen, die ausgehend von der Migrationsproblematik nach möglichen Transformationen des Nationalstaats fragt bis hin zu Spekulationen über eine sich möglicherweise entwickelnde postnationale Gesellschaft. Da die Soziologie traditionellerweise unterstellt hat, daß Gesellschaft sich weitgehend innerhalb der Grenzen des Nationalstaats konstituiere, sind diese Fragestellungen von besonderer Bedeutung für die Soziologie. Vor diesem Hintergrund befaßt sich Morris mit Strategien des Managements und der Kontrolle von Migration und deren sozialen Folgen. Die zunehmende Präsenz von AusländerInnen innerhalb der Grenzen des Nationalstaats wirft eine Reihe von Fragen auf: Was konstituiert die Mitgliedschaft in einer Gesellschaft; wie ist solche Mitgliedschaft jeweils definiert und konstruiert; mittels welcher Strategien wird der Zugang kontrolliert; welche Konsequenzen haben diese Strategien für die Rechtsstellung der MigrantInnen? Kontakt: Prof. Dr. Walter Siebel, Institut für Soziologie,
Arbeitsgruppe Stadtforschung
Tagung „Erziehungshilfe bei Verhaltensstörungen"Oldenburg. Vom 18. bis zum 21. März 1998 tagen mehr als 1.100 SonderpädagogInnen, PsychologInnen, SozialpädagogInnen, LehrerInnen, MedizinerInnen und WissenschaftlerInnen aus dem deutschsprachigen Raum an der Universität Oldenburg, um aktuelle Fragen der Erziehungshilfe bei Verhaltensstörungen zu erörtern. Unter dem Tagungsthema „Pädagogisch-Therapeutische Erklärungs- und Handlungsansätze" finden mehr als 130 Einzelveranstaltungen, Workshops und Arbeitsgruppensitzungen statt.Die Veranstaltung, die inzwischen zum vierten Mal in Oldenburg stattfindet, ist die größte in ihrer Art und bietet Fachleuten die Möglichkeit, die neuesten Forschungsergebnisse kennenzulernen, aber auch praktisch erprobte und bewährte Verfahren zu erarbeiten. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Beschäftigung mit Jugendlichen, die trotz durchschnittlicher Intelligenz den schulischen Anforderungen nicht gerecht werden, mit ausgeprägten Ängsten, Aggressionen, Aufmerksamkeitsstörungen oder Verweigerung reagieren, sich den sozialen Regeln des Zusammenlebens verweigern und an der Gesellschaft, den sie Erziehenden oder sich selber leiden. Diese Kinder und Jugendlichen finden sich in allen Schulformen. Sie
machen etwa drei bis vier Prozent eines Jahrgangs aus. Die Situation hat
sich auch für diese Kinder verschlechtert. Es wachsen die Probleme
im familiären, schulischen und außerschulischen Umfeld. Schulunlust,
Schulschwänzen und Schulverweigerung machen sich breit. Sinnloses
Zerstören, zunehmende Körperverletzungen, Drogenkonsum beherrschen
den Alltag und stellen ErzieherInnen und LehrerInnen vor Probleme, die
sie nur schwer alleine beherrschen. Hier setzt die Fachtagung an: Sie will
den TeilnehmerInnen helfen, ihre pädagogisches Handeln zu professionalisieren
und effektive Handlungsansätze auszuloten und zu erproben.
Personalie aus der UniversitätOldenburg. Ulrich Bernath, Leiter des Fernstudienzentrums der Universität Oldenburg, moderiert auf der CeBIT 98 auf Einladung der Deutschen Messe AG eine Forumsveranstaltung zum Thema „Telelearning - Lernen mit neuen Medien". Die Veranstaltung mit internationaler Zusammensetzung findet auf dem „Treffpunkt 22", dem Forschungsforum der CeBIT in Halle 22, statt. Dabei werden neben einer Präsentation aus der kanadischen Provinz New Brunswig Multimedia-Initiativen aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg vorgestellt und diskutiert.
Erster Testlauf für den geplanten Studiengang „Produkttechnologie"Oldenburg. Um erste Erfahrungen für den zum Wintersemester geplanten grenzüberschreitenden Studiengang „Produkttechnologie" der Universitäten Oldenburg und Groningen zu sammeln, fand vom 2. bis 6. März ein gemeinsamer Intensivkurs „A Unified Approach to Mass Transfer" an der Universität Oldenburg statt. Die organisatorische Leitung des Kurses, der von Prof. Dr. Johannes Wesseling (Universität Groningen) durchgeführt wurde, lag in den Händen von Dr. Frank-Walter Schütze (Universität Oldenburg).An dem Kurs nahmen elf niederländische und neun deutsche Studierende teil. Während er für die NiederländerInnen ein wahlobligatorischer Bestandteil ihres Studiums ist, war die Blockveranstaltung für die meisten deutschen TeilnehmerInnen eine neue Erfahrung. Es zeigte sich, daß die Studierenden einer „Internationalisierung" ihres Studiums sehr aufgeschlossen gegenüberstehen. In der als grundständigem Studiengang angelegten Produkttechnologie sollen die Studierenden nicht nur in Chemie, sondern auch in Ökonomie ausgebildet werden, um in der beruflichen Praxis von den Anforderungen des Marktes her chemische Produkte entwickeln zu können. Die Studierenden beider Länder werden dabei Veranstaltungen sowohl in Oldenburg als auch in Groningen besuchen. Dieser Form der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den Universitäten wird vor dem Hintergrund des zusammenwachsenden Europas ein immer größerer Stellenwert beigemessen. Übereinstimmend wurde der Kurs als eine interessante Möglichkeit des gegenseitigem Kennenlernens eingeschätzt. Dennoch sind noch eine Reihe von Schwierigkeiten zu überwinden, um solche Aktivitäten zur Normalität werden zu lassen. Neben den finanziellen Zusatzbelastungen für die grenzüberschreitende Mobilität der Studierenden ist die unterschiedliche Struktur des Studienablaufes in den beiden Ländern (z.B. Blockveranstaltungen in den Niederlanden - Semesterveranstaltungen in Deutschland) gegenwärtig eines der Haupthindernisse für eine Intensivierung des Austauschs. Kontakt: Prof. Dr. Frank Rößner, Technische Chemie,
Tel.: 0441/798-3355
Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für AudiologieOldenburg. Die Deutsche Gesellschaft für Audiologie (DGA) schreibt erstmals ihren jährlichen Förderpreis in Höhe von 1.000 Mark für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Audiologie aus. Ermöglicht wird der Preis durch die Unterstützung der Firma Fiebing Hörtechnik, die diese Stiftung im Gedenken an Gudrun Fiebing eingerichtet hat. Gudrun Fiebing, die verstorbene Gründerin des Unternehmens, hatte sich sehr für das Wohl der Hörbehinderten eingesetzt. Mit dem Preis soll die Audiologie in Forschung, Entwicklung, Lehre und klinischer Praxis mit dem Ziel gefördert werden, die Phänomene des Hörens besser zu verstehen und die Schwerhörigkeit und die damit verbundenen Störungen wirksamer zu bekämpfen.Im Zusammenhang mit der Jahrestagung der DGA, die am 11. und 12. März an der Universität Oldenburg stattfand, soll ein hervorragender Beitrag einer jüngeren Wissenschaftlerin oder eines jüngeren Wissenschaftlers oder ein besonders guter Posterbeitrag prämiert werden. Anläßlich der Eröffnungssitzung der Tagung wurde die Fördersumme des Preises von Antje Fiebing, Geschäftsführerin der Fiebing Hörtechnik, an den Präsidenten der DGA, Prof. Dr. Manfried Hoke übergeben. Über die Vergabe des Preises entscheidet ein Preisrichterkollegium, wobei die Präsentation des zu prämierenden Beitrags während der Jahrestagung und seine schriftliche Publikation als Beurteilungsgrundlage dient. Kontakt: Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Arbeitsgruppe Medizinische
Physik
Gasthörerverzeichnis der Universität liegt vorOldenburg. Das GasthörerInnenverzeichnis für das Studium generale an der Universität Oldenburg für das Sommersemester 1998 ist jetzt erschienen. Das Studium generale gibt Interessierten die Möglichkeit, sich aus über 200 Veranstaltungen ein ganz persönliches Studienprogramm zusammenzustellen.Neben den Veranstaltungen aus allen Fachbereichen der Universität gibt es spezielle Angebote, in diesem Semester u.a. eine „Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten und Lernen" und ein Interdisziplinärer Gesprächskreis „Spirituelle Wege". Für das Studium generale müssen keine formalen Zulassungskriterien (wie z.B. Abitur) erfüllt erden, es muß lediglich ein Zulassungsantrag ausgefüllt und die Semestergebühr in Höhe von einhundert Mark bezahlt werden. Das GasthörerInnenverzeichnis ist im Oldenburger Buchhandel oder im Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Universität für drei Mark erhältlich. Schriftliche Bestellungen an das ZWW, 26111 Oldenburg. Hier müssen sieben Mark in Briefmarken beigefügt werden. Kontakt: Dr. Christiane Brokmann-Nooren, ZWW, Tel.: 0441/798-4420
oder -2275
Prison & Drugs:Konferenz will Leitlinien für Regierungen erarbeitenOldenburg. Leitlinien für eine effektive und bedürfnisorientierte Drogen- und Aids-Hilfe in den europäischen Strafvollzugsanstalten werden auf der Konferenz „Prison & Drugs" erarbeitet, die vom 12. bis 14. März 1998 in der Universität Oldenburg stattfindet. Initiator ist der Oldenburger Politologe Prof. Dr. Rüdiger Meyenberg. Die Leitlinien sollen den JustizministerInnen der Europäischen Union sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Verfügung gestellt werden. Veranstalter der Konferenz, an der niederländische, britische und deutsche ExpertInnen teilnehmen, ist die Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Netzwerk zur Drogen- und Aids-Hilfe im Strafvollzug (koordiniert von den Crounstoun Drug Services London).Die Verbreitung von Drogen, Drogenkonsum und begleitenden Infektionskrankheiten wie Aids und Hepatitis in Gefängnissen bilden in den meisten Ländern Europas ein wachsendes Problem. Trotz umfangreicher Sicherungsmaßnahmen gelangen Drogen auf unterschiedlichsten Wegen in die Gefängnisse und werden dort unter meist unhygienischen Bedingungen konsumiert. Dies fördert die Ausbreitung von Infektionskrankheiten, die mit einem gemeinsamen Gebrauch von Spritzen und Spritzutensilien verbunden sind. In einzelnen Ländern stellen die drogengebrauchenden Insassen ein Viertel bis zu einem Drittel der Gefangenen. Der Umgang mit diesem Gesundheitsproblem ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. Sie umfassen kostenintensive Drogenkontrollprogramme (wie in England) ebenso wie externe Therapiemaßnahmen, Methadonbehandlung, lebensweltnahe Beratung und infektionsprophylaktische Angebote. Letztere werden in Deutschland beispielhaft in den Justizvollzugsanstalten Vechta und Lingen durchgeführt. Dieses seit zwei Jahren laufende Projekt des niedersächsischen Justizministeriums, das von Meyenbergs Arbeitsgruppe wissenschaftlich begleitet wird, soll die Gefahr der Aids- und Hepatitisinfizierung von Inhaftierten mindern. Es stellt Spritzen kostenlos zur Verfügung. Obwohl Konsum und Handel mit Drogen strengstens untersagt ist, ist aber das Einschmuggeln von Drogen in Gefängnisse aber nicht zu verhindern, wenn man nicht alle BesucherInnen bis in die Intimzonen kontrollieren will. Das jetzt modellhaft aufgelegte Spritzenaustauschprogramm trägt der Realität Rechnung und verhindert die häufige Nutzung nichtsteriler Spritzen - Auslöser für viele Aids- und Hepatitisinfektionen. Kontakt: Prof. Dr. Rüdiger Meyenberg, Institut für
Politikwissenschaft II - Politik und Gesellschaft
Universitäten Oldenburg und Novosibirsk: Gründung eines Deutsch-Russischen InstitutsOldenburg. Als „sehr erfolgreich und höchst stabil" bewerten die Präsidenten der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Michael Daxner, und der Staatsuniversität Novosibirsk, Prof. Dr. Nikolaj Sergejewitsch Dikanskij, die seit neun Jahren bestehenden Kooperationsbeziehungen zwischen den beiden Hochschulen. In diesen Tagen hält sich eine Delegation der russischen Universität in Oldenburg auf mit dem Ziel, die Beziehungen noch zu intensivieren und die künftigen Arbeitsfelder in einem Kooperationsvertrag und einem konkreten Arbeitsprogramm festzulegen. Anläßlich der Vertragsunterzeichnung sprachen Daxner und Dikanskij von einer „beispielhaften Zusammenarbeit" zwischen den beiden Universitäten, die es konsequent auszubauen gelte und in die künftig noch mehr Studierende einbezogen werden sollten.Herausragendes Ergebnis der jüngsten gemeinsamen Aktivitäten ist die Gründung eines gemeinsamen Deutsch-Russischen Instituts für Ökonomische Bildung, die jetzt vereinbart wurde. Dieses Vorhaben geht auf das sehr erfolgreiche EU-Projekt „Zur Umstrukturierung der wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung an der Staatsuniversität Novosibirsk" zurück, das zusammen mit einer Pariser Universität und der Universität Kent at Canterbury durchgeführt wurde. Die Leitung des Projekts lag bei dem Oldenburger Wissenschaftler Prof. Dr. Hans Kaminski. Des weiteren sind Projekte im Bereich der Slavistik und der Physik geplant sowie ein Projekt zur Zusammenarbeit der beiden Akademischen Auslandsämter.
Tagung zur TelearbeitOldenburg. Die teilzeitarbeitende Angestellte, die ihre betrieblichen Aufgaben vom heimischen PC aus verrichtet, ist in Weser-Ems eher die Ausnahme als die Regel. Die meisten Telearbeitsplätze wurden bisher in sogenannten Call-Centern geschaffen. Dies ist ein Ergebnis einer Studie des Forschungsinstituts Region und Umwelt (FORUM) an der Universität Oldenburg und des EXPO 2000-Büros der deutschen Gewerkschaften, die im Rahmen einer Tagung der beiden Institutionen vom 9. bis 11. März zur Telearbeit in der Weser-Ems-Region jetzt vorgestellt wurde.Auf der Tagung wurde diskutiert, welche Formen von Telearbeit bei den Unternehmen der Weser-Ems-Region vorkommen und welche Anforderungen sich für ein regionales, zukunftsorientiertes Qualifizierungsangebot ergeben. Telearbeit wurde dabei als jede Art von Arbeit verstanden, die ortsunabhängig erledigt werden kann. Ziel war es, die Qualifizierungsmöglichkeiten für zukünftige Arbeitsformen im Weser-Ems-Raum zu verbessern und damit neue Gestaltungsmöglichkeiten für Unternehmen, Beschäftigte und Erwerbslose zu eröffnen. Drei Typen von Telearbeit wurden unterschieden: Einerseits Tätigkeiten, die ehemals im Unternehmen angesiedelt waren und jetzt von zu Hause mittels Telefon, vernetztem PC und Fax erledigt werden. Andererseits entstehen Telearbeitsplätze durch Kleinunternehmen, die für einzelne Projekte freie Mitarbeiter einsetzen. Die meisten Arbeitsplätze wurden jedoch bisher in Call-Centern geschaffen, die für Unternehmen aus der ganzen Bundesrepublik telefonische Bestellungen, Beratung und andere Serviceleistungen übernehmen. Alleine in Bremen gibt es 1.300, in Wilhelmshaven 1.000 und in Nordhorn 800 dieser Arbeitsplätze. Die 50 teilnehmenden VertreterInnen von Weiterbildungseinrichtungen und Arbeitsämtern waren sich über die Notwendigkeit einig, Fortbildungsmaßnahmen für die Telearbeit sowohl berufsbegleitend als auch für Arbeitslose zu entwickeln. Diese Angebote sollten auch Elemente beinhalten, die vom heimischen PC aus per Tele-Learning bearbeitet werden können. Außerdem soll in Weiterbildungsmaßnahmen für Arbeitslose stärker auf Fragen der Existenzgründung eingegangen werden, da der Telearbeitsmarkt zunehmend ein Markt von Selbständigen sein wird. Kontakt: Dr. Michael Huebner, FORUM GmbH, Tel.: 0441/98059-12.
Anwendungsorientierung im Vordergrund: Fachbereich Informatik und OFFIS auf der CeBIT '98Oldenburg. An der CeBIT '98 vom 19. bis 25. März sind der Fachbereich Informatik sowie das Informatik-Institut OFFIS der Universität Oldenburg mit mehreren Projekten beteiligt.Der Fachbereich Informatik präsentiert das Projekt MOBY/PLC, das in der Abteilung Semantik unter der Leitung von Prof. Dr. Ernst-Rüdiger Olderog entwickelt wurde. Während der CeBIT wird das MOBY/PLC-System auf einem Stand der IuK-Initiative des Landes Niedersachsen präsentiert. Trotz aller Sicherungsmaßnahmen kommt es immer wieder zu Unglücksfällen im Schienenverkehr, in vielen Fällen durch die kaum noch beherrschbare komplexe Handhabung leittechnischer Systeme. Darum werden statt zentraler Systeme zunehmend einfache, miteinander kooperierende Komponenten verwendet. Künftig werden z.B. immer weniger Stellwerke den Schienenverkehr regeln, statt dessen werden Bahnübergänge und Weichen über ihre eigenen Kontrolleinrichtungen verfügen, die u.a. mit denen benachbarter Anlagen kommunizieren. Entsprechend dominieren in der Hardware leittechnischer Systeme einfache Bausteine wie speicherprogrammierbare Steuerungen (SPSen, englisch PLCS: Programmable Logic Controllers). Bei der Entwicklung von Leitsystemen eröffnet sich damit einerseits die Möglichkeit der Verifikation von Sicherheitseigenschaften der einfachen Einzelkomponenten. Andererseits müssen jedoch zusätzlich die aufgrund der Verteiltheit möglichen Probleme wie der Ausfall von Teilsystemen berücksichtigt werden. Hier setzt nun das MOBY/PLC-System (MOBY/PLC steht für Modelling of Distributed Systems/Programmable Logic Controller) an. MOBY/PLC unterstützt AnwenderInnen bei der Entwicklung verteilter Systeme von SPSen und den dazugehörigen Kontrollprogrammen. Ein System wird zunächst auf einer abstrakten Ebene in einer einfachen grafischen Notation modelliert. Danach wird ein Entwicklungszyklus durchlaufen, in dem das Verhalten des Systemmodells durch Simulation oder spezielle Analysealgorithmen untersucht und das Modell entsprechend erweitert, abgeändert oder verfeinert wird. Schließlich lassen sich aus der Systemspezifikation direkt und automatisch die Steuerprogramme für die beteiligten SPS-Bausteine erzeugen. Dabei ist die Anwendung von MOBY/PLC nicht allein auf SPSen beschränkt, sondern das System kann auf andere echtzeitfähige Hardware-Komponenten angepaßt werden. MOBY/PLC ist im Umfeld des BMBF-Projektes UniForM (Universelle Entwicklungsumgebung mit formalen Methoden) angesiedelt, das gemeinsam von Arbeitsgruppen an den Universitäten Bremen und Oldenburg sowie von der Elpro AG in Berlin durchgeführt wird. Die Implementierungsarbeiten wurden größtenteils von der studentischen Projektgruppe IEKOS durchgeführt. OFFIS stellt auf der CeBIT in Halle 22 Stand C16 aktuelle Ergebnisse
aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten vor. Dabei stehen Software-Werkzeuge
für die Entwicklung von Anwendungssystemen im Vordergrund. Im einzelnen
handelt es sich um
Rullkötter in unabhängige Expertenkommission berufenOldenburg. Prof. Dr. Jürgen Rullkötter, Hochschullehrer für Organische Geochemie am Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg, wurde von der britischen Regierung erneut in eine unabhängige Expertenkommission berufen. Die Kommission soll mögliche Umweltauswirkungen der von der Firma Shell vorgeschlagenen Lösung zur Verwertung der Erdölspeicherplattform „Brent Spar" als Bauelemente für die Erweiterung einer Hafenanlage in der Nähe von Stavanger (Norwegen) untersuchen. Außerdem soll aus technischer und wissenschaftlicher Sicht die neue Lösung mit dem Vorschlag zur Versenkung der „Brent Spar" in der Tiefsee verglichen werden.
New Music from New YorkOldenburg. Auf ihrer diesjährigen Europatournee werden die KompositionsstudentInnen des „New York University Composition Program" in Oldenburg gastieren. Das Konzert mit eigenen Kompositionen Neuer Musik wird unter der Leitung des Direktors des Programms Dinu Ghezzo am Freitag, 20. März, 20.00 Uhr, im Kammermusiksaal (Gebäude A11) der Universität Oldenburg stattfinden. Die Veranstaltung des Faches Musik findet im Rahmen des Componisten Colloquiums statt.Die einzelnen Arbeiten repräsentieren ein weites Spektrum der unterschiedlichsten Musikrichtungen, von elektro-akustisch bis instrumental, von chinesisch bis westlich, von Jazz bis Neo-Romantik und verdeutlichen damit die Individualität der KomponistInnen. Zur Aufführung kommen die Werke „Darkness" für sax/tape/fl/tr von Chianan Yen, „Somebody's Child" für fl/sax/tr/tape/nar von Laura Kessler, „Reminiscence" für fl/sax von Ji Young Jung, „Five Short Pieces & Commentaries" für fl/sax/dr/p von Dinu Ghezzo (mit Dias von Bildern der Oldenburger Künstlerin Michaela Munteanu Rimnic), „Ballade" für Alto sax/piano von Ed Kliszus, „Birds of Passage" für fl/tape von Ron Mazurek, „Fugaz" für Alto sax von Carlos Delgado und „Forms" für fl/sax/vl/perc/tape von Paul Lee. Kontakt: Prof. Violeta Dinescu, Fach Musik, Tel.: 0441/798-2027, e-mail: violeta@uni-oldenburg.de
Audiologenkongreß in Oldenburg: 14 Millionen sind schwerhörigOldenburg. Rund 300 Fachleute der Medizin, Physik, Ingenieurwissenschaften, Biologie, Psychologie und Schwerhörigen-Pädagogik sowie Hörgeräte-AkustikerInnen und Audiologie-AssistentInnen werden zur ersten wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie (DGA) erwartet, die am 11. und 12. März an der Universität Oldenburg stattfindet. Im Mittelpunkt der Tagung stehen Themen wie „Psychologische und medizinische Aspekte der Lärmbelastung", „Gleichgewichtsstörungen bei Kindern" und „Digitale Hörgeräte: Technologien und Anpaßverfahren".„In Deutschland leiden etwa 14 Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Schwerhörigkeit, von denen aber nur etwa drei Millionen mit einem Hörgerät versorgt sind", erläutert der Tagungsleiter, DGA-Vizepräsident und Oldenburger Hochschullehrer Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier. „Dabei ist die Diagnose und Rehabilitation von Hörstörungen im Zeitalter der Digitaltechnik deutlich besser, aber auch komplizierter geworden, so daß die verschiedenen Wissenschafts-Disziplinen besonders eng zusammenarbeiten müssen." Genau diesen interdisziplinären Dialog möchte die DGA mit der Tagung fördern, um insgesamt den Stand der Audiologie zu verbessern und dem Thema „Hören" mehr Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die unterschiedlichen Berufsgruppen in einer fächerübergreifenden Organisation zusammenzufassen, um Belange der Audiologie in Forschung, Entwicklung, Lehre und klinischer Praxis zu fördern. Als ein Schwerpunktthema wird auf der Tagung die Entwicklung und der Einsatz der neuesten Generation volldigitaler Hörgeräte diskutiert. Diese bieten zwar technisch eine Reihe von entscheidenden Vorteilen gegenüber den bisher verfügbaren Hörgeräten, aber die Anpassung des Hörgerätes an den Menschen stellt nach wie vor ein entscheidendes Problem dar, das die Audiologie nur durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit meistern kann. Ein weiteres Schwerpunktgebiet der Tagung ist die genaue Erforschung des menschlichen Hörvermögens, das sich z.B. durch die Auswertung von Tierversuchen immer präziser beschreiben läßt. So wurde beispielsweise der Einsatz von elektronischen Innenohr-Hörprothesen, sogenannten Cochlea-Implantaten, möglich, die bei beidseitiger Ertaubung zu einer teilweisen Wiederherstellung des Hörvermögens führen können. Bei schwerhörigen oder tauben Kindern ist die Behandlung möglichst innerhalb des ersten Lebensjahres unabdingbar, wobei Hörgeräte oder Cochlea-Implantate eingesetzt werden. Nur bei rechtzeitiger Behandlung können bleibende Entwicklungsdefizite ausgeschlossen werden: Wer blind ist, verliert den Kontakt zu den Dingen, wer aber taub ist, verliert den Kontakt zu den Menschen. Diese zentrale Rolle der akustischen zwischenmenschlichen Kommunikation in der Gesellschaft bewußt zu machen, ist ein Ziel der DGA. Daß die erste Tagung dieser Art ausgerechnet in Oldenburg stattfindet, ist kein Zufall: In keiner anderen europäischen Stadt sind so viele WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Disziplinen auf dem Gebiet des Hörens aktiv. Neben der Universität mit dem Graduiertenkolleg „Psychoakustik" (Physik/Psychologie/Informatik/Medizin) und dem Hörzentrum Oldenburg als Verbindungsglied zur HNO-Klinik des Evangelischen Krankenhauses ist hier das Landesbildungszentrum für Schwerhörige und das Sprachheilzentrum Oldenburg beheimatet. Diese Kompetenz zum Wohle der PatientInnen zu bündeln, ist die Aufgabe des Hörzentrums Oldenburg, das als Technologie-Transfer-Institut auch die Industrieausstellung sowie die Fortbildungsveranstaltungen während der Tagung betreut. „Das Hörzentrum ist ein Modell für ein audiologisches Zentrum der Zukunft, das in Ergänzung zur audiologischen Basisversorgung durch niedergelassene HNO-Ärzte und Hörgeräte-Akustiker steht und sich an Patienten mit besonderen Hörproblemen richtet. In Holland gibt es eine Reihe derartiger audiologischer Zentren, und in Oldenburg haben wir von unseren Patienten durchweg positive Rückmeldungen bekommen" erläutert Kollmeier. Über den Einsatz von Cochlea-Implantaten im Kindesalter sowie über die Methoden zum Testen des Erfolges von technischen Hörhilfen durch die Sprachaudiometrie wird auf der sich anschließenden Tagung der „Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Audiologen und Neuro-Otologen" vom 12. bis 14. März diskutiert. An beiden Tagungen zusammen werden etwa 400 ExpertInnen teilnehmen, so daß die Tagung einen gewichtigen Akzent auf das Hören setzt und zugleich die Wichtigkeit des (Zu-)Hörens und Verstehens in unserer heutigen Zeit hervorheben soll. Zukunftsängste hat die Audiologie-Branche nicht: Im Zeitalter von Disco und Walkman nehmen irreparable Gehörschädigungen leider nicht ab ... Kontakt: Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Arbeitsgruppe Medizinische
Physik
Karrieren mit Energie:Absolventen des Studiengangs "Renewable Energy" erfolgreich im BerufOldenburg. Über 80 % der AbsolventInnen des Postgraduiertenprogramms Renewable Energy an der Universität Oldenburg schätzen die Kontakte zur Universität als wichtig oder sehr wichtig für ihre weitere berufliche Karriere ein. Das ergab eine umfassende Befragung, in der der Fachbereich Physik mit Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) die Karriereverläufe der Ehemaligen erkundet hat.In dem Programm werden seit über zehn Jahren Graduierte im Bereich der erneuerbaren Energien ausgebildet. Mittlerweile haben 130 TeilnehmerInnen aus mehr als 40 Ländern vorwiegend aus der Dritten Welt den einjährigen englischsprachigen Aufbaustudiengang erfolgreich abgeschlossen. Die Befragung stieß mit einer Rücklaufquote von 88 % bei den Ehemaligen auf große Resonanz. Mehr als 48 % der ausländischen AbsolventInnen haben sich nach ihrem Abschluß für ein weiterführendes Studium entschieden. Von ihnen haben mittlerweile 10 % dieses Studium erfolgreich abgeschlossen, 21 % studieren noch. Mehr als 75 % von ihnen streben eine Promotion an. Vorwiegend wegen weiterführender Studien leben 35 % der ausländischen Ehemaligen momentan nicht in ihren Herkunftsländern. Die ausländischen Ehemaligen sind nach der Postgraduiertenausbildung überwiegend vollzeitbeschäftigt, Teilzeitarbeit spielt kaum eine Rolle. Nach Abschluß ihrer Qualifikation in Oldenburg kehrten 63 % der ausländischen Ehemaligen an ihren alten Arbeitsplatz zurück. Von ihnen hat ca. ein Drittel den Arbeitsplatz auch danach nicht gewechselt. Ehemalige, die nach ihrem Studium in Oldenburg eine neue berufliche Tätigkeit suchten, hatten damit kaum Schwierigkeiten. Im Durchschnitt brauchten die ausländischen Ehemaligen weniger als drei, die deutschen vier Monate, um einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Für die deutschen Ehemaligen ist die Oldenburger Qualifikation durchweg eine Zäsur in ihrer Karriere: Keiner von ihnen kehrte an seinen vorherigen Arbeitsplatz zurück. Die meisten ausländischen AbsolventInnen (68 %) waren sowohl vor als auch nach ihrem Studium in Oldenburg an Universitäten oder in Ministerien bzw. der Verwaltung tätig. 42 % zählen sich zum Top- oder mittleren Management. Mehr als die Hälfte ist verantwortlich für mehrere MitarbeiterInnen. Frauen sind im Programm mit weniger als 20 % deutlich unterrepräsentiert. Häufiger als ihre männlichen Kollegen haben sie bereits ein weiteres Studium abgeschlossen. Für Frauen stellt diese Ausbildung eher als für Männer einen Einschnitt im weiteren Verlauf ihrer Berufskarriere dar: Sie kehren seltener an ihre alten Arbeitsplätze zurück und bemühen sich öfter als ihre männlichen Kollegen um ein weiterführendes Studium. Die Einschätzung des Oldenburger Programms für die weitere berufliche Karriere fiel in den meisten Aspekten positiv aus. 85 % aller Nennungen entfielen auf die Kategorien "sehr wichtig" oder "wichtig". Innerhalb der einzelnen Programmpunkte kommt dem externen Practical Training, einem sechs- bis achtwöchigen Praktikum außerhalb des eigenen Heimatlandes, eine herausragende Rolle zu: 60 % der ausländischen Ehemaligen bewerteten diesen Programmpunkt mit "sehr gut". Kontakt: Michael Golba, Postgraduiertenprogramm Renewable Energy, Tel.: 0441/798-3544, Fax: 0441/798-3326, e-mail: mig@ehf.uni-oldenburg.de.
Spracherwerb bei Kindern mit Cochlea-ImplantatOldenburg. Um den Spracherwerb bei tauben Kindern, die durch ein Cochlea-Implantat die Hörfähigkeit erworben haben, zu optimieren, ist an der Universität Oldenburg ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen worden, in dem der Verlauf des Spracherwerbs von Kindern mit Cochlea-Implantat erstmals wissenschaftlich untersucht und mit dem Spracherwerb normal hörender Kinder verglichen wird.Bereits seit Ende der 80er Jahre ist es möglich, Kindern mit angeborener und erworbener Innenohrtaubheit oder -schwerhörigkeit chirurgisch eine künstliche Innenohrprothese, das sogenannte Cochlea-Implantat, einzusetzen und ihnen damit die Hörfähigkeit zu geben bzw. diese zu verbessern. In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt unter der Leitung der Entwicklungspsychologin Prof. Dr. Gisela Szagun wird jetzt versucht, die individuellen Unterschiede beim Einstieg in die Sprache und die besonderen Schwierigkeiten der Kinder mit Cochlea-Implantat zu erkennen, um ihre Sprachförderung weiter zu verbessern. Die WissenschaftlerInnen hoffen, klarere Aussagen als bisher machen zu können, in welchem Bereich das Sprachangebot intensiviert werden muß und wie die Förderung noch individueller auf die einzelnen Kinder abgestimmt werden kann. Dazu arbeitet die Forschungsgruppe um Szagun eng zusammen mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Thomas Lenarz an der Medizinischen Hochschule Hannover, wo ein Großteil der Operationen in Deutschland durchgeführt wird, und der Arbeitsgruppe von Dr. Bodo Bertram vom Cochlear Implant Centrum Hannover. Das Cochlear Implant Centrum Hannover, das sich in Trägerschaft der Stiftung Hannoversche Kinderheilanstalt e.V. befindet, ist das derzeit größte Rehabilitationszentrum für Kinder mit Cochlea-Implantat. Für die Untersuchungen zeichnen die EntwicklungspsychologInnen über einen Zeitraum von zwei Jahren, beginnend sechs Monate nach der Implantation, Sprachäußerungen von 24 zwei- bis vierjährigen Kindern mit Cochlea-Implantat während Rehabilitationsaufenthalten im Cochlear Implant Centrum Hannover auf Band auf. In einem Spielzimmer werden die Sprachäußerungen der Kinder in einer Spielsituation mit jeweils einem Elternteil festgehalten. Diese Aufzeichnungen werden unter morphologischen (Artikel und Pronomen, Endungen von Verben, Nomen, Artikeln, etc.), syntaktischen (Kombination von Wörtern zu Sätzen) und lexikalischen (Wortschatz, Verhältnis von Inhaltswörtern zu Funktionswörtern) Aspekten untersucht. Der Spracherwerb der Kinder mit Cochlea-Implantat wird mit dem Spracherwerb von normal hörenden Kindern verglichen, deren spontanes Sprechen von Beginn ihres Spracherwerbs an ebenfalls aufgezeichnet wird. So läßt sich herausfinden, ob die Kinder mit Cochlea-Implantat einen langsameren Spracherwerb haben oder nicht, und ob sie andere Spracherwerbsstrategien anwenden als normal hörende Kinder - etwa in stärkerem Maße Vorgesprochenes nachahmen. Besonders untersucht werden auch individuelle Unterschiede im Verlauf des Spracherwerbs. Möglich ist zum Beispiel, daß einzelne Kinder unterschiedliche Wege in die Sprache nehmen. Die einen könnten den Einstieg in die Sprache über das Bezeichnen von Dingen finden, die anderen lernen eher Pronomen wie das und mein, mit denen sie auf Dinge und Sachverhalte verweisen. Indem der Weg, den die Kinder in die Sprache nehmen, genau aufgezeigt wird, kann man auch sehen, wo Schwierigkeiten liegen, die mit dem Hören der Kinder zu tun haben könnten. Kontakt: Prof. Dr. Gisela Szagun, Institut für Kognitionsforschung, Fachbereich 5 Philosophie/Psychologie/Sportwissenschaft, e-mail: szagun@psychologie.uni-oldenburg.de, Tel.: 0441/ 9706-146, Fax: 0441/9706-170
Erster Gesundheitsraum für DrogenkonsumentInnen in Niedersachsen:
Oldenburg/Hannover. Die Arbeitsstelle "Sucht- und Drogenforschung"
der Universität Oldenburg ist mit der wissenschaftlichen Begleitung
eines Modellversuchs beauftragt worden, bei dem es um spezielle Hilfsangebote
für Drogenabhängige geht. Unter dem Namen FIXPUNKT besteht in
Hannover seit Dezember letzten Jahres ein sog. Gesundheitsraum, der drogenabhängigen
Menschen die Möglichkeit bietet, unter hygienischen, streßfreien
und würdevolleren Bedingungen als auf der offenen Drogenszene ihre
mitgebrachten Substanzen zu konsumieren.
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· Redaktion: Ralf Thiele
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