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Pressedienst:
November 1998
Vortrag über Sportunterricht in der UniOldenburg. Zum Thema „Bewegungserziehung im Jugendalter" spricht am Dienstag, 1. Dezember 1998, 16.00 Uhr, der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Funke-Wieneke (Universität Hamburg) in der Universität (Raum S 2-206, Sportzentrum am Uhlhornsweg). Funk-Wieneke, der für einen kind- bzw. jugendgerechten Schulsport eintritt, ist in der Bundesrepublik maßgeblich an der Konzeption eines zukunftweisenden Sportunterrichts beteiligt.
Nachhaltiges Management in Meeres- und KüstenräumenOldenburg. „Nachhaltiges Management in Meeres- und Küstenräumen" ist das Thema einer Informations- und Diskussionsveranstaltung, die am Freitag, 27. November 1998, an der Universität Oldenburg stattfindet. Die Veranstaltung ermöglicht es Fachleuten, frühzeitig Kontakte für Projekte im Rahmen des kommenden 5. Forschungsrahmenprogramms (FRP) der Europäischen Kommission zum Management der europäischen Meere und ihrer Küstenzonen zu knüpfen. Veranstalter der Tagung ist das EU-Hochschulbüro Weser-Ems an der Universität.Die frühzeitige Information und Kontaktaufnahme zu möglichen Kooperationspartnern ist notwendig geworden, weil es im Gegensatz zu den bisherigen Forschungsrahmenprogrammen, die klar erkennbar einem einzigen wissenschaftlichen Bereich zugeordnet werden konnten, im 5. FRP interdisziplinär ausgerichtete Programme geben wird, deren Themen nur durch intensive Zusammenarbeit verschiedenster Partner erfolgreich bearbeitet werden können. Grenzüberschreitend müssen sich WissenschaftlerInnen aller Disziplinen, Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen sowie Behörden zusammenfinden, um leistungsstarke Konsortien für attraktive Projekte zu bilden. Die Tagung wurde gemeinsam mit dem Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität und der Neuen Hanse Interregio in Kooperation mit der Universität Bremen vorbe-reitet und wird vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium gefördert. Die 120 TeilnehmerIn-nen sind ExpertInnen aus Forschungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen sowohl aus den deutschen Küstenregionen als auch aus den Niederlanden. Im 5. FRP der Europäischen Kommission werden in den nächsten Jahren insgesamt ca. 30 Milliarden Mark für Forschung und Entwicklung zur Verfügung gestellt, ein Teil davon für die Meeresforschung. An vielen Stellen des 5. FRP ergeben sich Fragestellungen, die eines verbindet: Meere und ihre Küstenzonen in ihrem Potential und ihrer Gefährdung aufzunehmen, aber auch wissenschaftlich-technisch und gesellschaftlich ausbalancierte Strategien zur nachhaltigen Nutzung dieser Naturräume in einem intelligenten Management zu vereinen. Kontakt: Ute Treptow, EU-Hochschulbüro Weser-Ems an der
Universität Oldenburg,
Senat lehnt Gebühren für Studierende abOldenburg. Die von der niedersächsischen Landesregierung und der SPD-Fraktion im Landtag geplante Erhebung von Gebühren für Studierende zur Deckung von Verwaltungskosten hat der Senat der Universität Oldenburg in einem einstimmigen Beschluß abgelehnt. In der von den stu-dentischen VertreterInnen vorgelegten Begründung heißt es dazu, sowohl die Tragfähigkeit des Kabinettsbeschlusses als auch dessen Verfassungsmäßigkeit müsse angezweifelt werden. Der Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg habe dem dortigen Plan der Landesregierung, Einschreibgebühren zu erheben, erst im Juli 1998 eine klare Absage erteilt. Der jetzt von der Niedersächsischen Landesregierung beschrittene Weg, die Gebühren durch einfache Umbenen-nung "klagefest" zu machen, ändere nichts an ihrem Charakter.
Grubitzsch im Vorstand der Landeshochschulkonferenz (LHK)Oldenburg. Der Präsident der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Siegfried Grubitzsch, ist zum stellvertretenden Vorsitzenden der Landeshochschulkonferenz (LHK) gewählt worden. Er ist Nachfolger des ehemaligen Göttinger Universitätspräsidenten, Prof. Dr. Hans-Ludwig Schreiber. Vorsitzender der LHK wurde Prof. Dr. Ludwig Schätzl (Universität Hannover). Dem neuen Vorstand gehören neben Schätzl und Grubitzsch auch Prof. Dr. Hartwig Donner (Universität Lüneburg) und Prof. Dr. Arno Jaudzims (FH Hannover) an. In der LHK sind die 27 Hochschulen der niedersächsischen Hochschulen bzw. deren Rektoren und Präsidenten zusammengeschlossen. Grubitzsch hatte erst am 1. Oktober dieses Jahres das Amt des Präsidenten der Universität Oldenburg übernommen.
Personalie aus der UniversitätOldenburg. Prof. Dr. Hanna Kiper, seit Beginn des Wintersemesters Professorin für Theorie und Praxis des Sekundarbereichs I am Fachbereich Pädagogik der Universität Oldenburg, hält am Mittwoch, 2. Dezember, 16.00 Uhr, Raum A4 4-419 (Uhlhornsweg) ihre Antrittsvorlesung zum Thema "Aspekte feministischer Auseinandersetzung mit dem Bildungsbegriff – zwischen Kritik und Aneignung".Kontakt: Prof. Dr. Hanna Kiper, Fachbereich Pädagogik, Tel. 0441/798-3368.
Auszeichnung auch für SeminargruppenOldenburg. Der Preis für hervorragende studentische Leistungen, der an der Universität Oldenburg jährlich ausgeschrieben wird, wurde diesmal nicht nur für Einzelleistungen vergeben. Auch zwei Seminargruppen erhielten wegen ihrer besonderen Kreativität und Mitarbeit die Auszeichnung. Für besondere Einzelleistungen wurden außerdem Stefanie Brettschneider (Fachbereich Pädagogik), Silke Stremlau (Fachbereich Sozialwissenschaften), Denis Anié (Fachbereich Wirtschafts- und Rechtswissenschaften), Michael Kleinschmidt (Fachbereich Physik), Sabine Lattmann (Fachbereich Chemie) und Eike Schmidt (Fachbereich Informatik mit Prämien in Höhe von je 1000 DM geehrt, die von der Universitätsgesellschaft Oldenburg, der EWE und der Öffentlichen Versicherungen zur Verfügung gestellt wurden.
Universität trauert um Heinz NeumüllerOldenburg. "Die Universität Oldenburg trauert um einen großen Freund und Gönner", erklärte heute der Präsident der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Siegfried Grubitzsch, zum Tod des Unternehmers und Ehrensenators der Universität Oldenburg, Heinz Neumüller. Neumüller habe mit der Gründung der nach ihm benannten Stiftung einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft der Universität gesetzt und damit deutlich gemacht, wie wichtig die Verbindung zwischen Wirtschaft und Bildungseinrichtungen für die Gesellschaft sei. Die Universität sehe in ihm einen Vorreiter einer Unternehmenspolitik, die davon ausgehe, daß Investitionen in die Bildung nicht nur eine Angelegenheit des Staates sein dürfe, betonte Grubitzsch. Sie sei Heinz Neumüller zu großem Dank verpflichtet.Neumüller war 1996 wegen seines großen Engagements für die Universität Oldenburg zu ihrem ersten Ehrensenator ernannt worden. 1995 hatte er die Heinz-Neumüller- Stiftung errichtet, die an Doktoranden der Universität Oldenburg aus dem Bereich Wirtschafts-, Natur- und Rechtswissenschaften Stipendien vergibt.
Vortrag über das neue PsychotherapeutengesetzOldenburg. Über das neue Psychotherapeutengesetz informiert der Präsident des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen, Dipl.-Psych. Lothar Hellfritsch, in einem Vortrag in der Universität Oldenburg am Donnerstag, 3. Dezember 1998 (16.00 Uhr Hörsaalzentrum, Hörsaal 1). Veranstalter ist die Arbeitseinheit "Psychologie im Gesundheitswesen" am Fachbereich Philosophie, Psychologie, Sportwissenschaft der Universität.Das neue Gesetz, das am 1. Januar 1999 in Kraft tritt, schafft eine neue berufs- und sozialrechtliche Grundlage für die Tätigkeit als Psychotherapeut bzw. Psychotherapeutin. Neben dem Titelschutz bedarf die Berufsausübung als Psychotherapeut nunmehr der Approbation. Nach wie vor gehört die Psychotherapie zu einem der wichtigsten Berufsfelder für Studierende der Psychologie. Kontakt: Dipl.-Psych. Silke Gräser, Arbeitseinheit Psychologie im Gesundheitswesen, Fachbereich 5 Philosophie, Psychologie, Sportwissenschaft, Tel.: 0441/9706-145.
Einführung in die Philosophie: Ein empfehlenswertes BuchOldenburg. "Philosophie im Gespräch" - so lautet der Titel eines Buches von Wilhelm Ude, das in diesen Tagen in der Oldenburger Carl von Ossietzky-Buchhandlung vorgestellt worden ist. Der 73jährige ehemalige Leiter des Vareler "Lothar Meyer Gymnasiums" war Lehrbeauftragter für Philosophie an der Oldenburger Universität. Außerdem gehört er seit Jahren zu den Förderern des an der Universität angesiedelten "Fritz Küster-Archivs für politische und soziale Protestbewegungen".Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Kraiker (Fachbereich 3 Sozialwissenschaften) hob bei der Präsentation des Buches hervor, daß es dem Autor gelungen sei, klassische Texte mit gegenwärtigen Lebensfragen und gesellschaftspolitischen Problemen zu verbinden. "Es gibt in der Philosophie die Tradition, grundlegende Fragen in Dialogform zu reflektieren", sagte Kraiker. Diese Darstellungsweise sei heute nur noch selten zu finden, obwohl sie den Zugang zu einer notwendig abstrakten Materie erheblich erleichtern könne. Das Buch habe didaktische Qualitäten, die es als Einführung in die Philosophie auch für interessierte Laien empfehlenswert mache. Ude macht seine Leserinnen und Leser nicht nur auf philosophische Probleme und Anliegen neugierig. Die von ihm gewählte Methode, philosophische Texte in einer kleinen Gesprächsrunde zu diskutieren, macht Lust auf Streifzüge in die Literatur. Wilhelm Ude, Philosophie im Gespräch, 660 S, 39,80 DM erschienen im Selbstverlag, erhältlich in der Oldenburger Carl von Ossietzky-Buchhandlung (Tel. 0441/798-4506, Fax 0441/75703) Kontakt: Fritz Küster Archiv, Dr. Stefan Appelius, Tel. 0441/798-2054
Von der Solarzelle bis zur Heiserkeitsmessung: Tag der Physik in der UniversitätOldenburg. Am Mittwoch, den 2. Dezember 1998, veranstaltet der Fachbereich Physik der Universität Oldenburg am Standort Wechloy/Carl-von-Ossietzky-Straße erstmalig den "Tag der Physik" mit einer Vielzahl von Vorträgen, Ausstellungen, Aktivitäten und Laborführungen, die sich naturwissenschaftlich Interessierte aus der Region auf keinen Fall entgehen lassen sollten. In dem von 10.00 bis 18.30 Uhr angelegten allgemeinverständlichen Vortragsprogramm geht es von akustischen Sinnestäuschungen über moderne Datenverschlüsselungsverfahren auf der Basis der Chaosphysik bis hin zu der Nutzung regenerativer Energien (Windenergie und Photovoltaik) und zur Frage, welche Farbe das Meer hat. Gleichzeitig werden Mitmach-Aktivitäten und Vorführungen angeboten, bei denen z.B. gemessen wird, ob die mitgebrachte eigene Sonnenbrille auch genügend Schutz gewährt, wie heiser die eigene Stimme ist, wie ein Hologramm entsteht oder wie gut man hört. Bei den halbstündig angebotenen Führungen durch die Forschungslabors können Nachbauten historischer Physik-Experimente ebenso bewundert werden wie Windgeneratoren im Windkanal, ein Versuch zur Chaoskontrolle oder die Rekonstruktion von verrauschten Bildern. Informationen aus erster Hand über die Studiensituation erhält man an Info-Ständen von und mit Studierenden; ein Internet-Café bietet außerdem die Möglichkeit, sich zwischendurch zu entspannen und unter fachkundiger Anleitung durch die Weiten des Internets zu surfen. Den krönenden Abschluß bildet um 17.30 Uhr der Festvortrag des renommierten Physikers Prof. Eisenmenger aus Stuttgart, der über das hochaktuelle Thema der Lichterzeugung durch Schall (Sonoluminiszenz) berichten wird.Durch den "Tag der Physik" möchte die Oldenburger Physik ihre besonderen Leistungen und Schwerpunkte in Forschung, Lehre und Technologietransfer einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und ihre überregionalen Dienstleistungsangebote für Industrie und Handwerk verdeutlichen. Zugleich soll auf die Vielfalt der Anwendung physikalischer Erkenntnisse hingewiesen werden, die zu einer exzellenten Arbeitsmarktsituation für junge PhysikerInnen führt. Bundesweit entscheiden sich derzeit nur halb so viele AbiturientInnen für ein Physikstudium, wie von der Industrie nachgefragt wird. Dies zeigt, daß sich die Physik - nicht nur am Oldenburger "Tag der Physik" - im Aufwärtstrend befindet. Kontakt: Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Birger Kollmeier, Dekan des Fachbereichs Physik, Telefon: 0441/9706-466 oder -470, Fax: 0441/798-3698, E-mail: biko@medi.physik.uni-oldenburg.de
Kolloquium als interaktive LivekonferenzOldenburg. Am Mittwoch, 25. November 1998, wird ein Kolloquium des Fachbereichs Informatik der FernUniversität Hagen mittels der sog. Mbone-Technologie live an die Universität Oldenburg übertragen (Hörsaalzentrum, Hörsaal 2). Auch von Oldenburg aus können Fragen an die Referenten gestellt werden. Um 13.40 Uhr gibt Dr. Bernd Wagner (Leiter des Hochschulrechenzentrums der Universität Oldenburg) "Eine kurze Einführung in die Mbone-Technologie", um 14.00 Uhr spricht Prof. Dr. Otthein Herzog (Universität Bremen) zum Thema "Digitale Bibliotheken und Multimedia – Automatische Analyse und das Retrieval von Bildern und Videos". Es handelt sich um eine Veranstaltung des Oldenburger Fernstudienzentrums und des Hochschulrechenzentrums.Kontakt: Axel Kleinschmidt, Fernstudienzentrum, Tel. 0441/798-4410, Fax –4414.
Tagung zur Regionalentwicklung - Chancen für den NordwestenOldenburg. "Regionalentwicklung zwischen Globalisierung und Regionalisierung - Zur Innovationsfähigkeit von Regionen" ist das Thema einer Tagung, die das Institut REGIO an der Universität Oldenburg in Kooperation mit der Arbeitsstelle Dialog am 19. November 1998 veranstaltet. Anlaß ist das zehnjährige Bestehen des Regionalen Informationssystems RegIS. Die Tagung richtet sich an Fachleute aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung.Ziel der Tagung ist es, in einem Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis regionale Gestal-tungsfähigkeit zu erörtern, aber auch zukunftsfähige Ansätze einer innovativen Regionalpolitik zu diskutieren. Nach Beiträgen zur sich verändernden Förderpolitik der Europäischen Union und zur Frage nach dem Gestaltungsspielraum, der für regionale Politik unter den Bedingungen der Globalisierung überhaupt angenommen werden kann, geht es in drei Foren um Konzepte für die Regionalentwicklung im Nordwesten, um die Möglichkeiten von Verbundstrategien und Produktionscluster in der Region sowie um die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien als Instru-ment innovationsorientierter Regionalentwicklung. Nach Einschätzung der Veranstalter erfahren die Regionen als politisch-ökonomisches Handlungsfeld zur Zeit eine neue Aufmerksamkeit: "Die Region gilt als Hoffnungsträger für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und die Bewältigung immer komplexerer Planungs- und Entwicklungsanforderungen unter den Bedingungen der politisch-ökonomischen Globalisierung." Kontakt: Dr. Jobst Seeber, REGIO Institut GmbH, Tel.: 0441/798-2996,
Fax: 0441/798-3002,
20 Jahre Arbeitsgruppe StadtforschungOldenburg. Mit einer öffentlichen Vortragsveranstaltung feiert die Arbeitsgruppe Stadtforschung am 27 November.98, 15.00 Uhr, ihr 20-jähriges Bestehen im neuen Hörsaalzentrum. Referenten sind Prof. Dr. Erika Spiegel (Heidelberg), Prof. Dr. Detlev Ipsen (Kassel) und Prof. Dr. Johann Jessen (Stuttgart) werden Referate halten. Die Arbeitsgruppe Stadtforschung (AGS) wurde von Prof. Dr. Walter Siebel gegründet, der von 1989 bis 1995 auch wissenschaftlicher Direktor der Internationalen Bauaustellung Emscher Park war.Gegenstand der Forschung der AGS, in der insterdisziplinär Soziologien, Stadtplaner, Psychologen und Geographen zusammenarbeiten, ist die Stadt als Ort des alltäglichen Lebens außerhalb der beruflich organisierten Arbeit. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Forschung waren u.a. die Funktion und der Wandel des informellen Sektors, soziale und ökologische Aspekte des Wohnens sowie die Entwicklung zur Dienstleistungsgesellschaft. Gegenwärtig liegt der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten zum einen auf Fragen des Zusammenhangs von Migration und sozialer Integration zum anderen auf der Untersuchung von neuen Planungsstrategien, wofür die Internationale Bauausstellung Emscher Park (IBA) und die Weltausstellung EXPO 2000 Hannover herausragende Beispiele sind. Die Forschungsprojekte der AGS sind ausschließlich durch Drittmittel finanziert, die überwiegend bei Institutionen der Wissenschaftsförderung (DFG, VW-Stiftung u.a.) und bei Ministerien (BMBau, Ministerium für Stadtentwicklung, NRW, Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Niedersachsen) eingeworben werden. Kontakt: Dr. Norbert Gestring, Institut für Soziologie, Arbeitsgruppe Stadtforschung, Tel.: 0441/9706-368
Technikwissen muß Teil der Allgemeinbildung seinOldenburg. Eine Bestandsaufnahme technischer Bildung in Deutschland haben die "5. Hochschultage Technikunterricht – Technische Allgemeinbildung" zum Ziel, die heute und morgen in der Universität Oldenburg stattfinden. Es gehe dabei auch darum, auf die Misere des Faches Technik in der Schule aufmerksam zu machen, erklärte Prof. Dr. Kurt Henseler vom Institut für Technische Bildung der Universität: Es fehlten ausgebildete Fachlehrer, die den Schülern das notwendige Wissen für ein Leben in einer auf Technik angewiesenen Gesellschaft vermitteln könnten. Das Mißverhältnis zwischen Anspruch und Wirklichkeit in dieser wichtigen Frage der Erziehung könne kaum größer sein.Mehr denn je, so Henseler, würden heute von mündigen BürgerInnen Entscheidungen über den Einsatz von Technik in weiten Bereichen ihrer Lebenswelt abverlangt. Technische Bildung sei daher auch für alle notwendig, um an wichtigen Entscheidungsprozessen in der Gesellschaft teilnehmen zu können. Sie müsse als Teil der Allgemeinbildung angesehen werden und sei daher Sache der Schule. An der Tagung, die von der EWE und der Preussen Elektra gefördert wird, sprechen u.a. der ehemalige Bundesbildungsminister Prof. Dr. Rainer Ortleb (Dresden) und die Niedersächsische Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper. Kontakt: Prof. Dr. Kurt Henseler, Institut für Technische
Bildung, Fachbereich 3 Sozialwissenschaften,
NS-Verbrechen und WiedergutmachungOldenburg. "NS-Verbrechen und Wiedergutmachung: Zur Geschichte des Londoner Schuldenabkommens" ist das Thema eines Vortrags, den der Bremer Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Christoph Schminck-Gustavus am Donnerstag, 19. November, 20.00 Uhr, im Hörsaal B (Gebäude A11, Ammerländer Heerstraße) der Universität Oldenburg hält. Veranstalter sind die Forschungsstelle Nationalsozialismus am Institut für Politikwissenschaft II, das Seminar für Jüdische Studien sowie der AStA.Wie die vom Hamburger Reemtsma-Institut organisierte Wehrmachtsausstellung erst kürzlich wieder gezeigt habe, könne die Diskussion über deutsche Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg auch heute noch - nach über 50 Jahren – heftigen Streit auslösen, heißt es in der Veranstaltungsankündigung. Wer darüber hinaus noch die Frage nach der Opferentschädigung stelle, werde schnell mit dem Hinweis auf die "Wiedergutmachung" abgespeist, mit der das Thema angeblich abgeschlossen sei. Daß es trotz dieser "Wiedergutmachung" aber auch heute noch zahllose nie entschädigte Opfer deutscher Kriegsverbrechen und deutscher Kriegswirtschaft gebe, werde in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Eine historische Weichenstellung für die Entrechtung der Opfer sei das Londoner Schuldenabkommen von 1953. Mit dieser, vom späteren Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank Hermann Josef Abs ausgehandelten Regelung seien nicht nur die Bedingungen für das kurz darauf einsetzende Wirtschaftswunder, sondern zugleich auch die juristischen Rahmenbedingungen für die Entrechtung der Opfer geschaffen worden. Kontakt: Insa Meinen, Forschungsstelle Nationalsozialismus,
Tel. 0441/9706-122, Fax: –180,
Bundesweit einzigartige Ausbildung professioneller KonfliktvermittlerInnenOldenburg. Das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Oldenburg bietet ab Januar 1999 einen berufsbegleitenden Kontaktstudiengang Mediation an. Es handelt sich um eine in Konzeption und Umfang in der Bundesrepublik bisher einzigartige Ausbildung. Schon bisher ist Oldenburg im Bereich der Umweltmediation bundesweit führend. So wurden einige der größten Umweltmediationsverfahren in der Bundesrepublik (u.a. Berliner Großflughafen) von dem Universitäts-An-Institut MEDIATOR (Zentrum für Umweltkonflikt-forschung und –management GmbH an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) erfolgreich durchgeführt.Mediation ist ein Konfliktlösungsverfahren, an dem sich Streitparteien freiwillig beteiligen, wenn sie ihre Konfliktlösung nicht der unsicheren und im Ergebnis oft unbefriedigenden Rechtsentscheidung überlassen wollen. Mit Hilfe eines neutralen Dritten wird in der Mediation von den Konfliktparteien eine gemeinsame Problemlösung erarbeitet. Diese Methode, die seit mehr als 20 Jahren in den USA erfolgreich angewendet wird, findet auch in der Bundesrepublik immer mehr Beachtung und wird hier besonders bei Familien- und Umweltkonflikten angewendet. Zunehmend werden sich aber auch Unternehmen und Organisationen der Möglichkeiten der Mediation bewußt. Vor diesem Hintergrund haben WissenschaftlerInnen der Universität Oldenburg ein interdisziplinär angelegtes Ausbildungskonzept erarbeitet, das die drei Studienschwerpunkte Familienmediation, Umweltmediation und Mediation in Wirtschaft und Organisationen umfaßt. Der Studiengang bietet eine praxisnahe Vermittlung von Methoden und Techniken der Konfliktverarbeitung durch DozentInnen mit umfangreichen praktischen Erfahrungen. Zielgruppe sind vor allem Berufstätige in psychosozialen Berufen sowie aus dem juristischen und sozialwissenschaftlichen Bereich, darüber hinaus aber auch Fachkräfte aus Unternehmen, Organsiationen und Verwaltungen. Das Grund- und Hauptstudium umfaßt mit den Supervisionsverantaltungen 360 Unterrichtsstunden in fünf Semestern. Die Veranstaltungen finden als Wochenendseminare statt. Die Kosten betragen – aufgeteilt in fünf Raten – insgesamt 10.500 DM. Anmeldeschluß ist der 30. November 1998. Nähere Information: Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung, Eckard Schwitters, Tel.: 04441/798-3108, Fax –2190, E-Mail: schwitte@uni-oldenburg.de.
Die Oldenburger Tucholsky-GesamtausgabeOldenburg. "Selbstverständlich habt Ihr die Frage: Völkerbund oder Pan-Europa nicht gelöst. Fragen werden von der Menschheit nicht gelöst, sondern liegen gelassen. Selbstverständlich habt Ihr fürs tägliche Leben 300 wichtige Maschinen mehr als wir, und im übrigen seid Ihr genau so dumm, genau so klug, genau so modern wie wir." Diese mehr oder minder zutreffenden Prophezeiungen schrieb Kurt Tucholsky (1890-1935) 1926 in einem "Gruß nach vorn" an einen imaginären Leser aus dem Jahr 1985. Der kleine Artikel aus der "Weltbühne" gehört zu den mehr als 3000 Texten, die seit 1991 an der Universität Oldenburg mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu einer 22bändigen Kritischen Gesamtausgabe der Werke und Briefe des berühmten Publizisten zusammengestellt werden. Ebenso wie die Gesamtausgabe der Schriften Carl von Ossietzkys, die 1994 an der Universität Oldenburg abgeschlossen wurde, erscheinen die Bücher im Rowohlt Verlag. Die Arbeit soll 2003/2004 beendet sein.In einem jetzt erschienenen Artikel in dem Oldenburger Universitätsforschungsmagazin EINBLICKE stellen zwei der Herausgeber und Mitarbeiter der Tucholsky-Arbeitsstelle, der Germanist Prof. Dr. Dirk Grathoff und der Politologe Prof. Dr. Gerhard Kraiker, das Projekt näher vor ("Die Oldenburger Gesamtausgabe der Werke und Briefe von Kurt Tucholsky", EINBLICKE Nr. 28, S. 4-8). Die beiden Wissenschaftler befassen sich u.a. mit der Frage, warum eine Auswahlausgabe - die als zehnbändige "Gesammelte Werke", herausgegeben von Mary Gerold-Tucholsky und Fritz J. Raddatz, bereits vorliegt - im Fall Tucholskys nicht ausreicht. Jede Auswahlausgabe sei an die "Bedeutungswahrnehmung der Herausgeber und der Jetztzeit" gebunden, so Grathoff und Kraiker. Tucholsky sei schon zu Lebzeiten und mehr noch nach dem 2. Weltkrieg aus ganz verschiedenen Leseinteressen heraus wahrgenommen worden. Nur eine möglichst vollständige Ausgabe werde dem Publizisten gerecht: dem wohlgefälligen Gedichteschreiber, dem Erzähler von Liebesgeschichten, dem provokanten politischen Kritiker, dem engagierten Pazifisten, dem Verfasser von witzigen und pointierten Kabarettchansons, dem Rezensenten, dem manchmal sarkastischen und manchmal verstehenden Beobachter bürgerlicher Mentalität und Moral und nicht zuletzt dem Briefeschreiber. Für eine vollständige Ausgabe spreche überdies das große wissenschaftliche Interesse, auf das Tucholskys Werk in den letzten Jahren auch in Frankreich, England und den USA stoße. Statt nach Genres gegliedert folgt die Oldenburger Edition der chronologischen Ordnung. Lediglich Texte und Briefe sind getrennt. Gegen eine Genregliederung habe vor allem gesprochen, daß Tucholsky die Gattungen häufig vermischte. Der Kommentar, der in den Textbänden nicht mehr als ein Drittel des Gesamtumfangs ausmacht, soll den LeserInnen die Text- und Briefteile erschließen, die ohne Erklärung der zeitgeschichtlichen Bezüge nicht unmittelbar zugänglich wären. Dagegen sei es nicht Aufgabe des Kommentars, eigene Deutungen des literarischen Werks und Beurteilungen der politischen Äußerungen vorzunehmen. Eine Werkausgabe könne nur "die besten Voraussetzungen für Interpreten und Kritiker schaffen, die Analyse muß an anderer Stelle stattfinden", so Grathoff und Kraiker. Die erfolgreiche Etablierung der Ossietzky- und Tucholsky-Archive mit ihren Forschungsstellen und den abgeschlossenen bzw. voranschreitenden Gesamtausgaben hat wesentlich dazu beigetragen, daß jetzt der Nachlaß von Hannah Arendt in Oldenburg bearbeitet wird. Beabsichtigt ist, die Schwerpunkte Ossietzky, Tucholsky und Arendt für die Erforschung der Kultur der Weimarer Republik und des Exils zusammenzuführen. Zusammen mit dem Studiengang "Jüdische Studien" ergibt sich dadurch an der Universität Oldenburg ein international wichtiger Schwerpunkt der deutschen Geistes- und Kulturwissenschaften. Kontakt: Prof. Dr. Dirk Grathoff, Fachbereich Literatur- und
Sprachwissenschaften,
Der EINBLICKE-Artikel im Internet: www.admin.uni-oldenburg.de/presse/einblick/
Hohe Auszeichnung für Oldenburger GastprofessorOldenburg. Für seine Verdienste im Bereich des Austausches von Lehrenden und Studierenden aus Deutschland und den USA ist der Historiker und Deutsch-Amerikaner Prof. Dr. Armin Mruck (72) am 6. November 1998 mit der "Governor's Citation", einer hohen Ehrung des US-Bundesstaates Maryland, ausgezeichnet worden. Gleichzeitig erklärte der Bürgermeister von Baltimore den 6. November zum "Dr. Armin Mruck Day". Mruck, der im vergangenen Jahr das Bundesverdienstkreuz erhielt, lebt seit 1951 in den USA. Er hat insbesondere den Austausch zwischen der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Towson University in Maryland gefördert. Auf Mruck geht auch die Einrichtung eines Clearingcenters in Maryland zurück, das den gesamten Austausch zwischen der Universität Oldenburg und allen US-Partnerhochschulen vermittelt. Derzeit hält sich der Wissenschaftler in Oldenburg auf, wo er – wie schon regelmäßig in der Vergangenheit - als Gastprofessor am Historischen Seminar lehrt.
20 Jahre Arbeitsgruppe StadtforschungOldenburg. 1978 wurde im Institut für Soziologie der Universität Oldenburg die Arbeitsgruppe Stadtforschung gegründet. Sie hat seitdem zahlreiche Forschungsprojekte vorwiegend über stadtsoziologische und planungsbezogene Fragestellungen durchgeführt. Aus Anlaß des 20jährigen Bestehens der Arbeitsgruppe findet am Freitag, 27. November 1998, in der Universität eine öffentliche Vortragsveranstaltung statt (Hörsaalzentrum, 15.00 – 18.00 Uhr). ReferentInnen sind Prof. em. Dr. Erika Spiegel (Heidelberg), Prof. Dr. Detlev Ipsen (Kassel) und Prof. Dr. Johann Jessen (Stuttgart).Das Spektrum der Forschungsarbeiten der Arbeitsgruppe Stadtforschung reicht von der Grundlagenforschung, in deren Zentrum der sozialräumliche Wandel steht, bis zu praxisbezogenen Projekten, die sich vor allem mit Fragen der Stadt und Regionalplanung sowie kommunaler Politik befassen. Forschungsprojekte waren u.a. "Wandel des Wohnverhaltens", "Zuwanderung und die Herausbildung einer städtischen Unterschicht", "Konflikte zwischen Ökologie und Urbanität" und "Die Organisation von Innovationen – Neue Formen der politischen Steuerung. Ein Vergleich von EXPO 2000 Hannover und IBA Emscher Park". Kontakt: Arbeitsgruppe Stadtforschung, Fachbereich 3 Sozialwissenschaften,
Tel. 0441/9706-365, Fax –366,
Seminar zur Fantasy-LiteraturOldenburg. Mit dem Seminar "Faszination Fantasy: Realitätsflucht oder Kreativität?" beginnt eine Seminarreihe Medienpädagogik, die das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Jugendlite-ratur und Medien in der GEW, Landestelle Niedersachsen, anbietet. Das Seminar findet vom 5. bis 7. März 1999 in Bad Bevensen statt. Informationen: Waltraud Dröge, ZWW, Tel.: 0441/798-4422, Fax: 0441/798-4411, e-mail: droege.waltraut@zww.uni-oldenburg.de.
Universität unterstützt bilingualen UnterrichtOldenburg. Bilingualer Unterricht gewinnt im Zuge der europäischen Integration immer mehr an Attraktivität. An den niedersächsischen Schulen, an denen es seit einigen Jahren bilingualen Unterricht gibt, sind es vorwiegend die Fächer Geschichte, Geographie und Biologie und Politik, die in englischer Sprache unterrichtet werden. Die "Arbeitsstelle Bilingualer Sachfachunterricht" des Didaktischen Zentrums (DIZ) der Universität Oldenburg bietet Schulen sowie Lehrerinnen und Lehrern, die schon bilingual unterrichten bzw. sich dafür interessieren, seit dem Wintersemester ein wissenschaftliches Begleitprogramm an. Vor allem aber sollen Lehramtsstudierende, die Anglistik und ein sogenanntes "Sachfach" studieren, in die Lage versetzt werden, zukünftig auch bilingualen Unterricht zu erteilen. In diesem Semester läuft eine didaktische Veranstaltung zur Theorie und Praxis des "Bilingualen Geschichtsunterrichts" unter Mitwirkung des Fachleiters für Geschichte am Studienseminar Oldenburg. Außerdem führt die US-Amerikanerin Deidre Graydon, Lektorin des Fachs Anglistik, einen Sprachkurs durch, in dem authentisches, historisches Material bzw. Sekundärliteratur schülergerecht aufgearbeitet wird. An beiden Kursen nehmen Lehrerinnen und Lehrer der Region teil, die bilingualen Unterricht erteilen oder künftig erteilen möchten. Dies ermöglicht Studierenden sowie Lehrenden der Universität, von der praktischen Erfahrung der Lehrer und Lehrerinnen zu profitieren; im Gegenzug haben Lehrer die Möglichkeit, sich in diesem Bereich aus- und weiterzubilden.Als Vernetzungsangebot für Interessierte stellt die Universität seit einem halben Jahr eine elektronische mailing list zur Verfügung, die von einer Lektorin für Englisch wissenschaftlich betreut wird. Lehrerinnen und Lehrer sowie Studierende, die sich für Probleme des englisch-deutschen bilingualen Unterrichts interessieren, können Mitglieder dieser mailing list werden. Anmeldungen werden unter folgender E-mail-Adresse entgegengenommen: Bilingual.E-D-Request@Informatik.Uni-Oldenburg.DE. Kontakt: Deidre Graydon, Fachbereich 11 Literatur- und Sprachwissenschaft, Tel.: 0441/798-2303
Vortrag in der Uni: Musik als Ausdruck der existentiellen ZeitOldenburg. Läßt sich Musik als diejenige Form verstehen, in der Menschen ihre Auffassung, ihr Begreifen der gelebten und erlebten Zeit zum Ausdruck bringen? Anhand einer Reihe von Kompositionen wird Friedemann Schmidt-Mechau in der Universität am Freitag, 20. November 1998, dieser Frage nachgehen (20.00 Uhr, Kammermusiksaal, Gebäude A11). Der Titel seines Vortrags lautet: "'Befreite Wurzel aus Erinnerung' - Musik als Ausdruck der existentiellen Zeit". Schmidt-Mechau, freischaffender Komponist und Träger mehrerer Kompositionspreise, spricht im Rahmen des Komponistenkolloquiums, das vom Fach Musik der Universität veranstaltet wird.Kontakt: Prof. Violeta Dinescu, Fach Musik, Tel.: 0441/798-2027, e-mail: violeta@uni-oldenburg.de
Vortrag "Heine und Holland"Oldenburg. Um "Heine und Holland" geht es in einem Vortrag, den der niederländische Journa-list, Essayist und Literat Martin van Amerongen am Freitag, 20. November 1998, 20.00 Uhr im Kulturzentrum PFL hält. Veranstalter ist das Fach Niederlandistik im Fachbereich Literatur- und Sprachwissenschaften der Universität Oldenburg zusammen mit der Universitätsgesellschaft im Rahmen der Kooperation des Fachs mit der Rijksuniversiteit Groningen.Van Amerongen, der diesjährige "gastschriver" in Groningen, wird
in seinem Vortrag auf die Bedeutung Hollands für Heine, die Bedeutung
Heines in Holland und auf sein eigenes Bild des Landes eingehen. Van Amerongen
hat neben seiner journalistischen Arbeit – unter anderem als Chefredakteur
der Wochenzeitung "De Groene Amsterdamer" – etwa 20 Bücher zu Themen
aus Kultur, Politik und Musik geschrieben.
Bilder einer luxemburgischen KindheitOldenburg. Der Schriftsteller Roger Manderscheid liest am Mittwoch, 18. November 1998, 19 Uhr, in der Universität (Hörsaalzentrum) aus seinem Roman "Tschako Klack – Bilder einer luxemburgischen Kindheit 1935 – 1945". Manderscheid, Vorsitzender des Luxemburgischen Schriftstellerverbandes, kommt im Rahmen einer Vorlesungsreihe zur Geschichte Luxemburgs von Dr. Hans-Martin Barth (Historisches Seminar) nach Oldenburg. Der Roman – aus dem Blick und Erfahrungsfeld eines ins dörfliche Luxemburg versetzten zeitgenössischen Grimmelshausen – wurde 1993 vom Saarländischen Rundfunk verfilmt. Die Lesung wird unterstützt mit einem besonderen "Luxemburg-Fenster" der Buchhandlung Thye (Oldenburg/Schloßplatz) sowie einer Plakat- und Büchergabe der Nationalbibliothek Luxemburgs an die Oldenburger Universitätsbibliothek.Kontakt: Dr. Hans-Martin Barth, Fachbereich 3 Sozialwissenschaften, Historisches Seminar, Tel. 0441/798-2398, priv. 0441/502976
Wochenendkurs zur Big-Band-LeitungOldenburg. Am Sonnabend, 28., und Sonntag, 29. November 1998, findet in der Universität ein Fortbildungskurs für werdende Big Band- und OrchesterdirigentInnen statt. Leiter des Kurses, der vom Landesmusikrat Niedersachsen e.V. und der Universität Oldenburg veranstaltet wird, ist Prof. Bernhard Mergner. Der Musikwissenschaftler ist Hochschullehrer an der Musikhochschule Weimar und zugleich Lehrbeauftragter an der Universität Oldenburg. Themen der Fortbildung sind unter anderem Methodik, Repertoire-Auswahl, Intonation sowie separate Arbeit mit Bläsersections und Rhythmusgruppe. Anmeldungen unter Tel.: 0511/15247 oder 1612014.
Religionspädagoge schlägt Integrationsfach statt Religions- oder Ethikunterricht vorOldenburg. Schulische Bildung müsse künftig so gewährleistet sein, "daß bei aller Verschiedenheit ein gemeinsames Welterbe weitergetragen wird und Platon und Buddha ebenso als wegweisende Orientierung von Schülerinnen und Schülern erkannt werden wie Abraham, Jesus, Muhammed oder Laotse". Diese Forderung erhebt der Oldenburger evangelische Religionspädagoge Prof. Dr. Jürgen Heumann in einem Aufsatz, der in der jüngsten Ausgabe des Oldenburger Universitätsforschungsmagazins EINBLICKE erschienen ist ("Religionsunterricht zwischen Bildungsauftrag, Patchworkreligiosität und Glaubensfreiheit", EINBLICKE Nr. 28, S. 14-16). Heumann befaßt sich darin mit den zunehmenden Akzeptanzproblemen des kirchlich verantworteten Religionsunterrichts sowie den aktuellen juristischen Auseinandersetzungen um Ersatzfächer wie "Werte und Normen".Hintergrund für die Forderungen sind nicht zuletzt die Ergebnisse neuerer Studien, wonach unter Jugendlichen völlig verschiedene religiöse Strömungen existieren. Heumann: "Da gibt es christlich orientierte Jugendliche, die sich der traditionellen kirchlichen Orientierung widersetzen, gleichwohl den christlichen Glauben für ihr Leben aber fruchtbar machen wollen; da gibt es atheistisch orientierte Jugendliche, die großen Wert auf eine selbständige Lebensgestaltung legen; da gibt es spiritualistisch orientierte Jugendliche (...); da gibt es muslimisch orientierte Jugendliche in ihrer Spaltung zwischen Tradition, Familie und Moderne." Aufschlußreich sei, daß trotz einer "Erosion des Gottesbegriffs" in der Gesamtbevölkerung eine Sinnstruktur keineswegs geleugnet werde, sondern im Gegenteil sogar hohe Akzeptanz besitze. Heumann bezweifelt, ob die übliche scharfe Trennung zwischen kirchlich verantwortetem Religionsunterricht, der auf Akzeptanz bei Schülerinnen und Schülern hinwirke ("die eigene Religion ist die richtige") und anderen staatlich verantworteten Unterrichtsfächern wie "Werte und Normen", wo es in erste Linie um Sachinformation gehe, dem Bildungsauftrag gerecht wird: "Kann z.B. die Philosophie der Aufklärung wirklich nur als historisches Faktum gelehrt werden, müssen nicht Jugendliche sich identifizieren mit einem ‚Ausgang aus Unmündigkeit', um nicht jedem Guru aufzusitzen?" Der Oldenburger Wissenschaftler schlägt statt dessen ein "Integrationsfach" im Bereich Religion, Ethik, Philosophie vor, das sich, "die jeweiligen Fachidentitäten respektierend, konsequent einem umfassenden Bildungsanspruch von Schülern stellt". Zu dem Argument, daß dies auf eine Nivellierung der Fächer hinauslaufe und eine religiöse bzw. ethische Identitätsbildung dann nicht mehr möglich sei, merkt Heumann an, daß eine Identitätsbildung immer auch Ergebnis der Auseinandersetzung unterschiedlichster Gottes- und Weltbilder sei. Kommende Generationen, so Heumann, würden "auch, aber sicher nicht nur, Halt und Orientierung in einer Religion und Philosophie suchen. Sie werden zunehmend nach dem Gemeinsamen fragen." Ein schulisches Integrationsfach sei die sinnvollste Antwort. Die gesetzlichen Regelungen böten nicht nur Schranken, sondern auch Möglichkeiten, die es produktiv weiterzuentwickeln gelte. Kontakt: Prof. Dr. Jürgen Heumann, Fachbereich 3 Sozialwissenschaften,
Ev. Theologie,
Der EINBLICKE-Artikel im Internet: www.admin.uni-oldenburg.de/presse/einblick/
Japanisch-Kurs an der UniversitätOldenburg. Ab sofort kann an der Universität Oldenburg auch Japanisch gelernt werden. Ein Japanisch-Kurs für AnfängerInnen, der auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist, beginnt am Sonnabend, 21. November 1998 in Raum A2 2-203 (Uhlhornsweg). Voraussetzung für die Teilnahme ist nur die Einschreibung als GasthörerIn an der Universität. Veranstalter des Kurses ist das Fremdsprachenzentrum am Fachbereich Literatur- und Sprachwissenschaften.Der Kurs, der insgesamt 46 Unterrichtsstunden umfaßt, findet jeweils sonnabends von 13.00 bis 17.00 Uhr und donnerstags von 18.00 bis 20.00 Uhr statt. Im Internet ist der Kurs auf den web-Seiten "Besondere Angebote" des Fremdsprachenzentrums unter http://www.uni-oldenburg.de/fb11/fsz/besang.htm zu finden. Weitere Informationen auch unter Tel. 0441/798-4905. Kontakt: Dr. Richard Stinshoff, Fremdsprachenzentrum, Tel.: 0441/798-2320
Technikwissen muß Teil der Allgemeinbildung seinOldenburg. Eine Bestandsaufnahme technischer Bildung in Deutschland haben die "5. Hochschultage Technikunterricht – Technische Allgemeinbildung" zum Ziel, die am 19. und 20. November 1998 in der Universität Oldenburg stattfinden. Es gehe dabei auch darum, auf die Misere des Faches Technik in der Schule aufmerksam zu machen, erklärte Organisator Prof. Dr. Gert Reich vom Institut für Technische Bildung der Universität: Es fehlten ausgebildete Fachlehrer, die den Schülern das notwendige Wissen für ein Leben in einer auf Technik angewiesenen Gesellschaft vermitteln könnten. Das Mißverhältnis zwischen Anspruch und Wirklichkeit in dieser wichtigen Frage der Erziehung könne kaum größer sein.Mehr denn je, so Reich, würden heute von mündigen BürgerInnen Entscheidungen über den Einsatz von Technik in weiten Bereichen ihrer Lebenswelt abverlangt. Technische Bildung sei daher auch für alle notwendig, um an wichtigen Entscheidungsprozessen in der Gesellschaft teilnehmen zu können. Sie müsse als Teil der Allgemeinbildung angesehen werden und sei daher Sache der Schule. An der Tagung, die von der EWE und der Preussen Elektra gefördert wird, sprechen u.a. der ehemalige Bundesbildungsminister Prof. Dr. Rainer Ortleb (Dresden) und die Niedersächsische Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper. Sie steht allen Personen offen, die sich mit technischer Bildung befassen. Weitere Information unter Tel. 0441/798-2966 oder Fax –2967. Tagungsgebühren: 150 DM. Kontakt: Prof. Dr. Gert Reich, Institut für Technische Bildung,
Fachbereich 3 Sozialwissenschaften,
Veranstaltung zur EnergiepolitikOldenburg. Die "Zukünftige Energiepolitik – Ausstieg aus der Atomenergie" ist das Thema einer Veranstaltung, die am Mittwoch, 11. November 1998, 15.30 Uhr im Bibliothekssaal (Uhlhornsweg) der Universität Oldenburg stattfindet. Referenten sind der Journalist Karl-Friedrich Kassel (Gorleben), Stefan Kohler von den Niedersächsischen Energieagentur (Hannover) sowie der Landesbezirksvorsitzende Niedersachsen der Gewerkschaft der Polizei, Bernhard Witthaut (Hannover). Veranstalter ist die Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften an der Universität.Kontakt: Kooperationsstelle, Tel.: 0441/798-2910
Personalie aus der UniversitätOldenburg. Prof. Dr. Jens Thiele, Medienwissenschaftler am Fachbereich Kommunikation/Ästhetik der Universität Oldenburg, hält den Eröffnungsvortrag des Wiener Symposiums zur Kinderbuchillustration. Das Symposium findet vom 5. bis 7. November im Rahmen der Kooperation mit dem Schweizerischen Jugendbuchinstitut und der Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur der Universität Oldenburg in der österreichischen Hauptstadt statt.
Tagung zur RegionalentwicklungOldenburg. "Regionalentwicklung zwischen Globalisierung und Regionalisierung - Zur Innovationsfähigkeit von Regionen" ist das Thema einer Tagung, die das Institut Regio an der Universität Oldenburg am 19. November 1998 veranstaltet. Die Veranstaltung richtet sich an Fachleute der Regionalentwicklung aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Forschung. Anmeldungen sind noch möglich unter Tel. 0441/798-2996. Im Internet ist das Tagungsprogramm unter http://www.regio.uni-oldenburg.de/tagung.htm zugänglich.
Der organisierten Kinderschutzes: Am Anfang stand eine LegendeOldenburg. Am Anfang des organisierten Kinderschutzes, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von den USA ausgehend sich weltweit ausbreitete, stand keinesfalls das Wohl mißhandelter Kinder. Vielmehr instrumentalisierten die Initiatoren, ein populärer Tierschützer und ein gewiefter Anwalt, das Leid von Kindern für politische Zwecke. Mit Hilfe der Kinderschutzgesellschaft erweiterten sie und ihre Verbündeten die moralische Kontrolle der Unterschicht durch die Oberschicht. Zu diesem Ergebnis gelangt die Oldenburger Erziehungswissenschaftlerin Dr. Anja Eckhardt in ihrer Doktorarbeit, deren Hauptthesen sie in der neuesten Ausgabe des Forschungsmagazins EINBLICKE der Universität Oldenburg darstellt ("Der Fall Mary Ellen", EINBLICKE Nr. 28, S. 10-12).Die Entstehungsgeschichte des Kinderschutzes schien seit langem geschrieben. Auslöser soll der Fall Mary Ellen gewesen sein: Demnach mißhandelten im Jahr 1874 in der Stadt New York Pflegeeltern ihr Kind mit der Peitsche. Das verletzte und halb verhungerte Mädchen konnte angeblich nur gerettet werden, indem es zum Tier erklärt wurde und somit Tierschutzgesetze ihre Anwendung fanden - über Kinderschutzgesetze verfügten die Retter damals noch nicht. Der Prozeß entfachte eine große öffentliche Empörung und es wurde die weltweit erste Kinderschutzorganisation gegründet. Diese Geschichte müsse jedoch umgeschrieben werden, so Anja Eckhardt. Zu Beginn der Forschungen mißtrauisch geworden durch zahlreiche Widersprüche in der Darstellung des Ereignisses, rekonstruierte die Pädagogin den Fall anhand von Aktenmaterial, Augenzeugenberichten und der damaligen Presseberichterstattung in den Archiven der Harvard-Universität. Das Ergebnis überraschte, denn die Legende wurde Stück für Stück entlarvt und bis in ihre Wurzel zurückverfolgt. Angeblich wurden beide Eltern verurteilt - ein Aspekt der Legende, wie sich nun herausstellte. Tatsächlich wurde nur die Pflegemutter zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt. Ein weiterer Aspekt der Legende: Im Gerichtssaal wurde spontan die erste Organisation für den Schutz von Kindern vor körperlicher Gewalt gegründet. In Wirklichkeit verlief die Gründung keinswegs spontan, sondern war von langer Hand vorbereitet. Eckhardt fand überdies heraus, daß sich der Mythos um den Fall Mary Ellen nicht erst im Laufe der Jahrzehnte formte, sondern die Akteure ihn gezielt bereits im Jahr 1874 in die Welt setzten. Diese Retter des Kindes gingen dabei keineswegs selbstlos vor, sondern nutzten den Fall für ihre politischen Zwecke. Auch das Leid Mary Ellens wurde gezielt eingesetzt, um die Öffentlichkeit zu rühren und auf die Absichten der Akteure einzustimmen. Es ging ihnen, so Eckhardt, um "Macht und Einfluß". Das Herz seiner Retter, wie es bis heute in der Legende noch heißt, rührte das Leid des Kindes dagegen nur wenig. Kontakt: Dr. Anja Eckhardt, Tel.: 0441/9706-5462
Personalien aus der UniversitätOldenburg. Prof. Dr. Ulrich Kattmann, Hochschullehrer für Didaktik der Biologie und Humanbiologie am Fachbereich 7 Biologie, wurde zum Vorsitzenden der Gemeinsamen Kommission für Lehrerausbildung (GKL) gewählt. Kattmann wurde 1982 nach Oldenburg berufen. Sein Schwerpunkt in Forschung und Lehre ist die ethische Fragestellung in der naturwissenschaftlichen Forschung. Neuer stellvertretender Leiter der GKL ist Prof. Dr. Jürgen Heumann, Religionspädagoge am Fachbereich 3 Sozialwissenschaften.Prof. Dr. Carles Ossorio-Capella ist zum neuen Leiter des Instituts für Volkswirtschaftslehre II und Statistik gewählt worden. Ossorio-Capella, der Jura in Barcelona und Volkswirtschaftlehre in Frankfurt studierte, ist seit 1973 an der Universität Oldenburg. Schwerpunkte seiner Arbeit liegen u.a. im Bereich der theoretischen, empirischen und historischen Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Gesellschaft. Prof. Dr. Jürgen Parisi, Leiter der Abteilung Energie- und Halbleiterforschung am Fachbereich 8 Physik, gehört zu den Veranstaltern des 204. WE-Heraeus-Seminars vom 1. bis 4. November im Physikzentrum Bad Honnef zum Thema "Elementare Mechanismen komplexer Strukturen". Parisi lehrt und forscht seit 1995 an der Universität Oldenburg. Prof. Dr. Silke Wenk, Hochschullehrerin für feministische Kunstwissenschaft und kulturwissenschaftliche Geschlechterstudien am Fachbereich 2 Kommunikation/Ästhetik ist vom "Institut für die Wissenschaften vom Menschen" (IWM) im November zu einem vierwöchigen Forschungsaufenthalt nach Wien eingeladen worden. Das IWM wurde 1982 gegründet, um den Austausch von WissenschaftlerInnen aus Ost- und Westeuropa zu fördern. Es ist ein Institute for Advanced Study, das pro Semester etwa 20 Visiting Fellows aus aller Welt einlädt. Ulrich Bernath, Leiter des Fernstudienzentrums der Universität Oldenburg, wurde in das Internationale Programmkommitee der 19. Weltkonferenz des International Council for Open and Distance Education (ICDE) gewählt . Die 19. ICDE Weltkonferenz zum Thema "The New Educational Frontier: Teaching and Learning in a Networked World" findet im Juni 1999 in Wien statt. Die Konferenz wird u.a. von der Weltbank, der Unesco, Unicef und dem Europäischen Parlament unterstützt. Gebhard Moldenhauer, Politikwissenschaftler am Fachbereich 3 Sozialwissenschaften, leitet am 12. November in Stadskanaal (Niederlande) einen Workshop für LehrerInnen zum Thema "Die Niederlande und Deutschland. Was Niederländer und Deutsche voneinander wissen sollten".
Südafrikanischer Erziehungsminister an der UniversitätOldenburg. "Wir wollen Kooperationen nicht nur nach West und Ost, sondern auch in den Süden." Das erklärte der Präsident der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Siegfried Grubitzsch, anläßlich des Besuches von Prof. Shephard Mayatula, dem Erziehungsminister der Provinz Eastern Cape in Südafrika.Mayatula ist Gast der Niedersächsischen Landesregierung, die mit Eastern Cape eine Partnerschaft unterhält. Sein siebentägiger Aufenthalt in Niedersachsen führte ihn heute an die Universität Oldenburg, die mit der in Eastern Cape gelegenen University of Port Elizabeth seit einem halben Jahr durch einen Kooperationsvertrag verbunden ist. Die Kooperation war durch die Vizepräsidentin der Universität Oldenburg, Ina Grieb, eingeleitet worden. Der Vertrag sieht neben dem Austausch von WissenschaftlerInnen und StudentInnen einen besonderen Schwerpunkt der Zusammenarbeit in der Lehrerausbildung vor. Zur intensiven Kontaktaufnahme und Planung der Kooperation hielt sich die Germanistin Dr. Janina Woziniak von der University of Port Elizabeth bereits für mehrere Monate in Oldenburg auf. Schon im nächsten Jahr wird eine Oldenburger StudentInnengruppe nach Port Elizabeth reisen. Unterstützung findet die Kooperation auch durch die Wirtschaft der Nordwest-Region. Die Firmen C.E. Daun und B. Steinhoff stifteten insgesamt vier Stipendien für StudentInnen der südafrikanischen Universität für einen einjährigen Studienaufenthalt in Oldenburg. Kontakt: Vizepräsidentin Ina Grieb, Telefon: 0441/9706-5452
Laseroptik zum Schutz der 2000 Jahre alten Terrakotta-ArmeeOldenburg. Physiker der Universität Oldenburg führen derzeit laseroptische Untersuchungen an Fragmenten von etwa 2000 Jahre alten chinesischen Tonkriegerfiguren durch. Die aus dem Anfang des ersten Jahrhunderts v. Chr. stammenden Figuren sind Grabbeigaben für den ersten chinesischen Kaiser. Der als "Terrakottaarmee" bekanntgewordene Fund stellt seit seiner Entdeckung im Jahr 1974 die größte archäologische Sensation dieses Jahrhunderts dar: die Tonkriegerarmee des ersten Kaisers besteht aus mehr als 7000 lebensgroßen Tonsoldaten, 600 Pferden und, ehemals, 100 hölzernen Wagen.Allerdings gehen dramatische Entwicklungen mit der Ausgrabung einher: die seit 2000 Jahren in feuchtem Lößboden lagernden, großzügig bemalten Figuren trocknen sofort nach der Freilegung aus, die einmaligen und unwiederbringlichen historischen Farbschichten rollen auf und lösen sich oft bereits in Minutenschnelle vom Untergrund ab. Aufgrund dieser Entwicklungen wurde der Ausgrabungsprozeß mittlerweile gestoppt. In einem vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) geförderten Projekt erforschen Wissenschaftler der Arbeitsgruppe "Angewandte Optik" der Universität Oldenburg, zusammen mit dem Landesdenkmalamt in München, der Materialprüfungsanstalt in Bremen und in Kooperation mit dem Museum der Terrakottaarmee in Lintong (China) Möglichkeiten zum Erhalt dieser archäologischen Besonderheit. Leiter des Projekts ist der Oldenburger Physiker Dr. Gerd Gülker. Ziel der gemeinsamen Bemühungen ist es, die gefährdeten Farbschichten zu konservieren und vor dem Austrocknen zu schützen. Die Oldenburger Physiker werden dazu in den kommenden drei Jahren ein lasergestütztes Meßverfahren basierend auf der Methode der Holografie einsetzen. Die Untersuchungen werden größtenteils unter einer künstlichen, sehr feuchten Bewitterung durchgeführt. Das Meßverfahren registriert kleinste Veränderungen und Bewegungen in den Farbschichten von weniger als einem Tausendstel Millimeter, lange bevor sichtbare und bleibende Schäden auftreten. Neuartige und speziell entwickelte Konservierungsmittel und -technologien, die ein Aufrollen und Ablösen der Farben verhindern sollen, können so sehr schnell auf ihre Wirksamkeit und Dauerhaftigkeit überprüft werden. Die Oldenburger Wissenschaftler sind daher zuversichtlich, mit ihren Arbeiten einen Beitrag zum Erhalt dieses kulturgeschichtlich einmaligen Fundes leisten zu können. Kontakt: Dr. Gerd Gülker, Fachbereich Physik, Tel.: 0441/798-3511,
Fax: 0441/798-3201,
Lehren und Lernen mit ErwachsenenOldenburg. Im Rahmen der Fortbildungsreihe "Nebenberufliche Qualifizierung" bietet das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Universität Oldenburg im Wintersemester 1998/99 drei neue Seminare an. Sie richten sich vor allem an Fachleute aus der Erwachsenen- und Weiterbildung. Angeboten werden die Seminare "Methodenwerkstatt für typische Kurssituationen", "Lehren und Lernen mit Erwachsenen" sowie "Unterrichtsmanagement - Instrumente zur Leitung des Unterrichts mit Erwachsenen". Weitere Informationen beim ZWW, Tel. 0441/ 798-2275.
Musikpädagogisches Festpalaver zum GeburtstagsjubiläumOldenburg. Aus Anlaß des 75. Geburtstages von Prof. Dr. Ulrich Günther, emeritierter Professor für Musikpädagogik an der Universität Oldenburg, kommen vom 6. bis 8 November 1998 Musikpädagoginnen und Musikpädagogen in der Universität zu einem öffentlichen "Festpalaver" zusammen. Dahinter verbirgt sich eine wissenschaftliche Würdigung der Forschungstätigkeit Günthers, der maßgeblich an der Neuorientierung des Musikunterrichts in den 60er und 70er Jahren beteiligt war. Zugleich beinhaltet das "Palaver" eine Standortbestimmung der Musikpädagogik für 1998, zu der 21 MusikwissenschaftlerInnen aus ganz Deutschland beitragen. Themen sind u.a.: Aktuelle Perspektiven von "Schülerorientierung", Geschichte der Musikpädagogik vom 3. Reich bis ins geteilte Deutschland, Akustikökologie und Medienpädagogik heute. Veranstalter sind Prof. Dr. Thomas Ott (Universität Köln) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Wolfgang Martin Stroh (Oldenburg) und Prof. Dr. Volker Schütz (Musikhochschule Würzburg). Die Veranstaltung findet im Kammermusiksaal der Universität statt.Kontakt: Prof. Dr. Wolfgang Martin Stroh, Fachbereich 2 Kommunikation/Ästhetik,
Tel. 0441/798-2314,
Kompositionswettbewerb um Ossietzy-Preis des Uni-ChorsOldenburg. Der fünfte Kompositionswettbewerb um den Carl-von-Ossietzky-Preis des Chors der Universität Oldenburg ist jetzt ausgeschrieben worden. Eingereicht werden können bis zu zehnminütige leichte bis mittelschwere Chorwerke a capella oder mit Klavier bzw. kleinem Instrumentalensemble. Die Kompositionen sollen einen musikalisch überzeugenden Beitrag zu Themenbereichen leisten, die mit dem Lebenswerk Carl von Ossietzkys, des Namensgebers der Universität Oldenburg, symbolisch verbunden sind: Achtung der Menschenwürde und Übernahme persönlicher Verantwortung in den Bereichen Menschenrechte, Friedenspolitik, Erziehung und Ökologie. Das beste Werk wird 1000 DM prämiert. Daneben wird ein weiterer Preis von 500 DM für die beste Nachwuchskomposition (SchülerIn/StudentIn) vergeben. Spätester Abgabetermin ist der 30. September 1999. Die prämierten Werke werden im Wintersemester 1999/2000 in Oldenburg uraufgeführt. Nähere Information: Uni-Chor, Manfred Klinkebiel, Fachbereich Kommunikation/Ästhetik, 26111 Oldenburg, Tel. 0441/85823, Internet: http://www.uni-oldenburg.de/uni-chor.zuletzt aktualisiert am Montag, 30. November 1998 |
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· Redaktion: Ralf Thiele
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