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Pressedienst: Juni 1999
Meyenberg neuer Vizepräsident - Grieb zum dritten Mal gewähltOldenburg. Mit großer Mehrheit sind heute vom Konzil der Universität Oldenburg der Politologe Prof. Dr. Rüdiger Meyenberg zum 1. Vizepräsidenten und die Leiterin des Zentrums für Wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW), Ina Grieb, zur 2. Vizepräsidentin der Universität Oldenburg gewählt worden. Meyenberg konnte von 101 abgegebenen Stimmen 79 auf sich vereinigen, Grieb, bei 102 abgegebenen Stimmen, sogar 89.Meyenberg war zuletzt Dekan des Fachbereichs 3 Sozialwissenschaften, wo er sich besonders bei der Einführung des Globalhaushalts große Verdienste erworben hat. Im Präsidium wird er den Bereich Haushalt und Forschung übernehmen. Meyenberg lehrt und forscht seit 1974 als Politologe in Oldenburg und hat sich besonders in der Drogen- und Suchtprävention einen Namen gemacht. Politologin ist auch Vizepräsidentin Ina Grieb. Seit 1986 leitet sie erfolgreich das ZWW. 1995 wurde sie als erste „Nicht-Professorin” in die Universitätsleitung gewählt. Nach der Wiederwahl vor zwei Jahren folgt jetzt ihre 3. Amtsperiode. Im Präsidium leitet sie die Bereiche Studium und Lehre sowie Auslandsangelegenheiten. U. a. hatte sie an der Neuinstallierung des Akademischen Auslandsamtes (AAA) der Universität Oldenburg entscheidenden Anteil. In einer gemeinsamen Erklärung betonten die Vizes, sie träten ihr Amt mit Optimismus an. Das letzte von der Hochschulrektorenkonferenz angeregte Ranking zeige, daß die Universität Oldenburg auf einem guten Weg sei. Gleichwohl stünden in den nächsten Jahren tiefgreifende Reformen an, die vom Präsidium weitgehend entschieden, zumindest aber eingeleitet werden müßten. In diesem Zusammenhang wiesen Grieb und Meyenberg darauf hin, daß ihre Ämter heute ein anderes Gewicht als bisher hätten. Wichtige Entscheidungen würden kollektiv im Präsidium getroffen.
„Gehirn-Einsichten“ - Vortrag und KonzertOldenburg. Zum Abschluß seiner Veranstaltungsreihe „Gehirn-Einsichten“ lädt der Sonderforschungsbereich Neurokognition der Universität Oldenburg am Donnerstag, 8. Juli 1999, 20.00 Uhr, (Kulturzentrum PFL, Peterstraße) ein zu einem Vortrag mit anschließendem Konzert. Der Musikphysiologe Prof. Dr. Eckart Altenmüller (Hochschule für Musik und Theater Hannover) spricht zum Thema „Apollos einzigartige vielfältige Gabe: Neuronale Grundlagen der Musikwahrnehmung“ und gibt anschließend ein Konzert mit dem „Trio Tityr (Klaus Heitz, Violincello; Eckart Altenmüller, Flöte; Thomas Peschel, Klavier). Gespielt werden Werke von Carl-Maria von Weber, Claude Debussy, Albert Roussel, Carl Reinecke und Jean-Michel Damase. Der Eintritt ist frei.
Südafrikanisches Plädoyer für Long Life-LearningOldenburg. Die südafrikanische Bildungsexpertin Prof. Dr. Shirley Walters besucht am kommenden Montag im Rahmen der 25-Jahr-Feier für zwei Tage die Universität Oldenburg. Am Montag, 5. Juli 1999, 16.15 Uhr, Senatssitzungssaal (Hörsaalzentrum) spricht sie öffentlich zum Thema „University and Long-Life Learning“. Walters entwickelt zur Zeit in Südafrika ein Konzept für die dortigen Universitäten, das darauf angelegt ist, Universitäten zu Bildungseinrichtungen zu machen, die den Menschen nicht nur eine Ausbildung vermittelt, sondern sie ein Leben lang begleiten. Der Umbruch in Südafrika bietet ein besonders gute Chance für eine Umgestaltung auch der Universitäten. Mehr Menschen als bisher sollen eine Hochschulausbildung erhalten, und auch den älteren Generationen, die aus rassistischen Gründen weitgehend von der Bildung ausgeschlossen waren, soll der Zugang zur Hochschule ermöglicht werden. Dabei spielt auch das Fernstudium (Distance Study) eine besondere Rolle.Der Besuch von Prof. Dr. Shirley Walters wird vom Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) organisiert. Interviewwünsche bitte über Telefon: 0441/798-4422
Personalien aus der UniversitätOldenburg. Harald Büsing ist der neue Leiter der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften an der Universität Oldenburg. Nach einer kaufmännischen Ausbildung, dem Studium der Sozialwissenschaften und einer Fortbildung zum Umweltberater war Büsing bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten (NGG) tätig. In der NGG war er zunächst als Gewerkschaftssekretär und dann als Geschäftsführer in der Weser-Ems Region eingesetzt. Es folgte eine Tätigkeit im NGG Landesbezirk Niedersachsen mit den Schwerpunkten Organisationsentwicklung der NGG, Tarifpolitik und regionale Branchenarbeit.Prof. Dr. Michael Daxner, Soziologe mit den Schwerpunkten Wissenschaftssoziologie und Jüdische Studien am Fachbereich 3 Sozialwissenschaften der Universität Oldenburg, ist erneut in den Vorstand des Hochschulausschusses für Wissenschaft und Forschung im Europa Rat (CCHER) gewählt worden. Außerdem ist Daxner vom Brandenburgischen Wissenschaftsministerium in den Landeshochschulrat berufen worden. Prof. Dr. Wolfgang Eichler, Germanist am Fachbereich 11 Literatur- und Sprachwissenschaften, ist zum Vorsitzenden des Didaktischen Zentrums der Universität Oldenburg gewählt worden. Er löst Prof. Dr. Hilke Günther-Arndt (Fachbereich 3 Sozialwissenschaften) ab. Außerdem wurde Eichler nach 1995 das zweite Mal vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten in den dreiköpfigen Hochschulrat der Hochschule Vechta berufen. Prof. Dr. Astrid Kaiser, Hochschullehrerin für Didaktik des Sachunterrichts am Fachbereich 1 Pädagogik der Universität Oldenburg, ist vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten in einen neu gegründeten Bildungsrat des Landes berufen worden. Der Bildungsrat, dem hochrangige VertreterInnen aus Wissenschaft, Forschung und Praxis angehören, soll die Landesregierung in Grundsatzfragen und zu Schwerpunktthemen der Bildungspolitik beraten. Dr. Jobst Seeber, Leiter der Wissens- und Technologietransferstelle der Hochschulen in Oldenburg DIALOG, ist vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur als Berater in die “Arbeitsgruppe Forschung und Entwicklung” der Neuen Hanse Interregio (NHI) berufen worden. Das NHI ist ein transnationaler Zusammenschluß der Bundesländer Bremen und Niedersachsen sowie der niederländischen Provinzen Drenthe, Friesland, Groningen und Overijssel, die nicht nur grenzüberschreitende Kooperationen initiieren und fördern, sondern auch eine bessere Positionierung dieses Raumes im Rahmen der EU-Entwicklung erreichen wollen. Dr. Peter M. Sehrbrock, Akademischer Oberrat am Fachbereich 1 Pädagogik der Universität Oldenburg mit dem Schwerpunkt Sprach- und Lernbehindertenpädagogik, hielt sich an der University of Jordan in Amman (Jordanien) auf, um in abschließenden Gesprächen die angestrebte Kooperation zwischen dem dort ansässigen sonderpädagogischen Institut und dem Institut für Erziehungswissenschaft II der Universität Oldenburg zu konkretisieren. An den Gesprächen nahmen der Institutsdirektor Prof. Dr. Jamil Al-Smadi, Maha Al-Asiri und der Dekan Prof. Dr. Suleiman Rihani teil. Prof. Dr. Michael Sonnenschein, Hochschullehrer für praktische Informatik am Fachbereich 10 Informatik der Universität Oldenburg, ist zum neuen Dekanesprecher gewählt worden. Sonnenschein wurde 1991 auf den Lehrstuhl für Programmiersprachen und –systeme an die Universität Oldenburg berufen. Sein Arbeitsgebiet umfaßt insbesondere Sprachen und Werkzeuge der Modellbildung und Simulation. Ein Anwendungsschwerpunkt liegt dabei auf ökologischen Systemen.
Zur Zukunft des SozialstaatsOldenburg. Die verschiedenen Ebenen der sozialen Sicherungssysteme befinden sich im Umbruch. Gesellschaftliche Interessengruppen melden ihre Ansprüche zur Veränderung der sozialen Sicherung an, wobei insbesondere die Rentenversicherung in die öffentliche Kritik geraten ist. Vor diesem Hintergrund findet am Mittwoch, 7. Juli 1999, 16.00 - 18.00 Uhr, im Bibliothekssaal (Uhlhornsweg) der Universität eine öffentliche Veranstaltung statt mit dem Titel: "Generationenvertrag neu verhandeln? Zur Zukunft des Sozialstaats". Referentinnen sind Dr. Mechthild Veil vom Büro für Sozialpolitik und Geschlechterforschung in Frankfurt/M., Ruth Palik vom DGB Bundesvorstand, Abteilung Sozialpolitik, und Leiterin des Referates Alterssicherung sowie Dr. Thea Dückert, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen und Obfrau im Ausschuß für Arbeit und Sozialordnung. Veranstalter ist die Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften an der Universität Oldenburg.
Studium auf Probe für Mädchen und FrauenOldenburg. Das Programm für die diesjährige Sommerhochschule an Fachhochschule und Universität Oldenburg liegt vor. Vom 5. bis 9. Juli können Oberstufen-Schülerinnen und andere interessierte Mädchen und Frauen an einem Probestudium teilnehmen. An fünf Tagen werden Führungen, spezielle Vorlesungen, Praxiseinblicke und Gesprächsmöglichkeiten mit Studentinnen und Berufspraktikerinnen angeboten.Kontakt: Projektbüro, Fachhochschule Oldenburg, Ofener Str. 16/19, 26121 Oldenburg, Raum H-12, Tel.: 0441/7708-140 oder 7708-238.
Vorträge zum Thema BildungsentwicklungOldenburg. Im Rahmen des Symposiums „25 Jahre Bildungsforschung in Oldenburg“ werden am Donnerstag, 8. Juli 1999, im Vortragssaal der Universitätsbibliothek zwei Vorträge gehalten.Um 16.00 Uhr spricht der Münchener Erziehungswissenschaftler und Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr. Rudolf Tippel, zum Thema „Bildung und soziales Milieu. Ergebnisse differenzieller Bildungsforschung“ und um 18.00 Uhr der Oldenburger Erziehungswissenschaftler und Dekan des Fachbereichs 1 Pädagogik der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Wolf-Dieter Scholz, zum Thema „Das Bildungsbewußtsein in der Deutschen Bevölkerung, Design und Anliegen eines Forschungsprojektes“.
Bildungswesen vereint Deutschland Ost und Deutschland WestOldenburg. Über das „Zusammenwachsen Deutschlands im Bereich des Bildungswesens“ spricht der Erziehungswissenschaftler und Bildungsforscher Prof. Dr. Friedrich W. Busch von des Fachbereichs 1 Pädagogik der Universität Oldenburg am Montag, 5, Juli 1999, 16.00 Uhr, im Vortragssaal der Universitätsbibliothek am Uhlhornsweg. Die Veranstaltung findet im Rahmen des 25jährigen Jubiläums der Bildungsforschung in Oldenburg statt.Busch wird Stellung nehmen zu Problemen, die im Zusammenhang der Vereinigung der beiden deutschen Staaten auf Schule und Hochschule zukamen und mit welchen Erfolgen sie bisher gelöst werden konnten. Er selbst hat unter anderem an der Umgestaltung der Hochschulen in Sachsen aktiv mitgewirkt. Von 1991 bis 1993 war er Gründungsdekan einer Fakultät Erziehungswissenschaft an der TU Dresden, die ihn in Würdigung seiner Erfolge zum Honorarprofessor ernannte. Kontakt: Prof. Dr. Friedrich W. Busch, Institut für Erziehungswissenschaft 1, Tel.: 0441/798-4909, E-Mail: fwbusch@hrz1.pcnet.uni-oldenburg.de
Digitale UnterschriftenOldenburg. "Bill Clinton, Bertie Ahern und digitale Unterschriften - eine nicht ganz wortgetreue Übertragung einer Vorlesung für jedermann und jederfrau von John Cosgrave" ist der Titel eines Vortrags über die Möglichkeiten digitaler Unterschriften. Der im Rahmen der Ringvorlesung Mathematik stattfindende Vortrag wird von dem Oldenburger Mathematiker Prof. Dr. Wiland Schmale am Mittwoch, 7. Juli 1999, 14.15 bis 15.30 Uhr, am naturwissenschaftlicher Standort Wechloy der Universität Oldenburg (Gebäude W1, Raum 0-015) gehalten.Digitale Unterschriften und digitale Briefumschläge sind ein Angelpunkt nicht nur des sogenannten Internet-Business. Mathematik ist dabei ausschlaggebend. An Hand dieser ganz aktuellen Anwendung wird beispielhaft sichtbar, wie Mathematik alltäglich geworden ist. Alle wichtigen Schritte, die zu einer digitalen Unterschrift führen, sollen durch projizierte einfache online-Demo-Beispiele dargestellt werden. Die erstaunliche Vorgeschichte gehört auch dazu. Der Vortrag und sein Titel folgen einem Vorbild sogenannter öffentlicher Vorlesungen von John Cosgrave aus Dublin. Die Veranstaltung ist öffentlich und auch ohne Vorkenntnisse in Mathematik verständlich. Kontakt: Prof. Dr. Wiland Schmale, Fachbereich 6 Mathematik, Tel.: 0441/798-3238, E-Mail: schmale@uni-oldenburg.de
Amerikanische Musik im PFLOldenburg. Unter dem Titel „Amerikanische Musik in Oldenburg“ steht ein Konzert am Donnerstag, 1. Juli 1999, 20 Uhr, im Kulturzentrum PFL. Mitwirkende sind Gerald Farmer (Klarinette/Saxophon), Werner Barho (Klavier) und das Klarinettenensemble der Universität. Farmer ist US-amerikanischer Gastprofessor und Barho Lehrbeauftragter am Fachbereich Kommunikation/Ästhetik der Universität Oldenburg. Auf dem Programm stehen Werke u.a. von Leonard Bernstein, John Cage, George Gershwin, W.C. Handy und Duke Ellington. Das Konzert ist Bestandteil der 25-Jahr-Feier der Universität. Der Eintritt ist frei.
Deichbau zwischen Natur- und KüstenschutzOldenburg. „Deichbau im Widerstreit - Zum Konflikt zwischen Naturschutz und Küstenschutz“ ist das Thema eines Vortrags des Präsidenten des Niedersächsischen Landesamts für Ökologie, Meinfried Striegnitz, am Mittwoch, 30. Juni 1999, 16.00 - 18.00 Uhr (Hörsaalzentrum der Universität Oldenburg, Raum 1-112). Striegnitz stellt in seinem Vortrag die wesentlichen Konfliktlinien dar und berichtet über einen neuen Versuch, für den Konflikt zwischen Naturschutz und Küstenschutz eine dauerhafte Regelung zu finden.Auseinandersetzungen zwischen Belangen des Naturschutzes und des Küstenschutzes haben in unserer Region bereits eine längere Tradition. Die Niedersächsische Landesregierung hat daher versucht, mit den im April 1995 beschlossenen "Zehn Grundsätze für einen effektiven Küstenschutz" eine Konfliktregelung herbeizuführen. Dies ist ihr damit freilich nicht gelungen, wie die Eskalation der juristischen und politischen Querelen um die Baumaßnahme des III. Oldenburgischen Deichbandes zur Verstärkung und Erhöhung des Deichabschnitts Cäciliengroden-Dangast deutlich gemacht hat. Unter der Leitung von Striegnitz hat bis Februar dieses Jahres eine Projektgruppe des Niedersächsischen Umweltministeriums unter Beteiligung der wichtigsten Verbände des Natur- wie des Küstenschutzes Empfehlungen zur Verbesserung des Verfahrensmanagements im Küstenschutz erarbeitet. Diese Empfehlungen sind dem Niedersächischen Umweltminister am 26. Februar 1999 in Cäciliengroden überreicht worden und zeigen, daß auf diesem schwierigen Feld eine Verständigung möglich ist.
Physiker und Mathematiker geben KonzertOldenburg. Der Oldenburger Physiker Dr. Jochen Pade und der Oldenburger Mathematiker Prof. Dr. Gerald Schmieder geben am Freitag, 2. Juli 1999, 19.30 Uhr, im PFL Vortragssaal ein Konzert für Klavier und Violine. Unter dem Motto „Aus Romantik und Moderne“ spielen sie unter anderen romantische Stücke von Edvard Grieg, Robert Schumann und Eric Satie sowie modernere von Boudewijn Buckinx und Violeta Dinescu (Professorin am Fachbereich Kommunikation/Ästhetik der Universität Oldenburg). Der Eintritt ist frei, wobei freiwillige Spenden zur Anschaffung eines Flügels für das Hörsaalzentrum der Universität Oldenburg verwendet werden.
20 Jahre Forschungsgruppe FamiliensoziologieOldenburg. Mit einer Festveranstaltung am Mittwoch, 30. Juni 1999, 16.00 Uhr (Bibliothekssaal, Uhlhornsweg), begeht die Forschungsgruppe Familiensoziologie der Universität Oldenburg ihr 20-jähriges Bestehen. Die Festvorträge halten Prof. Dr. Jürgen Friedrichs (Universität Köln) mit dem Thema “Notwendigkeit und Grenzen der empirischen Sozialforschung” sowie Prof. Dr. Dr. h.c. Rosemarie Nave-Herz, Leiterin der Forschungsgruppe, die über “Diskontinuitäten zwischen Familie und Moderne” spricht.In der Familiensoziologie geht es nicht darum, wie manchmal vermutet wird, den Wert und die gesellschaftliche Notwendigkeit von Familie etwa wissenschaftlich zu legitimieren, sondern durch familiale Analysen übergreifende Themen des sozialen Wandels, des abweichenden Verhaltens, der Entstehung von Klassenstrukturen und sozialen Milieus forschungsmäßig weiter zu entwickeln. So haben fast alle, die heute als Klassiker der Soziologie, bezeichnet werden (Durkheim, Simmel, Weber, Horkheimer, Parsons u.a.), am Beispiel der Familie ihre zentralen Thesen dargestellt. Die Forschungsgruppe wurde 1979 gegründet. Sie hat seitdem über 20 Forschungsprojekte, davon drei internationale Verbundprojekte, durchgeführt. Neben theoretischen Abhandlungen standen empirische Untersuchungen vor allem zum familialen Wandel sowie über spezielle Familien- und Lebensformen und kulturvergleichende familiensoziologische Themen, die auch internationale Anerkennung fanden. Insgesamt wurden fast drei Millionen DM an Drittmitteln eingeworben. Ein neuer Schwerpunkt beschäftigt sich mit dem Thema "Familie und Gesundheit". Kontakt: Prof. Dr. Rosemarie Nave-Herz, Fachbereich 3 Sozialwissenschaften, Forschungsgruppe Familiensoziologie, Tel.: 0441/798-2981, Fax: -4240, E-Mail: naveherz@hrz1.uni-oldenburg.de
Preis für hervorragende StudienleistungenOldenburg. Der Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende Studienleistungen ausländischer StudentInnen geht in diesem Jahr an die an der Universität Oldenburg eingeschriebene Russin Daria Morozova. Sie studiert u.a. bei Prof. Dr. Wolfgang E. Krumbein (AG Geomikrobiologie, ICBM) Biologie mit dem Schwerpunkt Geomikrobiologie. Die Verleihung des mit 2.000 Mark dotierten Preises wird die Vizepräsidentin der Universität Oldenburg, Ina Grieb, am Dienstag, 29. Juni 1999, 14.30 Uhr, im Gästehaus der Universität (Drögen-Hasen-Weg, Wechloy) vornehmen.Ihr Vordiplom hat die Studentin an der Universität Pushkin (Bezirk St. Petersburg, Rußland) mit hervorragenden Leistungen absolviert. Neben ihrem Studium betreut sie als Tutorin eine Veranstaltung in der Geomikrobiologie. Die erst 19jährige Russin wird wahrscheinlich schon im WS 2000/2001 ihr Studium mit dem Diplom abschließen. Sie wäre dann die erste Studentin seit Bestehen des Fachbereichs Biologie, Geo-und Umweltwissenschaften der Universität Oldenburg, die zum Zeitpunkt der Überreichung der Diplomurkunde erst 21 Jahre alt ist.
Natur- und Ingenieurwissenschaften - unsere Zukunft?Oldenburg. Zu einem Workshop „Natur- und Ingenieurwissenschaften - unsere Zukunft?“ am Mittwoch, 14. Juli 1999, 12.00 - 17.00 Uhr (Fernstudienzentrum, Gebäude A3, Raum 1-109), lädt die Zentrale Studienberatung der Universität Oldenburg ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle diejenigen, die sich entweder für ein Studium der Natur- und Ingenieurwissenschaften immer schon interessiert haben oder gerade dabei sind, ihre Scheu gegenüber diesen Studiengängen abzubauen. Interessierte sollen ermutigt werden, gemeinsam über ein anspruchsvolles und zukunftsträchtiges Studium nachzudenken, daß ihnen einen interessanten Arbeitsplatz in Aussicht stellt.Mit den TeilnehmerInnen soll unter anderem über die Unterschiede zwischen Universitäten und Fachhochschulen, die neuen internationalen Bachelor- und Masterabschlüsse sowie der Rolle von Zusatzqualifikationen diskutiert werden. Durch den Besuch fachwissenschaftlicher Veranstaltungen, Forschungslaboratorien, des Rechenzentrums oder der Bibliothek soll darüber hinaus ein unmittelbarer Eindruck von der zukünftigen Studiensituation gegeben werden. Anmeldungen sind bis zum 30. Juni 1999 möglich. Kontakt: Sekretariat der Zentralen Studienberatung, Tel.: 0441/798-2473.
Frauen- und Geschlechterstudien: Bilanz nach zwei JahrenOldenburg. "Neugier, Lust und Wissenschaft“- unter diesem Titel ziehen Wissenschaftlerinnen der Carl von Ossietzky Universität am Mittwoch, 23. Juni (20 Uhr, Bibliothekssaal, Uhlhornsweg), eine erste Bilanz der beiden Studiengänge zu Frauen- und Geschlechterstudien, die vor zwei Jahren ihre Arbeit aufnahmen. Die öffentliche Präsentation wendet sich an Schülerinnen und Schüler, an Lehrerkollegien und Eltern sowie alle anderen Interessierten.Der Oldenburger Magisterstudiengang "Frauen- und Geschlechterstudien" und der Aufbaustudiengang "Kulturwissenschaftliche Geschlechterstudien" werden seit ihrer Gründung insbesondere von weiblichen Studierenden intensiv nachgefragt. Mehr als zwanzig Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen steuern regelmäßig Lehrveranstaltungen bei. Lebendig, problemorientiert, aufklärend, modern und motivierend in den Themen und Lehrmethoden - so wird das Lernen in den Studiengängen durch die Studierenden eingeschätzt. Auch innerhalb der bundesdeutschen Hochschullandschaft ist die Universität Oldenburg mit diesem neuen Studienangebot führend. Kontakt: Gleichstellungsstelle, Tel. 0441/798-2632, Fax –3766.
Literaturwissenschaftler hält AntrittsvorlesungOldenburg. „Vom Nutzen und Nachteil der Intentionalität und andere Kippfiguren“ ist der Titel der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Ralf Grüttemeier am Freitag, 25. Juni 1999, 16.00 Uhr, im Vortragssaal der Universitätsbibliothek (Uhlhornsweg). Grüttemeier ist Hochschullehrer für Niederländische Literaturwissenschaft am Fachbereich 11 Sprach- und Literaturwissenschaften der Universität Oldenburg. Er studierte Niederländische Philologie, Germanistik und Geschichte in Aachen, Köln und Amsterdam (Niederlande). Seine Forschungsschwerpunkte sind die Niederländische Literaturgeschichte, Interpretationstheorie und die Beziehung zwischen Recht und Literatur.
New Musik from Oldenburg in New York13 MusikstudentInnen debütieren an der New York University als KomponistInnenNew York/ Oldenburg. "Ich glaube fest an das Kreative im Menschen. Es ist schon in unseren Genen angelegt. Man muß ihm nur eine Bahn brechen.“ Mit ihrem unerschütterlichen Glauben an das Potential ihrer StudentInnen hat Violeta Dinescu, Komponistin und Professorin am Fachbereich 2, eine 13köpfige studentische Gruppe immerhin schon bis nach New York gebracht. Im Rahmen des „Summer Minifest“ beim „7th NYU Composer's Seminar Program“ stellten die fünf NachwuchskomponistInnen Isabel Kremeskoetter, Thorsten Peters, Angelika Usselmann, Julia Daniels und Esther Beckert mit Unterstützung von KommilitonInnen ihre Debütwerke vor.Auf Einladung von Dinu Ghezzo, Kompositionsprofessor an der New Yorker Universität (NYU), flogen die gerade zurückgekehrten StudentInnen zusammen mit Violeta Dinescu und dem Lehrbeauftragten Christoph Micklisch am 17. Mai nach New York. Am 20. Mai fand das Konzert im „Frederick Loewe Theater“ statt, nur 50 Meter vom berühmten Broadway entfernt. Intensive Probenarbeiten, an denen auch amerikanische Musiker mitwirkten, waren der Aufführung noch in den letzten drei Tagen in New York vorausgegegangen. Im Anschluß an das Konzert entspann sich zwischen dem New Yorker Publikum und den 0ldenburger MusikerInnen ein reges Gespräch, in dessen Verlauf viele persönliche Kontakte geknüpft werden konnten. Auch die Presse nahm die Aufführungen positiv auf. So schrieb Brett Green vom INMC Newsletter, New York: „ I found the concert performance of the university of Oldenburg quite interesting, impressive and above all enjoyable. The several pieces which were performed under the direction of professor Violeta Dinescu exhibited a wide variety and range of musical influences.“ Der Aufenthalt in New York ermöglichte den StudentInnen außerdem einen Einblick in das Kompositionsstudium und in den renommierten Tonmeisterkurs an der NYU. Das kulturelle Angebot an der Universität und natürlich in der Metropole New York wurde ausgiebig wahrgenommen. Mit dem Besuch hoffen die StudentInnen und ProfessorInnen der Universitäten New York und Oldenburg einen Grundstein für die zukünftige Kooperation gelegt zu haben. „Wir treten jetzt in eine Phase noch intensiveren Austauschs“, freut sich Violeta Dinescu. „Es wird Live-Kompositionsschaltungen im Internet und gemeinsame Arbeitsgruppen im virtuellen Raum geben. Damit betreten wir absolutes Neuland.“ Die im Netz erstellten Kompositionen sollen später auch gemeinsam auf einer realen Bühne aufgeführt werden. „Wir konnten uns von dem gewaltigen Potential dieser interkontinentalen Zusammenarbeit in New York vor Ort überzeugen“, so Dinescu. Das Programm des New Yorker Konzerts ist kürzlich auch im Rahmen des „frischfleisch“ Festivals in der Oldenburger Kulturetage wiederholt und um ein weiteres Debütwerk von Martha Lütjens bereichert worden. Was die StudentInnen hier bescheiden ihre „vierte Generalprobe“ nannten, zeugte von einer Fülle an Ideen, die sich in ganz unterschiedlicher Weise als tragfähig für eine Komposition erwiesen. Improvisatorische Elemente, Inspirationen aus Gedichten und Videos, O-Ton-Collagen und simultane Malaktionen sind in die teils sehr persönlichen, teils bereits hochgradig differenziert ausgearbeiteten Konzepte eingeflossen. Die in New York gesammelten Eindrücke hatten bei der Oldenburger Aufführung bereits zu kleinen Veränderungen der Stücke geführt. „Ich wage nicht, meinen Studierenden eine Karriere als Komponistin zu empfehlen, obwohl sie durchaus das Zeug dazu hätten. Das Leben als freischaffende Komponistin ist einfach zu unsicher“, beteuert Violeta Dinescu. „Aber ich bin froh darüber, daß sie als angehende LehrerInnen und EntscheidungsträgerInnen im kulturellen Bereich die Erfahrung gemacht haben, mit wieviel Aufwand das Komponieren und das Organisieren von Konzerten verbunden ist.“ Von Christiane Maaß
Eröffnung des Oldenburger Hannah Arendt-ZentrumsOldenburg. Das Hannah Arendt-Forschungszentrum an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg wird am 1. Juli 1999, 14.00 Uhr, im Vortragssaal der Universitätsbibliothek mit einem Festakt eröffnet. Prof. Dr. Jerome Kohn von der New School University, New York, spricht zum Thema „Hannah Arendt und der Begriff des Politischen“. Die Leiterin des Zentrums, Prof. Dr. Antonia Grunenberg, wird in ihrem Festvortrag die Aufgaben der neuen Forschungseinrichtung umreißen.Kern des Zentrums ist das „Hannah Arendt-Archiv“, d.h. der archivierte Nachlaß der deutsch-amerikanischen politischen Denkerin Hannah Arendt. Die „Hannah Arendt Papers“ aus der Library of Congress in Washington liegen hier komplett in Kopie vor, ergänzt durch zahlreiche Mikrofilme von Teilen des Nachlasses aus der University of Memphis (Tennessee). Weitere Bestände, etwa aus dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach, werden die Sammlung in absehbarer Zeit komplettieren. Das „Hannah Arendt-Archiv" steht ab sofort der Öffentlichkeit zur Verfügung. Wissenschaftler und andere Interessierte aus dem In- und Ausland erhalten hier einen Zugang zu Leben und Werk Hannah Arendts. Oldenburg ist der einzige Ort, an dem ihr Nachlaß einsehbar ist, da die Washingtoner Kongreßbibliothek ihre Bestände auf voraussichtlich zwei Jahre geschlossen hat. Zu den nächsten Vorhaben des Zentrums wird, in Kooperation mit der New School University (New York), die Erstellung einer kritischen Gesamtausgabe der Werke Arendts gehören. Daneben geht es vor allem um internationale Forschungsprojekte, den Austausch mit ProfessorInnen und später auch Studierenden aus den USA sowie um internationale wissenschaftliche Kongresse, Konferenzen und Workshops. Kontakt: Prof. Dr. Antonia Grunenberg, Fachbereich Sozialwissenschaften,
Wirtschaftliche Verwertung von ErfindungenOldenburg. „Verwertungsrechte und Lizenzen” ist das Thema einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 24. Juni 1999, 16.00 Uhr, im Vortragssaal der Universitätsbibliothek. Veranstalter sind das Institut für Regionalentwicklung und Informationssysteme an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (REGIO), das Dezernat Universitätsentwicklungsplanung, Forschungs- und Förderungsangelegenheiten der Universität Oldenburg, die Arbeitsstelle Wissens- und Technologietransferstelle der Hochschulen in Oldenburg (DIALOG), dem Erfinderzentrum Norddeutschland (EZN) und die Patentberatungs- und -verwertungsstelle von “uni transfer” an der Universität Hannover statt.Es soll über eine mögliche Umsetzbarkeit von Erfindungen sowie über die wirtschaftliche Verwertung der gewerblichen Schutzrechte (Patente, Gebrauchsmuster u.a.) informiert werden, die für Unternehmen von Interesse sein können. Referenten sind u.a. Dr.-Ing. Schrader, stellvertretender Geschäftsführer des Erfinderzentrums Norddeutschland (EZN) und Dr. Martina Venschott von der Patentberatungs- und –verwertungsstelle der Universität Hannover wird den Schwerpunkt auf die Verwertungsrechte aus Erfindungen an Hochschulen legen und diesen Bereich umfassend darstellen. Kontakt: Arbeitsstelle DIALOG, Tel: 0441/798-2913 oder per Fax: 0441/798-3002.
Das „langsame“ BildOldenburg. Die Rückgewinnung des „langsamen“ Bildes als eine Antwort unter vielen möglichen auf die Beschleunigung und Fragmentarisierung medialer Bilder ist das Thema eines Wochenendseminars vom 24. bis 26. September 1999 in der Europäischen Akademie Bad Bevensen. Das Seminar trägt den Titel „Lebensrad, Wundertrommel und Papiertheater - Zur Wiederentdeckung des „langsamen“ Bildes. Veranstalter ist das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Universität Oldenburg in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien in der GEW Niedersachsen. Gastreferent ist Prof. Dr. Jens Thiele vom Fachbereich Kommunikation/Ästhetik der Universität Oldenburg. Anmeldeschluß für das Seminar ist der 29. Juli.Kontakt: ZWW, Tel: 04411/798-4422, Fax: -4411; E-Mail: droege.waltraut@zww.uni-oldenburg.de.
„Krieg ist Humbug“ - Briefe aus dem amerikanischen BürgerkriegOldenburg. „Krieg ist nichts anderes als Humbug“, schrieb der Amerika-Auswanderer Heinrich Brandes im Winter 1862/63 an seine Frau Catharina in Oldenburg/Indiana. Und doch war er als Freiwilliger in den Krieg gegangen. Im Juli 1863 sollte der Tagelöhner, der aus Westfalen stammte, in Ehren aus der Armee entlassen werden. Sechs Wochen zuvor schrieb er zum letzen Mal nach Hause – kurz darauf starb er in einem Lazarett im Sumpfgebiet des Yazoo-Flusses bei Vicksburg.Die Lage der Auswanderer in ihrer neuen Heimat und die Ursachen des amerikanischen Bürgerkrieges erläutert der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Antonius Holtmann (Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Oldenburg) in dem von ihm herausgegebenen Buch „Für Gans America Gehe ich nich Wieder bei die Solldaten“. In einer ausführlichen Einleitung wird die Lebenssituation der Familie Brandes im westfälischen Ochtrup geschildert und deutlich gemacht, warum in jenen Jahren Tausende den Schritt in das unbekannte Amerika wagten. Der Hauptteil des Buches besteht aus Heinrich Brandes' Briefen, die vom Herausgeber kommentiert werden. Mit seinen Briefen und seinem Sterben habe Brandes „die mit den jeweiligen Kriegszielen gerechtfertigte Notwendigkeit des Bürgerkrieges ‚entzaubert‘ und die Utopien und Ideologien der Kontrahenten ‚berichtigt‘“, schreibt Holtmann in der Einleitung. Der Tagelöhner lasse „zumindest die Frage nach Alternativen zum blutigen Bürgerkrieg, seinen Folgen und seiner Heroisierung aufscheinen“. Antonius Holtmann leitet die Forschungsstelle Niedersächsische Auswanderer in den USA (NAUSA) am Institut für Politikwissenschaft II. Wer europäische Auswanderer in die USA (1820-1900) sucht, ist gut beraten, nach Oldenburg zu kommen oder hier anzufragen. Im Internet werden die NAUSA-Seiten ca. 50 mal am Tag angeklickt (www.uni-oldenburg.de/nausa). Die Hälfte der Anfragen erreicht die Forschungsstelle per E-Mail (holtmann@hrz1.uni-oldenburg.de). Der biographische Zugriff auf die Migrationsgeschichte hat bisher zu einer Reihe von Aufsätzen, Examensarbeiten und zwei Buchveröffentlichungen geführt (www.uni-oldenburg.de/nausa/veroeff.htm). Ein dritter Band wird vorbereitet: A. Holtmann (Hg.), „Jetzt gehts nach Amerika zu ...“. Die Lebenserinnerungen des Osnabrücker Bäckergesellen und späteren Eisenwarenhändlers in Cincinnati/Ohio, Gottfried Weber. Antonius Holtmann (Hg.), „Für Gans America Gehe ich nich Wieder Bei die Solldaten ...“. Briefe des (Tagelöhners und) Ochtruper Auswanderers Theodor Heinrich Brandes aus dem amerika-nischen Bürgerkrieg 1862/63. Bremen, Edition Temmen 1999. Kontakt: Prof. Dr. Antonius Holtmann, Inst. f. Politikwiss.II, Forschungsstelle Niedersächsische Auswanderer in den USA ( NAUSA), Tel.: 0441/798-2614, Fax: 5180, Tel. priv. 04486/8484.
Weiterbildung für KrankenpflegepersonalOldenburg. Ab September 1999 veranstaltet das Fernstudienzentrum der Universität Oldenburg die neunmonatige berufsbezogene wissenschaftliche Weiterbildung "Psychologische Gesundheitsförderung für Krankenpflegepersonal". Dabei werden Kompetenzen vermitteln, die helfen, auch schwierigen Situationen im Umgang mit Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen zu begegnen. Die Weiterbildung, die in Form von Wochenendseminaren stattfindet, läuft bereits zum 16. Mal. Rund 300 Krankenschwestern und -pfleger aus dem Raum Ostfriesland, Oldenburg und Bremen haben inzwischen das Universitätszertifkat erworben. Bundesweit waren es schon ca. 1.700 Pflegekräfte, die auf Grundlage der Oldenburger Lehrtexte an den Weiterbildungsprogrammen von sieben deutschen und einer Schweizer Universität teilgenommen haben. Nähere Infomationen unter Tel.: 0441/798-4418, Fax: 0441/798-4414, E-Mail: jung@zef.uni-oldenburg.de, Internet: www.uni-oldenburg.de/zef/pgf.html.
Ehrendoktorwürde für US-amerikanische BiologinOldenburg. Für hervorragende Leistungen auf den Gebieten Symbiose und Zellevolution und der Entstehung aller Makroorganismen aus Bakterien zeichnet die Universität Oldenburg die Biologin und Geowissenschaftlerin Prof. Dr. Lynn Margulis (University of Massachusetts/USA) mit der Ehrendoktorwürde aus. Die Festveranstaltung findet am Dienstag, 22. Juni 1999, 17.00 Uhr im Großen Hörsaal des mathematisch-naturwissenschaftlichen Standorts Wechloy statt. Der Geomikrobiologe und -physiologe Prof. Dr. Wolfgang E. Krumbein (Universität Oldenburg) wird die Laudatio halten. Im Gästehaus der Universität wird anschließend ein Empfang für alle Mitglieder des Fachbereichs 7 und der Universität sowie der auswärtigen Gäste gegeben.Margulis´ Verdienste um die Entwicklung der Bio- und Geochemie sowie der Geophysiologie verknüpfen ihre Arbeit eng mit einem der Forschungsfelder des Fachbereichs Biologie und mit der Entwicklung der wissenschaftlichen Grundlagen des ICBM. Durch ihre Arbeiten hat sie einen wesentlichen und grundlegenden Beitrag zur Integration von Bio-, Geo- und Umweltwissenschaften geleistet. Gewürdigt wird auch das unermüdliche Engagement von Margulis für Chancengleichheit und nachhaltige Entwicklung. Sie war Ende der 70er Jahre maßgeblich beteiligt am Programm der NASA für die Suche nach extraterrestrischem Leben und hat zusammen mit Prof. Dr. Wolfgang E. Krumbein (Universität Oldenburg) und Prof. Dr. Nealson (Caltech, Pasadena, USA) die weltweit bekannten Kurse der NASA für planetare Biologie und Mikrobenökologie (PBME) ins Leben gerufen. Außerdem ist sie Mitbegründerin der Gaia-Hypothese, die von der Annahme ausgeht, daß die Erde ein Lebewesen sei und biologisch organisiert und gesteuert werde. Kontakt: Prof. Dr. Wolfgang Krumbein, Fachbereich 7 Biologie, Geo- und Umweltwissenschaften, Tel.: 0441/798-3382
Die neuen Frauen zwischen Erbe und EntwurfOldenburg. Die virtuelle Lara Croft, bekannt als die weibliche Antwort auf Indiana Jones, verkörpert ein neues Ideal weiblicher Identität im Cyberspace. Über dieses und andere neue weibliche Ideale sowie die virtuelle Inszenierung von Weiblichkeit soll in einer Veranstaltung des Studiengangs Frauen- und Geschlechterstudien der Universität Oldenburg am Donnerstag, 17. Juni 1999, 20.00 Uhr im Gebäude A6 (Uhlhornsweg), Raum 0-009, diskutiert werden. Die Gruppe SPUNK aus Oldenburg rundet die Veranstaltung mit einer kabarettistischen Einlage ab.Lara Croft ist bewaffnet bis über beide Ohren, kämpft mit Tigern und riesigen Spinnen und stellt sich unerschrocken der schwierigen Aufgabe, die Welt zu retten. Und doch bekommt das Technoweib feuchte Augen beim Anblick eines Brautkleides, welches geduldig hinter Schaufensterscheiben der Dinge harrt. Wird Lara Croft heiraten? Wird sie demnächst gar ein süßes Baby virtuell-öffentlich an ihrem prachtvollen Busen stillen? Kontakt: Frauengleichstellungsstelle der Universität Oldenburg, Tel: 0441/798-2632, E-Mail: frauenbuero@uni-oldenburg.de
Ehrendoktorwürde für schweizer ChemikerOldenburg. Für seine großen Verdienste um den Chemieunterricht und die Chemiedidaktik erhält der emeritierte schweizer Chemiker Prof. Dr. Hans Rudolf Christen (75) vom Fachbereich 9 Chemie der Universität Oldenburg die Ehrendoktorwürde. Die Promotionsurkunde wird am Donnerstag, 17. Juni 1999, 17.00 Uhr, im Großen Hörsaal des mathematisch-naturwissenschaftlichen Standorts Wechloy überreicht. Die Laudatio hält der Oldenburger Chemiedidaktiker Prof. Dr. Walter Jansen.Christen wurde am 3. Juli 1924 in Bern geboren. Er studierte von 1943 bis 1948 Chemie und Botanik an der ETH Zürich, wo er 1950 auch promovierte. Bereits während der Doktorandenzeit war er als Hilfslehrer und später dann als Gymnasiallehrer für Chemie und Biologie tätig. In den Jahren 1958 bis 1963 untersuchte Christen die Biologie und den Chemismus zahlreicher Kleinseen und Torfmoore im Schweizer Jura. In den daraus entstandenen Veröffentlichungen konnte er viele neue Euglena- und Algenarten beschreiben. Ein Meilenstein in seiner wissenschaftlichen Laufbahn war der Auftrag der Vereinigung Schweizerischer Naturwissenschaftslehrer, ein neues Lehrwerk für den Chemieunterricht zu verfassen. Das Buch erwies sich als Revolution für den Chemieunterricht an Schulen. Es wurde sehr schnell auch in Deutschland bekannt. Der Grundgedanke war, statt einer beschreibenden Stoffchemie die erklärenden Theorien für chemische Reaktionen heranzuziehen und ein neues Modelldenken in den Chemieunterricht einzuführen. Etliche von ihm allein oder als Co-Autor verfaßte Lehrbücher wie „Allgemeine Chemie“, „Einführung in die Chemie“, „Struktur, Stoff, Reaktion“ und „Grundlagen der anorganischen und allgemeinen Chemie“ wurden in alle großen Sprachen der Welt übersetzt. Für seine wissenschaftlichen Verdienste erhielt Christen, der 1989 emeritiert wurde, eine Vielzahl von Ämtern und Positionen. So war er von 1963 bis 1979 Präsident der Vereinigung Schweizerischer Naturwissenschaftslehrer. 1976 erhielt er die Gmelin-Beilstein-Denkmünze der Gesellschaft Deutscher Chemiker. 1982 wurde er Ehrenmitglied des Institut Grand Ducal in Luxemburg. 1994 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Bern verliehen. Kontakt: Prof. Dr. Walter Jansen, Fachbereich 9 Chemie, Tel: 0441/798-3694, -3833
Jobs für Studierende in der Universität:
Oldenburg. Als kaum hinnehmbare zusätzliche Belastung hat Präsident
Prof. Dr. Siegfried Grubitzsch die Auswirkungen der gesetzlichen Neuregelungen
zu den 630-Jobs für die Universität Oldenburg bezeichnet. Die Universität
müsse jährlich über 400.000 Mark mehr für studentische Hilfskräfte
aufbringen, wenn sie ihre jetzige Zahl beibehielte, sagte Grubitzsch. Das sei
eine schwere Belastung angesichts der Tatsache, daß Haushaltszuwächse
nicht zu erwarten seien.
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· Redaktion: Ralf Thiele |